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Full text of "Dei deutschen familiennamen"

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l^arbarti College l.itiTars 



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BOUGHT WITH INCOME 

PROM THB BEqyEST OP 

HENRY LILLIE PIERCE 

OF BOSTON 

UNDER A VOTE OP THE PRESIDENT AND FeLLOWS 
OCTOBER 24, 1898 



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Wort und Brauch. 

Volkskundlichc Arbeiten 

namens der Sohlesisohen Gesoilsc&ait lur Volkskunde 
in zwaitgloseu Heftoa heraui^gegi^ben 

TOB 

Dr. Theodor Siebs Dr. Max Hippe 

1 Heft 

Die deutschen Familiennamen 

nach Breslauer Quelleu 
des 13. und 14. Jahrhuiuleiis 



TOB 



hr. Hermauii Reichert 



Urcslau 
Verlag v<^u M, & H. MftrctiK 

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Wort und Brauch. 

Volkskundliche Arbeiten 
namens der äehlesischen Gesellsohaft für Volkskunde 



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Dr. Theodor Siebs 

grd, Professor ». d. tlnlv^rsliit Bt^slftii 



Dr. Max Hippe 



Uie Saminlung vom Arbeiten « die wir unter dem Titel ,,Wort 

und Brauch" herausgeböii, soll emeti Katmen bilden für nmfaup 
reichere^ dem C4ebiete der Volkjjkiiude angeliörende , wisseüscliaftlicJjo 
ÜEtersuchungati , gleichviel üb dieaelbeu aus uuserer Gefielhchaft oder 
anderen in gleicher Richfiiing arbeiteoden Kreisen bervargelien. 

„Wort nnd Brauch'* wird daJier aiclit nur Arbeiten, welche 
sdüesisehe Dinge beliandehi, Aufnahme gewilhrtm, sondern allen Bei- 
trägen i^ffen stehen, die ihren Gegenstand aus dem weiten Gebiete der 
VollcskuBde tiberhaiipt entndimen. 

Der Titel „Wort und Brauoli*' ist kein Programm* Er soll 
nicht den Inlialt der neuen Serie auf ein bestimmtei Teilgebiet der 
Volkskunde beäctiränken, sendern ledigüoli ein kurzes charakteristiscliei 
Kennwort der Sammlung sein. 

Die Herausgeber« 



Biaher sind fulgunde lUite träcbienon: 

t. Relcliert, Uormaun! Die doutscheu Familiennamen naeh Breilauer QtKiüen 
des 13. u. 14. JaJii'bnuderta 6,40 M. 

2. laeaehke, Eriche Itateinificli* romanisches Fremdwöüterbacli der scblesiacben 

Mtmdart , , . . 6,60 ilf, 

3. von Ifnwtrtli, Wolf: I>k schlesiBche Mundart, in iliren Lautveriiältnisien 

grammatiach und gi^ogrÄphisch dargestdll> Mit sswd Karten , 3,80 Üf, 

4> Bohflf Eirjü: Die Nationalhymnisn der eurupMBchcn V^^krr. Mit Noten* 

heibge . 2»40 J^t 



Die deutsehen Familiennamen 
nach Breslauer Quellen des 13. und 14. Jahrhunderts 

von 

Dr. Hermann Reichert 



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Wort und Brauch. 

Volkskundliehe Arbeiten 

namens der Sehlesisehen Gesellschaft für Volkskunde 

in zwanglosen Heften herausgegeben 
von 

Dr. Theodor Siebs Dr. Max Hippe 

ord. Professor a. d. Universität Breslau Stadtbibliothekar in Breslau 



1. Heft 



Die deutsehen Familiennamen 

nach Breslauer Quellen 
des 13. und 14. Jahrhunderts 



Dr. Hermaiiu Reichert 



Breslau 

Verlag von M. & H. Marcus 

1908 



Die deutschen Familiennamen 

nach Breslauer Quellen 
des 13. und 14. Jahrhunderts 



von 



Dr. Hermann Reichert 



Breslau 

Verlag von M. & H. Marcus 
1908 



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Seite 

Einleitung und Quellen . 1 

I. Taufnamen 6 

1. Männliche 6 

A. Verzeichnis der Namen 6 

B. Belege und Entsprechungen 12 

C. Zur Erklärung 20 

a) Vollnamen 20 

b) Kurzformen 22 

c) Deklination 25 

d) Häufigkeit des Vorkommens 27 

e) Gleicher Vorname bei öeschwisteni 30 

2. Weibliche 30 

A. Verzeichnis der Namen 30 

B. Belege und Entsprechungen 32 

C. Zur Erklärung 36 

II. Familiennamen 37 

1. Allgemeines 37 

2. Einzelnamen 42 

3. Familiennamen aus Taufnamen 50 

A. Männliche 50 

a) Deutsche 50 

b) Kirchlich-romanische 56 

c) Slavische 57 

B. Weibliche 58 

a) Deutsche 58 

b) Fremde . ... 59 

C. Entstehung der Familiennamen aus Taufnamen ... 59 

D. Das Suffix -er 65 

4. Familiennamen von Örtlichkeiten 67 

A. Von der Wohnstätte 68 

B. Vom Herkunftsorte 73 

a) Verzeichnis der Namen 73 

«) Orte, die in Schlesien einmal vorkommen ... 73 

ß) Orte, die in Schlesien mehrfach vorkommen . . 80 

y) In Schlesien und ausserhalb mehrfach ... 81 

(T) Ausserhalb Schlesiens einmal 82 

c) Ausserhalb Schlesiens mehrfach 85 

C) Nicht bestimmbar 86 



VI 

Seite 

b) Name und Herkunft 87 

c) Festigkeit der Form . . . . • . 89 

C. Von Ländern und Stämmen 97 

5. Namen von Stand, Amt und Beruf ; 98 

A. Verzeichnis und Einzelerklärungen 98 

B. Allgemeines zur Beurteilung 103 

a) Die er-Bildungen 103 

b) Name und Beruf 104 

c) Anhang über ^genant" 110 

6. Übernamen 111 

A. Verzeichnis und Einzelerklärungen 111 

a) Körperliche, geistige, moralische, soziale Eigenschaften 

und Zufälligkeiten 111 

b) Tiere und tierische Merkmale, Pflanzen und ihre Be- 
standteile, Gesteine, Metalle, Himmelserscheinungen . 113 

c) Essen und Trinken 115 

d) Kleidung, Schmuck, Ausrüstung, Werkzeug, Geräte, 
Besitz usw 116 

e) Auffallende Beschäftigung, vorübergehende Funktion 119 

f) Glaube und Religion, Kirche, Obrigkeit 120 

g) Personen der Verwandtschaft und Umgebung . . . 121 
h) Münze, Mass, Gewicht 121 

i) Zeitbestimmungen 121 

k) Abstrakta 121 

1) Adjektiva 122 

m) Adverbiales 124 

B. Richtlinien der Erklärung 124 

C. Adjektivnamen 134 

D. Familiennamen auf -man 136 

E. Zusammengesetzte Namen 137 

7. Satznamen 142 

A. Imperativnamen 142 

B. Aussprüche und Redensarten 144 

8. Namen aus Sage und Dichtung 145 

III. Festigkeit der Familiennamen 146 

1. Gleicher Name bei Verwandten 146 

2. Ungleicher Name bei Verwandten 150 

3. Verschiebungen 153 

4. Pleonasmus im Familiennamen 155 

IV. Frauennamen 156 

V. Unerklärte Namen 158 

Namenregister 159 



Verzeichnis der benutzten Werke 



Abel, H. F. 0., Die deutschen Personennamen ^ Berlin 1889. 
Andresen, K. G., Die altdeutschen Personennamen in ihrer Entwicklung und 
Erscheinung als heutige Geschlechtsnamen. Mainz 1873. 

— Konkurrenzen in der Erklärung der deutschen Geschlechtsnamen. 
Heilbronn 1883. 

Arndt, B., Der Übergang vom mhd. zum nhd. in der Sprache der Breslauer 

Kanzlei. Germanistische Abhandlungen Heft XV. Breslau 1898. 
Arndt, W., Die Personennamen der deutschen Schauspiele des Mittelalters. 

Germanistische Abhandlungen Heft XXIII. Breslau 1904. 
Bacmeister, A., Germanistische Kleinigkeiten. Stuttgart 1870. 
Becker, F., Die deutschen Satznamen. Progr. Basel 1873. 
Bert sehe, Die volkstümlichen Personennamen einer oberbadischen Stadt. 

Alemannia N.F. VI. 
Burckas, V., Die Ohrdruf er Familiennamen nach Herkunft und Bedeutung. 

4 Programme. Ohrdruf 1896-99. 
Carstens, K., Beiträge zur Geschichte der bremischen Familiennamen. 

Diss. Marburg 1906. 
Damroth, Die älteren Ortsnamen Schlesiens, ihre Entstehung und Bedeutung. 

Mit einem Anhange über die schles.-poln. Personennamen älterer Zeit 

(S. 192—238). Beuthen OS. 1896. 
Fick, A., Die Göttinger Familiennamen. Progr. Göttingen 1880. 
Förstemann, E., Altdeutsches namenbuch. I.Bd. Personennamen ^ Bonnl900. 

— Über die Familiennamen in Nordhausen im 13. und 14. Jhd. Progr. 
Nordhausen 1851. 

Gloel, H., Die Familiennamen Wesels. Beitrag zur Namenkunde des Nieder- 
rheins. Wesel 1901. 
^-Grimm, J., Über Frauennamen aus Blumen. Kl. Sehr. II, 366 ff. 

— Deutsche Grammatik. Göttingen 1822 ff. 

— und W., Deutsches Wörterbuch. 

Heintze, A., Die deutschen Familiennamen geschichtlich, geographisch, 

sprachlich \ Halle 1903. 
Hoff mann von Fallersleben, ßreslauer Namenbüchlein. Leipzig 1843. 
Je cht, R., Beiträge zur Görlitzer Namenskunde. Neues Lausitz. Magazin 

Bd. 68 (1892) S. 1—49. 
Kadi er, A., Germanische Eigennamen der Stadt Ka witsch. Rawitsch o. J. 

(1887). 



VTII 



Kleemanu, S., Die Familiennameu Quedlinburgs und der Umgegend. 
Quedlinburg 1891. 

Kleinpaui, R., Menschen- und Völkemamen. Etymologische Streifzüge auf 
dem Gebiete der Eigennamen. Leipzig 1885. 

Kluge, F., Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache •. Strassburg 
1899. 

Knie, J. G., Alphabetisch -statistisch -geographische Übersicht der Dörfer, 
Flecken, Städte und anderen Orte der kgl. preuss. Provinz Schlesien . . . *. 
Breslau 1845. 

Kriegk, G. L., Deutsches Bürgertum im Mittelalter nach urkundlichen For- 
schungen. Neue Folge. Frankfurt 1871. 

Lamprecht, K., Deutsche Geschichte. Bd. III u. IV. Berlin 1893 u. 94. 

Lexer, M., Mhd. Handwörterbuch. Leipzig 1872 ff. 

Löher, von, Die deutschen Personennamen in Urkunden. Archivalische 
Zeitschrift Bd. XII S. 30—52. 

Markgraf, H., Die Strassen Breslaus nach ihrer Geschichte und ihren 
Namen. Breslau 1896. 

Müller, W., und Zarncke, F., Mhd. Wörterbuch. Leipzig 1863 ff. 

Miklosich, F., Die Bildung der slavischen Personennamen. Denkschriften 
der Kaiserl. Akademie der Wissenschaften Bd. X. Wien 1860. 

Oesterley, H., Historisch -geographisches Wörterbuch des Mittelalters. 
Gotha 1883. 

Ondrusch, K., Die Familiennamen in Neustadt OS. nebst allgemeinen Er- 
örterungen. 2 Progr. Neustadt 1894 u. Sagan 1899. 

Paul, H., Prinzipien der Sprachgeschichte ^ Halle 1886. Daraus Kap. IV: 
Wandel der Wortbedeutung. 

Pott, A. F., Die Personennamen insbesondere die Familiennamen und ihre 
Entstehungsarten. Leipzig 1859. 

Preuss, 0., Die lippischen Familiennamen mit Berücksichtigung der Orts- 
namen 2. Detmold 1887. 

Ritters Geographisch-statistisches Lexikon der Erde*. Leipzig 1905. 

Kückert, H., Entwurf einer systematischen Darstellung der schlesischen 
Mundart im Mittelalter. Herausgegeben von P. Pietsch. Paderborn 1878. 

Schiller, K., und Lübben, A., Mnd. Wörterbuch. Bremen 1875ff. 

Schütte, 0., Braunschweiger Personennamen aus Urkunden des 13. bis 17. 
Jhds. Progr. Braunschweig 1901. 

Schultz, A., Deutsches Leben im 14. u. 15. Jhd. Prag 1892. 

Socin, A., Mhd. Namenbuch. Nach oberrheinischen Quellen des 12. und 13. 
Jhds. Basel 1903. 

Stark, F., Die Kosenamen der Germanen. Wien 1868. 

Steub, L., Die oberdeutschen Familiennamen. München 1871. 

Strackerjan, K., Die jeverländischen Personennamen. Progr. Jever 1864. 

Trötscher, J., Die ältesten Egerer Familiennameu (seit 1322). Programm. 
Eger 1883. 

Vilmar, A. F. C, Deutsches Namenbüchlein •. Marburg 1898. 



IX 

Vogt, über deutsche, besonders Neuwieder Familiennamen. Neuwied und 
Leipzig 1888. 

Wackernagel, W., Die deutschen Appellativnamen. KI. Sehr. III, 59ff. 

Weinhold, K., Die Personennamen des Kieler Stadtbuches von 1264—1288. 
Aus den Jahrbüchern für Landeskunde der Herzogtümer Schleswig- 
Holstein und Lauenburg Band IX. Kiel 1866. 

— Mhd. Grammatik \ Paderborn 1883. 

— Beiträge zu einem schlesischen Wörterbuche. Wien 1855. 

— Handschriftliche Sammlungen Weinholds zum schles. Wörterbnche, in 
Zetteln auf der Breslauer Stadtbibliothek befindlich (= Hs.R. 3036). 

— Die Verbreitung und Herkunft der Deutschen in Schlesien. Forschungen 
zur deutschen Landes- und Volkskunde, herausgegeben von A. Kirch- 
hoff, Bd. II Heft 3 S. 161—239. Stuttgart 1887. 

Wilmanns, W., Deutsche Grammatik. 2. Abteilung: Wortbildung. Strass- 
burg 1896. 

Zeschau, von, Die Germanisierung des vormals tschechischen Glatzer Landes 
im 13. und 14. Jhd. und die Stammeszugehörigkeit der deutschen Ein- 
wanderer. Vierteljahrsschrift für Geschichte und Heimatskunde der 
Grafschaft Glatz VII S. 1 ff. 



Kleinere und weniger wichtige Beiträge werden an Ort und Stelle er- 
wähnt. Die Abkürzungen sind die gewöhnlichen ; ausserdem ist FN. = 
Familienname(n) ; PN. — Personenname(D) ; KF. ^ Kurzform, Koseform; 
Fm. = Förstemanns Namenbuch ; Whld. — Weinholds Beiträge zu einem 
schles. Wörterbuch; Whld.Z. — Handschriftl. Sammlungen Ws. zum schles. 
Wörterbuche in Zetteln; Whld. Gr. — Ws. mhd. Grammatik. Für die Ab- 
kürzungen der urkundlichen Quellen vgl. die Einleitung. 



Einleitung und Quellen. 



Soll die neuhochdeutsche Namenkunde auf sicheren Boden 
gestellt werden, so ist die unumgängliche Vorbedingung dafür 
eine klare Erkenntnis des mittelhochdeutschen Namensystems. 
Ein unmittelbarer Anschluss unserer Namen an die althoch- 
deutschen, wie er von Andresen und Steub und ihren zahllosen 
Nachfolgern geübt wurde ^), stiftet in den meisten Fällen mehr 
Unheil als Nutzen. Aus diesem Gedanken heraus ist das gross 
angelegte Werk Socins entstanden, das mit einer bis ins AUer- 
kleinste dringenden Beobachtungsschärfe die Wandlungen in 
der Namenwelt vom Ausgange der althochdeutschen Periode an 
darstellt. Das Werk hat den Titel „Mittelhochdeutsches Namen- 
buch''; aber es umfasst weder die ganze mittelhochdeutsche 
Zeit noch das ganze mittelhochdeutsche Sprachgebiet: es schliesst 
mit dem Jahre 1300 und betrachtet nur die Namen von Basel 
und seiner Umgebung. Beide Beschränkungen erweisen sich 
als notwendig ; denn die Namen Wandlung geht an verschiedenen 
Orten zeitlich und sachlich verschieden vor sich. Alte Kultur- 
stätten sind vor jüngeren ein gutes Stück in der Entwicklung 
voraus, und die Gesetze, die an einem Orte für eine gewisse 
Zeit sich aufzeigen lassen, brauchen deshalb noch nicht gleich- 
zeitig überall massgebend gewesen zu sein^). Wird die For- 
derung der zeitlichen Beschränkung vernachlässigt^), so ist 



^) Als rühmliche Ausnahmen seien genannt die Arbeiten (meist Pro- 
gramme) von Becker, Förstemann, Mantels, Schütte, Trötscher, Weinhold. 

*) So ist z. B. der ganze Zuschnitt des Namenwesens in Basel schon 
im 13. Jhd. so, wie in Breslau erst im 14. Jhd. In Basel ist -er als Namen- 
suffix bei dem reichen Materiale Socins nur viermal zu belegen, während es 
in Breslau nicht allzu selten ist. 

^) Vgl. die Arbeiten von Preuss, Kleemann und Gloel. 

Wort und Brauch I. Reichert, Familiennamen. 1 



die Folge davon, dass die älteren Bildungen von der über- 
wiegenden Menge der jüngeren erdrückt werden und manches 
zusammenkommt, was durch eine zeitliche Entwicklung ge- 
schieden ist. Auch so ergibt sich ein schiefes Bild. Erst wenn 
aus dem ganzen deutschen Sprachgebiete örtlich und zeitlich 
begrenzte, aus urkundlichem Material gewonnene Arbeiten über 
die Namenverhältnisse der mittelhochdeutschen Zeit vorliegen ^), 
wird es möglich sein, einen allgemeinen Überblick über die 
Entwicklung unserer heutigen Namen zu gewinnen. Einen 
kleinen Beitrag hierzu will meine Arbeit liefern. Sie legt 
dabei nicht das Hauptgewicht auf die Erklärung der einzelnen 
Namen — die bleibt ja doch in vielen Fällen höchst unsicher; 
selbst wenn ich die Wortbedeutung einer Bezeichnung kenne, 
brauche ich sie deshalb noch nicht als Namen zu verstehen — , 
sondern sie will in erster Linie an der Hand von urkundlichem 
Material die Frage nach der Bildung unserer heutigen Familien- 
namen als System behandeln. 

Von früheren Untersuchungen über schlesische Personen- 
namen sind mir bekannt geworden die Arbeiten von Hoflfmann 
von Fallersleben, Jecht, Damroth und Ondrusch. Von ihnen 
kommt das „Breslauer Namenbüchlein" von Hoffmann von 
Fallersleben ernsthaft überhaupt nicht in Betracht^). Ondruschs 
Programme stehen zwar über dem Durchschnitt der gewöhn- 
lichen Namenarbeiten, bieten aber auch nicht viel Neues. Dam- 
roth behandelt vorwiegend Taufnamen, geschöpft aus schlesi- 
schen Quellen der Zeit von ungefähr 950 — 1300; der Verfasser 
ist einseitiger Slavist^). Weit über den genannten Arbeiten 
stehen die „Beiträge zur Görlitzer Namenskunde" von R. Jecht, 
die überhaupt eine der erfreulichsten Bereicherungen unseres 
Wissens von den mittelhochdeutschen Namen darstellen. Jecht 
behandelt die Görlitzer Namen des 14. Jahrhunderts, gibt aber 
nur Ausschnitte aus dem Material. Ein richtiges Bild von der 
Zusammensetzung des Namenschatzes und eine klare Vorstellung, 
wie die einzelnen Namenklassen in bezug auf die Häufigkeit 



*) Ein gutes Beispiel für eine solche ist die Arbeit von Carstens. 
*) Vgl. die Rezension durch Andresen: KZ. XVII 282 ff. 
*) Seite 223 heisst es z.B.: „Nanker, ein ziemlich häufig vorkommender 
Name, dessen Bedeutung nicht bekannt ist". Es ist ahd. nand -|- g6r. 



zueinander stehen, kann aber nur aus der Auflfährung aller auf- 
findbaren Namen gewonnen werden^). In der vorliegenden 
Arbeit werden also mit möglichster Vollständigkeit die Bres- 
lauer Namen vom Beginn der Überlieferung (Mitte des 13. Jhd.) 
bis zum Jahre 1400 gegeben. 

Material für die Stoffgewinnung. 

1. Gredrucktes. Für die älteste Zeit bis zum Jahre 1333 
wurden benutzt die Regesten zur schlesischen Geschichte, 
herausgegeben von C. Grünhagen und K. Wutke. Codex 
diplomaticus Silesiae Bd. VII 1—3; XVI; XVIII; XXII. 
Breslau 1875 — 1903 (zitiert: Reg., Nummer). — Die auf 
Breslau bezüglichen Urkunden sammelt das Breslauer Ur- 
kundenbuch von W. G. Korn; es ist schon 1870 erschienen 
und muss durch die Regesten ergänzt werden (zitiert: Korn, 
Nummer). — 1287 setzt die sogenannte Ratslinie ein, das ist 
ein Verzeichnis der jährlich gewählten Konsuln und Schöffen, 
ohne Unterbrechung fortlaufend bis in die neueste Zeit; ver- 
öffentlicht im Breslauer Stadtbuch, enthaltend die Raths- 
linie von 1287 ab und Urkunden zur Verfassungs- 
geschichte der Stadt. Herausgegeben von H. Markgraf 
und 0. Frenzel. Breslau 1882. Cod. dipl. Sil. Band XI 
(zitiert: Cod. XI, Seite). — Henricus pauper, Rechnungen 
der Stadt Breslau von 1299 — 1358, nebst 2 Rationarien 
von 1386 und 1387, dem Liber Imperatoris vom Jahre 
1377 und den ältesten Breslauer Statuten, heraus- 
gegeben von C. Grünhagen. Breslau 1860. Cod. dipl. 
Sil. III (zitiert: Cod. III, Seite). 

3. Handschriftliches. Ein Bruchstück eines alten Stadt- 
buches aus dem Anfange des 14. Jhds., gewöhnlich als Hand- 
werker-Statuten bezeichnet^). Stadtarchiv, Hdschr. G 2. — 



^) Die Aulführung aller vorkommenden Personen, die dann auch die 
Häufigkeitsverhältnisse innerhalb derselben Klasse ergibt, ist für das 
14. Jhd. wegen der ungeheuer anwachsenden Fülle des Materials nicht mehr 
durchführbar. Schon das Werk Socins, das für das 12. u. 13. Jhd. diese 
Arbeit leistet, ist durch die Listen beträchtlich angeschwollen. 

2) Vgl. Ztschr. d. Vereins f. Gesch. u Altert. Schles. VIII, 212 u. XIV, 207. 



Auszüge aus dem verlorenen Breslauer Stadtbuch Hirsuta hilla 
1328—60, nach einer Abschrift aus dem Ende des 17. oder 
Anfang des 18. Jhds. in der Hdschr. Fol. 220 der Fürstensteiner 
Majoratsbibliothek, abgeschrieben von 0. Frenzel, Breslau 1878. 
Stadtarchiv, Hdschr. G 3 (zitiert: H.h., Blatt). Inhalt: Bussen, 
Sühnen, Vergleiche, Bekenntnisse. — Die Breslauer Schöffen- 
bücher^), beginnend mit dem Jahre 1345. Bd. I 1345—55, 
n 1357—69, III 1369—74, IV 1374—81, V 1381—87, VI 
1387—90, VII 1390-94, VIII 1395—1400. Stadtarchiv, 
Hdschr. G, I 1—8 (zitiert: S, Band, Blatt). Die Eintragungen 
sind meist sehr kurze Registraturen über Verträge, Aufreichungen 
von Grund und Boden und Renten. — Die Bürgerbücher 
(Libri notacionum civium), beginnend 1361. Benutzt nach dem 
Alphabetischen Namenregister zu den beiden ältesten Bürger- 
büchern von 1361 — 75 und 1376 — 99, verfasst von Dr. Alfons 
Hey er, 1895. Stadtarchiv, Hdschr. H 40 a (zitiert: Jahreszahl, 
B, Blatt). Sie enthalten chronologisch aufeinander folgende 
Eintragungen über die Erwerbung des Bürgerrechts. — Die 
Signaturbücher (Libri excessuum et signaturarum), beginnend 
1385. Bd. 1 1385, II— XIII 1389—1400 entsprechend den Jahren. 
Stadtarchiv, Hdschr. G IV 1—13 (zitiert: Sr, Band, Blatt). 
Inhalt: Kurze Notizen über Strafen wegen Polizeivergehen, 
Friedensgelöbnisse für sich und andere Personen, Gelöbnisse 
Strafgelder zu zahlen u. ä. (excessus), Aufzeichnungen über 
Notariatsakte im weitesten Umfange (signaturae). Im Gegen- 
satz zu den Schöffenbüchern werden die Signaturbücher von den 
Ratmannen geführt. 

Dieses Material erforderte seiner ungleichartigen Beschaffen- 
heit gemäss eine verschiedene Behandlung bei der Sammlung 
des Stoffes. Alle Namen, die vor 1345 liegen, sind so oft 
notiert worden als sie vorkamen, um für die älteste Zeit eine 
möglichst sichere Grundlage zu erhalten. Das musste mit dem 
Einsetzen der Schöffenbücher aufhören; denn durch sie wird 
eine Quelle erschlossen, gegen die die älteren an Stärke geradezu 
verschwinden. Die acht in Betracht kommenden Schöffenbücher 
umfassen gegen 4500 Seiten, auf jede kommen durchschnittlich 



1) Ztschr. d. V. f. Gesch. u. Alt. Schles. IV, 3. 



5 

mindestens zwanzig Personenerwähnungen; das gibt gegen 
100000 Personeneintragungen allein für diese Quelle. Vom 
Jahre 1345 ab ist also nicht jede Person notiert worden, so 
oft sie vorkam, sondern nur die neu erscheinenden Personen 
(ohne Rücksicht, ob der Name schon bei einer andern Person 
belegt war oder nicht), ferner jede andere Form eines Namens, 
sowie alle verwandtschaftlichen Beziehungen, die sich erwähnt 
fanden. Das wurde bis zum Jahre 1372 fortgeführt. Für die 
folgende Zeit aber erwies sich, sollte nicht der Überblick ver- 
loren gehen, diese Arbeitsweise als unmöglich ; war doch schon 
an diesem Zeitpunkte die Zahl der Stellennotierungen weit in 
die Zehntausende gestiegen. Dabei wuchs das Material mit 
absteigender Zeit natürlich noch fortwährend. So entschloss 
ich mich, für die übrige Zeit von 1372 — 1400 nur auszuziehen, 
was noch an neuen Namen auftrat. 

Eine Folge der Ungleichmässigkeit des Materials ist es 
auch, dass das Ältere in dem Jüngeren fast ganz aufgeht und 
daher diese Untersuchung, als Ganzes betrachtet, namentlich 
was den Namenschatz anbetriflft, wesentlich die Verhältnisse 
der zweiten Hälfte des 14. Jhds. widerspiegelt. 

Nicht unwichtig für die Beurteilung der Namenverhältnisse 
eines Ortes ist die Frage nach der Einwohnerzahl. Leider 
kommt man für das Breslau des 14. Jhds. über Vermutungen 
nicht hinaus. Berzius berechnet (Ztschr. d. V. f. Gesch. u. Altert. 
Schi. III 165— 190) die Bevölkerung Breslaus am Ende des 
16. Jhhs. auf Grund der Tauf- und Sterbelisten der hiesigen 
Kirchen auf 30000 Seelen. Für das Ende des 14. Jhds. nimmt 
er 20000 Einwohner als Höchstsatz an^). Die Zahl der auf- 
gefundenen Familiennamen aus der zweiten Hälfte des 14. Jhds. 
beträgt gegen 4000. Man wird also hoffen können, damit ein 
annähernd vollständiges Bild der Breslauer Namenwelt dieser 
Zeit erhalten zu haben. 

Bei der Erklärung der slavischen Namen, die übrigens 
durch den deutschen Mund in ihrer lautlichen Gestalt oft stark 
verändert worden sind, hatte ich mich der gütigen Unterstützung 



*) Klose, Von Breslau, 11 2 S. 415, berichtet, dass es 1403 in Breslau 
850 Häuser gab. 



6 



des Herrn Geheimrat Prof. Dr. Nehring zu erfreuen, der mir in 
liebenswürdigster Weise mit seiner grossen Sachkenntnis bei 
ihrer Beurteilung zur Seite stand. Von der Gesamtmenge der 
Familiennamen (abgesehen von den Familiennamen aus Orts- 
namen) machen sie nur einen kleinen Bruchteil aus. Ihre Zahl 
dürfte 10 ^/o nicht überschreiten. Der Namenschatz Breslaus 
zeigt also im 14. Jhd. ein ganz vorwiegend deutsches Gepräge, 
in weit höherem Grade, als es heute der Fall ist. 



L Taufnamen. 



I. Männliche Taufnamen. 

Ich gebe in beiden Kapiteln zunächst ein Verzeichnis des 
Bestandes ; es folgen dann die Belege für seltene Namenformen 
und für die Identitäten von Voll- und Kurzformen, unter Be- 
rücksichtigung der notwendigen Einzelerklärungen ; daran 
schliesst sich eine Besprechung der Bildungsprinzipien, Häufig- 
keitsverhältnisse und ähnlicher Fragten. 



Deutsche. 

1. Albrecht 

Elbil^) 
Apecz, Opecz 

2. * Alwin 2) 

3. Alberich, Olbrich 

4. Amilius 

5. Arnold 

Arndt 
Noldil 



A. Verzeichnis der Namen. 

6. Baldewinus 

Baldekinus 

♦Beide 

*Belchin 



7. Bernhart 

8. *Berold 
Beczco ^) 
Beruschke 

9. Bertram 
10. Bertolt 



^) Die eingerückten Formen sind KF. zu den vorhergehenden nume- 
rierten Namen. 

2) Ein Sternchen vor dem Namen bedeutet, dass er nur einmal vorkommt. 

^) Nichteingerückte Namen ohne Nummer gehören als KF. zu einem 
der unmittelbar vorhergehenden Vollnamen; zu welchem ist nicht zu entscheiden. 



11. Brune 

12. *Burgolt 

13. Burkhart 

14. *Deinhard 

15. * Dieter 

16. Ditmar 

17. Diterich 

Ditil 

Diczke 

Ditusch 

18. *Ditwin 

19. Eberhart 

Eberlin 

20. Eckehart 

Eckil 

21. *Elger 

22. Engilbrecht 

23. Engilger 
Engelusch 

24. *Erhardus 

25. Erich 

26. Ermbrecht 

Ernke 
Irmil 

27. *Veit 

28. *Velkil 

29. Vriderich 

Vrydil 

Fricze, Fricz 
Priczke 
? Frideman 

30. Vrisco 

31. Gebhart 

32. Gerhart 

33. Gerlach, Girlach 

Girlacze 
Gerke, Girke 
Geracz 



34. *Gisilbert 

35. Gisilher, Gyzeler 
GysU 

Gyske 

36. Gotfrid 

Gotke 

Gocze, Gaczco 
Goczil 

37. *Gothardus 
Godinus 

38. GobU 

39. *Grifflnus 

40. *Grimil 

41. Gundram 

42. Günther 

Gunczil 
Gwlke 

43. HartUb 

Hertil 

Hartman 

Hartusch 

44. Heidenreich 

45. Heilman 

46. Heinrich, Henrich 

Heinricze 
Heine, Hene 
Heinlin 
Heineman, Heinman, 

[Heyman, Henman, 

[Henneman 
Heining, Hening 
Heinusch 
Heinisch 
Heinasch 
Heinke, Henke, 

[Henneke, Hinko 
Heincze, Hencze, 
[Heincz, Heinsch 



Heinczil, Henczil, 

[Henkschil 
Heinczke, Henczke 

47. Heyso 

48. Hempe 

Hempil 

49. Hellenbold 

50. Hellenbrecht 

51. Helwig 

52. Herbord 

53. Herdegen, Herdan 

54. Herman 

Hermenchin 
Hermenczil 
Menczil 

55. *Herwyg 

56. Hildebrant 

57. Howalt 

58. *Ytke 

*Ytil 

59. Jordan 

60. *Katzinus 

61. *Kolbo 

62. Konrat 

Cunat, Cunot 

Cunetil 

Cune 

Kuncze, Concze, 

[Kuncz 
Cunczil 
Cunczke, Konczke 

63. Lenhard 

64. Lewe 

Lebil 

65. Lodewig 

66. *Lupertus 

67. Lupolt 

68. Lwthold 



Lwtke 

69. Meinhard 

Meineke 

70. Merbot 

? Merusch 

71. Merkil 

72. Nanker 

73. *Ortlip 

74. Ortolf, Ortlouf 

Ortel 

75. Oswald 

76. Otmar 

77. Otte 

Ottil 

78. Poppe 

79. Rabe 

80. *Ramnoldus 

81. Reinher 

82. Reinold 
Rennus 
Reinczk, Rencz 

83. *Reiprech 

84. Richart 

Rychil 

85. *Roreclit 

86. Rudger 

Rudil 
Rudusch 

87. Rudolf 

87 a. * Ruprecht 

88. Sybot 

89. Sybrecht 
Seibke 

90. Siffrid 

Sydil 
Sydilman 

91. Sigmund, Sigismund 

92. Tamme 



Temyl 

93. Tile 

Tilke 

Tilman 

Tilusch 

94. Time 

*Thymon 

95. Ticze 

Ticzil 
Ticzke 

96. *TrutU 

97. Ulrich 

üll(e) 
Uczco 
Ulman 
Ulusch 

98. Walther, Weltir 

Walczil, Welczil 

99. Wernher, Werner 

Wernco 
Wernusch 

100. Wikman, Wichman 

Wygil 

101. Wynant 

Wynlin 

102. Wilhelm 

Wilczke 
Willusch, Welusch 

103. *Wilher 

104. *Wilrich 

105. Wyman 

106. Winrich 

107. Witte 

Wittel 
Witke, Witche, 

[Wetche 
Witkel 

108. Wolfhart 



109. Wolfmar 

110. Wolfram 
Wolfil 

Phantasienamen. 

111. Junge 

112. Mulich 

113. Spigil 

Fremde. 
a) Biblisch -kirchliche. 

114. Adam 

115. Alexander 

AUexius 
? Sander 

116. *Ambrosius 

117. Andreas 

Andres, Andris 
Anderlin, Enderlin 
Andirke 
Jandirke 

118. Augustinus 

Austein 

119. Balthasar 

120. Bartholomeus 

Bartilmeus, Baltil- 
Bartil [mis 

Bartke, Barke, 

[Bratke 
Bartusch 

121. Benedictus 

Benco 
Benusch 

122. Blasius 

123. *Beda 
123 a. David 

124. Dominic, Domnik 

125. Erasmus 



10 



126. Ermelaus, Hermelaus 

127. Felix 

128. Francziscus 

Francz 
Frenczil 
Frenczlin 
Franczke 

129. Fabian 

130. Florian 

131. Gabriel [us 

132. Georg, Georgius, Geori- 

Jorge, Jurge, Jörg 
*Jörgl 

133. Gregor 

134. Jeronymus 

135. Jacob 

Jeckil 
Jakusch 

136. Johannes 

Johan 

Jan, Jone, Jon 

Janchin 

Janke, Jenke 

Janusch, Jenusch 

Jenscho 

Jeschke, Jesko 

Hansil, Hensil 

Hancz 

Henczil 

Henlin 

Hanman 

Hanke 

Hannos 

137. Jost, Jobs 

138. Kaspar 

139. Zacharias, -ins 

Zacherys, Zacherus 
Zachman 



140. Kilian 

141. Clemens, Clement 

Climke 

142. Kristanus 

Kirstan 

143. Cristoph 

Kristil 

144. Lorencz 

145. Lucas 

146. Marcus 

147. Martinus 

Mertin 
Marczinko 

148. Maternus 

149. Mathias 

Mathis 
Maczke 

150. Mauricius 

151. Michael 

Michil 

152. Nicolaus 

Niclos 

Nickil 

Nicze 

Niczke 

Nikusch . 

Claus 

Close 

Mikusch 

Miczke 

Mickno 

153. Patricius 

Patricze 

154. Paulus 

Pawel 

Paschke 

Peschil 

155. Peter 



11 



Pecze 

Peczil 

Peterlin 

Peterman 

Petrusch 

Petran 

156. Peczolt 

157. Pilgrim 

158. Philippus 

159. Eaphael 

160. Salomon 
(161. Scolasticus) 

162. Siluester 

163. Symon 

Seman 
Simke 
Schimke 

164. Stephan 

Stepfe 

Stefke, Stafke 
Czepan 

165. Thadeus 

166. Tobias 

167. Thomas 

Thomil 
Thomke 

168. Tonis 

169. Urban 

170. Vinczencz, Feczencz. 

b) Slavische. 

171. *Alkyt 

172. Bogusch 

173. Bruniczlaw 

174. Dobke 

175. Dremelik 

176. Gedco 



177. Gorcho 

178. Jagmyn 

179. Jarusch 

180. Iwan 

181. Lasla 

Laske 

182. Pakusch 

183. Procop 

184. Priczlaus 

185. Czenko 

186. Schybanus 

187. Zobeslaus 

188. Stanislaw 

Stenczlow 

Stenczel 

Stene 

Stanke 

Stanek, Stanike 

Stach 

Staschke 

189. Swanke 

190. Wabirske 

191. Wenczeslaus 

Wenczlow 
Wenczil 
Wenczco 
Wenczusch 

192. Wislow 

193. *Woyslaw 

194. Woyczech 

Woytke, Woyke 
Woytek. 

c) Wallonische. 

195. *Marske 

196. Kubinus. 



12 



B. Belege und Entsprechungen. 

1. Älbrecht häufig. Äpecz = Albrecht nachgewiesen von Stark S. 145 
Anm. 2 und Jecht S. 3. Äpecz von Bancz 1345 S I, 20 = Opecz von 
Bancz 1345 S 1, 1. Elbil lässt sich aus dem Breslauer Material zufällig 
nicht als identisch mit Albrecht nachweisen, kann aber nur zu ihm gehören. 
Die el- Bildungen damaliger Zeit sind alles junge Ableitungen; die zugrunde- 
liegende Vollform kommt immer noch daneben und in gefühltem Zusammen- 
hange vor (vgl. S.22fF.). Elbil heftiler 1352 S 1, 189*; Elbil Eygerer 
1395 B 38*. 2. Mertin von der Stregun, Mathis u. Albin s. Kinder 
1358 S II, 42. 8. Älhericus textor 1307 Cod. III, 18 und 19. Olbrich 
Strachen 1398 B 43. Es finden Verwechslungen mit Albrecht statt: 
Albertus leshornus 1308 ff. im Rate = Albencua leshornus 1307 Cod. 
111,18. 4. Amilius 1254 Schöffe, Reg. 719. 5. Arnold deCruczeburg 
1340, Korn 164 = Noldil von Krwczeburc 1338, Korn 159. Arndt 
schachtgreber 1346 S 1,31: Taufname? 6. Andres Brezicz, Balde- 
win s. Bruder 1366 S II, 362*. Baldekinus 1310 Cod. IH, 28. her Beide 
1358 H. h. 10*. das Belchin mit dem Saffaran 1393 Sr VI, 1393. 
8. Berold von Ottindorf 1373 S III, 241*. Beczco Groze 1367 B 22*. 
Beruschke koch 1391 S VII, 36. 9. Berteram von Yleburg 1369 S 111,3*. 
10. Bertoldus de Er fort 1287 Schöffe. Mit Beeinflussung durch Bar- 
tholomäus: Bartholdus Doringi 1369 B 30. Eine orthographische Neben- 
form ist Gertholdus (de Cindato = Bertold vom Zindal); ebenso 
neben Girlach auch Byrlach. 11. Bruno Herdeni 1289 Schöffe. 
Brwne Berusch 1354 S 1,258. 12. Burgold warmut 1398 Sr XI, 20. 
18. Burhhardus pellifex 1289 Schöffe. Borchart sporer 1365 S H, 
314*. 14. Deinhardus 1337 Schöffe. 15. Bieter 1318 Reg. 3755. 
16. JDittmarus de Pomerio 1287 consul. Ditmar czymmirman 1347 
S I, 53* 17. Diterich Iwirlin 1361 S II, 125 = JDityl Iwirlin S II, 143*. 
Bitil mentiler = Ditusch menteler 1369 S III, 42. Dityl wyssgerwer 
1345 S I, 2 u. ö. immer so, 3 mal. IHcJuke von Baruth 1393 Sr VI, 102. 
Ich stelle Diczke zu Diterich. An und für sich könnte es auch zu 15, 16 
oder 18 gehören ; doch treten diese an Häufigkeit ganz gegen Diterich zurück, 
und nur von beliebten Namen werden KF. gebildet. 18. Bitwin Dwmloze 
1382 Schöffe. 19. Hebirhardus carnifex 1309 Cod. III, 22. Ebirlin 
schroter 1361 S II, 133. Abirlin Hak drotczier 1386 B 28*. 20. Ecke- 
hart von dem Brige 1349 S I, 96. Katharina Eckils tochtir 1346 S 1,42*. 
21. Jakusch der lantschriber von Crokaw, Elger s. Sohn 1375 
S IV, 45. 22. Engilbrecht messerer 1349 S 1,122. 28. Engelgerus 
Engelgeri 1292 cons. Engeluscho jon Cruczeburk 1330 Reg. 4966. 
Aengeluz 1309 Cod. 111,22. 24. Erhardus Rymer 1399 B 46. 25. Ericu^ 
de Borch 1249 Reg. 696. by Erycen von Crocow 1362 S 11, 161*. 
Herich wanknecht 1383 S V, 46. 26. Ermbrecht der schulmeistir 
cz. Set. Mar. Magdal. 1349 S 1,107*. Ernko de goltperg 1357 cons. 
Irmü von der Olsin 1347 S 1,53. 27. vgl. Strackerjan S. 28. Else, 



13 



Gertrud, Hannos u. Väus Kinder desCunzkeThomaskirche 1363 Sil, 
189. 28. Velkil vurman 1367 S II, 381. Taufname? vgl. u. d. entspr. FN. KF. 
zu volc-. 29. Frederich steuber 1369 S 111,45 = Vridü st o über 1355 
S I, 298*. Friedeman von Schweidnitz 1332 Reg. 5153 (hierher?). Fricze 
aide 1346 S I, 43* u. ö. Fricz Pawil kursners brudir 1354 S I, 277*. 
30. Frisco de Swidenicz 1297 u. 98 cons., Vrisco de Schaczowe 
1349(— 60) Cod. III, 152 u. 153. Nur diese beiden. 31. Gebbehardus (Geb- 
hardus)cerdo 1293 ff. Schöffe; Gebehart Ryschen son 1353 8 1,251. 

32. Gerhart de Mulheim 1293 Schöffe. Gerhart ber 1354 S 1,273*. 

33. Gerlach der landvogt 1349 S I, 116 = Girlacm der landvogt ge- 
west ist 1351 S 1, 187 ==(?) Girlacze 1366 S II, 327*. Girlce von brun- 
swig 1345 SI, 12*. Gerke = Girke vom Senicz 1347 S 1, 69* u. ö. 
Geracz von Seygicz 1380 S IV, 257*. 34. Gisilbertus de Swidenicz 
1297 u.ö. cons. 85. her Gisilher vom Brige 1371 S III, 136*. Gislerus 
de Gorlicz 1266, Korn 28. Gysil von der Olsin 1352 S 1,239 u. 1358. 
Gtjuko de brunswic 1336 ff. cons. (5mal). Gisko Glesil 1324 ff. cons. 
(lOmal). 36* Godefridus albus 1266 cons. Gotfrid garnczuger 1365 
S 11,292. Gotkinus Schöffe 1254. Gotke arnold vusils son 1347 S I, 
56*. Albertus Leshornus, G^cse s. Sohn, Handw.-Stat. 2. Cunradus 
de Cunczindorf filius fratris Gaczconis 1328 H.h. 1. Gaczco = 
Gbcze 1392 Sr V, 79. Goczil von Präge 1362 S II, 178*. 37. Gothardus 
cultellifaber 1284 B 25. Godinus soltetus 1214, Korn 1. Anne di 
Godin kaczinschinders eliche husvrowe gewest ist 1346 S 1,33: 
Godin ist wohl Genit. von Gode. 38. Goblo (de Lubec) 1288 cons. u. Ö. 
Geubil von Kalis 1370 S m, 48*. Gobil < god + b — + 1. 39. Griffinus 
1301 cons. 40. Grimil korsner 1350 S 1,141. 41. Kath. Gundrams 
tochtir, Gundram ir son 1348 S 1,86. 42. Gtmiher mwgerer, Anne 
s. Frau = Gunczil mwirir, Anne s. Frau 1360 S II, 104* u. ö. Gun- 
czil vurman 1360 S II, 108 == Günther vurman 1364 S II, 212* u. 1367. 
Gwlke < gund- + 1 + k; Gwlke u. Nickil Ditmar 1352 S I, 238*. 
43. HartUp pellifex 1299 cons. Hartlib koler 1360 Sil, 116 = Hart- 
man koler 1357 S II, 22* == Hartusch koler 1356 S I, 318*. Hertil kann 
auch aus -hart entstanden sein, vgl. Noldil: Arnold; Hertil von Glogow 
1345 S 1,10*, Hertil s. Sohn 1348 S 1,87 u. 1349, Jutte Hertilinne 
von Glogow 1358 S 11,30. 44. Heydenricus de Molheym 1321 cons., 
vgl. Fm. 737 und Socin 210. 45. Heilman Ditmar(8) 1352 S II, 224*. 
46. Henrich rosinlechir 1357 S 11,2*. Heinricze imme hofe 1369 S 
Iir, 3*; Heinrice weisse 1394 S VIII, 162*. In Heinone Aldin 1348 
H.h. 2*; Hene der goltsmit 1371 S 111,136. Henricus de Owe 1315 
Schöffe = Henmannus de Owe 1320 cons.; Heinman (Heyneman, 
Henman) de Woycesdorf 1295—1325 im Rate; Henneman de Ade- 
lungisbach 1302 Cod. 111,8; Henricus David 1313 cons., dann 4mal 
Heyneman David. Hänischo Czwirus 1328 H.h. 1. der weninge 
Heynusch 1350 S 1,133 u.ö. Heinusch schonhor 1345 S I, 4 u. ö. = 
Heyncze schonhor S I, 13*; Heinusch botener 1345 S I, 7 = Hej/neman 



14 



botener 1346 S 1,39 u. ö = Heyne botener 1347 S 1,54*. Heinacz 
frederich 1400 Sr XIII, 10. Henningus Mulheym 1300 u. 1304 cons.; 
Heyningus pistorcons. 1315 = Heningua pistorcons. 1319 = Hennyngus 
1309 Cod. III, 25. Heinke algart 1349 S I, 111 u. ö.; Heinke clette 
1357 S IL 17 u. noch 7 mal = Henke clette 1371 S III, 107 (in dieser Ur- 
kunde beide Formen); Heynke ku che 1er 1360 S 11,77* u. 1361 = Hencze 
kucheler 1363 S 11,194* u. 1367 = Heincze kucheler 1364 S 11,235*; 
Heinke bankow 1365 S 11,319*, 1360 u. 1371 = Heinrich bankow 1370 
= Heyncze bankow 1371 S III, 111; Heinke von der kleyn Olsin 1359 
S II, 54* u. ö. == Heynczke de parva Olesna S 11, 296* = Henczke v. d. 
kl. 01s. 1370 S 111,55*; Henke Dresden 1362 S II, 167 u. ö. = Heir^e 
Dresden 1370 S 111,91; Henneke goltschmid 1348 S 1,74, 1354, 1361, 
1362 = Henke goltsmid, Katharina s. Frau 1369 S III, 42* = 
Hänke goltsm., Kath. s. Frau 1360 S 11,98* = Hene goltsm. 1371 
S III, 136; Hinco hut 1387 Cod. III, 141. Heincze bwch 1345 S L 20 u.ö. 
= Hencze bwch 1337 S I, 327*; Heincze volde 1364 S II, 208 = Heinridi 
volde (volda) 1369 S III, 12 u.ö.; Heincze teschener 1366 S II, 331 
= Hencze teschener 1369 S 111,3; Pecze im loch, Heincz s. Bruder 
1352 S 1, 215 == Heyncze loch 1359 S II, 56*; Meyster Heynczil kiczinger, 
Kath. s. Frau 1346 S I, 36 = Heinrich kiczinger, Kath. s. Frau 1351 
S I, 169*; Heincz smarsow 1351 S II, 236 u. ö. = Heincze smarsow = 
Heinke sm.; Heinsch Tannenfeld 1347 H.h. 2*; Heynczil goltsmit 
(Anne s. Frau; s.o.) 1350 S I, 165 u. ö. = Heynczke g. 1349 S I, 104; 
Henczil de Waldow 1336 H.h. 1 u. 1367 = Henkschil Waldow 1364 S 
11,211*; Niclos rosinstengil, Henczil s. Kind 1356 S 1,314*; Beleg 
für Henczke s. o. Heinke v. d. kleyn Olsin. 47. Heise KF. zu Heidenreich? 
vgl. Schiller-Lübben II, 225 b und Kleemann S. 47 Anm. Hey so apothe- 
carius 1287 Reg. 2042. 48. Hempe < hagan + b— . Hempe rote 1366 
S 11,363 u. ö.; Hempil Girlach de Stynavia pistor 1376 ß 2*. 49. 
Hellinboldus inter brasiatores 1348 S I, 82. 50. Hellenbrechttis 1254 
scabinus = Helbe^'t 1255 Reg 903. 51. Helwig de Boleslawicz 1264, 
Korn 30 u.ö.; Nickil Mertin, Helwig s. Sohn 1357 S 11,10*. 52. 
Herhort Ny. clemmen son 1370 S 111,75 = Herbort clemme 1371 S 
III, 108. 53. Herdegnus 1266 cons. u. ö.; Herdan schuwurcht 1348 S 
I, 72 u. ö. 54. Hermon murator 1366 S II, 361* = Herman mverer 
1367 S II, 280; Hermenchin 1363 S II, 263 = Hermanchin 1365 = Hermen- 
czil 1365 S II, 290. Menczil habelust 1351 S I, 175* u.ö. 55. Heinrich 
der statschriber gewest ist, Herwyg s. Bruder 1352 S I, 236. 56. 
Hildebrandus monetarius 1306 u. 1310 cons. 57. Howald slechtinger 
1346 S 1,47. 58. r*Ä;c becker 1357 S 11,15*. Ittlo 1362 B 7. 59. Tilo, 
Hannos, Jordan brudir genant von Gandirsem 1377 Cod. XI, 91. Jordan 
ist auch Judenname, vgl. FN. v. Örtlichkeiten, Anm. 60. Katzinus gusgener 
1352 H.h. 4. 61. Kolbo deBrega 1347 H.h. 1. 62. Oowra« altman 1348 
S 1,87* = Cunat altman 1357; Cunot vuchsil 1361 S II, 168 u. 1364 
:= Ctincze vuchsil 1368 wS II, 422 --- Conrat vuchsil 1369 S III, 5*. An- 



15 



dresen ZfdPh. XX, 252 setzt Kunatb = Kunhard. Cunot berchtin 1345 
S I, 3 11. noch 7mal; Cbunatus baran 1274 Reg. 1478; Cunadus us 
der belle 1345 S I, 1*; Kunetil kocbirdorf pellifex 1373 B 52*. Cune 
botener 1348 S 1,91* u. nocb 5mal; Cuncz von Crocow 1391 B 34*; 
Cunczil an der ecke 1345 S 1,8* u. nocb 3 mal; Kunczlinus sartor 1357 
Hb. 8; Cunczice stricbolcz 1860 S ü, 94 u. nocb 8mal; Conczlce Frede- 
man 1367 S 11,382 u. ö. 63. Nickil beder, Lenhard seiner Tocbter 
Sobn 1869 S III, 28*. Die Form Leonbard nur in lat. Urkunden. 64. Her Lewe 
Hern Otten von Borsnicz capellan 1363 S II, 268; Lewe kursener 1345 
S 1, 16* = LeUl k. 1352 S I, 231*; vgl. PBB. XIII, 387, Lewe ist aucb Juden- 
name, vgl. FN. V. Ürtlicbkeiten, Anm. 65* Lodwig you Polkinbayn 1360 S II, 
113. 66. Lupertus Merscbe 1887 Cod. III, 140. 67. LupoU der becker 
1371 S III, 145*. 68. Luthold Niclos von Lemberg son 1357 S II, 15*. 
Lwtke goltsmed 1347 S I, 48 u. ö. 69. Meinhart Messerer 1360 S II, 
97* u. ö. Meineke Junge von Tboren 1386 S V, 173 u. ö. 70. Merbot 
von bugewicz 1369 S 111,3*. Meruscb KF. bierzu? Mermch 1351 S I, 
175. 71. Merklo graafinger 1298—1330 oft erwäbnt (1312—22 im Rate). 
72. Nenkerus, Nankerus de Lemberg 1367 — 82 im Rate. 78. Ortlip 
barm der kursner 1360 S II, 100*. 74. Ortolphus carnifex 1294 sca- 
binus. Or^ZoM/ Harig 1372 S 111,172; zur Form Ortlouf vgl. Andresen, 
Altd. PN., S. 13 u. 14. Ortel et Nicolaus frater suus 1365 S 11,297. 
75. Oswald messirir 1360 S II, 95*. 76. Otmar seyler 1375 S IV, 43*. 

77. OUe heftiler 1345 S I, 15 u. ö.; Ottü sniczer 1348 S I, 85* u. 1350. 

78. Poppe von Hugwicz 1349 S I, 95* u. ö. 79. Bdbo famulus civi- 
tatis 1355 H.b. 5*. 80. Bamnoldus de Rosicz 1385 Sr 1,109. 81. 
Petir Eeinhers son von Stabilwicz 1347 S 1,48*. 82. Eeinolt von 
der Olsin 1348 S 1,75. Bennus Remigius 1346 Cod. 111,71. Beinczk 
slecbtinger 1355 S 1,303* u. ö.; Bencz wisgerwer 1367 811,367* u.ö. 
88. Beiprech bolcze 1393 Sr VI, 102. 84. Bychil vurman 1347 S 49 
?= Bichart vurman 1356 S 1,213*. 85. Borecht Sobn der Hedwig 
von Heydinricbsdorf 1357 S 11,9*. 86. Budger = Budlo steinkelr 
1344—61 im Rat; Budü viscber 1349 S I, 96 -= Budusch viscber 1354 
S I, 257. 87. Budolf Trucbtlip 1331 Handw.-Stat. 5* u. Korn 140. 
88. Siboto de Zindal 1289 scabinus u.ö. 89. Sybrecht consul 1320. 
Seibke gelbor 1396 S VIII, 74*. 90. Syffrid wemmener 1345 S I, 28 = 
Syffred wemeler, Franczke s. Sobn 1351 S I, 188 = Sydil wemener, 
Franczke s. Sobn 1351 S 1,184*. Sidilman de Senicz 1323 u. 1329 
consul. 91. Der Name tritt das erstemal 1377 auf, und zwar bei einem 
Kinde, S IV, 143: Ny Polen, Ny und Sigmund sins brudirs tocbtir 
kindir; in der folgenden Zeit, zumal in den 90 er Jabren ist er nicbt selten. 
Der nacbmalige Kaiser Sigismund ist 1368 geboren. Man wird also wobl 
einen Zusammenbang annebmen dürfen. 92. Tammo = Tancmar belegt 
Stark 115. Tamme vlosser 1363 S II, 283 u.ö. Tmyi winczeppe 1373 
Sin, 240. 98. Tilco Dfirrindorf 1364 Sil, 199; Thilo niger 1327 
cons. = Tilman swarcze 1327 Reg. 4671; Tilusch boydan 1346 SI,25*. 



16 



94. Time = Ditmar, Stark 112. Thirae von der Olsin 1346 S 1,31*. 
Her Thymon von Koldicz 1370 S 111,92; zu -mon = -man vgl. den 
Beleg' unter 54. 95. Ticssko de Furstenow 1366 S 11,350 = Tycze von 
F. 1373 S m, 119. 96. Trwtü 1363 S 11,281. 97. Ulnch kannen- 
gisser 1349 S 1,101* u. noch ömal. Vll plethener 1362 S II, 165 = 
Ulrich plethener 1363 S H, 253* = by Ullin pl. 1356 S I, 316 u. ö. 
Ulmannus de Swidenicz 1315 cons. Ulusch 1368 S II, 414*. Vczco 
caupo 1390 Sr lU, 18. 98. Walther ber 1353—65 im Rat = WelHr 
ber 1370 S III, 50. Walczil beler 1370 S 111,65* = Welczil b. 1364 S 
II, 207. 99. Wemherus scultetus de Schonfeld 1358 H.h. 11* = 
Wemusch von schonuelt 1369 S 111,2*. Wemco Hytuelt 1393 B 37. 

100. Wihman, Wichman 1287—1315 im Rat, 25mal. Dazu oder zu 
einem anderen wig- ist Wygü KF. Wigil de Petirsdorf 1397 B 42*. 

101. Katharina voytinne in der Nwenstat, Nickil u. Wynant 
ihre Söhne 1349 S I, 102 = Nickil u. Winlin der voytinne sone i. d. 
N. 1349 S I, 99*. 102. Willusch von Wras 1359 S II, 49* u. noch ömal; 
Willusch (=Welusch) Rymer 1346 S I, 32 u. noch 8mal; Wilcjshe 
von der Olsin 1359 S 11,50. 108. Wilher 1287 scabinus. 104. WH- 
ricus Bresin lanifex 1372 B 44. 105. Wymannus Tincz 1370 B 33*. 
Wyman kann auch KF. zu Wynant sein. 106. Winridi melczer 1359 
S II, 88* u. ö. 107. Zum Stamme wid- ; es konkurriert der gleichlautende 
slav. Stamm (Witoslaw). Witte von dem Brige 1347 S 1, 51 ; Witko 
frater Stoschonis 1328 H.h. 1; Witche von Proczkinhayn 1345 S 
1,5 u. ö.; Wetche Weber textor 1349 B 45; Witkelo institor 1313 
Cod. 111,38 = Wittelo institor 1H15 consul. 108. Wolfhart patir- 
nostir 1371 Cod. III, 122. 109. Wolfmams de Lubec 1340, Korn 166. 
110. Wolfram de Kemenicz 1328 H.h. 1. Wolfil ysingretil 1356 S I, 
326. 111. Junge de Adelungisbach 1329 H.h. 1. 112. Mwlich de 
Rydeburg 1328 H.h. 1 u. ö. = mhd. müelich, md. mulich = müeje ver- 
ursachend. 113. Heydenricus de Predil, Spigil filius sororis suae 
1329 H.h. 1. 114. Adam de Waczinrode 1351, Korn 21. 115. Alexander 
=r Allexius, vgl. Cod. VII, 2, 263. Alke rotinne, Alexander ihr Sohn 
1366 S 11,363*; Allexius sororius des Nie. kenthener 1365 S 11,306*. 
Sander auch hierher? vgl. Kleemann S. 77; di Sanderinne 1345 S I, 12*. 
116. Amhrosius 1382 S V, 36. 117. Andres der Schultheis czu Gnech- 
wicz 1346 S I, 29 = Andirke d. seh. czu Gn. 1355 S I, 289*; Andirke 
gurteler 1352 S I, 197* = Andirlin g. 1354 u. 1359 = Endirlin g. 1357 
u. ö.; Andris torener 1371 S III, 137 = Endirlin Thoruner 1362 S II, 
178*. Mit spezifisch polnischer Lautgestalt Jandirke (vgl. unten Nr. 178 
Jagmyn). Jandirke vlechtener 1356 S 1,311* u. ö. 118. Hannos u. 
Peter goltsmide genant, Augustinus ihr Schwager 1363 S II, 249*; 
Austein 1386 S V, 173*. 119. Balthasar Bavari 1395 scabinus. 120. 
Barthilmeus scheczil 1370 S III, 51* =-- Barthus scheczil 1370 S III, 60*; 
BarUlmeus wolf, in ders. Urkunde Barthus wolf 1370 S III, 60* ; Baltilmis 
mildinhoupt 1378 S IV, 191 ; Bartke czigilstricher 1347 S 1,67* = 



17 



Bartusch cz. 1348 S 1,83*; Bartice vlosser 1350 S 1,136 u. 5mal = 
BratJce vi. 1347 SI,49u.ö.; Bartil Hasseler 1368 B 24* 121. Benusch, 
Benco stelle ich zu Benedictus, nicht zu berin-, vgl. Benedicta = Benusch 
bei den weibl. Taufnamen Nr. 31. Her Johannes der crucziger Hanken 
czambors son, Niclos u. Benedict s. Brüder 1361 S II, 126*. Beniisch 
Vreudinrych sellator 1368 B 26. Benco de Nymkinne 1364 B 11. 
122- Paulyne dy Mertinynne uf der Swidniczischen gassen, 
Blasius ihr Sohn 1352 S I, 230*. 128. Beda Cunradin aptekers son 
1385 SV, 139*. 123a. David pfwter von Legenicz 1356 S 1,308. 
124* Bominicus, Domnic häufig. 125. Erasmus LorenczgodinBruders 
Sohn 1367 S 11,366*. 126. JE?r/we/aws (Hermelaus) campanator apud 
St. Mar.-Magdal. 1364 S 11,240*. 127. Felix becker 1349(— 60) Cod. 
III, 98. 128. FrancisctAS = Franczke = Francs = Frenczil = Frenczelin 
sehr häufig. 129. Fabian oczke 1385 S V, 131. 180. Caspar u. Florian 
Kinder des Otte gewandscherer 1387 S VI, 17. 181. Gabriel 1365 S 
II, 292*. 132. by Meister Georgien 1349 S I, 118; Georgius lintworm 
1364 S II, 202 = Jurge lintworm 1360 S II, 88*; Jurge wolwasch 1385 
S V, 128* = Georiua volwasch 1385 Sr 1,5; Georius Styg in hemil 
cingulator 1384 B 25 ; Jürge vom Tost 1357 SII,8 u.ö. = Georgius 
de Tost 1364 S II, 223; Jurge stoyan 1361 S II, 145 u. ö. = Jbrgl st. 
1362 S II, 156*. 133. Gregor burgermeister 1359 S II, 52 u. ö. 134. 
Jeronymus, mit slav. Einfluss aus Hieronymus. Jeronymus Kynast 1399 
B 45. 135. Jacob = JecJcil = Jacusch sehr häufig. 136« Johannes sehr 
häufig. Bei der Form Henczil konkurriert die entsprechende KF. von Hein- 
rich (vgl. Nr. 46). Natürlich besteht die Gleichheit nur im Schriftbilde, 
lautlich sind die Formen durch die Quantität und wohl auch Qualität des 
Stammsilbenvokals unterschieden gewesen. Jan von Wilczcowicz 1363 
S II, 269* = Jone de W. 1364 S II, 236* u. ö. Janko de Glogovia 1372, 
Korn 273; Jenchin von Czockelow 1369 S 111,3*; Janchin Wernheri 
1382 B 18*; Janusch Lodwig Doringis son 1361 S 11,129*; Jenusch 
gurteler 1363 S II, 269; Jenscho de Gorlicz 1285—1316 im Rate, 
15 mal; Jone de Borsnicz 1351 H.h. 3 = Johannes de B. 1356 H.h. 6 
= Her Hannos von Borsnicz 1357 H.h. 7*; John Hern Engilgers 
1301, Korn 70; Jeschke anezele 1345 S 1,98* u. ö.; Hannos anesorgen 
1349 S I, 101 = Hanke a. 1360 S II, 95* = Johannes a. 1361 S II, 117 ; 
Hanke (von) Wras 1344 — 63 im Rate, 16 mal so; Hanke Bwdessin 
1346 — 78 im Rate, 19 mal so, 6mal Johannes; Hensil von der Hart 1350 
S I, 1363* = Hanke de H. 1364 S II, 202 = Hannos de H. S II, 393*; 
Hensil günczil 1360 S II, 93 = Henlin g. 1362 u.ö.; Henlinus de 
Glogovia 1347—74 im Rate, 22mal so; Hanman de Gint, Margar. 
s. Frau 1372 S III, 137 = Hannos de G., Marg. s. Frau 1356 S 1,324 
= Joh. de Ginth 1351 u. 1352 im Rate; Hanman, Johannes, Jacob 
fratres filii Pauli pellificis 1366 S II, 324*; Hancz vonZarow 1349 
S I, 126*; Henczil pechman 1369 S III, 11 = Hensil pechman in ders. 
Urkunde = Hannos pechm. 1346 SI, 41; Hannos u. Hanke Söhne der 

Wort und Brauch I. Reichert, Familiennamen 2 



18 



Hese Peter cromerinne 1357 S 11,7*. 187. Stadler, Heiligenlexikon 
III, 177 b: „St. Jobst (auch Jost) wird für S. Jodocus gebraucht". Näher 
läge doch, an S. Jobus = Hiob zu denken. Auch Einfluss von Justus mag 
vorliegen. Jos* Schilder textor 1385 B 26*; Domino Jobsam Pastericz 
1387 Cod. 111,140. 138. Caspar Czadilraait 1398 cons. 189. Zacherys 
rulke 1347 S 1,68 u. ö.; Czacherus de Czonotin 1381 B 16*; Zach- 
mannus 1310 scab. 140. Kutan 1395 S VIII, 35. 141. Clemens pelli- 
fex 1367 S II, 375 u. ö. Clement mit t zeigt slav. Einfluss (Kliment = 
Clemens); Clement gurteler 1350 S I, 135. Slav. KF. dazu ist Klimke; 
der Name wurde in spätgriechischer Lautgestalt übernommen, daher das i. 
ClpmJce von Malkwicz 1370 S III, 46*. 142. Kirstanus de Kanth 1328 
scab., wechselnd mit Kristanus. 143. Peczco de Swobisdorff, 
Clemens u. Cristoph s. Kinder 1351 Cod. IX, 615. Kristil pfyfer 1356 
S I, 312 u. ö. 144. Lormez beder 1352 S 1,232; Laurencius de 
Brega 1387 Cod. 111,143. 145. Markus unde Lukas 1369 S 111,37. 
146. Slancz molendinatoris filius Jtfarct«« 1378 B 7*. 147. Die poln. 
Form ist Marczinko; sie kommt nur einmal vor: Marczinke virtil 1395 S 
VIII, 7; MarUnus grisow 1367 S 11,383 = Mertin gr. 1370 S 111,46* 
148. Maternus gurtelers eydem 1394 Sr VII, 15. Es scheinen Ver- 
wechslungen mit Martinus vorzukommen: Margarethe von La, Mateme 
ir son 1347 SI, 75* — Marg. v. L., Martiniis, Hannus, Niclos, Agnite 
ihre Kinder 1348 S 1,84; 3fartinus gleserdorf 1355 S 1,278* = (?) 
Matemus gleserdorf 1362 S 11,173*. 149. Niclos berusch, Maihis 
s. Sohn 1348 S 1,54* u. ö. = Maczke s. Sohn 1350; Hannos kursner 
czu Kalis, Mathü s. Sohn 1352 S 1,243* == Maczke s. Sohn 1360. 
150. Moridus 1364 S II, 229. 151. Michaelis brigers sone Nicol., 
Joh. u. Michael 1364 S 11,228* = Johannes u. Michil Bi'iger fratres 
S 11,394 = Hannos Michil brigers son 1369 S 111,8 = Her Michil, 
Michil brigers son 1371 S III, 124. 152. Nicolaus mit seinen KF. sehr 
häufig. Nickil von Ache 1349 S 1,103* = Nicze von Oche 1352 S 1,240*; 
Nichuso de Munstirberg 1310, Korn 87; Nicolaus de Kanth 1343 im 
Rate = Claus de Kant 1344—48 im Rate; Niczco de Grschcowicz 
1351 H.h. 3; Close Synnengebil 1388 B 31. Die KF. vom 2. Bestandteil 
sind viel seltener. Poln. heisst Nicolaus MikoZaj. Diese Form kommt hier 
nicht vor, wohl aber KF. davon: Mikusch vis eher 1346 S 1,45*. Miczco 
de Massow 1364 S II, 222. Auch Mikno ist so zu erklären. In einer 
Grodeintragung (üerichtseintragung) von Sieradz de 1407 kommt ein Frauen- 
üame Michna vor, KF. zu Mikolajewna; Mikno ist der männliche Name 
dazu. Mickno Petranowicz tabernator 1373 B 54. 158. Patrice 
Bogusch sebinwirts son 1371 S 111,123 u. ö. 154. Pau^l sehr häufig; 
poln. KF. Pasco. Paschke vis eher 1352 S I, 212; davon Peschil: Peschil 
Muchener 1369 B 28*. 155. Peter Bavari junior 1372—97 im Rate, 
21 mal so; Peczco Beyer 1344—80 im Rate, 22 mal so im Cod. XI, auch 
in den SchöfPenbüchern immer Pecze; bei anderen Leuten wechselt Peter u. 
Pecze regellos. Pecze teppilwode 1360 S II, 116 = Peczil t. 1370 S III, 



19 



47*; Pecz Tincz 1366 B 20 (nur hier die Form ohne -e); Petrusch Mertin 
1350 S 1,141*; Meyster Johannes Grudencz Schwager Peterlin 1358 
S II, 41* = Peter u. Peterlin in ders. Urkunde 1360 S H, 85; Peter 
rosinstengil 1345 S 1, 12* u. Smal = Peterman r. 1349 S I, 119* u. 6mal. 
Die Form Petran zeigt die Erweiterung mit dem beliebten poln. Suffix -an 
(vgl unter Nr. 186); Petran vischer 1365 S II, 291. 156. Peczold ade- 
lar 1354 S I, 258*. 157. Pilgrim. Es ist wahrscheinlich christliches und 
germanisches in diesem Namen zusammengeflossen (bil -f- grim). 1 58. Phylip 
vlosser 1362, 1352 S I, 191*. 159. Raphael Goltberg 1394 Sr XII, 20. 
160. Salomon 1309 Cod. III, 25. 161. Ist Klostername: Elzebeth soror 
Scolastici deSt. Johan. 1366 S II, 349. 162. Siluester 1396 Sr VIII, 59. 
163. Kethe Symaninne 1360 S 11,80 u. ö. = K. Symonynne 1362 = 
Johannes der Symaninne eydem 1370 S 111,68* = Joh. d. 5emanynne 
eydem 1371; Simke von Zarow 1345 S I, 13 u. ö. In poln. Lautgestalt 
Schimko: Schimko Rathibor 1370 B 34. 164. Steffen von Gogelaw 
1359 H.h. 13; her Stephke von Wirbin 1346 S I, 45; Stefanm de Swen- 
kinfeld 1351 H.h. 3 = Stoße von Sw. 1345 S I, 19 u. ö.; by stepfin 
pysker 1374 S 111,247. In poln. Lautform Czepan; Nicol. de Olesna 
filius Gz^ani 1379 B 10. 165. Johannes c zwirn er, Thadeus filius 
suus 1366 S 11,361. 166. ToUas consul 1352. 167. Thomas häufig. 
Thomhmis de Piskopicz filius 1370 B 36; Bomke de ülbrechtsdorf 
1370 B 32; Thomü Beyr 1375 S IV, 66 u.ö. 168. Tonis KF. zu Antonius; 
Tonis moler 1347 S 1,52* u. ö. 169. Urhan kursner 1358 S 11,25 = 
Orhan der kursner 1371 S 111,99*. 170. Vincenc von bogenow 1368 
S 11,440; Feczencz sponsbrucke 1407 cons., sonst Vincentius. 171. 
Älkyt de Lesna 1363 B 71* Aus gr. UXxei^rjg (= Herakles, Enkel des 
'Mxevg) in spätgr. Lautgestalt. Eine Parallele hierzu bildet der in Posener 
Grodakten vom Jahre 1390 erscheinende Name Jaktor = Hektor (vgl. 
Hedwig : Jadwiga; Hieronymus : Jaroslaw). Es ist trotz des grossen Zeit- 
unterschiedes vielleicht nicht müssig darauf hinzuweisen, dass in Gogols 
(1810—1852) Roman „Tote Sfeelen" ein Alkid u. Temistokleusz vorkommt. 
172. KF. zu bog- (Boguslaw); Her Bogtfsch vom heyligen crucze 1351 
S I, 180. 173. Bruniczlaw de goltberg 1371 B 38*. 174. KF. zu dobr- 
(Dobroslaw); Thomas des herczogen becker, Dohke s. Bruder 1349 
S 1, 108. 175. Nicolaus der Schultheis czu kochern, Dremelik s. 
Bruder 1360 S II, 84*. 176. KF. zu Godislaw; Gedco de Cindato 1340 
Cod. IV, 11. 178n Jagmyn mit m ist wohl verschrieben für Jagnyn mit 
dem slav. Suffix -in, welches an weibliche (oder aber auch an männliche 
Stämme mit weichem Auslaut) antritt. Jagnin wäre somit „der von Jagna 
= Agnes (vgl. Andres : Jandirke) Abstammende". Oder Jagmyn mit m ist 
richtig mit dem Lautübergang des n in m wie in MikoZaj für Nicolaj. 
Jagmyn de Wirbyn 1386 B 28. 179. KF. zu Jaroslaw (= Hieronymus); 
Jaruschius de Pogrella 1347 H.h. 1. 180. Iwan russ. = Johannes (1395 
erscheint Sr VIII, 26 ein Russe Yban). An den Iwein der Sage wird man 
also wohl nicht zu denken haben. Dominus Iwan 1301 ('od. III, 5. 

9* 



20 



181. Lasla u. Laske sind KF. zu Ladislaus. Lasla der arczt 1399 Sr 
XII, 9; Laskin (Genit.) gewest ist 1347 S 1,49*. 182. Pakusch KF. zu 
pak- (Pakoslaw); Pakuschius de Lobin 1328 H.h. 1. 188. Procopius 
Platener 1369 S 111,31 u. ö., einmal Procok pl. 184. Priczlaus einmal, 
wo? 185. Czenko mit dem Suffix -ek noch heut im Böhmischen lebendig; 
böhm. cenek „der Werte". 186. Schybanus. Im Stamme steckt das Wort 
szyba = Scheibe, -an ist ein im slav. sehr gebräuchliches Ableitungssuffix 
(vgl. oben Petran : Peter Nr. 155). Es tritt auf in Partizipalformen wie 
Kochan, Odolan; ferner Milan aus dem Adj. mily = lieb; sodann Kuban 
= der des Kuba (Jakob); Sieradzan — der aus Sieradz (so könnte gebildet 
werden Gnieinian = der ausGnesen, J^redzian ~ der aus Schroda) ; Pomarzany 
Plur. = die Kolonisten aus Pommern (ein Dorf im Posenschen) ; Wolan, von 
dem Subst. wola = der Wille usw. Erinnert sei auch an die abgeleiteten 
Kalendernamen Maximus : Maximian, Florus : Florian, Elias : Elian, die 
betreffs ihrer Endung wieder anders zu beurteilen sind. 187. Zobeslaus 
genant Wacker 1319 Keg. 3901. 188. Stanislaus wiltpreter 1365 S 
11,289* = Stenczlow w. 1357 S II, 18 u. ö.; Stanislaus Vix alias Stene 
de Cracovia 1370 B 35; Stanak scultetus 1394 Sr VII, 3; Stanke glo- 
wacz 1356 S I, 321 =^ Stanike gl. 1360 S V, 77*. Zu den Formen Stach 
und Staschke vgl. Stäsche, Mitteil. d. schles. Gesellsch. f. Volksk. XIV (1905) 
S. 83/84. Stach von den Bethelern 1361 S II, 144; Staschke videler 
1362 S 11,174. 189. Swantke KF. zu Swantoslaw. Swantke 1348 S 1,92*; 
Swanke snyder 1363 S II, 252*. 190. Wabirske (= Laurentius in der 
Bedeutung) vorspreche 1374 S IV, 7*; Webirske gleser 1367 S 11,374*. 
191. Wenczeslaus Rychil 1386 consul; Wenczslow vurman 1349 S I, 
107; Vinczlow gebhardt 1370 S 111,48; Wenczil von der Vryenstat 
1349 S I, 104*; Wenczusch in der Nwenstat 1345 S I, 11; Wenczco vom 
anger 1396 B 40*. 192. Woyslau koch 1371 B 36*. 193. Wislow 
« Witoslaw) von Kant 1384 S V, 88. 194. Woyczech vurman 1356 
S 1,307 = Woytke vurman 1359 S 11,63*; Woytke vischer 1367 S II, 
392 = Woyke vischer 1356 S I, 324; Woytek de Dupin 1362 B 5*. 
195. Marske KF. zu Marsilius (nur als FN. zu belegen). Marske 1345 
S I, 27*. 196. BuUnus Galliens 1327 Reg. 4683. 

C. Zur Erklärung. 

In der Besprechung empfiehlt es sich nicht, deutsche und 
fremde Taufnamen grundsätzlich zu trennen, da die meisten 
der fremden sich durchaus den deutschen Lautverhältnissen an- 
gepasst haben und besonders in der Entwicklung von KF. den- 
selben Gesetzen folgen. 

a) Vollnamen. 
Die Menge der vorkommenden altgermanischen Namen ist 



21 



in dieser späten Zeit schon sehr beschränkt; ihr Verfall be- 
ginnt im 10. Jhd. und nimmt nach 1150 rapide zu (Socin 121 ff.) ^). 
Besonders bemerklich macht sich diese vielfach auch durch 
lautlichen Zusammenfall bedingte Verarmung in den zweiten 
Stämmen. Während die Zahl der verschiedenen Stämme an 
erster Stelle bei 82 Namen noch 50 beträgt, kommen an zweiter 
nur noch 22 verschiedene vor. Es sind dies die auch schon 
im ahd. weitaus beliebtesten Stämme: -hard (in 13 Zusammen- 
setzungen), -wald (9), -breht (9), -her (7), -rieh (7), -ger (3), 
-mar (3), -wig (3), -ram (3), -frid (2), -üb (2), -bold (2), 
-bot(e) (2), -wolf (2), -win (2), -degen (1), -heim (1), -mund (1), 
-nand (1), -grim (1), -rat (1), -brand (1). Die Namen auf -man 
werden gesondert besprochen. Die auffällige Bevorzugung der 
Namen auf -hart hat ihren Grund in der Fortpflanzungsfähigkeit, 
die dieses Suffix im mhd. noch hatte, -breht ist die gewöhn- 
liche deutsche Form (daneben auch -brech mit Abwurf des t), 
die lateinische meist -bertus. -wald ist zu -old geschwächt, 
zur Form Oswalt vgl. Socin 44. Formen auf -hold kommen 
noch nicht vor; nur wenn der erste Stamm auf t ausgeht, ist 
die Schreibung meist th; es ist anzunehmen, dass von aspirierten 
t-Lauten aus die volksetymologische Umbildung zu -hold ihren 
Ausgang nahm. 

Die häufiger gebrauchten der fremden Namen werden in 
ihrer Gestalt verändert und deutschen Lautverhältnissen ange- 
passt; daneben bleibt die ursprüngliche Form, besonders im 
lateinischen Ausdruck, weiter bestehen. Andreas > Andres; 
Mathias > Mathis; Zacharias > Zacherys; Nicolaus 
> Niclos; Michael >Michil; Bartholomäus > Bartil- 
meus, Bartilmis; Benedictus > (das Sigel, das die Hss. 
dafür geben, ist nicht mit Sicherheit aufzulösen, bundittus oder 
ähnlich); Dominicus > Domnic (Dompnig ist ein Breslauer 
FN. des 15. Jhds.); Simon > Seman; Paulus > Pauel, 
mit Einfluss des slav. Pawel; Martinus > Mertin, deutsch 
ausnahmslos mit Umlaut; Laurentius > Lorencz; Geor- 
gius > Jorge, Jfirge. 



*) Über das Zusammenschrumpfen innerhalb der hier behandelten 
Periode vgl. die Tabelle unten (S. 27 ff.). 



22 



b) Kurzformen^). 

Die fremden Namen werden ganz nach dem Muster der 
deutschen behandelt; den Stämmen im deutschen Namen ent- 
sprechen im fremden die natürlichen Sprechsilben. 

Saffixlos hypokoristisch sind: Arndt; Francz; Jan, 
John; Jost; Claus; Tonis. 

Die vorkommenden Suffixe sind: deutsche: e (< ahd. -o) 
und die Diminutivsuffixe (k), 1, z, ing; slavische: (k), usch, 
isch, asch (alle Diminutiv). Die Suffixe sind nicht auf die 
Namen ihrer Sprache beschränkt. Es werden ebensohäufig 
KF. von deutschen Namen mit slavischen Suffixen und slavische 
Namen mit deutschen Kurzsufflxen gebildet (z. B. Ditusch und 
Peschil). e. Namen, die schon ahd. überhaupt nicht, oder 
nur ganz selten zusammengesetzt vorkommen: Brwne, 
Griffinus, Katzinus (über -inus s.u.), Otte, Time, Poppe. 
Poppe ist ein Lallname (= Folcmar, vgl. ZfdA. XIII, 578, da- 
gegen Stark 34). Kürzungen aus zusammengesetzten 
Namen: Kolbo, Hempe, Cune, Rabe (?), Rennus, Tamme, 
Ulle, Witte. Danach neugebildet Close (u. Jorge). 1. Es 
finden sich folgende Formen : Elbil, Noldil, Hempil, Ditil, 
Eckil, Velkil, Vrydil, Gobil, Grimil, Hertil, Irmil, 
Itlo, Lebil, Merkil, Ottil, Rychil, Rudil, Sydil, Temyl, 
Trutil, Wygil, Wittil, Wolfil; Bartil, Frenczil, Jörgl, 
Jeckil, Hensil, Kristil, Nickil, Peschil, Stenczil, 
Thomil, Wenczil. Da dieses Suffix als Kurzsuffix immer 
gebräuchlich gewesen ist, ist bei vielen KF. deutschen Stammes 
nicht zu entscheiden, ob sie alt oder jung sind. Als alt und 
erstarrt charakterisiert sich durch seine Bildung Tile (die ent- 
sprechende lebendige Bildung des 14. Jhds. ist Ditil). Es 
wird nicht mehr als 1- Kurzform empfunden; das zeigen die 
Weiterbildungen Tilke u. Tilusch; denn die hier auftretenden 
Suffixverbindungen 1 + k und 1 -f- usch kommen bei KF., die 
noch in ihrer Entstehung richtig empfunden werden, nicht vor 
(s. u.). z. Heise; Apecz, Fricz(e), Gocze, Heincz(e) (mit 
slav. Einfluss Heinsch, nur einmal zu belegen), Cuncz(e), 



*) Vgl. H. Zimmer, Kelt. Studien, Kap. 10: Zur Personennamenbildung 
im Irischen, Abschn.ö: Zum Ursprung der Kosenamenbildung, KZ. XXXII 190 ff. 



23 

Rencz, Ticz(e); Hancz, Nicze, Pecz(e). Die Frage nach 
dem Alter der KP. ist ebenso wie beim 1-Suffix zu beant- 
worten. Eine erstarrte Bildung ist Heise. Über den e-Ab- 
wurf geben nur die Nominative Aufschluss, da die obliquen 
Kasus in jedem Falle auf -en ausgehen; das Material für die 
Beurteilung wird dadurch sehr eingeschränkt. Dem md. Laut- 
stande gemäss ist Beibehaltung des e die Regel; Ausnahmen 
sind nicht häufig. Immer verlieren das e Hancz u. Rencz. 
Dieser Name kommt nur bei einer Person vor und ist da 2 mal 
zu belegen. Uli, Fricz, Heincz, Kuncz, Pecz sind sehr 
selten; sie kommen je nur 1—3 mal vor, während die e-Formen 
teilweise in die Hunderte gehen. 4 mal ist Reinczk über- 
liefert (Reinczke nie), wohl nach der Grundform Re(i)nz ge- 
bildet; denn sonst kommt beim k- Suffix der Abwurf nie vor. 
lug. Nur Heining, Hening. k. In dem Suffix -ke mischen 
sich deutsche und s lavische Elemente. Im Slavischen stehen 
gleichberechtigt nebeneinander die Suffixe -ek und -ko (fem. -ka). 
Dieses letztere wird bei der übernähme ins Deutsche gemäss 
dem Schwächungsprozesse, den die auch im Deutschen ursprüng- 
lich auf -0 ausgehenden KF. durchgemacht haben, zu -ke 
(Paschko, KF. zu Pawel, > Paschke) und fällt daher mit dem 
gleichlautenden ndd. Suffix zusammen. Wo es an deutsche 
Namen antritt, ist eine Scheidung von diesem ganz unmöglich. 
Vergleicht man aber die ausserordentliche Verbreitung, die das 
slav. Suffix -usch im östlichen deutschen Sprachgebiet erlangt 
hat, so wird man auch für die meisten der Breslauer ke-Bil- 
dungen die Herleitung aus dem Slavischen vorziehen. Es finden 
sich folgende Formen : Baldekinus, Ernke, Vrisco, Girke, 
Giske, Gotke, Heinke, Itke, Lwtke, Meineke, Seibke, 
Tilke, Wernco, Witke; Andirke, Benco, Bartke (Barke, 
Bratke), Franczke, Gorcho, Jandirke, Jeschke, Janke 
(< Johann), Hanke (< Johannes), Czenko, Marske, 
Paschke, Swanke, Simke, Schimke, Stanke, Stefke 
(Stafke wohl mit Einfluss des a der Vollform Stephan), 
Staschke, Thomke, Woytke (Woyke). Das slav. -ek 
(Stanek, Woytek) hat sich auf deutschem Boden nicht ver- 
mehrt, weil es keine verwandte Bildung vorfand, von der es 
hätte gestützt werden können, usch, asch und Isch sind 



24 



slavisch-liypokoristische Suffixe, -asch und -isch sind 
im Deutschen nicht fruchtbar geworden, hingegen hat -usch 
(< -uch) auf deutschem Boden ausserordentlich stark gewuchert. 
Die hierher gehörigen Bildungen: Heinisch; Heinasch, 
Geracz; Bartusch, Benusch, Bogusch, Ditusch, En- 
gelusch, Hannusch (gewöhnl. Hannos), Hartusch, Hey- 
nusch, Jacusch, Jarusch, Janusch, Merusch, Micusch, 
Nicusch (Mikusch ist ganz auf slav. Boden gewachsen, 
Nicusch zeigt Übertragung des slav. Suffixes auf die deutsche 
bzw. lateinische Lautform des Namens), Pakusch, Rudusch, 
Tilusch, ülusch, Wernusch, Willusch, Wencusch. 

Doppelsufflxe. Erstarrte: lin u. chen; da das n- 
Suffix allein nicht vorkommt, müssen sie als Einheit empfunden 
worden sein. Eberlin, Heinlin, Ullin, Winlin, Enderlin, 
Frenczlin, Henlin, (Peterlin s. u.); Jenchin, (Hermen- 
chin s.u.). Lebendige: Mit verschwindenden Ausnahmen 
kommen nur die Suffixverbindungen z + k und z + 1 und auch 
nur in dieser Reihenfolge vor ; z + k mit besonderer Vorliebe 
in der lat. Form, -czo statt -czko ist viel seltener. Diczke, 
Heinczke, Cunczke, Maczke, Miczke, Niczke, Reinczk, 
Ticzke, Vczco, Wenczco, Wilczke; Goczil, Gunczil, 
He(i)nczil, Cunczil, Menczil, Peczil, Ticzil, Welczil. 
Ausser diesen sind nur je einmal belegt Beruschke und 
Witkel; das letztere kann verlesen sein für Wittel. Tilusch 
u. Tilke gehören nicht hierher (s.o. beim 1-Suffix) und ebenso 
Gwlke, für das dasselbe gilt, wie für die beiden andern. 

Kurzformen vom 3. Bestandteil gebildet, sind selten: 
Claus, Close, Tonis, Sander, Hanke, Hannos, Hancz, 
Hensil, Henczil; Menczil, Noldil. Das Überwiegen der 
Fremdnamen erklärt sich aus dem lateinischen Betonungsgesetz. 

Namen auf -man. Diese Namen bieten der Erklärung 
dadurch eine Schwierigkeit, dass der Stamm -man Kompositions- 
teil der altgermanischen Namen ist, später aber als Bildungssilbe 
für Koseformen gebraucht wird. Daraus ergeben sich Kon- 
kurrenzen. Koseformen: Heinman, Hanman, Peterman, 
Hartman (Beleg = Hartlip s. o.), Sidilman, Tilman, 
Zachman. Vollname: Herman. Zweifehaft: Frideman, 
Ulman, Wigraan, Wyraan, Heilman. 



_ 25 

Neubildungen aus Kurzformen. Es handelt sich hier 
um eine ähnliche Erscheinung, wie bei den Namen auf -man. 
Nach Analogie der Namen auf -old, -olf, -hart, breht werden 
in mhd. Zeit Neubildungen vorgenommen, indem diese teilweise 
schon ahd. zu Ableitungssuffixen herabgesunkenen Stämme an 
Kurzformen neu herantreten^). In Breslau ist nur Peczold 
zu belegen, entstanden aus Pecze + old ^). 

Kurzsuffixe an Yollnamen. Vereinzelt kommen Fälle 
vor, wo das hypokoristische Suffix an den Vollnamen tritt: 
Heinricze, Girlacze, Hermenczil, Hermenchin, Cunetil, 
Petrusch, Peterlin, (Jörgl). 

c) Deklination. 

Deutsch. Das alte Verhältnis ist, dass (mit wenigen Aus- 
nahmen: -bero, -boto), die VoUfom^en stark, die Kurzformen 
schwach dekliniert werden ; im Akk. Sing, haben die Vollformen 
die (adjektivisch-pronominale) Endung ahd. -an > mhd. -en (vgl. 
Braune, Ahd. Gramm., § 195). Für die Breslauer Namen des 
13. u. 14. Jhds. ergibt sich im allgemeinen Bewahrung dieser 
Deklinations weise. Für die alten Vollnamen gilt das Schema 
Nom. Siffrid, Gen. Sif fridis. Dat. Siffride, Akk. Siffriden. 
Übertragung der Nominativform in den Dat. und Akk. ist sehr 
selten. Die Kurzformen auf -e (-cze, -ke) deklinieren: Nom. 
Heincze, Gen. Heinczen, Dat. Heinczen, Akk. Heinczen 
ausnahmslos. Der Flexion der nichtdeutschen Namen steht 
man unsicher gegenüber. Im allgemeinen folgen sie der De- 
klination der germanischen Vollnamen, also der starken, jedoch 
tritt häufiger für den Dat. und Akk. der Nominativ ein. Im 
Dat. nehmen sie nicht selten die schwache Endung -en an. 
Ganz vereinzelt finden sich auch bei deutschen Vollnamen 
schwache Formen. 

Die Deklination der KF. auf -e wird durch den gelegent- 
lichen Abwurf des Vokals nicht beeinflusst. Nur Reinczk, 
das, wie oben erwähnt, nie das e zeigt, hat im Gen. Reinczkis 
(Dat. Reinczken). Die Namen auf -man zeigen als KF. 



*) Belege bei Socin S. 176 ff. und Fm. unter Peter und Paul. 

2) Das älteste Breslaaer Adressbuch von 1832 hat den FN. Nitzoldi. 



26 

im Dat. mitunter auch die Endung -en. Auch Cunod, bei dem 
man zweifelhaft sein kann, ob es als Voll- oder Kurzform auf- 
zufassen sei, zeigt infolgedessen den Wechsel von starker und 
schwacher Deklination. Die Kurzformen mit 1-Suffix 
haben die schwache Deklination aufgegeben und deklinieren 
unter Einfluss des mhd. e-Abwurfs Nom. Nickil, Gen. Nickils, 
Dat. Nickil, Akk. Nickil. Nur im Dat. hält die alte schwache 
Form Nickiin der starken die Wage. Bei den KF. auf -usch 
gehen starke und schwache Flexion neben- und durcheinander. 
Schema: Jacusch, Jacuschin, Jacuschin oder Heinusch, 
Heinuschs, Heinusche. Auch hier hat das Schwanken 
seinen Grund in der Fremdheit der Bildung und der dadurch 
bedingten Isoliertheit. 

Lateinisch. Es liegen vor die Endungen -us (-ius), -i (-ii) ; 
-0, -onis; -inus, -ini. Die Endung der Vollnamen ist us (ius), 
die der Kurznamen o, entsprechend der deutschen starken 
und schwachen Deklination (Tile < Tilo). Ausnahmen sind 
Erico neben Ericus, und Rennus. Das Schwanken der 
deutschen Deklination bei der KF. auf -usch zeigt sich auch 
in den lat. Endungen. Neben Jaruschius und Pakuschius 
stehen Hannuscho und Heinuscho. 

Schwieriger ist die Endung -inus ^) zu beurteilen; sie kann 
bei der Latinisierung deutscher Namen auf dreierlei Weise ent- 
standen sein. 1. US kann an einen aus -win > -in geschwächten 
Stamm antreten (Crodowin = Rodinus), 2. us kann an eine KF. 
auf -i (Siginus : Sigi), -in (Himminus < Hymmo) antreten, 3. kann 
es sich um eine romanische Weiterbildung handeln (Aldebrandinus). 
So ergaben sich sehr viele Bildungen auf -inus; der etymolo- 
gische Zusammenhang war nicht mehr klar ; es wurde daher als 
lat. Endung empfunden, besonders da neben dem deutschen Conrad 
ein roman. Conradinus lag, und auch bei der Latinisierung an- 
derer Bildungen verwendet. So sind die Breslauer Formen auf 
-inus zu beurteilen; denn deutsche Formen auf -in kommen 
hier nicht vor. Die Möglichkeit solcher lat. Bildungen auf 
-inus ist durch die KF. auf -lin gegeben, die latinisiert auf 
-linus endigen. Da nun auch einfache 1- Bildungen vorkommen, 
so liegen nebeneinander -ilo und -ilinus. o kam aber auch ohne 

Vgl. Socin S. 48f. u. 176 f. 



27 



1 als Endung bei KP. vor ; daher wurde -inus als viertes Glied 
der Proportion -lo : -linus = -o : -inus auch als lat. Endung 
für andere KF. angewendet. So steht Griffo neben Griffinus, 
Godeko neben Godekinus, es heisst Jeckelinus, obwohl 
Jeckelin nie zu belegen ist, ferner Baldekinus. Nicht zu 
denken ist bei den Formen auf -kinus an eine Latinisierung 
der ndd. Suffix Verbindung -kin; deutsche Formen auf -kin 
sind hier nicht zu belegen. 

d) Häufigkeit des Vorkommens. 

Über die Häufigkeit der Vornamen sollen die beiden fol- 
genden Tabellen Auskunft geben. Um die Veränderungen im 
Namenschatze und die Beliebtheit gewisser Namen innerhalb 
der hier behandelten Periode aufzeigen zu können, sind die 
Namen der ersten Tabelle der zweiten Hälfte des 13., die der 
zweiten Tabelle der zweiten Hälfte des 14. Jhds. entnommen. 
Als Material ist zugrunde gelegt für I alles, was von Namen 
für diese Zeit zu ermitteln ist; und zwar wurde, um nicht 
durch gar zu spärliches Material die Sicherheit der daraus ge- 
zogenen Schlüsse zu problematisch zu machen, die Grenze für 
die Aufnahme in die Liste bis zum Jahre 1320 hinaufgerückt. 
Die Männer, deren Namen bis zu diesem Jahre erwähnt werden, 
gehören ja doch noch mehr oder weniger ins 13. Jhd. Die 
erste Liste enthält auf diese Weise die Namen von 368 Männern. 
Der zweiten Tabelle liegen zugrunde die Namen der in die 
Bürgerbücher eingetragenen Personen, 4932 an der Zahl, aus 
der Zeit von 1361 — 1400. Der grösseren Übersichtlichkeit wegen 
sind die gewöhnlichen KF. bei ihren Vollnamen mitgezählt. 

I. Tauf- und Einzeln amen ') bis 13^0. 

Konrat 38 2)^ 10,037o 
Heinrich 38 = 10,03Vo 
Johannes 31 = 8,4 ^/o 
Nicolaus 22 = 6 ^jo 
Herman 15 = 4 *>/o 
Albrecht 12 = 3 ^o 



Dieterich 12 = 



7o 



Arnold 


11 = 3 ^i'o 


Wilhelm 


5 = 1,4 o/o 


Tilo 


11 = 3 <>/• 


Eberhard 


5 = 1,4 o/o 


Peter 


10 = 2,7 0/0 


Helwic 


5 = 1,4 o/o 


Wernher 


8 = 2 0/, 


Sybot 


4 = 1 o/o 


Syffrid 


7 = 2 Vo 


Ulrich 


4 


Günther 


6 = 1,6 o/o 


Gisilher 


4 



Bertold 6 = 1,6 o/o | Walther 4 



*) Zu den Einzelnamen vgl. den sie behandelnden Abschnitt unten. 
^) Anzahl der Personen, die den Namen tragen. 



28 



Gerhart 


4 


Wyland 




Herdegen 




Symon 


3 


Otto 




Griffinus 




Godinus 


3 


Hugo 




Wilher 




Ditmar 


3 


Reinold 




Wikraan 




Hellenbrecht 3 


Gotschalc 




Gobil 




Mathias 


3 


Gebhard 




Heyso 




Hellenbold 


2 


Ürtolph 




Eccard 




Wynant 


2 


Gisilbert 




Hartwig 




Godeko 


2 


Wittil 




Gerung 




Sidilman 


2 


Phylip 




Wycho 




Gisko 


2 


Syndeman 




Frisco 




Rudger 


2 


Walwanus 




Amilius 




Burkhard 


2 


Wolfram 




Alexander 




Bruno 


2 


Lutko 




Blasius 




Lodwig 


2 


Henning 




Salomon 




Godfrid 


2 


Heidenrich 




Cristanus 




Engilger 


2 


Merboth 




David 




Bartholom. 


2 


Ticzko 




Lorencz 




Zacharias 


2 


Merklo 




Gregor 




Jenschco 


2 


Ericus 




Stephanus 




Peczolt 


2 


Hildebrand 




Lasco 




Andreas 


2 


Godysman 




Gorcho 




Friderich 


2 


Baldekinus 




Zobeslaus 




Martinus 


2 


Sybert 
II. 1361—] 


1400. 






Nicolaus 1321») = 


= 26,4Vo 


Georg 


45 


Clemens 


10 


Johannes 1089 = 


= 20,2% 


Herman 


30 


Sig(is)mund 


10 


Peter 606 = 


12 o/o 


Thomas 


30 


Kirstanus 


10 


Heinrich 233 = 


4,60/0 


Albrecht 


25 


Otto 


10 


Jacob 168 = 


3,2^0 


AVenzlaus 


24 


Ulrich 


9 


Mathias 157 = 


3 o/o 


Friderich 


20 


Maternus 


9 


Conrat 148 = 


3 o/o 


Ticze 


19 


Tilo 


9 


Michael 115 = 


2,40/0 


Vincenc 


17 


Augustin 


9 


Mertin 108 = 


2,020/0 


Dieterich 


15 


Gregor 


9 


Andreas 


94 


Symon 


15 


Günther 


8 


Pauel 


82 


Stanislaus 


14 


Woytek 


8 


Stephan 


66 


Sydil 


13 


Philip 


8 


Franziscus 


65 


Peczolt 


12 


Eudger 


7 


Lorenz 


62 


Arnold 


11 


Wernher 


7 


Bartholomäus 54 


Bernhard 


10 


Reinhard 


7 



») Darunter nur 7 Claus. Ftlr das 14. Jhd, hat es also noch keine 
Gültigkeit, wenn Fischart, Gargantua S. 66 (Aisleben), Claus als einen spe- 
zifisch schlesischen Namen bezeichnet. 



29 



Eberhard 


6 


Urban 


2 


Engilbert 1 


Caspar 


6 


Bruno 


2 


Burchart 1 


Hempe 


5 


Siifrid 


2 


Wyman 1 


Walther 


5 


Zacharias 


2 


Merboth 1 


Jesco 


4 


Adam 


2 


Helwic 1 


Lenhard 


4 


Lutko 


2 


Geracz 1 


Wilhelm 


4 


Girlach 


2 


Wigil 1 


Peschil 


4 


Moriz 


2 


Oswald 1 


Menczil 


3 


Thymo 


2 


Benco 1 


Witcho 


3 


Wolfram 


2 


Benusch 1 


Richard 


3 


Jeronimus 


2 


Pilgrim 1 


Pasco 


3 


Climke 


2 


Ambrosius 1 


Tamme 


3 


Gisilher 




Erasmus 1 


Staschco 


3 


Berteram 




Dominik 1 


Bertold 


3 


Wolfhard 




Markus 1 


Blasius 


2 


Goblo 




Bruniczlaw 1 


Migno 


2 


Hertel 




Prizslaw 1 


Herbord 


2 


Godinus 




Schimko 1 


Schyban 


2 


Gothard 




Jagmyn 1 


Daniel 


2 


Goczil 




Alkyt 1 


Balthasar 


2 


Hildebrand 




Bogusch 1 


Jost 


2 


Wilricus 




Procop 1 


Lodwig 


2 


Erhard 







Eine Vergleichung beider Listen zeigt deutlich das Über- 
handnehmen der fremden Namen im Verlaufe dieser Periode 
und die ausserordentliche Verbreitung, die gewisse Modenamen 
finden ^). 

I. 368 Personen haben 91 verschiedene Namen, es kommt 

also auf 4 Personen ein Name. 
IL 4932 Personen haben 114 verschiedene Namen, es kommt 
also auf 43 Personen ein Name. (Da sich 90®/o mit 
20 Vornamen begnügen, so kommt bei diesen sogar auf 
220 nur ein Vorname.) 



^) über die Ursachen solcher Verschiebungen sich den Kopf zu zer- 
brechen, hat nicht viel Zweck. Namen sind eine Sache der Mode und zum 
Wesen der Mode gehört Willkürlichkeit. Im 16. Jhd. zeigt sich in Schlesien 
eine grosse Vorliebe für altbiblische Namen. Stanislaus Staplen, 1531—49 
verheiratet mit Katharina geb. Kroschwicz hat 8 Kinder, die folgende Namen 
tragen : Sara, Abraham, Isaak, Jacob, Rebekka, Rachel, Benjamin und Martha. 
Vgl. E. Wernicke, Die Vornamen der Bürger und Bauern in Schlesien, AUg. 
Zeitung 1886 Beil. 41 u. 316. 



30 

Von der Gesamtsumme der vorkommenden Namen sind 
deutsch I. 69%; II. 51%. 

Von der Gesamtsumme der vorkommenden Personen tragen 
deutsche Namen I. 72,4%; II. 13,3%. 

Weiteres über einzelne Namen ergibt sich von selbst aus 
der Vergleichuug der Listen. Jecht (S. 9) glaubt zu bemerken, 
dass in Görlitz Peter, Peczold, Heinrich und Herman an Be- 
liebtheit während des 14. Jhds. abnehmen; bei Heinrich und 
Herman trifft das auch für Breslau zu. Als die häufigst vor- 
kommenden nennt er — allerdings nur schätzungsweise — 
Nicolaus, Johannes, Konrat, Heinrich, Peter, Ticz ; das ist fast 
dasselbe Verhältnis wie in Breslau. 

e) Gleicher Vorname bei Geschwistern. 
Ich nehme die weiblichen Namen gleich hinzu. Katha- 
rina Richartinne hat ufgereicht Margarethen und aber 
Margarethen, Gertruden u. Ciaren ihren Töchtern 1354 
S I, 267. — Hannos Sydenberg, Margarethe s. Frau, Mar- 
garete ihre Schwester 1368 S II, 419. — Nickil von Glogow, 
Hannus^ Michil, Hannus, Prenczil seine Brüder 1357 S 
II, 13. Unsicher sind: Hannos u. Hanke Söhne der Heze 
Peter cromerinne 1357 S II, 7*. — Hannos, Johannes, 
Jacob fratres filii Pauli pellificis 1366 S H, 345*. — 
Pec^e de hayn, Peter frater suus 1365 S II, 295*. — Peter 
Schultheis von St. Katharin, Pec^e s. Bruder 1360 S II, 
100. Es kann sich hier auch um festgewordene KF. handeln. 

2. Weibliche Taufnamen 

A. Verzeichnis der Namen. 

Deutsche.. 

1. Adelheid 

Alheid, Aleide 

Alke 

Alusch 

2. Amalie 

3. Berchte 

4. Bertrod 



5. (?) Berske 

6. *Brigida 

7. Demut 

8. Gertrud 

Gerke, Girke 
Gyrlin 
*Girding 
Gele 



31 



Gese 
Gerusch 
*Trude 
Lusche 
9. Gutrad 
Gutil 

10. Hedwig 

Hese 

Heske 

Jadwiga 

11. Heilwig 

12. Herburg 

13. Hildegunde 

? Hille 

14. Ermegart 

15. Irmetrut 
Irmusch 

16. Isintrut 

17. Jutte 

18. Kunegund 

Kunne 
Cuneke 
Kynne 
Konusch 

19. (Liphilt) 

Libeste 
Libusch 

20. Mechthild 

Mecze 
? Metke, Matke 

21. Ostirhilt 

22. *Rose 

23. Ute 

24. Walpurg 

Kirchlich- romanische. 

25. Agathe 

Ayte 



26. Agnete, Agnite 

Agnet 
Agnes 
Nete, Nite 

27. Anna 

*Enneleyn 
(28. Appolonia) 

29. Barbara, Barbira 

30. Beate 

*Beatke, Beatica 

31. Benedicta 

Benusch 

32. *Benigna 

33. Dorothea 

Dorothye 

34. *Ena 

Efke 

35. Elisabeth 

Elze 
Elzchin 
Elske 
Betke 

36. Eufemia 

Feme 
Femeke 

37. *Formosa 

38. Helene, Elena 

Lene 

39. Ester 

40. Zacherye 

41. Kasarye 

42. Katharina 

Ketherin 
Kete 
Keterlin 
Katusch 

43. Cecilie 

Celye 



32 



Cille 

44. Kirstyne 

Kirstin 

45. Cläre 

46. Lucie 

47. Magdalene 

48. * Marie 

49. Margarethe 

Magryt 

Merlin 

Marusch 

Grite 

Margeritchin 

50. Marthe 

51. Mathie 

? Metke 
? Thia 

52. Nathanie, Natalie 

53. Nele 

Neleke, Nelke 

54. Osanne 

Osanke 
Oschke 
Sänne 

55. Ottilie 

56. Pauline 

57. Salome 
(58. Scholastica) 



59. Sophie 

Suffy, Soffei, SoflFe 

Soffil 

Phye 

60. Ursula 

61. Veronica 

Slavische. 

62. ßoguslawa 

63. Dobirke 

64. *Mara 

65. Manith 

Manke 
Mancze 

66. *Petronella 

67. *Petruscha 

68. Przibke 

69. Sweczka 

70. Stanke 

71. *Sulca 

72. Wenczlava 

73. *Wychna 

74. Woyczecha 

Woyscha 

75. ? Cyne 

76. ? Nyse 

77. ? Czusche 



B. Belege und Entsprechungen. 

!• Adilheid Hannos kogils Frau 1345 S 1,17 — J.Zt*scÄ kogilinne 
1349 S 1,114; Aleyde Frau des Sydil Olsleger 1348 S 1,86 u.ö.; Alke 
Walther garnczugers Frau 1347 S I, 194*; Heinrich der stat- 
schriber, Almch s. Frau 1345 S I, 7* = H. d. statschr., Adelheid s. 
Frau S I, 100. 2. Amalie, romanische Form eines germ. Namens, selten. 
Pawil kursner, Amalie s. Frau 1349 8 1,127. 3. -BercÄte cromerynne 
1352 S 1,197. 4. sehr selten. Bertrot henkerinne 1345 S 1,20*. 5. Berske 
< her -f- s- 4" '^ ^ oder slav. ? Nur Manke von Smecz, Berske ihre 
Schwester 1377 S IV, 181. 6. Brigida nur 1376 S IV, 128. 7. sehr 



33 



sölten. Bertold topfer, Demut s. Frau 1346 S 1,41. 8. Gerdrude von 
der haylstrose 1352 S I, 200* = Gerusch v. d. h. 1349 S 1, 114*; Ger- 
trud Mathis uf dem steinkelr eliche husvrowe 1350 S I, 146* = 
Mathis uf d. st., Gele s. Frau S I, 148 = Gerusch di Mathysinne uf 
dem steinkelr 1357 Sil, 13*; Gerdrut vom Royn 1350 S 1,163 u.ö. = 
Gerke vom Royn 1362 S II, 154* = Gerusdi v. R. 1370 S III, 93; Katha- 
rine von Alczenow, Crirke ihre Tochter 1352 S I, 203* = Girlin ihre 
Tochter 1357 S II, 22 = Gerke von aczenow 1358 Sil, 46 u.ö.; Gyrlin 
von Lobschicz 1368 S 11,401 = Gerusch v. 1. 1368 S 11,415*; Nickil 
goldinstein, Gele s. Frau 1345 S I, 12* = Gerusch s. Frau S 11,26*; 
Gese von der Lobow 1346 SI,34; die Form Gese ist sehr häufig ; Lusche 
loseckinne, Hese, Pauel u. Nicze ihre Kinder 1347 ff. S 1,53* u.ö. 
= Gerusch loseckinne, Pwil, Niclos u. Hese ihre Kinder 1351 S I, 
158*; Anne hyserinne, Girding ihre Tochter 1373 S III, 235 nur hier; 
Trude de Hone 1387 Cod. III, 140 nur hier, kann auch zum folgenden ge- 
hören. 9. selten. Gudradis Tochter des Ulman 1324 Reg. 4317; Junc- 
frowe Gutil hern Johannes von dem prws swestir 1349 S I, 116*. 
Es finden Verwechslungen mit dem vorigen statt: Hannos von Cracow, 
Gutdrod s. Frau 1351 S I, 166 =^ Hannos v. Cr., Gerusch s. Frau 1351 
S I, 184*. 10. Die poln. Form von Hedwig ist Jadwig, vgl. zur Lautform 
Hieronymus : Jaroslaw. Hedwig kellinne 1352 S I, 245 u. ö. = Heze 
kellinne 1352 S 1,217 u.ö.; Heske schertilczaninne 1346 S I, 46 = 
Heze schertilczaninne 1352 S I, 219 u.ö.; Jadwiga 1354 S I, 262*. 

11. sehr selten. Tilusch vom Brige, Hille u. Heilwig s. Schwestern. 

12. sehr selten. Heinrich vom Senicz Kinder Nickil, Peter, Elze 
u. Heiburg 1347 S I, 69. 13. Hensil wras, Hildegunde s. Frau 1361 S 
11,120; Hille hierzu (?) oder zu einem anderen hilde-; Ticze vitryber, 
Hille s. Frau 1345 S 1,15*. 14. Ermegart Frau des E wirhart ryman 
1363 S II, 246*. 15. Irmetrut herbordinne 1350 S I, 162*. Peter 
Polen, Irmil s. Frau 1346 S I, 34*; Hannos koler, JErmil s. Frau 
1371 S III, 100*; Herman mit der vuge, Irmusch s. Frau 1352 S 1, 193. 
16. selten. Isintrud Gemahlin des Lodewic von Paczcow 1352 S II, 
223; Eystrawt 1391 S VII, 38. 17. Jutte Hannos apthekers tochtir 
1346 S 1,37* u.ö. 18. Kunegunde von dem Tincze 1347 S I, 53* = 
Cunne von dem Tincze 1348 S 1,84*; Kunegund di Heinczil setilers 
el. husvr. gewest ist 1347 S I, 55 = Cunne heinczil setilerinne 
1348 S I, 80*; Cunne von bancz 1352 S I, 233 u. ö. = Kynne v. b. 1369 
S m, 3* (dieselbe Gleichung bei Schill.-Lübb. ; Schütte weist Kine = Katha- 
rine nach); Heynke waynknecht, Konusch s. Frau 1371 S III, 95; 
Cunneke vilgut 1376 S IV, 111. 19. Jecbt S. 7 weist nach Libe = Libeste 
= Liphilt. Hannos cracz, Libste s. Tochter 1361 S 11,122; Libusck 
cromerinne 1357 S 11,13*. 20. Heinke czebol, Mechthilde s. Frau 
1361 S II, 119; Heinrich ryman, Mecze s. Frau. Schill.-Lübb. hat die 
Gleichung Mechthild = Metke ; für Breslau kann Metke auch zu Mathie zu 
stellen sein; Vrowe Metke von derWede 1359 8 11,65 = Matke v. d.W. 

Wort und Braacli I. Reichert, Familiennamen. 3 



34 



1366 S 11,360*. 21. selten. Ostirhüt cromerinne 1350 8 1,162; Hostir- 
hilt 1309 Cod. 111,24. 22. Rose Frau des Heinrich plowener 1386 
S V, 151, nur hier. 23. Ute schulmeisterinne 1352 S I, 201. 24. 
Walpurg Schwester des Henlin kelle 1352 S I, 217. 25. Agathe 
schertilczaninne 1366 S II, 339 = Äythe schertilcz. 1360 S II, 106 
u. ö., häufig. 26. vgl. Strackerjan S. 35. Nickil hrwne, Agnes s. Frau 

1345 S I, 12* = Agnes brwnchinynne 1364 S II, 214* = Agnite brw- 
ninne 1360 S 11,350 u. ö.; Niclos czudemar, Agnes s. Frau 1352 S I, 
201* = Agnite s. Frau 1345 S I, 57* = Nete czudemerynne 1352 S I, 
185*. 27. Anne Frau des Lorencz von dem Nwinmarkte 1360 S II, 
97; Enneleyn von der heyde 1358 S VI, 78, nur hier. 28. Klostername. 
Appolonia czu St. Ciaren 1385 S V, 148. 29. Barbara Tochter des 
Jeckil vritag 1360 S 11,86*; Barbira 1385 S V, 170*. 30. Heinrich 
lantherre, Beate s. Frau 1362 S II, 182 = Beatica di Heinr. lant- 
herren eliche husvr. gew. ist 1363 S 11,263; Beatke Frysynne 1384 
S V, 97, nur hier. 31. Benedicta Frau des Herman goltsloer 1384 S 
V, 3 = Herm. goltsl., Benusch s. Frau 1376 S IV, 127, sehr selten. 
32. Benigna 1385 S V, 122, nur hier. 33. Dorothea , Dorothye ausser- 
ordentlich häufig. 34. Eua 1349 S I, 101*, nur hier; Efke vom goldin- 
st ein 1348 S I, 78*. 35. Elizabeth =- Elsebeth = Elze = Elzchin = 
Elske = Betke ausserordentlich häufig. 36. selten. Fricze lobedow 
der snyder, Eufemie s. Frau 1370 S 111,86; Peter senicz, Feme uxor 
1366 S II, 329* = Femeke P. s. Frau S II, 437*. 37. Richart von 
Gobin, Formosa s. Frau 1363 S II, 279 u. ö., nur diese. 38. häufig. 
Lene Niclos von Lemberg tochtir 1364 S II, 285 = Helene N. v. L. t. 
1371 S III, 136*. 39. sehr selten. Joh. vogil, Barbara, Soffie, 
Augustin, Agnite u. Hester s. Kinder 1372 S III, 141. 40. selten. 
Zacherie smolnerinne 1352 S I, 218. 41. selten. Cecilie u. Kazarie 
Schwestertöchter derKethe birseckinne 1363 811,188. 42. Pecze 
hundegasse, Ketherin s Frau 1370 S 111,66*; Kethe kornerynne 1356 
S 1,314* = Katusch k. 1365 8 11,290; Kathanne greczerinne 1360 8 
II, 90 = Juncvrowe Kethe v. grecz 1362 S I, 328*; Heinrich der 
statschriber, Katharine s. Frau 1366 8 II, 341 = Ketirlin s. Frau 1366 

43. Juncvrowe Celye 1360 S II, 114; Cilie tilgenerinne 1368 8 II, 
431*; Czylle hoherczinne 1365 S 11,304* = Ceälie h. 1367 S 11,398*. 

44. Kirstyne di weninge beckerinne 1346 8 1,30* = Sydil becker, 
Kirstin s. Frau Sf,34. 45. Cläre botenerinne 1347 8 1,50*. 4:%» Liide 
steinkelrinne 1351 8 I, 189 u. ö. 47. Magdalena bischofinne 1346 8 I, 
36*. 48. Marie kommt nur einmal vor (Joseph gar nicht als christlicher Tauf- 
name, nur als Judenname, vgl. FN.v. Örtlichkeiten, Anm.); man scheute sich vor 
der Profanierung. Juncvrowe Marie scheffer 1346 8 1,46*. 49. Mar- 
garethe kelnerinne 1356 8 1,305* = Marusch Heinrich kelners Frau 

1346 8 1,34; Margryte begehartinne 1370 8 III, 79 = Marusch b. 1348 
8 1,73; Lucie von Wustindorf, Margeritchyn ihres Sohnes Tochter 
13Ö6 S 1,316*; Nickil clettindorf, Margarethe s. Frau 1358 8 11,40 =r= 



35 



Merlin s. Frau 1371 S IIT, 133* = Grite clettindorf inne 1355 S I, 290. 
50. Marthe Tochter der Grite f arolinne 1349 S I, 103* 51. Mathye 
di Richilinne von Legnicz 1361 S II, 134* = Vrouwe Metke Richi- 
linne 1371 S III, 131 ; Frau TÄta Witwe des weiland Müllers IJlman 
1324 Reg. 4317, nur hier. 52. Nathanie Peter rwssin Tochter 1349 
S 1,108 = Naihalia P. r. Tochter 1350 S I, 155 = Mechthild P. r. 
Tochter, Nathanie ihre Schwester 1352 S I, 238* 53. Wozu ist Nele 
KF.? Jecht hat Nelle und Nelleke und stellt es zu Petronella. In Breslau 
heisst es aber immer Nele mit einem 1; Petronella kommt nur einmal vor, 
Nele aber ausserordentlich häufig. Sollte es zu Agnete gehören? (Schütte 
belegt für Braunschweig Bele = Elisabeth, vgl. Ztschr. d. deutschen Sprachv. 
XX, 380.) Die Gleichung Eckehart Döring, Agnite s. Frau 1358 = 
E. D., Neleke s. Frau 1371 S HI, 116* ist nicht sicher, da 1371 auch ein 
Eckehard Döring, Elze s. Frau S III, 122 vorkommt; es hat also 
mehrere Eckehard Döring gegeben. 54. Osanne vischerinne 1351 S 
I, 173; Kath. homaninne. Sänne ihre Tochter 1359 S 11,50; Bartke 
koch, Osanke s. Frau 1386 SV, 169*; Oschke di Stanken viechteners 
el. husvr. gew. ist 1355 S I, 293* 55. Ein ursprünglich germ. Name in 
romanischer Form, vgl. ZfdA. XXVII, 227 Anm. Ottilie bocuelinne 1348 
S I, 75. 56. selten. Pauline Frau des Nickil messinger 1346 S I, 42. 
57. nur 2mal. Heinrich voytis vns. herren des bischofs sostir 
kint Salomee 1372 S III, 171*. 58. Klostername. Scolastica Heinke 
Jenkewicz Tochter im Kloster 1363 S II, 185*. 59. Suffy von pro- 
gow 1370 S 111,52; Söffe Hannos lebin Frau 1370 S 111,53; Alusch 
Nunerinne, Sophil ihre Tochter 1358 S 11,42*; Nicolaus v. Littin, 
Phye s. Tochter Kind 1351 S II, 115. Phye gegen Stark 37 hierher ge- 
stellt. 60. selten. Girlacus der landvoyt gewest ist, Vrsule s. 
swegir 1352 S I, 187. 61. selten. Veronica Tochter des Peter rosin- 
stengil 1370 S III, 100. 62. selten. Boguslawa Frau des Nickil 
vis eher 1352 S I, 207. 63. sehr selten. KF. zum Stamme dobr- (Dobros- 
lawa). Dobirke, Heinrich ihr Sohn 1361 S II, 132. 64. Mara filia 
des Nickil polac (!) 1367 S II, 391, nur hier. 65. Manit entzieht sich 
jedem sicheren Erklärungsversuch. In einer Urkunde aus dem 11. Jhd., 
welche nur in einer späteren Abschrift erhalten ist, kommt Manina vor, 
was als Monica erklärt wird. Manit könnte derselbe Frauenname sein mit 
dem ungewöhnlichen Suffix -id. In den Posener Grodakten kommt 1398 
Manka vor, wohl derselbe Name wie Manina, nur statt des Suffixes -ina 
mit dem Suffix -ka. Freilich ist weder aus Manina noch aus Manka ein 
gebräuchlicher Name zu erschliessen. Man muss bei Manid — Manka stehen 
bleiben. Manith von bork 1360 S 11,86*; iuncvrowe Manke, Mancze, 
Manczsche (alle 3 Formen kommen vor) von Sm^cz 1356 S I, 304 u. ö. 
66. Petronella birolczinne 1375 S IV, 84, nur hier. 67. Petruscha 
Witwe des Bruno von Öls 1319 Reg. 3905, nur hier. 68. Prsihke KF. 
zu Prsibilawa (Reg. 4992). Prsibke Frau des Heinrich Kalyser 1358 
S 11,26*, sehr selten. 69. Sioeczhi KF. zu l^wietosf awa ; Sweczka swe- 

3* 



36 



gir des Jone salwin 1348 S 1,85, sehr selten. 70« Stanke KF. zu 
Stanislawa; vgl. den gleichlaatenden männlichen Namen. Stanka uxor 
des Hanke grüczener 1365 S 11,312*. 71. Sulca KF. zu Sulislawa; 
Ulricus de Prusnicz, Sulca uxor eins 1387 Cod. III, 132, nur hier. 
72. Wenczlawa swegir des Hanke gruczener 1346 S I, 38 (vgl. Stanke), 
sehr selten. 73. Wychna (wozu?) Thomaschinne 1357 S II, 1*, nur hier. 
74. Wayczechay Hannos ihr Sohn 1351 S I, 196; Woyscha, Bartke ihr 
Sohn 1349 S I, 116*. 75. Czyne Frau des Albrecht goris 1350 S I, 
164; wozu?; nicht selten. 76. Nyse Frau des?; wozu? 77. Wynant 
der voytinne son i. d. Nwenstat, Czusche s. Frau 1358 S 11,25* (vgl. 
Lusche = Gertrud Nr. 8) 

C. Zur Erklärung. 

Was im folgenden über weibliche Taufnamen gesagt wird, 
bezieht sich lediglich auf die zweite Hälfte des 14. Jhds., da 
weibliche Taufnamen erst in dieser Zeit überliefert werden; 
die Quellen der früheren Zeit geben so gut wie gar nichts 
hierfür aus. Ausserdem macht die Beschaffenheit des Materials 
auch in den späteren Quellen eine summarischere Behandlung 
als bei den männlichen Namen nötig. In noch weit höherem 
Masse wie bei diesen sind bei den weiblichen Namen die 
deutschen durch fremde verdrängt worden. Während von den 
männlichen noch 82 altes Sprachgut waren, sind es hier nur 
noch 23, oder nach Prozenten berechnet: in der 2. Hälfte des 
14. Jhds. sind von sämtlichen vorkommenden männlichen Tauf- 
namen 51®/o deutsch, bei den weiblichen 32 ^/o. Eine Statistik 
über die Häufigkeit der einzelnen weiblichen Vornamen lässt 
sich nicht aufstellen, da der Auszählung der Personen dadurch 
unüberwindliche Schwierigkeiten gegenüberstehen, dass die Frau 
in den meisten Fällen nur mit dem Vornamen und zur näheren 
Bestimmung bald als Frau ihres Mannes, bald als Tochtes ihres 
Vaters, bald als Schwester ihres Bruders usw. bezeichnet und 
eine Fixierung der Persönlichkeit dadurch in sehr vielen Fällen 
unmöglich wird. Ich habe deshalb oben in den Belegen nur 
schätzungsweise einen Vermerk über Häufigkeit oder Seltenheit 
hinzugefügt. Als die' beliebtesten ergeben sich: Elisabeth, 
Katharina, Margarethe, Agnete, Gertrud, Dorothea, 
Sophie, Hedwig, Kunegunde. Es ist das dasselbe Verhältnis, 
welches Socin im 13. Jhd. für Basel und Umgegend findet. 



37 

Man darf daraus auf eine grosse Stetigkeit der Namenfrequenz 
über weiteste Strecken des hochdeutschen Gebietes schliessen. 
Andentscbnngen fremder Namen: Ayte, Elzebet, Ka- 
terin (Keterin), Margrit, Söffe. Nur die beliebtesten 
haben sich also deutschen Lautverhältnissen angepasst. 

Koseformen. Suffixlos: Aleid, Hille, Kunne, Kynne, 
Trude, Nete, Elze, Feme, Kete, Cilie, Cille, Czyne, 
Grite, Sänne, Thia, Phye. Suffigiert: 1. Gele, Nele; 
Gutil, Irmil, Soffil. z. Gese, Heze; Mecze, Mancze. 
k.^) Alke, Berske, Gerke, Cunneke, Dobirke, Efke, 
Elske, Betke, Metke, Manke, Osanke, Oschke, Przibke, 
Sweczka, Stanke; Heske, Neleke. nseh. Alusch, Ge- 
rusch, Irmusch, Konusch, Libusch, Katusch, Marusch, 
Petruscha. chiii. Elzchin, Margeritchyn. lin. Enne- 
leyn. Girlin, Ketirlin, Merlin. 

Weiterbildungen von Koseformen: Lusche, Czusche. 
Dass Lusche =-- Gertrud auftritt, zeigt, dass es sich von dem 
Mutterworte ganz getrennt hatte und, sich dem Appellati vum 
nähernd, vielleicht überhaupt als Bezeichnung für Mädchen ge- 
braucht wurde, wie wir ein kleines Mädchen wohl „Lise" und 
einen kleinen Knaben „Peter" nennen. 

In der Deklination der Vollnamen geht starke und 
schwache Flexion durcheinander. Die Kurzformen auf -e flek- 
tieren durchgehends schwach, die auf -chen durchgehends stark ; 
die auf -el und -usch zeigen gemischte Flexion. 



IL Familiennamen. 



I. Allgemeines. 

Die früheren Arbeiten, die sich mit der Entstehung unserer 
FN. befassen, geben in groben Umrissen immer folgende An- 
sichten wieder: 



*) Zum Ursprung des k- Suffixes vgl. S. 23. 



38 



Das alte System wird charakterisiert durch die Einnamig- 
keit, das neue durch die Doppelnamigkeit. Um 1100 tritt ein 
ständig zunehmender Schwund des alten Taufnamenreichtums 
ein; in dieselbe Zeit fällt das Aufblühen der Städte. Kleiner 
Vorrat von Namen und grosse Zahl in Verkehr stehender 
Menschen geben Anlass zu häufigen Verwechslungen, besonders 
bei zunehmender Verwicklung der sozialen, wirtschaftlichen 
und rechtlichen Verhältnisse. Es ergibt sich daraus die Not- 
wendigkeit, ein neues Mittel zur Unterscheidung zu finden. Da 
ein Name nicht mehr genügt, nimmt man zwei ; so entsteht die 
Doppelnamigkeit. 

So einleuchtend das aussieht, so wenig richtig ist es. Wie 
man beim Wachstum eines lebendigen Organismus nicht sagen 
kann, bis hierher sei es so und von nun an so, ebenso gibt es 
auch im Namensystem nur — zu verschiedenen Zeiten lang- 
samer oder schneller fortschreitende — Entwicklung, die allein 
das ausbildet, was in früherem vorbereitet ist. Dass die Ent- 
wicklung durch äussere Umstände befördert (oder gehemmt) 
werden kann, ist sicher; aber den Grund für die Entwicklung 
hat man nicht in dieser zu suchen, der liegt in der Sache selbst. 
Es ist das Verdienst des Socinschen Werkes, dies auch für die 
Namenwelt nachgewiesen zu haben. 

Dass die alte Auffassung von der Entstehung unserer FN. 
nicht richtig sein kann, ergibt sich aus drei einfachen Be- 
obachtungen. Wenn die Doppelnamigkeit nur ein Ersatz für 
die alte geschwundene Tauf namenfülle gewesen sein soll, wie 
erklärt es sich dann, dass gerade beim Hochadel, der alte, 
seltene Taufnamen am längsten bewahrt, die FN. zuerst auf- 
treten (schon im 10. Jhd.)? Wie ist es dann möglich, dass 
noch zu einer Zeit, wo die Doppelnamigkeit schon das durch- 
aus Vorherrschende ist, also z. B. in Breslau noch am Ende des 
14. Jhds., die gebräuchlichsten Vornamen, wie Nickel, Hannos 
usw., als Einzelnamen verwendet werden? (s.u.). Unerklärt bleibt 
dann auch die merkwürdige Tatsache, dass die Zunamen gleich 
bei ihrem Auftreten sofort FN. sind, oder zu solchen werden, 
also nicht zur Unterscheidung eines einzelnen, sondern seines 
ganzen Geschlechts dienen. 

Will man zu einer richtigen Erkenntnis unseres Namenwesens 



39 

kommen, so hat man zunächst den Gedanken einer prinzipiellen 
Scheidung des alten von dem modernen Namensystem aufzugeben. 
Schon in den ältesten Zeugnissen sehen wir das Bestreben, 
durch den Namen nicht nur den einzelnen zu bezeichnen, 
sondern auch seine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Ge- 
schlecht. Als Mittel dazu dient die Allitteration der Namen 
von Verwandten, z. B. der burgundischen Könige: Gibica, 
Godomarus, Gislaharius, Gundaharius, Gundevechus, Gun- 
dobadus, Godegisilus, Gislabadus. Oder es werden ganze 
Bestandteile aus den Namen der Eltern in den des Kindes 
übernommen. (Werdheri und Adalbirin haben zu Kindern 
Waltheri, Baldheri, Leobbirin, Hruadbirin; Willihelm 
und Willihar sind Söhne des Willehelm.) Oder es wird ein- 
fach der ganze Name auf den jüngeren Spross übertragen. 
Ferner muss man sich darüber klar sein, dass das altgerma- 
nische Namensystem keine starre, unbewegliche Masse gewesen 
ist, sondern dass natürlich auch in ihm im Laufe der Jahr- 
hunderte Entwicklungen stattgefunden haben. Nicht nur in der 
lautlichen Gestalt der Namen; es tauchen mit der Zeit auch 
Wörter, die gar keine Namen sind, als solche auf. Es sind 
Substantiva, die die Beschäftigung, den Stand, die Wohnung, 
das Rechtsverhältnis, einen Verwandtschaftsgrad bezeichnen; 
ferner Übernamen, Abstrakta, Adjektiva, Partizipia (zusammen- 
gestellt bei Socin S. 216 — 25). Man sieht, es ist dieselbe Ten- 
denz, die in unserem Namensystem festgelegt ist. Gleich bei 
dem Einsetzen einer Überlieferung, die einigermassen sichere 
Schlüsse auf das germ. Namensystem erlaubt, zeigt es sich, dass 
schon damals Doppelnamigkeit nichts Unerhörtes war (Theo- 
dericus dictus Valamer). Spuren dieser Benennungsaxt lassen 
sich in den nächsten Jahrhunderten durch das ganze germa- 
nische Sprachgebiet verfolgen (die Belege bei Socin S. 457 — 59). 
Beachtenswert ist, dass schon bei diesen alten Zunamen die 
KF. überwiegen; dasselbe ist bei den modernen FN. der Fall. 
Von allen diesen Erscheinungen sind für uns nur Spuren wahr- 
nehmbar ; sie sind wie ein ünterstrom, der nur ab und zu ein- 
mal bis an die Oberfläche dringt und eben auch nur dann be- 
merkbar ist. Die Taufnamen haben noch die fast unumschränkte 
Vorherrschaft und lassen nichts neben sich zur Geltung kommen. 



_ 40 

So anspruchsvoll bleiben sie auch — und das zeigt wieder den 
Zusammenhang des Neuen mit dem Alten — nachdem sie (tat- 
sächlich) durch die vollständige Durchführung des Familien- 
namenprinzips ihrer Macht fast ganz verlustig gegangen sind. 
In Görlitz werden bis ins 18. Jhd. (!) die alphabetischen Re- 
gister zu den Testamentsbüchern nach den Vornamen geordnet 
(Jecht S. 9). Dasselbe erwähnt Kriegk S. 204 für Frankfurt 
a. M. In den Künstlermonogrammen wird weit bis in die Neu- 
zeit der Nachname von dem Taufnamen beiseite gedrängt; man 
denke an das berühmte D im A Dürers, auch Martin Opitz 
lässt das förmlich im M verschwinden^). Von dem uns ge- 
läufigen Typus „der Baumann Walter" mit Nachstellung des 
Taufnamens findet sich im 14. Jhd. noch keine Spur; diese Art 
der Benennung setzt voraus, dass der Zuname das Bestimmte 
und der Vorname das Bestimmende ist. Diese Anschauung 
erweist sich durch die sehr späte Entwicklung dieses Typus 
als ganz jung. Für das Mittelalter und wohl noch einen guten 
Teil der Neuzeit ist das Verhältnis von Bestimmtem und Be- 
stimmendem gerade umgekehrt. 

Ein stärkeres Hervortreten der Zunamen ist vom 10. Jhd. 
ab wahrzunehmen. Von dieser Zeit ab macht sich bei den 
alten Rittergeschlechtern der Brauch bemerkbar, dem Tauf- 
namen den Namen ihres Stammsitzes mit „von" hinzuzufügen. 
Vom Hochadel übernimmt diese Sitte der niedere, und dann 
weiter, Ende des 12. Jhds. beginnend, die Bürger, und zwar 
zuerst die vornehmen Geschlechter, die sich nach ihrem Her- 
kunftsort oder ihren Besitzungen nennen; schliesslich auch die 
Bauern. Der Gang dieser Entwicklung lässt sich zeitlich genau 
verfolgen (Socin Kap. XII) ^). 

Hand in Hand mit der Verbreitung dieser Doppelnamigkeit 
geht nun ein starkes Hervortreten auch jener anderen Arten 
von Beinamen, deren Bestehen sich auch schon im ahd. Namen- 



1) Vgl. AUgem. Zeitung 1886 Beil. 41. 

^) Auch für Mitteldeutschland gelten die gleichen Gesetze ; das ist 
schon 1862 nachgewiesen worden von v. Gablentz, Über die Entstehung der 
FN. mit besonderer Rücksicht auf Sachsen und Thüringen. Mitteil, der ge- 
schichts- u. altertumsforschenden Gesellschaft des Oster landes, Bd. V. 



41 

System nachweisen liess^). Dass zur Befestigung des Ge- 
brauches der Doppelnamen die Taufnamenarmut des Mittel- 
alters sowie die Entwicklung der Städte mit ihrer Zusammen- 
drängung der Bevölkerung nicht wenig beigetragen hat, wird 
niemand leugnen wollen; darin aber den ersten Anlass zur 
Bildung von Doppelnamen sehen zu wollen, muss abgelehnt 
werden. 

Es kam hier nur darauf an, einleitend und in Kürze den 
Gang der Entwicklung darzustellen, der sich in einer Zeit voll- 
zieht, die über das Alter der Breslauer Quellen zurückreicht. 
Was also im vorigen gesagt ist, ist im wesentlichen nur eine 
Zusammenfassung der Ergebnisse, die das Socinsche Werk nach 
dieser Richtung gezeitigt hat. Es beginnt nun die Untersuchung 
der Breslauer Namenverhältnisse. Sie nimmt folgenden Gang. 
Ich betrachte zunächst die noch vorhandenen Reste von Einzel- 
namen in ihrem Verhältnis zu den Tauf- und Familiennamen. 
Es folgt dann die Behandlung der FN. in den sich aus ihrer 
Natur ergebenden Abschnitten: FN. aus Taufnamen, FN. von 
Ortsbezeichnungen, FN. von Stand und Beruf, FN. aus Über- 
namen, FN. aus Satznamen. In jedem dieser Abschnitte wird 
zunächst das vorhandene Namenmaterial mit den notwendigen 
Einzelerklärungen gegeben; daran schliesst sich an der Hand 
von Belegen eine allgemeine Behandlung des durch jede dieser 
Klassen vertretenen Namentypus, was seine Entstehung, Be- 
zeichnungskraft, Form Wandlung, Vererbbarkeit und ähnliche 
Fragen prinzipieller Natur betrifft. Den Schluss bilden Zu- 
sammenstellungen über Stetigkeit und Schwankungen bei der 
Bezeichnung des einzelnen und seiner Verwandten. 



*) Soweit diese ihrem Wesen nach altgermanische Taufnamen sind, 
werden sie sicher nicht zur Kennzeichnung des einzelnen, sondern seines 
ganzen Geschlechts gedient haben. Denn vererbt müssen sie worden sein, 
sonst könnten Namen, die als Taufnamen längst verschollen sind, im 13./14. 
Jhd. nicht plötzlich als FN. wieder auftauchen. Und dass sie vererbt wurden 
und den Untergang der alten Namenmasse überdauerten, kann sich nur 
daraus erklären, dass sie für das Geschlecht charakteristisch und vielleicht 
von einem berühmten Ahnen hergenommen waren, nach dem sich alle Nach- 
kommen mit Stolz nannten. (Socin S. 228 u. 188). 



42 



2. Einzelnamen. 

Ich gebe zuerst ein Verzeichnis der im 13. Jhd. vorkommen- 
den Einzelnamen. 

Der erste zu belegende Name eines Breslauers stammt aus 
dem Jahre 1202, Gerung Reg. 78; 1214 Godinus Schult- 
heiss^) von Breslau, Korn 1; 1229 bekleidet Alexsander 
dieses Amt, Korn 8; der erste Vogt ist Heinrich 1248 ff., 
Cod. XI, 1 öfters; sein Sohn auch Heinrich Cod. XI. V; sein 
Bruder Sifridus 1254, Korn 18; Amelius, Amilius 1250 
u. 1254 Reg. 719 u. Korn 18; Artwicus 1252 Reg. 802; (der 
Müller) Herman 1254 Reg. 870; Ditmar 1254 scabinus, 
Korn 18 und 1264 Reg. 1178; Hellenbrechtus 1254 scab. 
Korn 18 = Heibert 1255 Reg. 903; Giselerus weiland 
Bürger von Br. 1257 Reg. 957, Herman, Eccard u. Hellen- 
bert s. Söhne 1262 Reg. 1108; Herdegen 1262 Korn 22, 
1266 consul, 1273 Reg. 1434; Konrat der Sohn des Alex- 
ander 1264 Reg. 1192; Engelger(us) 18 mal 1264—1304 
Reg. 1178 u. Cod. XI, 1 ff., seine Schwiegersöhne Nicolaus 
1264 u. ö. Reg. 1178 u. 2042 und Heinrich 1284 Reg. 1779; 
Zacharias u. Konrat 1269 Reg. 1329; Bertold u. Johannes 
1269 Reg. 1329; Zacharias 1269—98 14 mal Reg. 1329 Cod. 
XI, Iff., Korn 61 u. 63; Heyso 1270 Reg. 1337; Heinrich 
u. Johannes Breslauer Bürger und Reichkrämer 1280 
Reg. 1621; Gebrüder Goblo u. Werner Kaufleute zu 
Breslau 1281 Reg. 1679; Goblo 1286—1305, 9 mal so, ein- 
mal Goblo de Lubec, Reg. 1971 u. ö.. Cod. XI, 3 ff.; Wik- 
man 1286 — 1325, 24 mal so, 2 mal (1308 und 1311) W. v. 
Swidenicz, Reg. 1951, 3005, 3223, Cod. XI, 3 ff.; Wilherus, 
Willems 1287—90 3mal, Cod. XI, 3, Reg. 2116 u. 2145; 
Guntherus 1291 u. 1296 Cod. XI, 3; Hellenboldus 1297— 
1309, 6 mal (1297—1303 u. 1308j so, 4 mal H. de Luchtin- 
dorf Cod. XI, 4 ff.. Reg. 3026; Her Ulrich Reg. 2608; Do- 
minus Iwan 1301 Cod. III, 5; Griffinus 1301 Cod. XI, 5 u. 
Reg. 2659; Konrat Sohn des Blasius 1304 Reg. 2798; 

^) Erst das nach dem Mongoleneinfall neu aufgebaute Breslau erhielt 
Stadtrecht. 



43 



Henman SvLn dr> weiland Herdan j^, o, IäH R*^. 2T\^: 
Salomo 13(»9 a. 1317 4 mal CoJ. HL 2a Ä 40, 99 = SaIo- 
mon institor 1316 G-i XL 7; Zaobmannus 1310 «, lolS 
Cod. XL 6 a. Reg. 131S; die BresUuer Goldj^chwiede Tilo. 
Bertold jl Jacob. Brüder 131S Reg. STCxi: Dieter KUS 
Reg. 3755: Sybertas 1320 Cod. XL S. 

Die Sparlichkeit des Materials liess es auirezeigt ers^^heineiu 
es für diese Zeit mit der blossen ZusammenstelUuig jreniig stMU 
zn lassen. Erst die reichlicher fliessenden Quellen des 14. Jhds. 
geben ein Material an die Hand, dessen rmtanglichkeit einiirt>r- 
massen sichere Schlüsse zulasst. Natürlich wird man diese 
Schlüsse in weitem Umfange auch für das 13. Jhd. als wi> 
bindllch ansehen dürfen, auch wenn im einzelnen die Beweist^ 
nicht zu erbringen sind 

Dass im 14. Jhd., wenigstens schon im Anfang der zweiten 
Hälfte, die Doppelnamigkeit durchaus die Regel gewesen sein 
muss, zeigt das als besonderes Charakteristikum her\'orgehobene 
Fehlen eines zweiten Namens in folgenden Bezeichnungen: 
Heinrich ane czunamen 1361 B 4*; Nicolaus ane czu- 
namen, sartor 1369 B 29; Peter anczunamyn 1391 S VIL 
65*^). Trotzdem finden sich zu dieser Zeit in den Quellen noch 
Einzelnamen in yerhältnismässig grosser Zahl. Wie ist dieser 
Widerspruch zu erklären? Er löst sich sehr einfach, wenn 
man wieder den Zusammenhang mit der altgermanischen Namen- 
gebung betrachtet. Wie in der früheren Zeit die Zunamen 
nur selten einmal an das Tageslicht kamen, so war auch noch 
im Mittelalter der Taufname der wichtigere von beiden (s. o.), 
und der Zuname wird noch manchmal unterdrückt. Man darf 
also nicht den Schluss ziehen, dass die Leute, die hie und da 
nur mit einem Namen genannt werden, wirklich nur diesen 
einen Namen gehabt haben; ihr anderer blieb in diesem Falle 
nur im Hintergrunde. Die Bezeichnung ane czunamen war 



*) Wobei allerdings durchaus die Möglichkeit besteht, dass die Be- 
zeichnung ane czunamen im 2. und besonders im 3. Falle selbst schon 
wieder zum Namen geworden und als vom Vater ererbt anzusehen ist. 
Natürlich ist auch schon für den ersten diese Annahme möglich ; man hätte 
dann das unbedingte Vorherrschen der Doppelnamigkeit noch früher anzu- 
setzen. 



44 

bei ihnen unmöglich, hätte den tatsächlichen Verhältnissen 
widersprochen. Wenn man also schlechthin von Einnamigkeit 
redet, insbesondere, wenn im folgenden davon gesprochen wird, 
so ist das in dem eben erörterten Sinne zu verstehen (vgl. 
auch Jecht S. 10). 

Man kann bei den Breslauer Namen des 14. Jhds. vier 
Gruppen von Einzelnamen unterscheiden. 

1. Personen niederen Standes, besonders solche in 
dienender Stellung, werden nur mit ihrem Taufnamen 
genannt; das bezieht sich auf Diener, Gesellen, Knechte, Mägde, 
Dirnen (vgl. d.Anm. im Abschn. „Übernamen"). Es ist dasselbe Ver- 
hältnis wie heut; auch für uns haben ja die Dienstboten aller Art 
nur einen Namen. Dass heut auch sie offiziell einen FN. tragen, 
besagt für den Vergleich nichts, da man, wenn man mittel- 
alterlichen Benennungsgebrauch mit modernem vergleichen will, 
um zu einem lebendigeren Verständnis der alten Verhältnisse 
zu gelangen, füglich nicht unser rechtlich festgelegtes Namen- 
system heranziehen kann, sondern sich an die möglichen und 
üblichen Benennungen des täglichen Umgangs halten muss. 

Beispiele. Cunot der eczwenne kaczinschinders knecht ge- 
west ist 1349; Wynant, Heinke s. Knecht 1358; Hensil Hankin 
Dominiks knecht 1360; Margarethe olim Annae spigelerin an- 
cilla 1361; Martinas domini Ottonis famulus 1362; Peczoldus 
olim Arnoldi de Richinbach famulus 1362; Nicolaus Brunonis 
de Kanth fam. 1364; Paulus Cunonis de Stynavia servus 1364; 
Henslinus domini Abbatis auriga 1364; Henslinus magistri de 
S. Math. fam. 1364; Peczco Nicolai de Glogovia servus 1365; 
Michil Nicolai de Novoforo servus 1365; Johannis domini Petri 
de Bythum fam. 1366; Cuncze olim Petri notarii servitor 1370; 
Apeczco Nicolai Dominici olim fam. 1371; Andreas Johannis 
Owras Calin servus 1373; Henslinus olim abbatis S. Vinc. ser- 
vitor 1373; Cunczko Henrici Swarczen fam. 1377; Cuncze olim 
plebani familiaris 1379; Katharina Johannis Bwdessin servitrix 
1379; Heinrich Alberti de Pate olim fam. 1379; Heinrich Nicolai 
de Novoforo fam. 1379; Andreas Ottonis de Nysa famulus alias 
quocus 1388; Bernhardus Johannis Rotin fam. 1390 usw. 

Die Fälle Hensil Sydlonis famulus 1366, Henslinus 
Dumelozen famulus 1371, Nicolaus olim Bwdessin fa- 
mulus 1374; Mathias olimRafsuf famulus 1379, Heinco 
Burgermeister famulus 1365, Nicze hefteler famulus 



45 

1372 zeigen in ihrer Abstufung, wie solche Bezeichnungen zu 
Namen werden konnten; eine deutliche Grenze ist gar nicht 
erkennbar. 

3. Es kommt vor, dass jemand auf den Zunamen 
seines Vafers getauft wird, vorausgesetzt, dass dieser 
Zuname ein auch als Taufname gebräuchlicher Name 
ist. Ein solcher Mann hat dann nur diesen Namen. Es ent- 
steht so eine Kategorie von Namen, die eine eigentümliche 
Mittelstellung zwischen Tauf- und Familiennamen einnehmen, 
indem sie beides zugleich sind. Beispiele werden die Sache 
klarer machen. Hanke Hartlip, 1332—41 im Rate, hat fol- 
gende Kinder: Hannos, Hartlip, Katharina, Clara, Sophy, 
Agnite u. Anne 1347 S I, 65*. Der älteste Sohn Hannos er- 
scheint in der folgenden Zeit unter dem Namen Hannos Hart- 
lib; ein Bruder des Hanke Hartlip heisst an allen Stellen, 
wo er vorkommt, Franczke Hartlip; ausserdem sind aus 
dieser Familie noch ein Nickil Hartlib und ein Laurentius 
Hartlib des öfteren belegt. Der zweite Sohn des Hanke 
Hartlib aber erscheint 1364—1404 ausnahmslos nur als Hart- 
lib; allein die Zahl der Fälle, die ich mir angemerkt habe, 
beträgt 37, ohne dass damit Vollständigkeit erreicht wäre. — 
In der Familie der Dominik kommen vor: Johannes Dominic(i), 
Franczke Dominik, Czenke Dominik, Jeschke Dominik 
und drei Brüder Nickil Dominik, Hanke Dominik und 
Dominicus. An allen Stellen, wo der einzelne Name vorkommt, 
ist damit dieser gemeint, handelt es sich nicht etwa um die 
Bezeichnung eines der andern durch den blossen FN. Notiert 
für die Zeit von 1342 bis 1402 22 Fälle, 8 mal Dominicus 
Dominici (nur in lat. Urkunden). Diese letzte Form zeigt, 
wie solche Namen entstanden sind. Dominicus müsste eigent- 
lich nach Analogie seiner Brüder Nickil Dominik und Hanke 
Dominik auch 2 Namen führen und Dominik Dominik heissen. 
Das einfache Dominik stellt gewissermassen eine Kontraktion 
aus Dominik Dominik dar; der so bezeichnete Mann ist, wenn 
man so sagen darf, der Dominik xaz" i^oxrjv. Wir haben also 
in diesen Namen einen auf hochdeutschem Boden verkümmerten 
Ansatz zu dem auf niederdeutschen und namentlich friesischem 
Gebiete so üppig entwickelten Typus Johann Johansen. Ein 



46 

solcher Name konnte bestehen bleiben, weil diese Bezeichnung 
einen lebendigen und gefühlten Sinn hatte. In unserem Gebiete 
hätte sich etwas Ähnliches behaupten können, wenn die Genitiv- 
form des Vaternamens als Zuname sehr gebräuchlich gewesen wäre 
(Typus Walther Gobils). Dieser Typus ist aber bei uns nie zum 
eigentlichen Namen geworden (vgl. den Abschn. FN. v. Taufnamen). 
Ein Dominik Dominix wäre vielleicht bestehen geblieben; ein 
Dominik Dominik aber war in der Bildung zu ungewöhnlich und 
nichtssagend, als dass es sich hätte erhalten können, zumal in 
einer Zeit, die noch nicht das Hauptgewicht auf den FN. legte. 
— Ferner gehören hierher Nickil koufman, Wynant und 
Hannos Wynant seiner Mutter Brüder 1363 S II, 208*; 
die beiden müssen Söhne eines Mannes gewesen sein, der ent- 
weder einnamig oder mit dem Zunamen Wynant hiess. — 
1350 S I, 86 Nickil Richil, Eichil s. Bruder zeigt dasselbe 
Verhältnis. — Wenn 1348 S I, 86 zwei Brüder als Kinder mit 
den Namen Hannos und Gundram erscheinen und in der fol- 
genden Zeit (1364 u. 1370) die Namen Grundram (allein) und 
Hannos Gundram zu belegen sind, so wird das ebenso zu er- 
klären sein. — Das sind die sicher zu belegenden Fälle, aus 
denen sich dieses Gesetz der Benennung mit Notwendigkeit er- 
gibt. Anderes ist nicht so deutlich, wird aber auch hierher 
gehören; z.B. wenn der Vater eines Hanman Eckehard nur 
(3 mal) Eckehart und ein Bruder des Hannos auch nur Ecke- 
hart heisst (Cod. XI, 13 u. 15; S II, 406 u. 407; S III, 264), 
oder wenn der Vater eines Nicze Donat nur Donat genannt 
wird S II, 107 u. 170. Dasselbe gilt auch wohl von einer An- 
zahl Einzelnamen, die zwar als Zunamen von Verwandten nicht 
zu belegen sind, die aber doch gleichzeitig auch als FN. auf- 
treten: Ambrosius, Anselm, Baldewin, Ditmar, Fabian, 
Gebhart, Gobil, Godin, Gotebold, Günther, Hellen- 
brecht, Hellinbolt, Herdenus, Herman, Pilgrim, Reyn- 
ner, Richart, Sifrit, Thomas, Urban, Winrich, Wolf- 
hart. Seiner ganzen Art nach lässt dieser Benennungsgebrauch 
die Möglichkeit zu, für ihn eine lange Überlieferung anzu- 
nehmen. Einen kleinen Anhalt dafür mag es gewähren, dass 
Engilger als Einzelname 1264 u. 1358 erscheint. Ein ähn- 
licher Brauch war übrigens auch in Oberhessen heimisch (vgl. 



47 

W. Crecelius, Oberhessisches Wörterbuch, Darmstadt 1897 u. 1899, 
S. 334 f.). „Im 14. und 15. Jhd. herrschte in der Wetterau bei 
manchen Ritter- und städtischen Ratsgeschlechtern der Gebrauch, 
einem Sohn in der Taufe keinen besonderen Vornamen zu geben, 
sondern bloss den FN. selbst als solchen anzusehen. Besonders 
häufig kam das bei solchen FN. vor, deren Name nicht von 
einer örtlichkeit entlehnt worden war, bei denen sich der per- 
sönliche Anname des Ahnherrn auf die Nachkommen fort- 
gepflanzt hatte; z.B. Hund (von Holzhausen), Schelm (von 
Bergen), Waise (von Fauerbach), Wolf (von Gudenburg und 
Sponheim). Die in dieser Weise ohne Taufnamen vorkommen- 
den Persönlichkeiten werden nun häufig zur Unterscheidung 
von ihren Geschlechtsgenossen als Eitelhund usw. bezeichnet; 
Wolf von Spanheim genant Ydel Wolf 1372 (Sauer, Cod. dipl. 
Hass. I, 3 No. 3392). Zum ersten Male fand ich 1298 Itel 
Gecze, einen Vasallen der Grafen von Beichlingen (A. Wyss, 
Hess. Urkundenbuch I, 641). In der Familie der Grafen von 
Zollern bedeutet Eitelfritz einen Fritz ohne persönlichen, in 
dieser Familie häufigen Annamen". 

3. Durch einen seltenen, vielleicht nur einmal 
vorkommenden Taufnamen kann ein vorhandener FN. 
in den Hintergrund gedrängt werden. Ein solcher Name 
hatte schon allein genügende Bezeichnungskraft. Ausserordent- 
lich verbreitet ist die Familie der Sebinwirt, es lassen sich 
ungefähr 10 erwachsene männliche Träger dieses Namens in der 
2. Hälfte des 14. Jhds. . nachweisen. Der Name muss also den 
Leuten der Zeit ganz geläufig gewesen sein. Trotzdem wird 
ein Sohn des Bogusch Sebinwirt, der Patricke (Patricius) 
heisst, in den Quellen gegen 20 mal nur mit diesem einen 
Namen genannt, nur 2 mal Patrice Sebinwirt. Der Name 
Patricius kommt sonst nicht vor. Beda Cunradin aptekers 
son 1385 S V, 189* ist 1421—38 im Rate und wird im Rats- 
katalog immer (15 mal) nur Beda genannt; auch dieser Name 
ist sonst nicht zu belegen. Ferner stelle ich hierher eine Gruppe 
von Einzelnamen, die, ihrem Wesen nach Taufnamen, als solche 
nur verschwindend selten (ein- bis zweimal) und als FN. über- 
haupt nicht zu belegen sind: Bertram, Blasius, Deynhart, 
Elleger, Ermelrich, Ertman, Pholpertus, Gabriel, 



48 __ 

Härtung, Kylianus, Kunstil (KF. zu Constantin), Lucas, 
Marcus, Moricius, Oswald, Petrayn, Priczlaw, Rudolf, 
Sybrecht, Siluester, Tobias, Trwtil, Udalricus; ebenso 
zu beurteilen ist es, wenn sonst ungebräuchliche KF. als Einzel- 
namen auftreten: Baldekinus, Bogil, Hermenchin = Her- 
menczil, Merusch, Michilchin, Petrusch^). Natürlich ist 
die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe bei manchen der aufge- 
führten Namen mehr oder minder zweifelhaft. Ihr Nichtvor- 
kommen als FN. in den Quellen war der Grund, sie hierher 
zu stellen und Schlüsse ex silentio sind nicht bindend. Es be- 
steht also die Möglichkeit, manche dieser Fälle in die vorige 
Gruppe zu stellen. Aber auch das Umgekehrte, dass manches 
aus Gruppe 2 hierher gehört, ist nicht von der Hand zu weisen; 
denn es handelt sich in der Gruppe 2 auch vorwiegend um 
selten vorkommende Namen. Es ist übrigens gänzlich gleich- 
gültig, ob für jeden einzelnen Fall die Zugehörigkeit zu der 
einen oder andern Gruppe entschieden werden kann ; die Haupt- 
sache ist, dass die Prinzipien klar erkannt werden. 

4. Nicht eben selten sind Fälle, wo ganz gewöhn- 
liche, hunderte und tausende von Malen auftretende 
Taufnamen allein gesetzt werden. Dass sie allein zur 
vollkommenen Bezeichnung genügen, ist völlig ausgeschlossen. 
Einen Anhalt zur Erklärung geben Stellen, an denen der 
Schreiber hinter dem Taufnamen eine Lücke lässt; offenbar 
war ihm der Zuname nicht geläufig, er wollte ihn nachtragen, 
es ist aber dann unterblieben. Besonders leicht erklärlich ist 
das bei Spitznamen, die ja oft nur einem mehr oder weniger 
kleinen Kreise bekannt sind. Das mag auch der Grund für 
die Einnamigkeit in manchen Fällen sein, wo nicht so augen- 
fällig durch Freilassen eines Raumes die Verlegenheit des 
Schreibers erkennbar ist. Dazu kommt jedoch noch ein anderes 



*) Es kommt aber auch oft vor, dass trotz seltenem Taufnamen der 
FN. gesetzt wird: Berold v. Ottindorf 1373, Burgold warmut 1398, 
Ditwin Dwmloze 1382 if. (3 mal nur Ditwin!), Ernko de Goltperk 
1357, Howald slechtinger 1346, Lupertus Mersche 1387, Marczinko 
virtil 1395, Nenker de Lemberg 1367 if. (einmal Nenkerl), Ramnol- 
dus de Rosicz 138f>, Ruprecht von Czeschen 1396, Raphael Gold- 
berg 1899. 



49 

Wichtigeres. Meistens wird in diesen Fällen die nähere Be- 
zeichnung, ohne dass sie besonders ausgedrückt würde, durch 
den blossen Zusammenhang, in dem der Name steht, gegeben. 
Jeder kannte damals natürlich, wie es heut noch in Dorf und 
Kleinstadt überall ist, die Verwandtschafts- und Besitzverhält- 
nisse des andern ganz genau, und da es sich bei unserm Material 
fast ausschliesslich um Kaufverträge und Vermächtnisse handelt, 
spielen solche Fragen darin eine grosse EoUe. Wenn also die 
Verhältnisse nicht gar zu verwickelt lagen, konnte man bei 
solchen Rechtsgeschäften aus dem Drum und Dran mit genügen- 
der Klarheit ersehen, wer gemeint war, auch wenn nur der 
Taufname gesetzt wurde ^). Ich setze einige beliebig heraus- 
gegriffene Beispiele hierher. 1345 Agnite Jocob vlechte- 
ners tochtir hat ufgereicht Peter das erbe daz do lit 
in der Polinschin gassen by Heinken czunest S I, 2; 
Anne Hermans tochtir hat ufgereicht . . . daz gebude 
by Arnolde Wysgerwer S I, 5*; erbe das do lit in der 
hundegasse by Waliher czunest S I, 6; ... hat ufg. Ma- 
ihyse das erbe i. d. polenschen gassen S 1,8; Lorencz 
hat ufg. . . . den garten vor dem Taschinbergischen 
tore S I, 11; Ehe und Heze ir sw^estir (die Bezeichnung als 
Schwestern genügt) S I, 13*; ebenso Margrithe und Hedwig 
S I, 27; erbe in dem Hirsewinkil by Arnolde S I, 28*; 
Nickil und Düerieh gebruder S J, 30*; Hannos hat ufg. 
Sophy syner elichen husvrowen S I, 30; Hille hat ufg. 
Henkin irme elichen manne S 1,31*; 1349 Menczil, Anne 
syne virtrwte iuncvrowe S I, 114*; 1353 Herman, Jutte 
s. Mutter S 1,223; Walther und Nethe s. Frau S 1,231; 
1354 Katusch, Maczke ihr Mann S I, 258; Gregor u. Jone 
von Hein kolers weyn S I, 271; Franczke u. Marthe 1371 
S in, 95* = Franczke von Crocow u. Marthe s. Frau S 
in, 96 und so fort. Die Ansicht, dass es sich in vielen dieser 
Fälle um besonders angesehene und daher stadtbekannte Bürger 
handelt, wie es Jecht S. 10 annimmt, ist, obwohl der Gedanke 



^) An die Zukunft dachte man nicht. Auch die Grundstücke, die aU- 
gemein bekannt waren, wurden überhaupt nicht nach ihrer Lage bezeichnet 
(vgl. Markgraf S. 166). 

Wort und Brauch I. Reichert, Familiennamen. 4 



50 

nahe liegt, abzulehnen. Man vergleiche dazu, was in der Ein- 
leitung (S. 40) über das Vordringen der FN. aus den sozial 
höher gestellten Kreisen in die niederen gesagt ist. Gerade 
die vornehmsten und daher bekanntesten Familien haben in 
Breslau die frühesten FN.; zur Bestätigung dafür genügt ein 
Blick in den Ratskatolog (Cod. XI), der doch ein Verzeichnis 
gerade der angesehensten Bürger gibt. Eine andere Frage ist, 
ob nicht manchmal, wo solche Einzelnamen auftauchen, FN. 
vorliegen, die in diesem Falle allein, ohne den Taufnamen ge- 
braucht werden. Dass dies schon früh möglich war, ergibt 
sich aus den Gleichungen Albertus Hiltwinus carnifex 
1314 consul = Hiltwinus carnifex 1323 scabinus = 
Hiltwin 1318 cons.; Henricus (Heynemannus) David 
1313 u. ö. cons. = David 1309 Cod. III, 23; Hanke Frize 
1356 S I, 316* = Friczko kursner 1362 cons. = Frizo 
1356 scab.; Hannos Gocze sellator 1367 S II, 380* = 
Göcze inter sellatores 1366 S II, 355*. 

3. Familiennamen aus Taufnamen. 

Das Verzeichnis der aufgefundenen Namen ist geordnet 
nach ihrer inneren Verwandtschaft. Eine genaue Bestimmung 
der zugrunde liegenden Stämme ist oft nicht möglich, weil das 
Förstemannsche Namenbuch dabei versagt. Wo ein solcher 
angegeben wird ist er meist nur als die höhere Einheit anzu- 
sehen, unter der verwandte Bildungen zusammengefasst werden. 

A. Männliche. 

a) Deutsche. 
Adolf. — adal: Alb er (Fm. 161 f.); Albertus, Apecz 
(1)^). — Amelung. — Anselm. — Appel (Fm. 11 Appo); 
Eppeler. — arin: Arnold; Noldil (5); Erinbyr; Erin- 
wart (volksetymol. Umdeutungen aus arin + ber und + wart). 
— Arwil (Fm. 142 Arbo). — Belle (6). — ber: Berwig; 
Birolcz, Birholcz (volksetymologisch umgestaltet aus ber + 



^) Die Klammern beziehen sich auf die entsprechenden Nummern der 
Taufnamen. 



51 

wald + is-; Berman (Vollname, oder jüngere KF. mit -man« s.o, 
S. 24, Fm. 263 hat nnr einen Beleg für Berman"!: Ber; Berlin 
(Jecht S. 4 belegt den Namen als Tanfnamen^i: Berusch (lOV 

— berin: Bener (< berin + her oder Benno + patron. er"!; 
Beringer (< berin + ger?, die lantliche Erhaltung spricht 
dagegen ; oder Bering + er ; oder vom Ortsnamen Berynge her- 
zuleiten : in Glatz erscheint Ende des 13. Jhds. das Geschlecht 
de Berynge, das aus dem gleichnamigen Orte Thüringens stammt 
vgl. V. Zeschau S. Iff.)' Berlewin (dürfte dissimiliert sein 
aus Bemwin, vgl. Erlewin : Arinwin; Andresen, Ahd.PN. S. 37); 
Berncheyn (-chein = -chen in den Quellen öfters); Bernko *); 
Banad (viell. slavisiert aus Bemhart). — berJU: Bertold (10); 
Bertram (9); Brechil (KP. vom 2. Stamme eines Namens 
auf -breht; diese zeigen in den Quellen oft Neigung zum t- 
Abwurf : Raynprech, Gumprech u. a.). — Blecker (blic 
oder blidi + ger Pm. 312— 14). — bod: Bocker (-fger); 
Bockil (1-Kf. dazu); Bulle (?1-Kf. zu bod). — Bonechin (Pm. 
326 Bono, oder Cbemame). — Bramis (Bramo Pm.332-f is). 

— brand: Brand; Brandis; Brendil (alle 3 wohl KP. vom 
2. Stamme, z. B. Hildebrand, wegen der Erhaltung des Stamm- 
auslautes). — Brosse (Pm. 338 Brozo). — Brwne (11); 
Brwnchin (es konkurriert stark das Adjektivum, vgl. Brune- 
hannos). — Burchart (13). — degan: Deinhard (14); 
Degin; Dein; Denke (k-KP. zum vorigen). — diä: Dite- 
rich(17); Ditmar(16); Ditwin(18); Dieter (15); Dypolt 
(+bold); Ditil (17); Dyke (KP. von diet + g-, oder k-Kf. 
zu diet-; es konkurriert das Adjektivum). Tile (93); Tilchin; 
Tilke (93); Tilusch (93); Ticze(95); Ticzil, Teczil (95). 

— ? Dog (Pm. 432 Docco). — ebir: Ebirhart (19); Ebir 
(KP.); Ebirlin, Hebirlin (19); Ebirusch (usch-KP. zu 
Ebir-). — ogf: Eyber; Eybke (k-KP. dazu); Eycke (ein- 
stämmige k-KP.); Eckehart (20); Eckebrecht; Eckil (20). 

— agil: Eiler (+ her); Elleger (21); El (KP.). — Emerich; 
Emusch (usch-KP. dazu). — angil: Engil brecht (22); En- 



^) Wo Namen auf -o auftreten, handelt es sich immer um die latein. 
Namensform ; die lebendige deutsche Lautgestalt hat längst die Schwächung 
zu -e durchgemacht. 

4* 



_62 

gilgerf23); Engilher; Engilmar; Engil(KF.); Aengeluz 
(23). — Enkeler (k-Kf. zu agin-, + 1 + er). — Ernke (26). 

— Erich (25). — Ernst (Pm. 484flf.). — Ertman (Fm. 756). 

— Erwin (Fm.782f:); Erwe (KF. dazu?). — Eser(asc + her 
Fm. 148). — Wyt, Vitus (27); ?Vix (Markgraf 242 Vitus- 
gasse = Fixsgasse). — folc: Volcmer, Volmer (zum Schwund 
des k vgl. Fm. 549 u. 553); Pholpertus; Volrot; Volman; 
Volkil, Volgil (28). — frid: Vricker (+ ger); Vredeman 
(alte Vollform oder junge KF.? Fm. 535 belegt es zweimal; 
s.o. S. 24); Vridil (29); Fricze (29); Friczke (29). — 
Vrowin (Fm. 518); Frobil (KF. zu Frowibert, Fm. 518 oder 
ähnl.). — Vrunf (? KF. zu Frunolf, Fm.546, = Amt < Arnold). 

— gel: Gebehart (31); Gebeier (1-KF. + er, oder KF. von 
god + b- + 1 + er s.u.). Kypping(er) (? zu Keppo Fm. 631, vgl. 
FN. V.Übernamen). — geil: Geldolf f i (mitsekundär entwickeltem 
d, unterstützt durch Bildungen wie Ludolf , Rudolf, Baldolf u. ä.) ; 
Gelbart (wird man vielleicht lieber zu den Übernamen stellen, 
doch mag seine Entwicklung durch geil + breht unterstützt 
worden sein, vgl. Isenbart < isan + breht). — ger: Gerlach 
(33); Girnot; Gerke, Girke (33). — gisil: Gisilher, Gy- 
siler; Gysil; Gyske (35). — god: Gotfrid(36); Gotebold, 
Kottheboldus; Koker (+ ger); Gotterot; Gotschalk; 
Godin (37); Gotisman (vgl. Fm. 688 u. Socin 210/11); Gobil 
(KF. god + b- + 1) ; Gobeler (dass. + er); Koppil; G6cze, 
Göcz, Gaczco (36); Gotke, Gatke (36); Kük (KF. .god + g-) ; 
Kolle (KF. god + 1); Göler (dass. + er). — gois: Goswin; 
Gosil (1-KF.); Gawske (? = Goske, k-KF.). — Grasse 
(Fm. 666 Graso). — Griff inus. Greif fe (39; Fm.674 Griffo). 

— grim: Grymke (40); ? Grille (? 1-KF.). — gund: Gump- 
recht, Gumprech; Günther (42); Gundram (41); Gun- 
dolff; Günczil, Ginczil (42); Gulle, Kule (1-KF.); Kuler 
(dass. 4- er); Gwlke (42; gund- + l4-k; die letzten 4 Formen 
können auch zu god- in Beziehung gesetzt werden). — had: 
Hamer, Hemer (+mar); Hemil (had -f- m- -f 1; allerdings 
hat Fm. 743, 746 u. 843 auch die Stämme ham, hamar u. himil); 
Hecker (+ger); Heckil (1-KF. dazu); Haczco (z-KF.). 
Hasse (Fm. 786 Hasso); Hasseler (Hasso -f 1 -f er). — hart: 
Hartlib (43); Herterich; Hartman (43; vgl. Taufnamen 



63 

auf -man S. 24); Härtung; Hertil (43); Hartusch (43). — 
Heydenrich (44). Heise (47). — hagan (heim): Henger 
(+ ger); Heinrich (46); Hayneman (46); Heinechin 
Heinke(46); Heincze(46); Heinczke (46); Heynusch (46) 
Henning (46); Henkeler (k-KF. + 1 + er). — heim (hai heil) 
Hellenbrecht, Hellenbrech, Heibert (50); Hellinbolt (49) 
Helwig (51); Helling. Held (Fm. 740 Helido). Heyle 
(Fm. 727 Hello), Heiler (dass. + er). — her: Herbord (52); 
Herdegen, Herden (53); Herman (54); Herold; Herre- 
chin (KF.); Hering, Haring (ing-KF.); Heringer (dass. 
+ er); Herusch (usch-KF.). — Hirchin (?zu hirn- Fm.845f.). 

— hild: Hildebrant (56); Hildeger, Hilger; Hyller; 
Hiltwin. — Hodil (Fm. 863 Hodilo). — Hoyer (Hoyer,Hoier 
Fm. 801). Howalt, Ho weit (57). Hwf, Hawfe (Hufo Fm. 
922). Hwg, Hügel; Hwchel (Hugo Fm. 932). — Hund; 
Hundis; Hundechin (Hundo Fm. 928). — hun: Hunolt; 
Hunechin (wohl nicht Übername, sondern KF. vgl. Fm. 930 
Hunichin). — Ynger (Fm. 932 Inguheri; Inger auch ein Ort 
in der Rheinprovinz). — isan: Yzenbart (< Isanbreht; zu 
-hart < -breht vgl. Andresen, Heutige Geschlechtsnamen aus 
hlod, hlud, lind, Germ. XXIX, 301 ff., S. 302 Anm.; vgl. auch 
oben Gelbart); Ysener (+her); Ysenman (+man). — Yte 
(Fm. 943 Ido); Ittlo (1- Bildung dazu); Ytke (k-Bild. dazu); 
Iczke (z-Bild. dazu). — Jordan (59). — Kachcze (z-Bild. 
zu Fm. 357 Cacho, vgl. aber slav. Taufnamen S. 58). — cadel: 
Kaihart (? Kadelhart, Fm. 564 hat nur Cadelher); Kalczke 
(z-KF. dazu). — Kamel, Komel (Fm.592 Gamal-). — Czanc 
(Fm. 1672 Zanco). — Karl; Kerling. — Kempe (Stark 18 
u. Fm. 357). — Kitzold, Kiczscholdi (gleichzeitig in Schles. 
als Taufname gebräuchlich, vgl. Allgem. Zeitung 1886 Beil. 41; 
Fm. Chitzo u. Ketold 985/86). — Colbe (61; Fm. 366 Cholbo). 

— Czotil (Fm. 1676 Zotto). — Kraft (Fm. 376 Krafto). — 
Krebel (Fm. 986 Krebolt). — Icuon: Conrat (62); Kuner, 
Kyner (+her); Kune (62); Kuncze (62). — land: Lamp- 
recht; Lamke (KF. dazu); Lankusch (usch- Bildung dazu?); 
Landman (wohl eher vom Stande herzuleiten; Fm. 1009 hat 
Landman nur einmal); Lendichin (Lando Fm. 1003 sehr oft). 
Leider (Leid 4- her Fm. 999). Lette (Fm. 999 Leto; oder 



54 _ 

von dem westfälischen Ortsnamen Lette). — Lenhart, Leon- 
hart (63; über das Verhältnis der beiden Formen zueinander 
vgl. Socin S. 44); Lenman, Leman (kann nach damaligem 
Gebrauch durchaus als KF. zum vorigen aufgefasst werden, 
vgl. Namen auf -man S. 24 ; gewöhnlich findet man den Namen 
aus der Standesbezeichnung = Lehnsmann erklärt). — IM: 
Lewtir, Lwtir (+ her); Lwbote; Lwpolt(67); Lwtelouf 
(zur Form des 2. Stammes vgl. Andresen, Altd. PN. S. 13 f.); 
Luden (Gen. der Kf.); Luczcze, Luczk (z-KF.). — Hub (Hb): 
Lybolt; Lybing; Lewbeiich (Fm. 1026); Lewbil. — hlod: 
Lodwig (65). — Mewel, Mewlyn (Fm. 1118 Mauwo). — 
mag: Meffrid « Magafrid, Fm. 1069); Meil (1-KF., Megilo 
Fm. 1068); Meling, Melding (ing-Bild. zum vorigen; Meling 
auch ein schlesischer Ort). — magan: Meynhart (69). — man: 
Menlin; Meneler (1-KF. + er); Menczil (54). — Merbot 
(70); Merusch(70); Meracz (asch-KF.); Mericz (isch-KF.). 

— Merkil (KF. zu mark-). — Mökirlin (mod + ger -f lin?). 

— Morung (Fm. 1117 Moring; vgl. auch Mörunc in der Gudrun 
Str. 211, 1). — Mwlich (112). — Mundil (Fm.ll35), — nod: 
Nauter (? = nother); Nobil (nod-i-b- + l, Nobo Fm. 1163). 

— nit: Nithart, Neytharte; Nite (KF.; Fm. 1157 Nitho); 
Neppe (KF. nit-|-b-; Fm. 1157 Nippo); Nepperich (? Neu- 
kompos. des vorigen mit rieh). — od: Ocker (+ ger, oder 
Übername? vgl. Socin 432 und Lexer II, 140); Otte; Ottil 
(1-Bild. zum vorigen); Oczke (z-Bild. dazu). — odal: Ulrich 
(97); Ulman(KF. oder Vollname?). — Ortolf(74); Ortel(74). 

— Oswald (75). — Packe (? zu badu-; Fm. 226 f. Pattuco 
u. ä. öfters). — Paltink (zu bald; Fm. 236 Paldinc). — Pig, 
Pick (Fm. 300— 303). — Posse (Fm. 331 Posso, Pusso u.a. 
oft); Pussil, Puschil, Pöschel (1-Bildungen dazu; oder slav. 
vgl. S.58); Possolt(Fm.342 Buozolt); Poschewin (Fm.332 
Buozwini, oder slav. Übername s.u.). — Pryke, Pryker (Fm.335 
Bricco). — Prodeke, Protke (k-Bildung zu Fm. 337 Prodo 
oder slav., vgl. S. 58). — hraban: Rebil (1-KF.); Rabke, 
Rapke (k-KF.); Eebener (Genit. der KF. + er); Ramold 
(80); Ranfolt (vgl. Stark 39ff.); Rempil (KF. raban -f b- + 1); 
Ramke, Ranke (KF. raban -fk); Ranczko (KF. raban -f z 
+ k). — rad: Rader, Rather, Ratter (-f her); Redil (1-KF.); 



55 

Racze (z-KF.); Recke (k-KF., Fm. 1206 Redeco). Für 
weiteres (Radusch, Raduk usw.) vgl. S. 57 f. „FN. aus frem- 
den Taufnamen" ; denn es gibt auch einen slav. namenbildenden 
Stamm rad-; eine reinliche Scheidung zwischen deutschem und 
slavischem Sprachgut ist also bei den auf rad zurückgehenden 
Namen nicht immer möglich. — rieh: Richart, Reychard 
(84); Richmut; Ryche (KF.); Rychil (84; 1-KF.); Rebber 
(? rieh + ber) ; Rippink (KF. rieh + b- + ing, Rippe = Riebert 
belegt bei Carstens S. 30); Riffe (KF. rieh + f-). — ragan: 
Reynfrid; Raynhart; Reynner, Renner (81; + her); 
Raynebir (volksetym. aus ragan + ber); Renkil = Renker 
(KF. + k + 1; Hannos Renkel 1390 S VI, 217* = Hannos 
Renker 1392 S VII, 101 ; zu der lautlichen Möglichkeit vgl. 
Whld.Gr. § 212); Rayn (KF.); Reyncz (z-KF.); Reininc, 
Reinunc (ing-, ung-KF.). — hrod (hrom): Roder, Ruther 
(+her); Rudger (86); Rorich (85); Rulant; Rudolf (87); 
Rolle, RuUe (1-KF.); Roller, Ruller (dass. + er); Rudil 
(86); Rudusch (86); Ruze (z-KF.); Ruczil (dass. + 1); 
Ruleke, Rulke (1-KF. + k). Bei Rote, Roter, Rötchin, 
Rotman konkurrieren die Übernamen. Erhaltung des Gutturals 
(KZ. XXI, 465) zeigen: Grofe (KF. hrod -f f-); Groling 
(1-KF. + ing); Grozo, Grosko (z-KF.; Fm. 890 Grozo); 
? Grossner (Genit.-Bild. zum vorigen + er); Crwbke (? KF. 
hrod -}- b- -h k, wohl slav., vgl. FN. v. Übernamen). — hrom (hrod, 
run): Rumpuld; Rumpil (1-KF.); Rumpeier (er-Bildung da- 
zu); Runge (KF. zu ruon-j-g); Rume (KF.); Runcze (z-KF. 
Runze ist auch eine Gestalt der Sage, vgl. Namen a.Sage u.Dichtg.) 
Rom er (oder vom Orte, die lat. Form des Namens ist Romanus) 
Romung. — Rustil (Fm. 1286 Rusto). — Salle (Fm. 1291 Sallo) 

— Sarbrecht. — Schoppe (Fm. 1309 Scopo). — Schropolt 

— Sender (sand oder sind -h her). — sig: Sybot, Seibot (88) 
Sybrecht (89); Sifrid (90); Zeber (+ber); Segeland 
Segenand {+ nand oder land, es dürfte derselbe Name sein 
zum md. Wechsel von 1 und n vgl. Whld.Gr. § 212); Seydel 
(90); Seydeler (er-Bildung dazu); Seidelman (90); Seicz 
(Fm. 1319 Sigizo; ist auch schles. Ortsname). — sind: Sin- 
deram; Syndeman; Sinilo (?: Fm. 1341 Sindilo). — snel: 
Snelmut; Sneller (+ her?). — Steinchin (Stamm stein). — 



56 

Stillo, Stille (Fm. 1364 hat das Femin. Stilla). — Stuchs 
(Fm. 1366 Stucchus). — Swarczko (Fm. 1378). — Tamme 
(92); Tamke (KF. dazu); Temichyn (ebenso). — Trutwin; 
Trutil (96; KF. dazu); Trewteler (das vorige + er). — Ursil 
(Fm. 1484 Urso, oder Frauenname?). — Weckerlin. — Wal- 
rabe. — Walther (103); Welczil (103). — wart: Wanner 
(Wanheri Fm. 1524); Wemmeler (KF. wan + m- + 1 + er, 
oder vom Ortsnamen Wemmel in den Niederlanden); Wengeler 
(KF. wan + g- + 1 + er). — Wenken (Genit. von wan + k 
oder von Wendico Fm. 1525). — Warmut. — wig: Wyprecht; 
Wycker; Wyger; Wygman, Wikman, Wichman (100); 
Weyerich; Wynant(lOl); Weynolt (vgl. über die Entstehung 
— aus Wignand, nicht Winiwalt — E. Schröder in der Rezen- 
sion von Förstemanns Namenbuch ^ G. G.A. 1900, S. 793); 
Wyland (über die Entstehung s. ebenda); Wyle (KF. zum 
vorigen); Wie (KF.); Wygil (100; 1-KF.); Wigener (Gen. 
der KF. -f-er); Wilde (KF. zu Wignand vgl. Carstens S. 47 
Anm. 14). — Wendeler. — Werdyr (Fm. 1559 Werdheri). — 
warin: Werinbolt; Wernher(99); Wernherchin; Wernke 
(99); Weczil (vgl. Stark 93/94). — Wilhelm (102); Wilher 
(103); Willusch, Welusch(102). — Winher, Winer; Win- 
rich. — ? Winter. — wid: Wedeman; Wittil, Wetil (107); 
Witchin; Witko (107); Wiczke (z-KF.). — Wockil (Fm. 
1618 Woco). — wolf: Wolfhart, Wolfart (108); Wolfram 
(110); Wolfil (110); Wolf. — Wundil (Fm. 1664 Wunno). 
Woschel, Wuschil, Fusil (Fm. 1630 Wozo, Wuzo ; Herman 
genant Wuzel 1309 Reg. 3051 = Herman Wuzlo 1319 Reg. 
3904 = Hermannus Fusil 1317 consul u. ö.). 

b) Kirchlich-romanische. 
Adam (114). — Ambrosius (116); Broske (Schütte S. 6 
hat die Gleichung Brozeke = Ambrosius aus dem Jahre 1391). 
Bartel (120); Bartusch (120); Bratusch, Pratusch (wie 
Bratke = Bartke, vgl. S. 17, wird auch Bratusch = Bartusch 
sein). — Benusch (121); Benysch (mit isch-Suffix); Benko 
(121). — Blasius (122); Bleske (KF. dazu?). — Danyel. — 
Dauid (123a). — Dominik, Domnik (124; Dompnig im 
15. Jhd.); Domlyn (KF. hierzu oder zu Thomas). — Donat. — 



57 

Fabian. - Franczke (128). — Gregor (133). — Yoris 
(nach Strackerjan 34 aus Gregorius; aber auf Grund der 
Gleichung Georius = Georgius, vgl. S. 17, für Schlesien besser 
zu Georg; Yoris : Georius = Tonis : Antonius). — Gromus 
(? mit slav. Einfluss = Hieronymus). — Helias (mit unorga- 
nischem h für Elias). Ylian. — Jacob (135); Jacusch (135); 
Jeckil (135). — Johannes; Hanchin, Hantchin (vgl. heut 
Hantke neben Hanke); Hanke; Hanel, Hannyl; Hanne- 
man; Jone (alles 136). — Jonas. — Jost(137); Jostil. — 
Czacherias (139); Czacher (KF.); Zachman (139). — 
Kylian (140). — Kirstan, Kirstin (142). — Clemens (141). 

— Crispine. — Constantin; Kunstil (KF. dazu). — Lau- 
rentii (144). — Mertins (147). — Michael, Michil (151). 

— Moyses. — Nickil; Claus; Close; Closil (alles 152). 

— Pauel (154). — Peter; Peterman; Pecze (alles 155). — 
Peczolt (156). — Pilgrim (157). — Remigius. — Salomon 
(160). — Stepke (164). — Tobyl (KF. zu Tobias 166). — 
Thomas, Domassin; Thome; Thomke, Tumke; Tuman, 
auch Dauman? (alles zu 167). — ürban (169). 

c) Slavische. 
Namen der vorigen Gruppe in spezifisch slavischer Laut- 
form sind mit hierher gestellt. Bache (in deutscher Form für 
Bach, KF. zu Bartlomiej, vgl. Stach : Stanislaw, Wach : Wawr- 
zyn); Bachnik (ist dasselbe wie Bach; wie aus Piech = Peter 
Piechnik gebildet wird, so aus Bach Bachnik); Bas che (wohl 
auch dass.). — Bogehud, Bohud (Boguta = gottergeben). 
Bogdan (= Deodatus). Boguslaw; Bog; Bogil; Bogusch 
(alle drei KF. zu Boguslaw); Bohuslaw (dass. 6ech.); Buse 
(? KF. zu Buslaw < Boguslaw, oder das deutsche Abstraktum). 
Bolcze (KF. zu Boleslaw); Bolczchen (dass. + chen) ; Pun- 
czil (auch dieses aus Boleslaw?, vgl. Bunzlau < Boleslawicz, 
oder ist es deutscher Übername = Gefäss, vulva, vgl. Whld. 13 b); 
Bolluchenman (ein halbdeutscher Namen < Boluch, KF. zu 
Boleslaw -f- man). — Brax (wohl KF. zu Bracislaw = der 
Bruder genannte). — Frax (KF. zu Francziszek = Franz). — 
Ganczka (KF. zu Gambovar; Ganczka ist auch Ortsname). — 
Gentes (viell. Jentes, KF. zu Anton?). — Jacha (KF. zu 



58 

Johann, oder weiblich = Johanna); Jenucha (männl. oder weibl., 
= Johannes oder Johanna). — Kachcze (für Kachczek = 
Kazmierzek. — Czepan (164). — Czysla (viell. Cyslaw statt 
Ceslaw, Ceslaus). — Clymke (141). — Kuba (KF. zu Jacobus); 
Kobos, Kobus, Kobis (dass.). — Czudemar (Cudomar = der den 
Namen vom Wunder hat). — Cunczatke, Conschatke; Schatko 
(KF. dazu: Hanco Cunczatke 1390 scabinus u. ö. = Hanke 
Schatko 1391 scab. u. ö.). — Marczinko (Martin; 147). — 
Mykusch (152). — Modelicus (KF. zu modl-). — Pacheler 
(verdeutscht aus Pach, KF. zu Pawel); Pasce, Peschke (154); 
Paxil, Peschil (154). — Pecha (= Piecha, Genit. von Piech, 
KF. zu Peter); Posak (= Piosiak Peterchen); Possek (= Pio- 
siek dass.). — Przibak (= Przibek, KF. von Przybyslaw); 
Krsipke; Przibola (dass. oder abzuleiten von przyboö adv. 
barfüssig; przybola könnte damit als augmentativum zusammen- 
hängen). Priczil (KF. von Priczlaw). — Prodeke, Protke 
(KF. zu dem Taufnamen Prot). — Schyban (186). — Serusch 
(Serusz ist KF. zu Serafin). — Sobepan (= Sobiepan „sich 
selbst Herr"). — S(ch)ranzmyn (= Ör^imin, Nachkomme des 
ÖrQzma, Bedeutung unbekannt). — Stanke (188); Stasko, 
Stoske (188). — Stoia, Stoian (poln. = Stephan). — Swan- 
ticzlaw; Swantke (189; KF. dazu); Swencze (KF. von 
SwiQtoslaw). — Wenczlo(w) (191); Wenczel (191), auch 
Winczil? — Woyslow (193). — Wysla (192). — Widebor 
(Widziebör, Ursprung und Bedeutung unbekannt). — Woyczich 
(194); Woyke (194). — Flodiczke (= Wlodyczek, KF. zu 
Wlodzislaw -- Wladislaus). — Ples, Plessil (lat. Genit. Ples- 
silonis u. Plesselini; Plessil = Plesko Reg. 2353 u. 2659) 
u. Pleskusch erweisen sich durch die Variation des Suffixes als 
hierher gehörig aus; ebenso Schelese, Schelesil, Scheleske. 

B. Weibliche. 

a) Deutsche. 
Algart. — Alusch; Alke (beides 1). — Ameleys (2). 
Berchte(n) (3). — Vroburg (es konkurriert der Ortsname). — 
Gertil; Geruscher (beides 8). — Gutchin; Guteier (vgl. 
zu beiden 9). — Hese(n); Hezer (10). — Hildeburg, Hille- 
burg; Hillen (13); ??Hyller (wohl vom männlichen Tauf- 



59 

namen). — Irmeler (15; oder vom männlichen Taufnamen, 
vgl. 26). — Jutten (17). — Konusch; Konuscher (18). — 
Libeke; Libeler; Libeste (alle drei 19). — Mergat (? mit 
Reduktion des r aus Mergard, Fm. 1104). — Osterhilt (21). 
— Ute (23). — Walpurg; Walpurger (24). 

b) Fremde. 
Anne(n) (27). — Barbaran (29). — Cecilien (43). — 
Keterlin (42). — Czyne (75). — Cläre (45). — Machna 
(KF. zu Margorzata = Margarethe); Machut (ist dasselbe); 
Maroczke (KF. = Maroszka = Margarethe); Marusch (49); 
Merlin (49). — Nyssen; Neyssel (beides 76). — Osanne 
(54); Ozeler (Ozel wohlKF. dazu, + er). — Rebeckin (?Sohn 
der R^bekka). — Sulkin (71). 

G. Entstehung der Familfennamen aus Taufnamen. 

Bei den FN. aus Taufnamen ist die Frage von Bedeutung, 
inwieweit sie aus dem Genitiwerhältnis mit Ellipse von Sohn 
(so sei vorläufig gesagt) zu erklären sind, inwieweit unmittel- 
bare Vererbung vorliegt. Auszuscheiden sind bei der Beurteilung 
dieser Fragen die in lateinischer Form überlieferten Namen. 
Sie zeigen fast immer die Genitivendung (Typus Johannes 
Engilgeri), -ohne dass damit für die tatsächlich zugrunde 
liegende Form irgend etwas gesagt wäre. Beschränkt man 
sich also auf die deutschen Formen, so sieht man, dass sich 
bei den FN. aus männlichen Taufnamen kein einziger Fall 
eines wirklich zum FN. gewordenen festen Genitivs findet. Es 
kommen allerdings auch Genitivformen vor, aber bezeichnender- 
weise immer nur bei Leuten in jugendlichem Alter. Treten 
sie später wieder in den Quellen auf, so zeigen sie die 
Nominativform. Das ist nun aber nicht so zu verstehen, als 
ob die Nominativform aus der Genitivform durch Abschleifen 
der Endung hervorgegangen wäre; sondern beide Formen be- 
stehen unabhängig nebeneinander. Es ist genau so, wie wenn 
wir einen Konrad, den Sohn eines Mannes namens Meier, ent- 
weder als Konrad Meier oder als Meiers Konrad bezeichnen. 
Die zweite Form drückt eine grössere Abhängigkeit von der 
elterlichen Familie aus und geht bei zunehmender Emanzipierung 



60 

verloren, und die Nominativform, die auch schon früher möglich, 
aber nicht so gebräuchlich war, tritt an ihre Stelle. Wie wenig 
der Genitiv als Name empfunden wurde, zeigt sich bei den 
Söhnen vornehmer Familien, bei denen das Ehrenprädikat her 
der Genitivform des Vaternamens vorgesetzt wird : John hern 
Engilgers 1301; Heinrich hern Syffridis 1345. 

Anders ist es bei den FN. aus weiblichen Taufnamen. 
Der Natur der Sache nach können weibliche Vornamen nicht 
direkt auf männliche Personen übergehen, sondern nur durch 
Vermittlung des Genitivs, z.B. Nickil Jutten (son). Infolge- 
dessen ist bei diesen FN. die Genitivform viel häufiger als bei 
den männlichen (vgl. das Verzeichnis S. 58 f.). Die nominativischen 
Formen erklären sich leicht durch Analogie nach den FN. aus 
männlichen Taufnamen. Eine natürliche Begleiterscheinung der 
Entstehungsart dieser FN. ist es, dass nur weibliche Tauf- 
namen, die noch im Gebrauch sind, als solche erscheinen. 

Es ist bisher stillschweigend angenommen worden, dass 
die Namenübertragung vom Namen des Vaters (bzw. der Mutter) 
aus stattfindet. Ist das richtig? J. Grimm sagt in der Deutschen 
Grammatik IV, 262: „Meiers Conrad kann den Umständen nach 
einen Sohn oder Knecht oder andern Angehörigen des Meiers 
bedeuten". Das gilt für das 14. Jhd. ebensogut wie für heute. 
Beweis: Von 1288 — 1307 erscheint im Verzeichnis der Rats- 
mitglieder oft ein Hermannus Zacharie (15 mal so), 1290 
ein Hermannus gener Zacharie. Hat nun dieser Zacharias 
einen Sohn und einen Schwiegersohn namens Hermann ge- 
habt? Nein; die Identität der beiden Personen ergibt sich 
aus Reg. 2881, wo als Konsul des Jahres 1306 Hermann 
Schwiegersohn des weiland Zacharias erwähnt wird, wäh- 
rend der Ratskatalog in demselben Jahre Hermannus Zacharie 
als Konsul hat; auch Reg. 2991 ergibt dasselbe; 1301 findet 
sich (Reg. 2659) die Bezeichnung Herman Hern Zacharias. 
Man sieht also, dass man bei solchen Ellipsen auch Eidam er- 
gänzen kann. Nun hat dieser Herman Zacharias selbst 
wieder einen Schwiegersohn, der bezeichnet wird als Tilo 
gener Hermanni Zacharie. Leider ist der Name nur ein- 
mal zu belegen ; aber es hindert auf Grund dieser Bezeichnung 
nichts, anzunehmen, dass der Name Zacharias auch auf ihn 



61 

übergegangen sein könnte; sein Name würde also vom Schwieger- 
vater seines Schwiegervaters stammen. Tatsächlich zu belegen 
ist dieser doppelte Namenübergang in der Familie hackin- 
tuuil, s. u. S. 62. Um, so gut es geht, eine Vorstellung von 
dem Umfange dieses Gebrauchs zu geben, stelle ich im folgen- 
den die Fälle zusammen, wo bei Schwiegervater und Schwieger- 
sohn oder, was dasselbe Verhältnis widerspiegelt, bei Schwägers- 
leuten der gleiche FN. auftritt. Denn dies ist ja die einzige 
Möglichkeit eine solche Namenübertragung festzustellen; wie- 
weit sie sonst noch vorliegt, entzieht sich jeder Beurteilung. 
Ich gehe dabei über den Kreis der FN. aus Taufnamen hinaus ; 
denn die anderen Klassen der FN. sind an diesem Übergange 
ebenso beteiligt. Wo es sich dabei um Namen vom Beruf 
handelt, wird man mit der Annahme von Namenübertragung 
zurückhaltender sein müssen, weil es ja oft vorgekommen sein 
wird, dass ein Handwerker seine Tochter einem Berufsgenossen 
zur Frau gab. Z.B.: Her Johannes der eczwenne glocke- 
ner czu St. Elzebethen gewest ist 1345 S I, 2, Pawil 
vom goltperge syn eydem 1347 S 1, 47* = Pawil de 
goltberg campanator (Glöckner) Antiquarius 81; ähn- 
lich lässt sich zeigen, dass Ermelaus der glockener (bei 
St. Mar.-Magdal.) 1363 S II, 251* u. ö. der Schwager des 
Hern Joh. bankow glockener czu St. Elisab. ist 1352 S 
I, 201* u. ö. Solche Fälle mahnen zur Vorsicht, schaffen aber 
die Tatsache, dass Namenübertragungen vom Schwiegervater 
aus vorgekommen sein müssen, und zwar gar nicht so selten, 
nicht aus der Welt. Folgende Belege liessen sich erreichen: 
1. Hannos Hannos son vom aldinhofe, Hannos vom 
aldinhofe s. Schwager 1352 S I, 203* u. ö.; es ergibt sich 
folgendes Bild dieser Familie: 

Hannos von dem Aldinhofe 

. \___^ 

Frenczil aldehof Hannos Nickil Marg. CV) Hannos v. d. a. 
V. d. a. V. d. a. 1 



Hannos Kethe Doroth. Frenczil aldehof. 

(Es finden sich die Formen von dem aldinhofe, aldirhof, aldehof.) 
2. Margarethe altzessin tochtir, Hannos ihr Mann 1359 
S II, 79 = Hannos altzesse, Marg. s. Frau 1355 S I, 292* 



62 

u. ö. — 3. Dorothea Heyneman beders tochtir, Hensil 
beder ihr Schwager 1351 S I, 173*. — 4. Margarethe 
ernken tochtir, Thomas ernke ihr Eidam 1371 S III, 
125*. Hier liegt vielleicht sogar zweimalige Übertragung vor; 
wenn man annimmt, dass der Mann der Marg. nach seinem 
Schwiegervater Ernke auch Ernke hiess. — 5. Hensil vryen- 
stat, Eidam des Nickil von dem burne 1360 S II, 100 = 
Hensil vryenstat sutor de borne 1367 S 11, 387* ist ein 
Beweis, dass es sich auch bei den Ortsnamen nicht um die 
Herkunft aus gleichem Orte zu handeln braucht, sondern tat- 
sächlich um Namenübertragung. — 6. Lorencz gerwer, 
Jeckil gerwer s. Eidam 1352 S I, 212* u. 1356 S I, 305. 
— 7. Hensil von Glacz der goltsmit, Claus goltsmid s. 
Eidam 1368 S H, 428. — 8. Gobil grybians eydem 1364 
S II, 240 = (?) Gobil gribian 1368 S II, 423. — 9. Für die 
Familie hackintuuil ergibt sich folgender Stammbaum: 
Hannos hackintnuil 



Cunne oo Hannos hackintuuel 



Mathis Margarethe Peter Tochter H. CV) Heinrich hackintufel. 
hackent. 

Hier kommt also ganz zweifellos Übertragung des FN. auf die 
weibliche Deszendenz in zwei aufeinanderfolgenden Geschlechtern 
vor. Peter h. hat auf diese Weise seinen Namen vom Gross- 
vater mütterlicherseits, Heinrich h. vom Schwiegervater seines 
Schwiegervaters. Die Belege, aus denen sich der Stammbaum 
ergibt, stehen S I, 24, 83, 146*, 197, 230*, 242*; II, 25, 32*, 
63*, 113*, 283, 338. — 10. Heyneman hering, Heinrich 
hering s. Schwager 1346 S I, 46*. — 11. Nickil keme- 
nicz hat 2 Schwiegersöhne: Peter kemenicz u. Hannos 
kemenicz 1360 S II, 109* u. 1361 S II, 135*. — 13. Petir 
von Legnicz, Kath. von Legnicz s. Schwiegermutter 
1346 SI,32. — 13. Hannos mentiler ist Eidam der Elze 
Tile mentilerinne 1352 S I, 228*. — 14. Hanke opecz, 
Henlin opecz s. Schwager 1345 SI, 9 u. 85. — 15. Hanke 
Renner, Peter renner seiner Schwester Sohn 1357 S 
11,3*. — 16. Ulrich schindil, Elze (di aide) Schindilinne 
s. swiger 1352 S I, 232; Heinke schindil s. swogir S I, 



63 

19 u. 169*. — 17. Rudil schonhals ist Schwager des 
Herman schonhals S I, 155*. — 18. Heinrich somirfeld 
ist Schwager des Herman somirfeld 1369 S III, 28. — 
19. Jocob der swirteyginne eydem 1359 S II, 54* u. ö. 
= (?) Jocob swirteg 1370 S III, 72. Ihr Sohn kann J. s. 
nicht sein; denn ihre Kinder heissen Katharina, Niclos, 
Hannos und Peter S II, 104*. — 30. Heinrich von Wilcz- 
kowicz, Nickil von Wilczkowicz s. Eidam 1356 S I, 315. 
— 21. Heinke winczeppe, Stephan winczeppe s. Eidam, 
denn: Stephan Heinken winczeppen eydem, Kath. s. 
Frau 1361 S II, 137 u. ö. = Stephan winczeppe, Kath. s. 
Frau 1368 S II, 408*. 22. Beda Cunradin apotekers son, 
Augustinus apteker s. Schwager S V, 139*. — 23. Hannos 
stap, Hannos stap s. Schwager S IV, 12*. — 24. Nico- 
laus prewsse, Steffan prewsse s. Eidam S VIII, 174. — 
35. Ähnlich Diterich der progerinne man -■= Dieterich 
prager 1346 S I, 31 u. H.h. 2. — 26. Ein sehr schönes Bei- 
spiel liefert femer der Stammbaum der Familie Syboth/Gobil, 
vgl. d. Abschn. „Festigkeit der FN.". 

In der Struktur sind sich gleich die Typen Nickil 
Günther adelars son, Conrat Hensil Daniels eydem und 
Hensil Hankin Dominiks knecht. Es liegt nahe anzu- 
nehmen, dass, wie neben den ersten beiden Typen sich die 
Namen Nickil adelar und Conrad Daniel entwickelten, aus 
dem letzteren ein Hensil Dominik werden konnte. In dem 
Kapitel Einzelnamen, Gruppe 1 (S. 44 f.), ist diese Entwicklung 
wahrscheinlich gemacht worden. 

In der Beurteilung der FN. aus weiblichen Taufnamen 
sind ähnliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Wenn ein 
Mann Michil Ciaren heisst, so braucht der Zuname nicht un- 
bedingt von seiner Mutter zu stammen. 1346 findet sich S I, 
31* die Eintragung: Heinke Hillen hat uf gereicht der- 
selben Hillen syner elichen husvrowen .... Dieser 
Heinke Hillen ist also nach dem Vornamen seiner Frau 
benannt. So werden sich viele solcher Namen erklären, ohne 
dass sich im einzelnen der Nachweis fähren lässt. Auch mit 
der Ellipse von brudir, eydem, neue wird man natürlich zu 
rechnen haben. 



64 

Wie der weibliche Vorname kann auch der weibliche Nach- 
name (soweit man davon reden kann, vgl. u. d. Abschn. Frauen- 
namen) zur Bezeichnung eines Mannes verwendet werden. Katha- 
rina, die Frau eines Hanke Sachse, kann bezeichnet werden 
als (Katharina) Hanke Sexinne; wenn nun die beiden einen 
Sohn haben, so kann für diesen neben dem Namen Mathis 
Sachse auch die Bezeichnung Mathis der Sexinne (latein. 
Mathias Saxonisse) gebraucht werden. So stehen neben- 
einander Winandus Winandi 1325 scabinus, Cod. XI = 
Winandus Winandisse 1325 scabinus. Reg. 4478; Nico- 
laus Heroldi 1285 ff. im Rate = Nicolaus Heroldisse 
1288, Reg. 2082; Nickil der Guntherinne son 1352 S I, 
222 = Nickil der Guntherinne, Margarethe s. Frau 1356 
S I, 313 = Margarethe dy Nickil Günthers el. husvr. 
gew. ist 1364 S II, 235* (= Margarethe Guntherinne 1364 
S II, 229). Bei manchen Personen wird diese Bezeichnung die 
allein übliche; so eben bei diesem Mathis der Sexinne, der 
7 mal immer nur so genannt wird. (Seine Witwe: Gele di 
Mathis der Sexinne eliche husvr. gew. ist 1354 S I, 275.) 
Wenn diese Bezeichnungsart also in manchen Fällen recht fest 
war, so ist sie doch nie zum eigentlichen Namen geworden, 
sie behält immer den Artikel. Es muss vor dem Irrtum ge- 
warnt werden, etwa einen Namen wie Tile mentilerinne so 
aufzufassen. Dieser Typus stellt gar keinen Mannesnamen dar, 
sondern ist die gewöhnliche Bezeichnung für die Frau (oder 
Tochter) eines Mannes namens Tile mentiler (vgl. u. d. Abschn. 
Frauennamen). Das wird auch der Grund sein, warum die Be- 
zeichnung Mathis der Sexinne nicht in den Namen Mathis 
Sexinne übergegangen ist. Dieser Typus war eben schon da, 
hatte aber eine ganz andere Bedeutung. 

Auch bei diesem Typus muss wieder darauf hingewiesen 
werden, dass er nicht immer unbedingt von dem elterlichen 
bzw. in diesem Falle mütterlichen Namen hergeleitet werden 
muss. Denn: Hannos der michilinne 1345 S I, 18* = 
Hannos der Michilinne eydem S 1,43; Nickil der wy- 
nandinne 1362 S II, 170* = Niclos Ciaren der wynan- 
dinne eydem 1349 S 1, 103*. In derselben Richtung bewegen 
sich Benennungen wie Pawil der Farolinne neue 1346 S 



65 



L 44*: mit EUlipse von nene ergibt das denselben Typns. Man 
darf wohl annehmen, dass es sich in den meisten dieser F^Ue^ 
die in so auffallender Weise Franenpersönlichkeiten in den 
Vordei^mnd stellen, nm Witwen handelt, 

Fraoft man nun nach dem Grunde, warum die Namen 
einmal von der, einmal von jener Person der Verwandtschaft 
oder Umgebung genommen werden, so wird man nicht fehl 
gehen, wenn man datur die Bekanntheit der eponymen Person 
in weiten Kreisen der Bürgerschaft als ausschlaggebend an- 
sieht. Ist jemand aus ii^endeinem Grunde vielen bekannt, so 
ist man meistens auch über seine Verwandtschaft gut unter- 
richtet, und so gibt er für die Bestimmung der zu ihr gehörigen 
Personen ein gutes Orientierungsmittel ab. Ein Beispiel dafür. 
Lange Diterich = lat. Theodericus longus (brasiator) 
ist 1319 — 37 im Rate und wird 16 mal so genannt: der Name 
erweist sich dadurch als Individualname : wenn er schon FN. 
wäre, müsste der Mann noch einen Taufnamen haben. Durch 
seine lange Tätigkeit im Rate hat er sich sicher einer grossen 
Bekanntheit in der Stadt erfreut. Nach ihm wird nun sein 
Bruder genannt Nickil des langen Diterich bruder SI,81 
= Nickil Langediterich (der melczer) S II, 423 u. S III, 
78*; ja sogar sein Neffe: Lorencz Nickils des langen 
Diterich brudir son S 11,178 = Lorencz langeditherich 
S III, 80. Wie weit unter Umständen der Kreis für solche 
Bezeichnungen gezogen werden konnte, zeigt die Benennung 
Nicolaus amicus Henselini doliatoris 1364 B 11. 

D. Das Suffix -er. 

Die vielumstrittenen Patronymika auf -er, die für das 
Friesische von Rupprecht (Zu den ostfr. Kosenamen, Germ. XIII, 
310 ff.) *) und für Lippe von Preuss S. 34 nachgewiesen worden 
sind, lassen sich auch in Breslau aufzeigen. Man nennt das 
Suffix immer ein patronymisches. Diese Bezeichnung ist aber 
zu eng. Die so abgeleiteten Namen entsprechen in ihrem Wesen 
durchaus den im vorigen Abschnitt behandelten Genitivnamen 
und sind daher auch in bezug auf die Personen, von denen 



') Vgl. auch Germ. XVI, 103 u. From. Ztschr. VI, 4o6. 
Wort und ßraucli I. Reichert, Familiennamen. 



66 

sie hergenommen sind, jenen gleichzustellen. Genaueres lässt 
sich wegen der ziemlich kleinen Zahl der Belege nicht nach- 
weisen. Der Parallelismus mit den Genitivnamen zeigt sich 
aber darin ganz deutlich, dass sie wie diese besonders gern in 
metronymischer Verwendung vorkommen. Auf die 44 FN. von 
weiblichen Taufnamen kommen 7 er-Bildungen, auf die rund 
700 FN. von männlichen Taufnamen nur 20. Es finden sich 
folgende Namen, die hierher gehören: Männliche: Eppeler, 
Gebeier, Gobeler, Göler, Henkeler, ? Kuler, Meneler, 
Roller, Ruller, Rumpeier, Seydeler, Trewteler, Wem- 
meler; Hennynger, Morunger; Redischer, Raduscher; 
? Grossner, Rebener, Wigener. — Weibliche: Guteier, 
Irmeler, Libeler, Ozeler; Konuscher; ?Hyller, Hezer, 
Walpurger. Man sieht, mit Ausnahme der 3 letzten bedarf 
diese Ableitung der Stütze eines anderen Suffixes ; sie findet sich 
nur im Anschluss an das 1-, usch- und ing(ung) -Suffix, sowie 
das n der schwachen Deklination. Dass die Ausnahmen alle den 
weiblichen Namen angehören, beweist auch, dass das Suffix 
bei diesen lebenskräftiger war. 

Von den Taufnamen aus verbreitet es sich auch auf solche 
Übernamen, die eine ähnliche Stammbildung zeigen, z. B. 
Heringer, Clumpinger, Slechtinger. Die Doubletten -el 
und -eler (Worfel : Worfeier; Leffil : Leffiler) können 
nicht mit Sicherheit hierher gestellt werden, da bei ihnen die 
Parallele von Berufsbezeichnung und dazugehörigem Übernamen 
(s. u.) konkurriert. 

Die Fälle des Typus Rot : Rote : Roter werden sich 
wohl aus der unflektierten, schwach flektierten und stark flek- 
tierten Form des Adjektivums erklären. 

Schliesslich finden sich noch die Namen Schonweibir, 
Czener, Slaytucher. Von ihnen gehört Schonweiber wohl 
sicher hierher; das ergibt sich aus dem Zusammenhange, in 
dem es vorkommt: Nicolaus schonweib et Cünrat schon- 
weibir 1399 Sr XII, 6 (das spricht gegen die Annahme einer 
orthographischen Nebenform zu schonweber — der Name 
kommt in den Quellen vor — , die an und für sich nahe läge). 
Czener braucht nicht unbedingt er- Ableitung von dem häufigen 
Namen czan zu sein; man kann es davon trennen und es als 



67 

Übernamen, hergenommen von der gleichnamigen Mfinze, auffassen 
(Lexer HI, 1044). Ist slaytncher Verfertiger oder Verkäufer 
von slegetuoch (Lexer 11,966 lässt es fraglich, was darunter 
zu verstehen ist) oder ist es er -Ableitung von einem Namen 
slaytuch, der allerdings nicht zu belegen ist? 

Behaghel weist (Ztschr. f. d. Wortf . I, 63 f. : Zur Bildungs- 
. silbe -er) auf das Nebeneinander von Vormund : Vormunder, 
Fremdling : Premdlinger (bei Luther), Zagel : Zaler (penis, 
15. Jhd.), Schatz : Schatzer, Hahnrey : Hahnreyer, Knortz : 
Knortzer, Spitz : Spitzer, Pintsch : Pintscher, Gockel : Gockeler 
hin und fragt, ob nicht ein Name wie Henninger den Henning 
selbst und nicht seinen Sohn bezeichne, -er in solchen Fällen 
also nur als Ausdruck für den Begriff des Persönlichen er- 
scheine. Aus unserm Material sprechen folgende Gleichungen 
für diese Annahme : Jeckil bering 1361 = Jeckil heringer 
1360 u. ö.; Hensil bering 1352 u. ö. = Hensil Heringer 
1360 u. ö.; Elze heringinne 1358 = Elze heringerinne 
1361. Conradus Clumping 1387 = Conrat Clumpinger 
1387. Niclos slichting 1366 u. ö. = Nickil slechtinger 
1370; 8 andere Personen heissen immer nur slechtinger 
(15 Notierungen). Pecze Pryke 1363 = Pecze Pryker 1358; 
Hensil prike, Elze s. Frau 1363 = Elze prikerinne 1365. 
Neben Heile kommt ein Heiler vor (heil + her bei Fm. nicht 
belegt), neben Clocz ein Cloczer, zu' beachten sind ferner die 
Formen Hoffelinger, Kippinger, Greyninger. Hierherge- 
hören wohl auch die Andeutschungen slavischer Namen durch 
die Silbe -er: Czapaler von czapal, der Reiher; Pas tucher 
von pastuch, der Viehhüter; Kykeler neben Keckal von cekal, 
der Harrende; ferner die Form Planeter neben Planeta 
(s. unten). Dass die er-Bildungen gerade von Frauenvornamen 
häufig sind, spricht auch für den maskulinen Sinn des Suffixes. 

4. Familiennamen von Örtlichl(eiten. 

Zu unterscheiden sind Namen, die von der Wohnstätte des 
Trägers (oder ersten Trägers) im engeren Sinne hergenommen 
sind, also einen Stadtteil, eine Strasse u. ä. bezeichnen — in 
dörflichen Verhältnissen würde man sie FN. von Flurnamen 



68 

nennen; zweitens solche, die vom Namen des Herkunftsortes 
abgeleitet sind. An Zahl ist die erste Gruppe bedeutend ge- 
ringer als die zweite. 

A. Namen Ton der Wohnstätte. 

Diese Namen werden mit verschiedenen Präpositionen ab- 
geleitet (in, uf, by, ws, von, undir kommen vor) zum Unter- 
schiede von den Namen vom Herkunftsorte, die ausnahmslos 
die Präposition von (lat. de) zeigen. 

Bezirke in und vor der Stadt. Heinke haricz 1350 S 1, 156* = später 
Heinke in der Baracz; ein Barracz (auch baricz) 1393 B 36*; vgl. 
dazu 1357 S 11,39: hof in der Baracz genant. — Cunadus ws der 
helle 1345 S I, 1* u. ö.; Franc zke {in der) helle 1364 S 11,233* u. ö. ; 
Hannos in der helle 1369 S II, 440; auch Pecze heller 1362 S II, 176?, 
es konkurriert der alte Taufname, der Ortsname Hall und das Geldstück; 
vgl. dazu 1357 S II, 15: erbe kein unsir vrowin clostir obir by der 
helle czunest uf dem zande. Andresen, Der Teufel in deutschen Ge- 
schlechtsnamen, ZfdPh. XX, 227 ff., fasst in solchen Namen das helle fälsch- 
lich im biblischen Sinne. Es ist einer der verbreitetsten Flurnamen. — 
Hannos Petirstat 1397 B 42*. Ein Ortsname Peterstadt ist nicht zu er- 
mitteln. Nun heisst ein Stadtteil von Breslau (die Gerbergasse, Markgraf 55) 
im 14. Jhd. die Cunezinstat, z. B. 1348 S I, 84: erbe in der Cunczinstat 
by der Judin glockener. Es liegt also die Vermutung nahe, dass ein 
anderer Teil die Peterstadt hiess. Oder wenn nicht in Breslau, so vielleicht 
in einer andern Stadt, aus der dieser Hannos stammte. — Nicze werdyr 
1385 S V, 122*; vgl. dazu 1393 Sr VI, 23: der molner in der werder- 
mol. Es konkurriert stark der alte Taufname Werdheri. — Her man vor 
dem Taschiriberger thore 1347 S I, 69* = Herman uf dem taschinberge 
1348 S 1,72* =:= Herman von dem Taschinberge 1351 S 1,191; Adam 
de peramonte 1366 S II, 358*; Hanke taschinberg 1351 S 1,181 u. ö., immer 
(5 mal) ohne Präposition. — Ticze uf dem Bususchin tore 1372 S III, 191; 
Petrus Bussischtor 1365 B 17. — Henselo Swydnicztor 1387 Cod. III, 147. 

— Herman byme Nwen tore 1385 S V, 126; Hannos bey dem thore 1352 
S I, 212. — Pecze im loche 1352 S I, 215 = später öfters Peter loch; 
Heincze loch 1359 S 11,56*; di Jacuschinne in dem loche 1362 S 
II, 159; Niclos lochman S IV,137*; vgl. 1352 S 1,215: hof der do heysit 
in dem loche. — Petir uff der Odir 1393 Sr VI, 52 = Petir von der Odir 
1399 S VIII, 251; Peter oderer 1352 S 1,214 ; Tile Odirman 1351 S 1,192*. 

— Diterich uf dem sande (in arena) 1347 S 1,59; die Bezeichnung uf dem 
San de kommt ausserordentlich häufig vor, die Präposition fehlt nie. Santman 
lässt sich nach Analogie von Lochman und Odirman auch hierzu stellen, 
doch konkurriert der alte Tauf name. Sander gehört wohl trotz Heller u. 
Oderer nicht hierher (vgl. S. 16). — Mertin uf dem Ttcme 1362 S II, 161*; 



69 



ist Twman 1370 S III, 49 damit in Verbindang zu bringen ? Es ist wohl 
eher KF. zu Thomas (vgl. S. 57). — in der Nw{en)8tat. Dieser Zusatz 
kommt tausende von Malen vor; jeder Bürger der Neustadt erhält ihn zu 
seinem vollen Namen noch hinzu. Er ist also zur ausreichenden Charakteri- 
sierung wenig geeignet. Trotzdem finden sich sehr häufig Bezeichnungen 
wie Hannos in d. N, Gobil i. d. N., Rychil i. d. N. Sie sind zu beur- 
teilen wie die entsprechenden Einzelnamen (vgl. S. 42 ff.); nur haben diese 
Leute als Bürger der Neustadt eben auch diesen Zusatz erhalten. — Budil 
uf dem salczmarkte 1366 S II, 342*; auch sonst noch oft. — Heinke Win- 
keler 1366 S 11,342*; Hannos Winkilman 1360 S 11,81*. — Nicolaus 
in dem Vuchswinkil 1360 S II, 117. Es gibt auch mehrere Orte dieses 
Namens, aber die Präposition in nötigt zur Annahme eines so benannten 
Breslauer Stadtteils, vgl. den heutigen „Wolfswinkel". — Nickil pechwinhil 
1363 S II, 190*; es gab im 14. Jhd. 6 Pechhütten in Breslau. — Petrus 
de monte {vom berge) 1351 H.h. 3 u. viele andere; Petir der of dem 
berge (!) 1385 Sr I, 7ö; Petrus Berkman 1381 B 17; Petrus Berger 1367 
B 21. Sehr vieles davon wird von Nichtbreslauer Örtlichkeiten herstammen. 

— Bartholomeus von anger 1364 S 11,206; Franczke of dem angir 
1389 Sr II, 7; Peter angenoit 1396 B 40 (als „Veit von dem Anger« zu 
verstehen); vgl. dazu 1372 S III, 135 garten uff dem anger u. Markgr. 
S. 141. — Rudil in dem graze 1347 S I, 64*; Conradus Gra8{e)finger 1289 
scabinus u. ö. meint einen „Finger (ein hier häufiger Name), der im 
Grase wohnt" ; eine ähnliche Bezeichnung ist Heu Nickil 1356 S I, 303 u.ö. 

— Ticze vom Felde 1390 B 33. 

Strassen und Wege. AI brecht ouenwege 1356 S I, 311 u. ö. — 
Stephan bruchgasse 1391 Sr VI, 46; vgl. dazu 1393 Sr VI, 38: kursner 
in der bruchgasse. — Mathis Fywag 1397 B 42* (= Viehweg). — 
Nicolaus bey der gössen 1394 S VII, 150*; ? hierher Gesseler de Lau- 
rentii villa 1373 B 50. — Cunot roufegasse 1348 S I, 77 u. 1351 S I, 
186*. — Pecze in der gerwergassen 1352 S I, 227* u.ö. — Michil uff dem 
graben 1399 Sr XII, 5. — Pecze hundegasse 1355 S 1,292* u.ö., immer 
ohne Präp. (6 mal). — Pecze hugasse 1372 B 17*. — Tile von der Oloschin 
(nämlich gassen) 1370 S III, 84* u. ö. — Michil m d^ rosingasse 1396 Sr 
IX, 17. — Mertin uf der Swidniczischen gassen :1350 S I, 137*. — Michil 
in der Wydingasse 1366 B 20. — Nickil Walgasse in der N winstat 
1349 S I, 121* u. ö., immer ohne Präp. (7 mal). — Sydil wingasse 1348 S 
I, 82 u. andere, immer ohne Präp. (6 mal). — Hannos molstroze 1372 B 44* 
(= die zu einer Mühle führende Strasse), — Gurge voysteling 1371 S III, 
103; Hensil in deme feysteling 1393 Sr VI, 47; Veustelinger Cod. III, 
125 (= Fausthandschuh). Die Benennung von Strassen und Plätzen nach 
Kleidungsstücken oder Körperteilen von ähnlicher Gestalt ist beliebt; in 
Breslau finden sich noch die Bezeichnungen kogilczippil, Seidenbeutil, Cziczen- 
placz ; in Thüringen kommen Hosenbein und Seitenbeutel als Strassennamen 
vor, vgl. Whld.Z. b, 74. 

Gebäude. Nickil alüius 1347 S I, 67* u. ö., immer ohne Präp. (8 mal); 



70 



es muss ein ganz bestimmtes Haus diesen Namen gehabt haben : 1371 S III, 
107* . . . als man von deme aldin huse geyt. — Heinke in dem hws 
von der Olsin 1363 S 11,271; Hannos de hwze 1366 S 11,337; Nico- 
laus vom huse 1394 B 37*; Mathis Jiawse 1389 S VI, 154; Johannes 
hwsman 1364 S 11,208. — Heinricze imme hofe 1369 S 111,3*; Mathis 
vom hofe 1373 B 51; Mathis de curia 1377 B 5* u. andere; Ny. hofer 
1365 S 11,306*; Hannos hofeman 1363 S 11,253 u. andere, hierher? — 
Peter us dem keler 1383 B 21. — {uf dem) steinkelr ein sehr häufiger 
Name. — Niclos kaldeherherge 1387 S VI, 57*; kaldeherberger 1387 Cod. 
III, 139 u. 147 ; vgl. S IV, 178: erbe daz do heysit dy kalde herberge. 

— Pecze giskuche 1347 S 1,71* u. ö. (= Münze). — Marusch us der 
muncze 1347 S 1,49. — Niclos bemisch dorf im entenstalle 1398 S VIII, 
163 = entinstal 1385 Sr I, 74 u. ö. dürfte aus einem Hause dieses Namens 
zu erklären sein. — Hannos kotilhof 1345 S I, 12 u. ö., und andere; immer 
ohne Präp. (9 mal). — Vecze ws der mol 1362 S 11,169*; Nickil mol 
1360 S 11,82 U.Ö.; Anne ws der mol 1368 S II, 409* = Anne ws der 
grdbemol 1371 S III, 133. — Rudger in knophet molendino 1314 Reg. 3408. 
Hensil rademol 1368 B 27*. — Nikolaus kolkamer 1400 B 46; vgl. Mark- 
graf 163 f. vom Jahre 1494: Pechhütte vor S. Niclasthor uff die linke 
haut als man hinaus gehet, die kolkamer genant. — Johannes 
undir dem rathwze 1366 S 11, 334. — Cunad umdir den salcz leuhin 1348 
S I, 79. — Nickil ws der schürten 1346 S 1,33 u. ö. = Nickil in der 
schunm 1364 S 11, 212 u. ö.; Kuncze schewneman S VIII, 152. — Petir 
stok 1389 Sr 11,6, kann auch als Übername verstanden werden. — Nico- 
laus torhus 1399 Sr XIII, 10. — Arnold (?e Sancto Spiritu 1286 Reg. 1965; 
Andris Heylgegeist 1372 S III, 163. — Jocob von unsir vromn 1348 S I, 
97*. — Gurge Heylgecrucze 1377 S IV, 140*; Meyster Johannes von 
dem heyligen crücze 1345 S 1,3*. — Jeckil Sie. Maria (von Legenicz) 
1359 S II, 58 u. ö. — Hempe Speteler 1379 S IV, 233 (: Spital). 

Bäume. Haineman Pappelbaum 1333 Reg. 5182. — Pauel huchs- 
houm 1363 S II, 187*. — Mathis buchener 1365 S II, 295. — Thomas 
dorn 1392 Sr V, 101 u. ö.;* Bomer 1364 S II, 245* — Michil Nusboum 
1364 S II, 264 u. ö., Nussbaum ist aber auch ein Ort in der Rheinprovinz. 

— Herman mb salice 1349(— 60) Cod. III, 9. — Yb^ecMl 1382 B 20* u.ö.; 
Hannos Ibejeckil 1393 Sr VI, 51 (= Jakob bei der Eibe). — di vrlech- 
tinne 1375 S IV, 45*; urlich = Bergahorn. Vgl. dazu 1371 S III, 51*: 
erbe in dem Tennecht by Otten conuent von derNysse. — Zweifel- 
haft bleibt es, ob die Namen Eschen, Eschener; Eichen, Eichilman; 
Birchen, Birkener auch so zu erklären sind, da Eschen, Eichen, Birken 
auch häufig vorkommende Ortsnamen sind. 

Sonstiges.- Johannes bey dem bome 1389 Sr 11,88; Burnman 1383 
B 23; Nico laus borman 1380 S IV, 257 mit Assimilation des n wie Len- 
man > Leman. Der Name vom borne {de fönte) ist wohl besser zu den 
Namen vom Herkunftsorte zu stellen. — Petir kvleborn 1373 S III, 230. 

— Peter wydinburn 1345 S 1,4*; vgl. dazu 1360 S 11,170: melczhws 



71 



do der wydinburn stet. — Heyne in der pfficzen 1359 S 11,57*. — 
Hanke tumpU 1351 S 1, 187* hierher?. — Her man altych 1395 Sr Vm,26. 
Heinczco Netotich 1387 Cod. III, 140. „Bis ins 16. Jhd. wurde eine leb- 
hafte Teichwirtschaft rings um die Stadt herum getrieben" (Markgraf S.220). 
— Her man flodir 1373 B 49; floder ist das Gerinne einer Mühle, schles. 
heut flüder. — Hannus vere 1388 S VI, 145 = Fähre. — Ounczil an der 
ecke 1345 S 1,8* u. ö.; schon 1292 ein Walther in acte Reg. 2234. — 
Herman an deni ende 1346 S I, 26* u. ö.; Albrecht an dem ende 1363 S 
11,264* = Albrecht cromer an dem ende S 11,221: Heinrich ende- 
man 1397 B 42*. — Niclos vochsloch 1381 S IV, 268. — Johannes sant 
grübe 1366 S II, 350 u. ö. — Cune von den hurden 1345 S I, 2* u.ö. und 
andere; vgl. 1346 S 1,41: erbe in den plankin. — Hannos an dem 
steyge 1372 S III, 137 = Hannos hy dem steyge 1381 B 17*; Peter steger 
1394 B38; Hannos styger 1395 B 39. „Stege" Messen in Breslau zunächst 
nur die Ohlebrücken (Markgraf S. 37). — Hannos Tharaser 1389 B 31*; 
terraz, tarraz = Bollwerk, Wall, erhöhter Platz; vgl. Peter Eschenloer, 
Geschichten der Stadt Breslau . . . 1440 — 79, I, 109: Die ratmanne 
Hessen uf den Elbing eilens tarrisbüchsen füeren und meineten 
si solten geladen sein. — Hannos staupin 1369 S 111,43*; stüpe ~ 
Schaudpfahl, Staupe. — Nicze rahinsteyn 1375 B 62; der Rabenstein (cor- 
vorum colonia) befand sich in der Gegend des heutigen Tauentzienplatzes 
(Markgraf S. 218). 

Schliesslich seien hier noch angefügt die Namen Obirlin, Nedirlin und 
Bobener, die ganz allgemein die Lage des Wohnplatzes bezeichnen. Ferner 
Hubener (Hubenbesitzer) , Gartener, lat. hortulanus (eine besondere Klasse 
der Dorfsassen, zwischen Bauer und Häusler in der Mitte stehend ; sie haben 
nur einen Garten bei dem Hause, ^Vhld. 26 a), Hwseler (vgl. DWB. IV, 679), 
Stobner, Keisser (zu böhm. chyse Hütte, russ. chiza, wend. khöza, dazu 
khözkar Kleinhäusler; davon keische, vgl. DWB. V, 499, kleines Bauernhaus, 
in den österr. Alpen von Tirol bis Kärnten). Plener ist wohl einer, der an 
einem freien Platze (schles. plan) wohnt. Bolatky vielleicht für Bolasky, 
d. h. Boleski : der vom Felde ; Boreczke = Boreczek : Wäldchen ; Wesnich 
= Wieänik, der vom Lande; Czwirus = Schuttersand ; Trasse = Traczy, 
der vom tracz, von der Holzmühle; Crippusch = der von der Krippe. 

Dasselbe Prinzip der Namengebung enthalten dann noch 
einige Benennungen, die eine geringere Straffheit der äusseren 
Form zeigen. 

Rudil der do wont in der Nwenstat 1347 S 1,59; Mertin der 
do wont hindir der weningin kirchen 1347 S I, 62 = Mertin hin- 
dir der wen. kirch. 1347 S 1,86*; Woytke der do wonit in mol- 
schribers hws uff dem Eibinge 1393 Sr VI, 14; Scherer der do 
wonit in dem hwse das kenteners gewest ist 1400 Sr XIII, 28; 
Peter in Memlers hws 1396 SrIX,54; Hannos in Groskos hus 1395 
Sr Vm, 39; Hannos in Horns hws 1395 Sr VUI, 39. 



72_ 

Die Fälle sind nicht häufig. Man sollte meinen, diese Be- 
zeichnungen wären in der Form viel zu breit und flüssig ge- 
wesen, um aus sich einen Namen zu entwickeln. Dass das 
nicht der Fall ist, zeigt, wie stark damals der Trieb zur 
Namenbildung gewesen sein muss. Schon die letzten drei Be- 
lege lassen eine starke Konzentration der Form erkennen. 
Schliesslich geht man noch einen Schritt weiter und lässt auch 
hier die Präposition fallen; so entsteht der Name Laurentius 
Springer Schune 1395 B 39 mit Sandhi aus Laurentius (in) 
Springer(s) Schune. 

Bei einigen Namen dieser ganzen Klasse kann es zweifel- 
haft erscheinen, ob der Zusatz denn genügende Bezeichnungs- 
kraft gehabt habe. Man nehme z. B. eine Bezeichnung wie 
Pecze in der gerwergassen. Pecze ist einer der aller- 
häufigsten Vornamen, und es hat sicher viele Männer dieses 
Namens in der Gerbergasse gegeben. Zur Klarheit über diese 
Namen kommt man erst, wenn man beachtet, dass folgende 
Namen nebeneinanderliegen: Mertin uf der Swidniczi- 
schen gassen, Mertin hindir der weningen kirchen, 
Mertin uf dem Twme, die Belege stammen aus den Jahren 
1347—62, der zeitliche Zusammenfall ist wichtig; Pecze in 
der gerwergassen, Pecze hundegasse, Pecze im loche 
(1352—55); Michil in der wydingasse (1366), Michil in 
der Eosingasse, Michil uf dem graben (1396— 99); Nico- 
laus in dem vochswinkil, Nickil pechwinkil (1360 — 63); 
Hannos in Groskos hws, Hannos in Horns hws (1395). 
Man darf also Namen von solcher Struktur nicht jeden einzeln 
für sich betrachten, dann bleiben sie oft unverständlich. Sie 
sind nur möglich als Teile einer Korrelation. Unter den vielen 
Trägern des Namens Mertin z. B. war man gewohnt eine 
Gruppe nach ihrem Wohnort zu bezeichnen. Man sprach also 
von einem Mertin uf d. Swidn. gass. zum Unterschiede von 
einem M. hindir d. wen. kirch. und einem M. uf d. twme. An- 
dere Leute des Namens Mertin hatten an diesem Bezeichnungs- 
typus nicht teil, sondern besassen einen Zunamen anderer Art. 
Für unsere Gruppe* war also schon die Tatsache der Bezeich- 
nung nach dem Wohnort ein Charakteristikum und die einzelnen 
Zugehörigen brauchten nicht mehr von sämtlichen Männern 



73 

namens Mertin, sondern nur von den wenigen andern Mitgliedern 
der Gruppe unterschieden zu werden, und dazu genügte auch 
eine einigermassen unbestimmte Angabe des Wohnplatzes. 
Diese Bezeichnungen müssen übrigens recht fest gewesen sein; 
das folgt aus der nicht kleinen Zahl von Belegen, die sich für 
manche geben lassen (s. o.) 

B. Namen vom Herkunftsorte. ^) 

a) Verzeichnis. 
a) Orte, die in Schlesien einmal voricommen. 

Mittelschlesien. 
Kreis Breslau. 1. Ortsnamen, die nur im Kreise 
Breslau vorkommen. (von) Breslow^, Breissleir^); 
Bar an (Bahra)*); Benkewicz; de Blysch (Pleischwitz) ; 
(von) Bochczicz, Buchczicz (Buchwitz); Brosicz, Bresicz 
(Gross-Bresa, vgl. /?); (vom)^) Domslow; de Dwbkewicz 
(Duckwitz); (de) Gaywicz (Gabitz); von Gandow; (von) 
Gnechwicz (Gnichwitz); von Goricz (Guhrwitz); von Gre- 
beschin (Gräbschen); de Jeroslawicz (Jerasselwitz) ; von 
Geschkewicz (Jäschkowitz); (vom) Czacherys (Sacher- 
witz); von Ste. Katherin (Kattern); Keiiczow (Kentschkau); 
von Czepankewicz (Schönbankwitz); von Kobirwicz; de 
Kokelicz (Guckelwitz); von Craycow (Kreicke); Krebil- 



^) Die folgenden Aufstellungen über die Entsprechungen alter und 
neuer Formen der Ortsnamen erheben in keiner Weise Anspruch auf unbe- 
dingte Gültigkeit. Sie geben nichts als einen Versuch, über die Zu- 
wanderung nach Br. Aufschluss zu gewinnen (s. u.) ; die Ergebnisse sind bei 
dem Mangel geeigneter Vorarbeiten oft sehr unsicher. Grundsätzlich sind 
in solchen Fällen, wo die alte Namensform von Orten in Schlesien und be- 
sonders im Kreise Breslau feststand, diese vorzüglich berücksichtigt worden, 
nicht aber weitab liegende Orte, die heut gleiche oder ähnliche Namens- 
form zeigen. 

2) Der Name erklärt sich wohl so, dass ein geborener Breslauer nach 
einem andern Orte übersiedelte, dort den Namen von Bresslow empfing, 
dann nach Br. zurückzog und den alten Namen behielt (vgl. Trötscher V). 

«) Nur orthographische Variante für Br essler; der Mann wird ge- 
schrieben Peitir Breissleir. 

*) Die Klammern bezeichnen die heutige Form des Ortsnamens. 

5) Vgl. P. Klemenz , Zum Gebrauch des Artikels vor Ortsnamen (Mitt. 
d. schles. Gesellsch. f. Volksk. XV, 152 u. XVI, 105). 



74 

wicz (Krieblowitz) ; Criptow; Kschechonicz (Tschechnitz) ; 
von Cunczicz (Kundschütz); Czweibrot; von La, ? Loer 
(Lohe); von Leymgruben (Lehmgruben); Lerbudil (Leer- 
beutel); von Meleschicz (Meleschwitz); von Melowicz 
(Mellowitz); de Munchsdorf (Münchwitz); (von) Mvchebor 
(Mochbern); von dem wenigin Mvchebor (Klein-Moch- 
bern); von Nadelicz (Nädlitz); Odirwicz; (von) Olderow 
(Oldern); (von) Oltaczin (Oltaschin); de Olwing(a) 
(Elbing, Vorstadt von Breslau); (von) Opperow; Ossewicz; 
Pathenik (Hartlieb); de Petirkow (Petrigau); Plsnicz 
(Pilsnitz); de Popel(w)icz (Pöpel>vitz) ; de Priczlawicz 
(Prisselwitz) ; (de) Procz, Pracz (Protsch); von Reste = 
von der Wede (Weide); (von) Ryppelin (Reppline); de 
Sachinkirche (ein nicht näher zu bestimmender Ort, erwähnt 
im Landbuch des Fürstentums Breslau) ; von Sagicz (vielleicht 
das heutige Rotkretscham) ; Sampt für (Romberg); Schotkow; 
vom Seygicz (Sägewitz); vom Sir(a)win (Rothsürben) ; von 
Silmenow; de Sirdenic (Sürding); Sirschicz (Zweihof); 
von Sleschow (Schliesa); Smolcz (Schmolz); (von) Stabil- 
wicz; (de) Straschewicz; (von) Swarat(zin) (heut nicht 
mehr vorhanden, in^ der Gegend von Zedlitz und Ottwitz); 
Swarczhorn (Grünhübel); de Swynern (Schweinern); von 
Treschin; vom Czansse, Czansser (Tschansch); Vncristen; 
(von) Wanger (Wangern); von Wetkewicz (Weigwitz); von 
Wirbicz (Wirwitz); von Vyssoc (Wessig); (von) Wustin- 
dorf. 2. Ortsnamen, die im Kreise Breslau und ein- 
mal ausserhalb Schlesiens vorkommen: von Bogenow 
(Mähren)^); (de) Pane wicz (Rgb. Merseburg); von Schalkow 
(Sachsen-Meiningen); von Swoycz (Rgb. Merseburg). 3. Orts- 
namen, die im Kreise Breslau und mehrfach ausser- 
halb Schlesiens vorkommen: (von dem) aldenhofe, Al- 
de(r)hof; Bemischdorf; Brocke (= Brockau); ? Ganczka 
(Kr. Breslau, jetzt nicht mehr vorhanden ; der Name kann auch 
alter slav. Taufname sein, vgl. S. 57); Hofechin; (von) 
Malkewicz; vom Nedirhof(fe); Smeduelt. 



*) Die Klammern bezeichnen die Gegend, in der der Ort sonst noch 
vorkommt. 



75 

Kreis Neumarkt. 1.^) von Bodeschwicz, Budascho- 
wicz (Puschwitz); Borgene (Borganie); Vyow (Viehau); de 
Vrobilwicz; von Galow (Gohlau); de Grsebkowicz 
(Schriegwitz) ; (de) Jeroslandorf (Jerschendorf); (voin)Kanth; 
Cemererdorf (Kammendorf); Kerczicz (Kertschütz); Kryncz 
(Krintsch); von Meysindorf (Meesendorf ) ; de Nymkinne 
(Nimkau); de Pranczin (Brandschütz); de Raxicz (Rack- 
schütz); Sache wicz; Zeblath (Sablath); von der Stroze 
(Struse); (de)Wilxin. 3. Crampicz (Westpreussen); Polkin- 
dorf f (Böhmen). 3. Blumenrode; Blumental; vom borne 
(de fönte); (von) Palkenhayn; de Lantow; von dem 
Nwenmarkte, Nwmarkt. 

Kreis Olilan. 1. (von der) Olow, Ole; Domeskirche, 
Thomaskirche; Dremeling; de Dupin (Daupe); vom Gay 
(Goy); de Jelcz, Gelcz, Jelis, Gelis (Jeltsch); Kalnow 
(Kallen); von Czobeczicz (Zottwitz); (von) Kochirdorf 
(Köchendorf); de Crwsenow (Krausenau); Mechewicz; de 
Mylnow (Mellenau); von Mynkenow (Minken); (von) Nemyn 
(Niehmen); dePiskerow; de Rwynczun (Runzen); Tempil- 
felt; (von)Wansow (Wansen); Weiskewicz (Weisdorf); 
de Wychewicz (Weigwitz). 3. Clausdorf; de Roraw; 
von Rozinheim, Rozinhein. 

Kreis Brieg. 1. vom Brige, de Brega, Briger^); 



^) Die Bedeutung der Zahlen ist dieselbe wie oben. 

^) Es sei hier ein für allemal darauf hingewiesen, dass Namen dieser 
Art, die uns heute jüdisch anmuten, damals durchaus Namen von Christen 
sind. Wo Juden auftreten, werden sie immer als solche bezeichnet, oder 
es geht aus dem Zusammenhange hervor, dass es welche sind. Meist haben 
sie nur einen Namen, weil schon ihr Judentum ein gut charakterisierendes 
Merkmal war. Ich stelle kurz zusammen, was sich in den Quellen findet: 
Daniel Jude; Aaron j.; Effraim j ; Joseph j.; Abraham d. j.; 
Jacob j., Abrosch s. Bruder; Ysaac judeus noster, Slavena s. 
Frau, Wilczke u. Smoygil s. Söhne; Pynchas der Jude, Duchawa 
s. Frau; Schalun judeus; Musche Jude, Lazarus s. Sohn; Mar- 
dochai, der Sohn Abrahams, Esther s. Tochter; Rabbi Jehuda, 
Sohn des Rabbi Jechiel; Rabbi Chajim, Asser s. Sohn; Schenke 
Jude; Thara der j.; Jordan j.; Kanan j.; Marquard Juden son 
Joseph; Lewe der j.; Andris j.; Hannos j.; Merkil der j.; Michil 
der j.; Lazer von Nymcz der Jude; Arnold von Gorlicz d. j.; Sa- 
lomon Jude vom Hayn; Salomon von Glocz d. j.; Jocob iude von 
der Nysse. 



76 

Bresemer (Kl.-Briesen) ; (von) Jeschin; Czedelatowicz, 
Schidilwicz (Scheidelwitz) ; Czepilwicz (Tschöplowitz) ; de 
Lozsow (Lossen); Lukewicz (Laugwitz); (von) Molewicz 
(Mollwitz); Pampicz; de Pagrella (Pogarell); Stoberow. 
3. (von) Grunyngen, Grunynger; (de) Jegirdorf; ? Le- 
bener (Löwen). 

Kreis Trebnitz. 1. (von) Trebnicz; de Banowicz 
(Pannwitz); de Krizanowicz (Kryschanowitz) ; Pirbischay- 
(ynne) (Pürbischau) ; Paskorowicz (Paschkerwitz) ; von der 
weningen Czuche (Klein-Zauche); Ruckus, Ruchus, Rockus 
(Rux); (von) Schebicz; (von) Sponsbrucke (Sponsberg). 
3. Glwchow, Glwche (auch Kr. Zwickau); de Malyn (Rgb. 
Merseburg). 

Kreis Öls. 1. (vom) Hundisfeld(e); Rathei (Rathe); 
de Smoln, Smolner (Schmollen); Stampin; de Strone 
(Stronn); Süsse winkil (Süsswinkel) ; de Swyrsow, Swerse 
(Schwierse). 3. (von) Baruth, Baruczer; von der Lange- 
wesin; Wydinbach. 

Kreis Schweidnitz. 1. von der Swidenicz; Bawgin- 
dorf, Boygindorf (Bögendorf); Domancz; Floriansdorf; 
(von) Gogelow (Goglau); von der Czirlow, Czirnow, 
Czirle, Czirler; Kleczkow, Kleczke; de Czobota (Zobten); 
Criso (Kreisau); de Kamerow (Kammerau); de parva 
Manow (Kl.-Mohnau) ; de Proczkinhayn, Proczkinhayner 
(Protschkenhain) ; (von) Zarow; ? Stobehin (Stäubchen); 
von Schwenkinfelt; Tampadel; Thunkendorf; (von) 
Waczenrode, Weyssinrode(Weizenrodau); von der Wirow, 
? Berow (Wierau). 2. de Erlecht (Kreis Dresden). 3. von 
Vryberg, -borg^), Vryberger; ? vom kaldinburn. 

Kreis Strehlen. 1. (von) Strelin (Strehlen); Krencz, 
Crenys (Krentsch); von Kurczaw (Kurtsch); (von) Ludow 
(Landen); de Plo, Plaw (Plohe); (von) Prebor(n) (Prieborn); 
Tyrpicz (Türpitz). 2. von Dobelin (Rgb. Merseburg). 3. 
Kampin; Crummendorf. 

Kreis Striegau. 1. von (der) Stregun, Stregen, Stre- 
guner (Striegau); (de) Bischen, Byczschin, Piczin, Pischin 



-berg und -barg geht bei den Ortsnamen darcbeinander. 



77 

fPit^chen: YMin He>elecht Ha^JÜcht : Holi^o^nie iHnlnt : 
Ysirdorf «laseodörf.; de Lazan iLaaseu'; ^^dt^ Mocikow 
iUetschkaa t : Panczkow, Panczke (Panzkaw^: Pryolsdorf 
(Preilsdorf : Stanewicz .StainowitZ'. Kiris Xtaüptsrli« L von 
Xemcz, Ximpczer. Xemczer (Ximptsch"»: Gregordorf ^^GrCv 
gersdorf»: voo der Jordansmol ^^tTordansnuihle » ; de Kaldin- 
hwze, Kaldinhws iKaltenhausi; (de) Kobola, Kobelle 
(Xobelau»; ide) Cunschdorf, Kunischdorf ^^Kunsdorf^ von 
Xazilwicz; Podogrow fPudigau^^; Tankewicz ^^nankwitz"^ : 
von dem grossin Tincze; de Trebnik minore i^Trebnig^; 
von Wilczkowicz (WilschkowitzV 8. von dem Prws ^^Praus 
aach in Mitteldeutschland, vgl. von Zeschau S. 119\ S% i^von) 
Karschow; (von) Rankow, Ranke; (von)Senicz, Seniczer 
(vgl. von Zeschaa S. 200). Wohlau. 1. ? Basohe (1372 Basohin 
= Beschine» ; Exo (Exau) ; Crydeler (Gross- u, Klein-Kreidel); 
Petranowiez; de Pogelow (Pogul); (von) Winczk (Winzig); 
Wyschcz (Wischütz). 2. Lypniczer (Kr. Leii^zig). 8* Tyr- 
garten. Mfinst^rbei^. 1. (von) Mnnstirberg; Piaskot 
(Plessguth); von Sluschow, Slusche, Slnscher (Sclüause); 
de Targewischcz (Tarchwitz). 2. von Nosen (Kr, Dresden). 
3. Schiltberg. Guhran. 1. Klodener (Kloden); Ronechin 
(Ronicken); Schwtelow (Schüttlau); ? Seicz (Seitsch) oder 
alte KF., vgl. S. 55; ? Swlke (Sulkau) oder slav. Frauen-Kurz- 
name, vgl. S. 36). Frankenstein. !• Quittendorf (Quicken- 
dorf); Richinstein (Reichenstein). 3. (von) Frankinstein; 
Frankinberg; von Kamencz; Lebenstein (Löweustein). 
Crlatz. 1. (von) Glacz, Gleczer; Slegilsdorf (Schlegel). 
3. Werdek. Neurode. 1. (von) Wunschilburg. 8. von 
Nwenrode. Habelsehwerdt. 1. de Hauwilswerde; Crotin- 
pful; ? Meling (Melling) oder aus einem alten Taufnamen, 
vgl. S. 54. 3. Landecke, oder aus altem Landico. Relchen- 
baeh. 1. Vul(en)brücke (Faulbrück); Pyskirsdorf (Peis- 
kersdorf). Waidenburg. 1. de Adelungisbach (Adelsbach); 
Hornslus, Hornsperg (Hornschloss); Kynsberg (Kynsburg); 
von Thonerow (Donnerau). Steinau. 1. de Kobin (Koben); 
von Borsnicz, Borschnicz, Porsnicz (Forsch witz). MilitNch. 

1. Kuschewicz, Kuschicz (Kuschwitz); Welic (Wehlige). 

2. de Barnis (Sachsen). Namslau. 1. (von) Namslow; 
Crichow (Krickau). 



78 

Niederschlesien. 
Liegnitz. 1. (von) Legenicz; (von) Barthuschow 
(Barschdorf); Belewicz, Pelewicz (Bellwitzhof); von Donyn 
(Dohnau); Grybian (Greibnig); von Kawicz (Koitz); Czo- 
below (Zobel); de Kosschaw, Kosse (Kossendau); Kosch- 
wicz (Koischwitz) ; de Koufunge, Koufunger; Crenewicz 
(Gränowitz); Kuchberg (? Kuchelberg) ; Kudewicz (Kaude- 
witz); de Merczicz (Mertschütz) ; Oyas; (von) Pantenow 
(Panten); (von) Parchewicz; Postelicz (Poselwitz); vom 
Royn; de Romenicz (Romnitz); Rozenik(Rosenig); Slotenik 
(Schlottnig) ; (vom) Tenkschil, Tenczil (Tentschel); Wan- 
dros, Wandris (Gross-Wandris). 3. Jenkaw (Westpreussen). 
3. (von) Benewicz; de Lossin. Jauer. 1. Loubros(t) 
(Lobris) oder = mhd. loupbros(t) : Laubbruch, Laubfall, Oktober?; 
Poschewicz(Poischwitz); (von)Semilwicz; vonSkal(Skohl); 
Trebilwicz (Triebelwitz). 3. Pomzin (Kr. Leipzig); Prouin 
(Profen, auch Rgb. Merseburg); vom Jawir, Jawirer (Jauer, 
auch Kreis Bautzen). Bunzlau. 1. de Boleslaw, de Boles- 
lawicz, (von dem) Bunczlow; Rotlach; Mittelow (Mittlau). 
€ri(rlitz. 1. Krischow (Krischa); Moy(e)s; Rachner (Rache- 
nau)> 3. Ebirspach; de Landiscrone, Landiscroner; 
Rotwasser. Lauban. 1. vom Lwban, Lwbaner; (von) 
Sydinberg. 3. de Gerlachsheim (Baden); de Logow (Bran- 
denburg). 3. Hougsdorf, Hugdorf; Lychtenau; Stras- 
berg. Löwenberg. 1. von Lewenberg, Lemberg (Ziboto 
de Lenberk 1287 = Syboto de Lewinberg 1292); de Le(e)n(e) 
Lener (Lahn); Sebineyche (Siebeneichen); Smotinzyfe 
(Schmottseifen). 3. de Kuttonis monte (Kuttenberg, Böhmen) ; 
Rackewicz (Rgb. Merseburg). 3. Gryfinstein; Wesintal 
(Wiesenthal). Hirschberg. 1. deGrozeharta(Hartau); Kinast; 
Rybenicz (Reibnitz). 3. vom Heynechin; (von) Hirsberg; 
Kemenicz. Landesbut. 1. vonGrissow, Grisse(n)(Grüssau). 
3. Landishut. Bolkenbain. 1. Kuder, Kauder; (von)Rode- 
stok (Rohnstock); Streckinbach. 3. Polke (Polkau, auch 
Rgb. Merseburg). 3. Wesinberg, -bürg (Wiesenberg); (von) 
Wederow. Croldberg-Haynau. 1. (von) Haynow; Kosdow 
(Kosendau); vomRyzecht; von Woyczechsdorf (Woitsdorf). 
3. Dobirschow (Sachsen); Probisthau (Rgb. Merseburg); 



79 

von Schirow (Bgb. Merseburg:): von Studenicz (Sachsen- 
Weimar): Thamendorf (Rgb. Frankfurt). S. (vom) Golt- 
perg(e), vom golde (dass.): Hobergr: Rochlicz; Scharffin- 
ort, oder Übername? SehSnan. 1. (von) Meyenwald (Mai- 
waldau). 2. Schildow (Rgb. Merseburg). 3. Schonaw(e). 
Lfiben. 1. Lwbin; Vulejope (Fauljoppe): Kloptow (Klap- 
tau); von der Sebicz, Sebenicz (Seebnitz): Talbirsdorf 
(Talbendorf). 3. Nwegut (Xeugut). Glogau. 1. (vom) Glo- 
gow, Gloger; vom grossen Glogow; Brostaw; von 
Dewen (1187 ein Ort dieses Namens bei Gross-Glogau erwähnt, 
vgl. Oesterley s.v.); Czepler (Tscheplau); Kuer (Kauer); 
Quelicz (Quilitz). 2. von Manow (Pommern). Orfinberg. 
1. (von) Karschin, Karschna (Karschen); von Kwlpen, 
Kolpen (? = Külpenau). 3. de Grunenberg, Gruneberg. 
Freystadt. I. de Ciraz (Zyrus), Czirasky (slav., der Mann 
aus Gz.). 3. Seygersdorf, Segersdorf (Siegersdorf). Sagan. 
1. (vom) Sagan. 3. Qweiss, Qwyser (Rgb. Merseburg). 
3. (von) Hirsuelt. Sprottau. 1. (von der) Sprottow; von 
der Lesin, Lesener (Leschen); Prymkenow. 3. Carthe- 
nicz, Corthenicz (Kortnitz, auch Kreis Bautzen). Hoyers- 
werda. 1. Cis(ch)k (Zeissig), oder der Vogel? 3. ? Rulant 
(an der schwarzen Elster) wohl zu den Taufnamen zu stellen, 
vgl. S. 55. 3. Stenicz; Tetow. 

Oberschlesien. 
Oppeln. 1. von Opul, Opuller (Oppeln); Czoczil (Zu- 
zella); von Krapicz (Krappitz); Twardaw (? Twardowa). 
3.Bercowicz (Birko witz, auch in Böhmen) ; M u r o w (Steiermark) ; 
von Seydelicz (Rgb. Frankfurt). Neisse. 1. von derNysse, 
Nysser; von dem Czeginhalse (Ziegenhals); von Crecke- 
wicz (Krackwitz) ; de Lessot (Lassoth); Mezenow (Mösen); 
(von) Paczkow, Paczke, Paczker; Rymischdorf (Reinsch- 
dorf); von Rothewicz (Rottwicz); Senkewicz (Sengwitz). 
3. Kopirnik (Böhmen); von Ruckerswalde (Kr. Zwickau). 
3. Buckow. FÄlkenberg. 1. von Karbeschow (Karbischau); 
de Sa(y)ry (Sarne); Scheue wicz (Schönwitz); (von) Schur- 
gast. 3. Sunnenberg. Clrottkau. 1. (von)Grotkow; Kopicz 
(Koppitz); Cr w seh in (Kroschen); Kusmalcz (Kühschmalz); 



80 

Mokewicz (Mögwitz, jetzt Zauritz); Othmuchow (Ottmachau); 
von Rwssindorf (Reissendorf); (von) Woy(n)schicz (Woitz). 
3. Czeschdorf (Tscheschdorf, Mähren). Neustadt. 1. Czis- 
lawitz (Zeiselwitz) ; Cojau (Kujau); Crobisch, Crobsch 
(Krobusch); von Smecz (Schmitsch); vonSolcz,Czolcz (Zülz). 
LeobseMtz. 1. (von) Lubschicz (Leobschütz) ; Glesen; de 
Casemir; (von) Kethelicz (Kuttelwitz) ; de Czirngow 
(Tschirmkau). 3. Dirschkowicz (österr. -Schlesien). Batibor. 
1. (von) Ratibor (Ratibor ist auch slav. Taufname); Hulk- 
schin, hulczin(Hultschin). 3. Hennenberg (Sachs.-Meiningen). 
Pless. 1. Plesner (Plessen, Plesna == Pless); vonGostin; 
Worczücz (? = Woschczütz). Bybnik. 1. (von) Losslow, 
Leslow (Loslau). 3. Aldstein; Brodecke (Brodek). Tost- 
Crlelwitz. 1. (von) Glywicz; (vom) Tost; Laband; de 
Pysinkreczim (Peiskretscham) ; Smolnicz, Smolniczer. 
Beuthen. 1. Schamburger (Schomberg). Zabrze. 1. von 
Piskopicz(Biskupitz). Tarnowitz. 3. vonOpatewicz. Crross- 
Strehlitz. 3. Kelcz (Keltsch). 3. Lesnicz. Lublinttz. 1. 
Czolke (Czolka). Bosenberg. 1. Czorka (Ciorke); (de) Wi- 
cherow (Wichrau). 3. Landsberg. Kreuzburg. 1. Sczapil 
(Tschapel). 3. (von) Cruczeburg, Cruczeburger. 

ß) Orte, die in Schlesien mehrfach voricommen. 

von Albindorf; (von) Bankow, Bänke; de Beckern; 
von der Bernstadt, von der Beroldistat; de Bythom, 
Beutin; Bischkowicz; Bresin (Briesen); Bresnik (Bries- 
nitz); Brosicz (Brosewitz oder Broschitz); de Budeschow, 
Budissow (Baudiss); Buckewin; de Dankewicz; de Dit- 
marsdorf (Dittmannsdorf); von der Ellegot(Ellguth); Esils- 
dorf (Esdorf); von Gerhardisdorf, Girharczdorf (Giers- 
dorf); Glynicz; (von) Gorlicz; Gorzicze (Gurtsch oder 
Gorschütz); (de) Gramschicz; Grodis (= Grädis, Gräditz 
oder Gröditz) ; (von) Grunow, Grunower; Gulow; Habir- 
dorff; Halbindorff; de Hundern (Hünern); von Jexono- 
wicz (Jackschönau oder Jexau) ; Jeraschow; von Czeschen; 
vom Cindal, de Cindato; de Czirkewicz (Zirkwitz oder 
Zirkowitz); von Czirnow, von der Czirne (Tschimau oder 
Tschirne); (de) Knegenicz (Kniegnitz); de Kobal, Kobel 



81 

(Kawallen); von Conradiswalde; Kosil; Krischewicz, 
Creizewicz; de Krisanowicz; Kroschwicz (Kroischwitz) ; 
von der Enmeise; von der Lype, Lypener; Lobdaw 
(Labthal, Lobedan oder Lobendau); von Melicz (Militsch); 
Mwir; von Niclosdorf; Obescher (Obischau oder Obisch); 
von der Olsin, von Olesnicz, de parva Olesna, von der 
cleyn Olsin; (von) Ossek (Ossig); Palczicz (Peltschtitz) ; 
Paulwicz; von der Pylow; Polkewicz; (von der) Pols- 
nicz; vonPosericz; Pramsil (? = Pramsen); de Prusnicz 
(Prausnitz); Puczkow (Puschkau); de Radilwicz (Radiowitz 
oder Radelauj; Rasslowicz (Rasselwitz); Reynischdorf; 
(de) Rengir(s)dorf; de Rymberg; (de) Rogow; (von) Rwsk 
(Rauske); vom Sabor (Sa[a]bor); vonSackerow; (de) Sche- 
milwicz (Schimmelwitz); de Schryberdorf; de Simans- 
dorf, Semansdorf (Simsdorf); Slancz; de Slewitcz, Sly- 
wicz (Schleibitz); de Slup (Schlaup[e]); Slupicz (Schlaupitz); 
Stephanshayn; von Strach (Strachau); von Swantnik, 
Swentnik; von dem Tincze; de Vyast; de Waldicz; 
von Wilkschow (Wiltschkau oder Wiltschau); von Wirbin 
(Würben); Wistericz. 

y) In Schlesien und ausserhalb mehrfach. 

Altmannsdorf; von der Bele, Beler (vgl. von Zeschau 
S. 125); Berndorf, Bernsdorf ; de Borch, von Burg; von 
Boro, ? Borer; de Brunow; (vom) Buchwalde; Damerow; 
de Dobrin; ? Drwschke, aber poln. dru^ka = die Braut; 
Ylower, ? Eiler oder alter Taufname (vgl. S. 51); von Ert- 
mansdorf; (von) Palkinberg; Vrowinhayn; de Vryen- 
walde; (von) Frederichsdorf; (von der) Vryenstat; von 
Purstenow; Gebehardisdorf; Gishobil; vom Gor, de 
Gora; (vom) Hayn(e), Hayner; de Hartha; Hartmans- 
dorf; von der Heyde, deHeyda; (von) Heydenrichsdorf; 
Heynczindorf; de Hermansdorf (Hermsdorf); de Herrin- 
dorf; Herczogwald, Herczoginwald; Hwsdorfer; Ysin- 
berg; Janewicz; Jenkewicz; Jonsdorf; Kaltwasser; 
Ka(w)row (Kauern); von Cedelicz; Kesilsdorf; (von) 
Clettindorf; de Cunczindorf ; von Laskewicz; Libenow; 
(von) Lybenthal; Lichtinberg; Lindenow, ?Lindener; 

Wort und Brauch I. Reichert, Familiennamen. 6 



von der Linda; de Lubavia; de Lwten, Lwtener; von 
Marschewicz; de Martini villa (Märzdorf); (von) Michils- 
dorf; (de) Nwenburg; (vom) Nwendorfe, Nwdorf; von 
dem Nwenhofe; von der Nwenkirchen, Nwekirche; von 
Nwenrode; vom Obirhofe;. von Ottindorf; Petirsdorf; 
(von) Peterwicz; de Pomerio, (vom) boumgarten; (de) 
Rathen; von Richinbach; (von) Rychenow, Rychener; 
Rozenow; (von) Rozental; (von) Rotinberg, -bürg; 
Sandow; vom Schonenberge, Schonberg, Schonburg; 
vom schonenburne, schone(n)burn; Schoneyche; (von) 
Schonefeld; Schonewalt; Sorow; Smarsow; (von) Sme- 
lewicz; von Syfredisdorf ; vom Steine, Steiner und von 
der Stynow, Stynower (vgl. S. 95f.); Steinbach; Stein- 
kirche; (von) Strelicz; vonStresow; Strupicz; Swarcz- 
bach; (de) Tarnow; ?vonTyche; Tyfynse; Tymendorf; 
vonTurow, de Tau(d)row, Thurer (Thauer); de Ulbrechts- 
dorf; von Ulrichsdorf; (de) Waldaw; de Wartinberg; 
Wernersdorf; von Wigansdorf; de Wesin; (de) Wilkow; 
(vom) Winberg(e); (von) Wolow. 

cF) Ausserhalb Schlesiens einmal. 

Kreis Bautzen. Bwdessin (Bautzen); von der, (vom) 
Sittow, Cetow (Zittau, vgl. Oesterley s.v.); Milstrich; Moy- 
win^); Wersdorf. Dresden, (von) Dresden; de Glubos 
(vgl. V. Zeschau S. 118); Langebrucke; von Myssen, Mys- 
sener, Mysnerchin; von Pak (vgl. v. Zeschau S. 127) ; (von) 
Pirnow, Pirna, Pyrner, Birner; Quasnicz, Quasnik; 
(von) Radeberg; Rabenow; de Stolpen, Stolpener; Tu- 
benheim, -heyn. Leipzig. Lypczker; ? Vroburg, oder 
weibl. Taufname, vgl. S.58; Glisberg; (von) Grymme; (von) 
Koldicz; Lysener (Leisenau); de Oschacz, Oschicz; Recke- 
wicz; de Russewin (Rosswein); (von) Sittin. * Zwickau. 
de Czwickow, Czwickower, Czwicker; Slunczig (Schlun- 
zig). Sachsen- Altenburg. Lob icher (Löbichau); Ponicz. 



^) Moywin = Oybin, Oesterley s. v. Das m stammt aus dem oft 
vorhergehenden vom (oder zem). Diese Erscheinung ist nicht selten, vgl. 
Mitzschke, Verschmelzung von Präposition + Artikel mit folgender Orts- 
hezeichnung, Germ. XXXVII, 188 ff. Dort viele Beispiele. 



83 

Rgb. Merseburg, von Halle; Horler (HorlaV. von Yleburg, 
Eilenburg; Czeicz; de Czoppa, Sczoppe (Oesterley = 
Schkoppau); von Czorbow; Libenwerde: Lobcbyn (Löbjttn, 
oderLübchen,Kr.Guhrau?); Loben: de Merseburg; Poserne; 
de Predil; von Precz; ?? Prysinstebir (Rgb. Merseburg u. 
Kreis Leipzig kommt jetzt ein Ort Priesteblich vor); Pritticz; 
Reydeburg; Sylebelo (Oesterley: Selben = Silivellum) ; Tö- 
kelicz; Torgow, Torge; Trenewicz; Urburk (Auerberg); 
von der Wydow. Anhalt. Dessow; Proze; Czirwyst, 
Schirwicz (Zerbst). Rgb. Magdeburg, von Meydeburg; 
Cracz, Craczman (Oesterley = Kraatz): Kr&din, Crodyn; 
de Nazenicz (Nesenitz). Sehwarzburg-Sondershausen. Bli- 
derstet. Saehsen-Weimar-Elsenaeh. de Eychilburn; Geiser 
(Geisa); de Jen, Gener (Jena); (von) Capellindorf; (de) 
Hezeler (vgl. v. Zeschau S. 100); Krippindorf; Stobra; 
von Sulin; von Swobisdorf. Sehwarzburg-Budolstadt. 
Lychte (2 Orte dieses Xamens). Rgb. Erfurt. Farila, Fa- 
rola (Gross- u. Klein-Wargula). Saehseii-Kobui^-Ootha. von 
Gothow (Gotha); Kuburg (Koburg). Hessen, Hessen-Nassau. 
Pulde, Volde, de Volden, Valdener (Fulda); Hosinueldir; 
de Howydin (Hauede); Kassil; Kezeburg (Oesterley: eine 
hess. Ruine im Amt Frankenberg) ; deKonigisstetil(? Königs- 
städten); Mynczinberg (Mtinzenberg) ; ? Pothorn (? Botten- 
horn); de üsbach (Ausbach); Viczinhwser (Witzenhausen). 
Bheinprovinz. vom Ryne, Ryman; von Ache (Aachen); 
Dune (Dann); Eyrzeyn (Ersen); G&lich (Jülich); Hern- 
stein (Hermstein); Homilberg; ? Yngir (auch alter Tauf- 
name, vgl. S. 53); ? Kentener (Renten; oder der Übername 
kentner = kanter, Kellerlager; vgl. Pol, Jahrbücher der Stadt 
Breslau IV, 27: zweene tische volle gaste fielen in den 
keller, schlug vom kentner ^U hier, eines lief aus; 
kentner ist also die schles. Form, sie stimmt zu böhm. kantn^f 
und poln. k^tnar, vgl. DWB. V, 555); de Colonia, von Köln, 
? Colner (oder gleich Köhler?); Czucz (Züsch, vgl. aber unten); 
Malemberg (? Mahlberg); Mercziger; von N^s, vonNoycz 
(Neuss); Pollendorf (Bollendorf); de Wiede (Wied). Belgien 
und die Niederlande. Eypir (Ipern); Filfort, Villeuort 
(Vilvorde); von Geneb (Gennep); von Gint (Gent); Husela,. 

6* 



^84 

? Huseler (Oesterley = Hulsel); Rysweke (Rijswyk); Rosmel 
(Rosmalen); ? Rwbruch (? Ruysbroek); Schellinczeter 
(Schellenzede 1218 ein unbekanntes Dorf am Niederrhein, vgl. 
Oesterley s. V.) ; Triebt, Trichtman (Mastricht); ? Wemme- 
1er, Wemmener (Wemmel, oder aus einem alten Taufnamen, 
vgl. S. 56). Westfalen. ? Funke; ? Lette (zwei Orte dieses 
Namens in W., oder aus einem alten Taufnamen, vgl. S. 53); 
Ludinscheid; Musche; Seppinrod, Seppinrade (Seppen- 
rode); Sost (Soest); Ulinbruch (Uhlenbruck). Hannover. 
? Delemberg (? Döhlbergen); Ferhusen (Vierhausen); ? Gen- 
ser (1322 Genze = Jeinsen) ; Hytvelt (Hittfeld); Lawenrad 
(Lauenrode); (von) Lobelyn (Lübeln); de Redin; de üsburg 
(? Ausbergen). Braunsehweig. (von) Brunswie; von Gan- 
dirsem, Gandesin (G ander sheim) ; Kalmer (Kalme). Pom- 
mern. Bellegart (Beigard); Kaczow (Katzow); de Sabin 
(Sahen). — vonLubec. Brandenburg, (von) Gobin (Guben) 
Kezelwicz (Kieselwitz); vom Czicher (Zicher); de Kyricz 
Kotebus; Czulechow, Czullich (dasselbe nach Oesterley) 
(de) Mo(e)gelin (Mögelin); de Nosdorf; Spandow; Swo- 
busin, Schwebschin (Schwiebus); Scorbus (Schorbus). 
Westpreussen. de Danezk; Grudencz; Kusfelt; de Ra- 
donisk (Radonsk); von Thoren, Thorun, Thoruner; Borod, 
Borat ? = Borak (der aus der Tucheier Heide). Ostpreussen. 
Mem(me)ler; von Russityn (Rossitten); de Wilkusseyn 
(Wilkassen); ?Wilpetsch (?? Wilpischen). Posen. Mesericz, 
Mesericzer; Premu(n)t (Przem^t); Rogofsky (= Rogowski, 
der aus Rogowo). Bussland, von Kalis, Kalyser (Kaiisch); 
Czirasky (wohl = Siraski, der aus Sieradz, Gouvern. Kaiisch) ; 
de Pyzer, Pyzerer (Peiser, Gouvern. Warschau) ; Sabekost 
(viell. = Zawichost, Gouvern. Radom). Mähren, de Brun, 
Brunna, Brynner (Brtinn); Dorreholcz; vom Goldinstein; 
Czenaymer, Snawiner (Znaim); von Lulksch; Olmuncz, 
Olmucz; de Palokowicz; Repeticz (Rapotitz); Starnow; 
Vspicz, Uspeczer (Auspitz). Böhmen, de Wpa (Aupa); von 
Basnicz (Paschnitz); Budow, Bude (Budau); de Budewicz 
(Budweiss); von Eger, Eyger, Egerer; Glymin (Gleimen); 
Habichstein, Habichinstein (Habichtstein); von der Yge- 
low (Iglau); de Jerraer (Jaromiercz) ; vom Kadan, Kadener 



85 

(Kaaden); Korbir, Korbirman (Körber); ? Cuba, Kube 
(Kuba, kann auch poln. KF. zu Jakob sein); von Lwtemericz 
(Leitmeritz) ; Mesericzkow (Meseritschko); deNachod; Ny- 
mandis (Niemes); Pilsil, Pilsener; von Pisig, ? Pysker 
(Pisek); de Policz; von Präge, Praga, Pragow, Prager; 
Rehorn; Schallow; Scheczeler (Schatzlar); Slackinwerde 
(Schlackenwerth) ; Socz(Saaz); Spiczinberg; Stetow(Stitow); 
Stit; Tachow; Trencz (Trenchin); von Ws(i)k, üst (beides 
= Aussig). Österreich-Schlesien, von der Kossinplocz, 
Hoczinplocz; von Teczin, Teschen; von Troppow, de 
Oppavia (beides = Troppau); Wockindorf. Nleder-Öster- 
relch. (von) Wyen, Wyn, ? Winer (es konkurriert der alte 
Taufname Winher, vgl. S. 56). Ober-Österreich. Atirzeer 
(Attersee). Steiermark. Gracz; (von) Jodinberg (Judenburg). 
Ungarn, von der Eyzenstat; de Hermanstat; de Ovin. 
Italien, de Verona; ? Romer (oder alter Taufname, vgl. S.55). 
Schweiz, de Basil, Pazeler, Pezeler. Bayern, (von) 
Bancz; de Bobinberg (Bamberg); de Dachsbach; Czeder- 
sik (Zedersitz); (von) Nvremberg; von Passow; de Re- 
ginsburg, Reginsburger; Tannenfeld; Tulner (Tullnau); 
vonWirczburg. Württemberg. Felleberg (Vellberg); Irren- 
berg. Baden, von Esyndal (Eisenthal); von Swegorn 
(Schwiegern). Pfalz, de Keiserslwtirn. Frankreich. Pariser. 

e) Ausserhalb Schlesiens mehrfach. 

(von) Aldenburg; Arnstein; de Owe; ? Belle (oder 
alter Taufname, vgl. S. 50); vom Berge, Berger; Bernwald; 
de Bebirstein; ? Birken, Birkener, vgl. S. 70; Birk(in)- 
hain; Bischofswerde; (von) Blankinberg; Blankinstein; 
Blumenstein; ? Brandis, vgl. S. 51; Buchfeit; deDobra; 
Dorndorf; de Dornheim; Dorrepusch; Drossen; Dros- 
sendorf; ? Eychen, vgl. S. 70; ? Eycke, vgl. S. 51; Elster, 
Elsterer; Emmener; de Erfort; Erenberg; Erinstein; 
? Eschen, Eschener, vgl. S. 70; von Essin; Falkinstein; 
Pelsberg; Vogilingesang; Vonow; Vorchheym; Vrowin- 
stat; Vrouwenstein; Frawdinberg; von Vredelant; de 
Purste, Purster, ? Porster; deGancz; Geveller (Gefell); 
Gerner (Gern); Glase (? Glasau); Gaulcz (Golz); ? Grasse 



86 



(? Grassau); (vom) Grund(e); Gurne; Hachinberg; Hak; 
von Hammen; Hamerstein; Harras, von der Hart; 
Heinndorf; Helfinstein; von Holyn (Hole); Hone, Honer; 
(von) Ysenache; Yezir; de Kalben; Kalow; Kamer- 
steyn; de Kamyn; ?Capelen; de Czeginberge; Czipps, 
Czipser; Kirchberg; Clinginberg; Klobener; Colberg; 
Konigisberg, -brück; von Cracow; Crasberger; Kre- 
mls, Kremser; (von) Krossen; Cussov^r; Kustin; Lan- 
genberg; Lengeveit; Lybenstein; de Lyncz; Löbaw; 
Lyppenik; Luckau; de Lwtinrad, Luczinrod; de Mas- 
sow; Mersche; de Mitteweide; Mildenow, Mildenower; 
Mockinberg; Molberg; (von) Molheim; (de) Mulhusin; 
Morsbach; (de) Munstir; de Nassow; Nydecke (aber in 
Görlitz 1412 domus dy Neidecke = 1492 haus off de Ny- 
decke, Jecht S. 18 Anm.3); de Northwsen; Ohorn; Osterow; 
Paradis; Plouwener, Plobener; Pynner; de Pottyng(in); 
von Presburg; Ramschdorf; Rastinberg, Rassilburg; 
Remzer; von Reschicz; Rysenberg; Rosicz; de Sach- 
synfeld; Saluelt; Scharfenberg; Schof(es)burger; (de) 
Schonze; Schonstein; Seewein (Seeben); von Selow; 
Sneberger; (von) Somirfelt; Stanginwald(e); ? Stege- 
licze (oder der Vogel); Steleyn, Stelen; Streckinwald; 
Sulczer; Swinsberg; von Tanheim; Tirberg; Toppelicz; 
Treben; Tuchow, Toucher; ? Wanner, vgl. S. 56; de 
Warnsdorf; (von) Welyn; ? Wydin, vgl. S. 70; von 
Wydenow; ? Wildener (mhd. auch Jäger, Wildbrethändler); 
Wildenberg; von der Wille. 

C) Nicht bestimmbar. 

Ackicz; von Boederow; de Birsicz; Polkinstein; 
Bundaw; Bornbach; Buchnicz; von Dickismude; ?Dolen 
(Oesterley hat den Ort, unbekannt wo) ; Einstein; deEsecz; 
Vingirsberg, Wingirsberg; Frysenicz; (von) Vron; 
von Gandelow; von der Gebacz; Glankau, Glamker; 
Glwricz; von Grekow; de Hagelstraze, Heyistrose; 
Halmirdorf; de Hugewicz; Hwsvelt; Ysinrode, Ysyroth; 
Czagilheim; deZarr; Kazirod; deKawcht; (von)Czawch- 
lawicz; Kausiez; von Kethewicz; deKirsberg; Clapicz; 



87 

de Knysicz; ?Kobirstein; de Kolmus, Kolmas, Calmus; 
de Konern; Kornofsky (der aus Kornow); von Croen; 
vom Czudil; de Czulczicz; Kuschburg; (von) Lelow; 
deLeris; Lippenrad; Luchtenow; Luchtendorf; Luch- 
tewold (Oesterley hat Luchtenwald, unbekannt wo); de Lup- 
pultowicz; von Menczwicz; Nuchterwicz; Operisky 
(= Obierzyski, der aus Obierzysko); de Peschczan, Peczan; 
Pyrsibicz; Pysinkirchin; dePonatowicz; (von) Posenow; 
von Preczow; de Ptaschkow; Quittenberg; (von) Ra- 
demnicz; Reymerstat; de Rogesow; de Schaczowe; 
Schandlowicz, Sandolowicz; Schareys, Schoreis (= 
Zärysz, der aus Zäry); Schobicz; vom Schrey; Schwch- 
tow; Seileberg; Syberg; Sydinlebin; Sneschwicz; de 
Sor; de Soschicz; Spanfelder; Stebindorf; Steygil- 
berg, Steiginberg(er); von Sterczow; Stinczberg; de 
Taczow; Temericz; (de) Trewsche; Trirow; de Wlok, 
Vlogeman; Walwerow; Wylandisdorf; Winginberger. 

b) Name und Herkunft. 
Die Hoffnung, aus den von Ortsnamen abgeleiteten FN. 
bemerkenswerte Aufschlüsse über die Herkunft der Deutschen 
in Schlesien zu erhalten, hat sich nicht erfüllt. Für die Be- 
stimmung der Heimat der ersten Kolonisten geben sie so gut 
wie garnichts aus. Von den reichlich 1100 hierher gehörigen 
Namen beziehen sich über 600 auf Orte, die in Schlesien, 250 
auf Orte, die einmal ausserhalb Schlesiens vorkommen, 150 auf 
Orte, die mehrfach ausserhalb Schlesiens vorkommen, und 100 
sind nicht näher bestimmbar. Diese Zusammenstellung zeigt 
ein starkes Überwiegen der schlesischen Ortsnamen. Natürlich 
fallen diese für die Herkunftsbestimmung ganz weg. Die ersten 
Träger dieser Namen sind Leute oder Familien, die nicht un- 
mittelbar aus ihrer Stammheimat nach Breslau gewandert sind, 
sondern die erst eine Zeitlang auf dem Lande gesessen haben, 
bis die aufblühende Handelsstadt mit ihren besseren Lebens- 
bedingungen und ihrem stärkeren Schutze sie in ihre Mauern 
zog. Hier wurden sie natürlich nach dem letzten Wohnsitz 
benannt, der späteren Generationen allein noch im Gedächtnis 
war, mit dem sie wohl auch noch besitzrechtliche und ver- 



88 

wandtschaftliche Beziehungen verknüpften. Man sieht daraus, 
dass diese Namen einer Bevölkerungsbewegung entstammen, die 
später liegt, als die ursprüngliche Kolonisation. Infolgedessen 
wird man nun auch mit Schlüssen aus den nichtschlesischen 
Ortsnamen sehr vorsichtig sein müssen. Die Möglichkeit, dass 
sich in manchen dieser Namen die Erinnerung an den Heimats- 
ort im Stammlande erhalten hat, ist ja nicht unbedingt auszu- 
schliessen, aber man wird doch auf Grund der vielen schlesi- 
schen Namen zu der Annahme gedrängt, dass es sich auch in 
diesen Fällen um Leute handelt, die sich erst lange Jahre nach 
der eigentlichen Kolonisation in Breslau angesiedelt haben. 
Die Veranlassung für den Zufluss, der dann sehr beträchtlich 
gewesen sein muss, mögen die weit ausgebreiteten Handels- 
beziehungen Breslaus gegeben haben ^). So erklärt es sich, 
dass unter den Ortsnamen dieser Klasse fast jeder Teil Deutsch- 
lands vertreten ist. 

Noch ein zweiter Schluss ergibt sich aus der Fülle der als 
FN. auftretenden schlesischen Ortsnamen, ein Schluss auf die 
Chronologie der Namengebung. Wenn die neu in Breslau Ein- 
gewanderten nach dem verlassenen Wohnsitz genannt wurden, 
können sie doch von dort noch keinen FN. mitgebracht haben. 
Zur Zeit der Kolonisation kann also die Sitte, sich nach dem 
Herkunftsorte zu nennen oder danach genannt zu werden, noch 
nicht üblich gewesen sein ; oder vorsichtiger ausgedrückt : kann 
die Herkunftsbezeichnung, wenn sie schon gebräuchlich war, 
noch nicht den Charakter eines Namens gehabt haben, sie 
musste vielmehr noch so lose beigefügt sein, dass sie sich spur- 
los verflüchtigen konnte. 

Auch diese Beobachtung macht es übrigens nicht wahr- 
scheinlicher, dass wir in den FN. von ausserschlesischen Orts- 
namen eine Erinnerung an die alte Heimat der ersten Kolonisten 
zu sehen haben. Will man Namen zu Ermittelung der Aus- 
gangspunkte der Kolonisation verwenden, so sind dazu nur 
Orts- oder Flurnamen direkt, nicht in ihrer Erscheinung als 



^) Über den Fremdenzuzug in grossen Handelsstädten dieser Zeit vgl. 
K. Lamprecht FVS. 218: In Frankfurt betrug der Jahreszuwachs durch 
Fremde noch gegen Schluss des Mittelalters das Doppelte der Ergänzung 
aus eignen Kräften. 



89 

PN. zu gebrauchen, und zwar solche, die auch ausserhalb 
Schlesiens vorkommen. Denn es ist eine überall zu beobachtende 
Tatsache, dass Kolonisten gern Namen des Mutterlandes in die 
neue Heimat übertragen. In dem Verzeichnis sind daher die 
Orte, bei denen das zutrifft, ihrer Lage nach angegeben. Aller- 
dings nur die Namen, die ausser in Schlesien nur noch einmal 
vorkommen; denn sobald derselbe Name öfters und in ver- 
schiedenen Gegenden auftritt, wird der Schluss natürlich sofort 
unsicher. Und auch im andern Falle muss man immer mit der 
Möglichkeit rechnen, dass unabhängige, parallele Namengebung 
vorliegt. 

c) Festigkeit der Form. 
Die Präposition „von" vor einem Namen ist ein ziemlich 
sicheres Zeichen, dass der Träger dieses Namens seinen stän- 
digen Wohnsitz nicht mehr an dem Orte hat, nach dem er be- 
nannt ist. Ein Nickil von der Swidenicz ist nicht mehr 
in Schweidnitz einheimisch. Bei einem in Breslau fremden 
Menschen, der nach seiner Heimat benannt wird, findet nicht 
die Präposition von, sondern czu Verwendung^). Der Be- 
schaffenheit der Quellen nach sind diese Fälle natürlich selten, 
da doch wohl nur Breslauer Bürger der städtischen Gerichts- 
barkeit unterstanden. Beispiele sind: Gele di krekschmer- 
inne czu der Hoenkirchen; Michil libeler zur Sprattow; 
Gysilbrecht wirt czu Filfort; Jeschke der Schultheis 
czu thomaskirche usw. Allerdings ist die Grenze nicht ganz 



*) Dass czu immer den engen örtlichen Zusammenhang bezeichnet, be- 
weisen aufs deutlichste die Namen der Geistlichen: das Kloster, dem sie 
angehören, oder die Stätte ihrer Wirksamkeit wird immer mit czu dem 
Namen angehängt, nie mit von; Her Nickil adelar crucziger czu Ste. 
Math.; Her Franczke Sydils son czu Lubus; Her Cunot ein 
munch czu unsir vrowen; Her Heinrich der pferrer czu Capus- 
dorf usw., nie anders. Lehrreich sind Fälle, wo diese Bezeichnung an einen 
PN. mit von herantritt: Her Petir vonMolewicz czu Ste. Elzebethen; 
Her Petir von Lune probst czu Ste. Johannes; Her Niclos von 
dem brige czu Ste. Jacobe usw. Nicht hierher Nickil probst von 
Wun seh il bürg, das ist gar kein Geistlicher (es fehlt her), sondern ein 
Bürger, der Nickil probst heisst und bei dem noch — eine ganz gewöhn- 
liche Erscheinung — die Herkunftsbezeichnung dazugesetzt ist. Her Petrus 
bischof czu Lubus ist die Bezeichnung eines Geistlichen in solchem Falle. 



90 



sicher zu ziehen, denn es findet sich auch Peter der Schult- 
heis cjsfu Ste. Katharin = Peter Schultheis von Ste. Kath. 
== Peter von Ste. Katharin und ähnliches öfters. Dass man 
mitunter über die Heimatsverhältnisse der Leute damaliger Zeit 
nicht ins klare kommen kann, liegt an der geringen räumlichen 
Geschlossenheit des Stadtkörpers, welche fortwährend intime 
Beziehungen über das Weichbild der Stadt hinaus veranlasst. 
Den Geschlechtern war es z. B. gestattet, ausserhalb der Stadt 
Landgüter zu kaufen und zu bewirtschaften^), und andrerseits 
besass wiederum ein grosser Prozentsatz des ländlichen Adels 
Höfe in der Stadt ^). Soviel ist jedenfalls sicher, dass Bezeich- 
nungen mit czu bei der Beurteilung von Breslauer Namen 
wegfallen. Es bleiben übrig die 4 Typen von — , blosser 
Ortsname, -er und -man. 

Es seien zunächst die beiden ersten in ihrem Verhält- 
nis zueinander betrachtet. Bei vielen Namen liegt ein regel- 
loses Schwanken zwischen beiden Typen vor. Auf derselben 
Seite der Handschrift, ja mitunter in derselben Urkunde tritt 
derselbe Name einmal mit, ein anderes Mal ohne von auf. 
Daraus aber auf ein durchgehendes Schwanken schliessen zu 
wollen wäre übereilt. Es kommt nämlich andrerseits auch vor, 
dass der Schreiber nachträglich an einem solchen Namen ver- 
bessert: entweder er fügt ein ausgelassenes von ein, oder er 
streicht ein gesetztes weg. Die Verbesserungen der ersten Art 
erklären sich leicht : der Schreiber hat die erleichterte Namens- 
form des täglichen Verkehrs, die ihm in die Feder gekommen 
war, manchmal nach der historischen Form wiederherstellen zu 
müssen geglaubt. Charakteristischer sind die Verbesserungen 
zum blossen Ortsnamen (der älteste Beleg stammt aus dem 
Jahre 1348). Sie nötigen zu dem Schlüsse, dass in manchen 
Fällen zu dieser Zeit die Präposition ganz ungebräuchlich war. 
Allerdings geben die wenigen Stellen, die hier in Betracht 
kommen, für die Beurteilung nichts aus; es handelt sich dabei 
um Namen, die sonst nicht öfter vorkommen, und so hat man 

*) So besassen die Familien von Cindal, (von) Hundsfeld, (von) 
Pastericz die gleichnamigen Güter, vgl. Cod. XI, 93; Reg. 2842 u. Cod. XI, 114. 

'') Vgl. K. Lamprecht, Deutsche Geschichte, Buch XII Cap. 1: Soziale 
und politische Entwicklung des Bürgertums bis in die zweite Hälfte des 
14. Jhds., Bd. IV S. 175 ff. 



91 

kein Vergleichsmaterial zur Hand; aber sie zeigen doch den 
Weg, den man gehen muss. 

Welche Gesichtspunkte sind bei der Beurteilung des 
Schwundes der Präposition zu berücksichtigen? Es liegt am 
nächsten zu denken, dass das „von" zuerst bei Orten ausfällt, die 
so entfernt oder so unbedeutend waren, dass spätere Generationen 
von dem Bestehen eines solchen Ortes gar nichts mehr wussten. 
Dann müsste es sich bei Orten der nächsten Umgebung am 
längsten halten und besonders fest würde es dann, sollte man 
meinen, bei Namen aus der Stadt selbst, also z. B. bei Strassen- 
namen sein. Ein Blick auf Namen dieser Art zeigt das Gegen- 
teil. Die Mitglieder der Familie Hundegasse (11)^), Wal- 
gasse (9), Wingasse (6), roufegasse (2); althus (8), Kotil- 
hof (8) haben nie von; bei anderen Familien, z. B. Steinkelr, 
Heylgegeist steht bald die Präposition, bald bleibt sie weg. 
Als Namen von Orten aus der Nähe seien genannt Jenkewicz 
(70), Jonsdorf (15), Smarsow (15) immer ohne Präposition; 
Bethlern, Jencz, Clettindorf, Muchebor usw. in grosser 
Zahl, wechselnd. Aus den Beispielen sieht man auch, dass es 
gar keinen Einfluss hat, ob die äussere Form des Ortsnamens 
ihn deutlich als solchen kenntlich macht; man vergleiche die 
Namen auf -gasse, -dorf, -wicz, -ow. Selbst wenn die 
tatsächliche Beziehung der Person zu dem Orte, nach dem sie 
genannt ist, noch besteht, wo man doch auch ein ganz besonders 
festes Haften der Präposition annehmen sollte, braucht das 
nicht der Fall zu sein. Die Familie Pastericz besitzt dieses 
Gut noch (s. 0.), und doch ist die Form ohne von bei ihnen 
durchaus die Regel : in der Zeit von 1318, wo der Name zuerst 
auftritt, bis zum Jahre 1372 ist die Form ohne Präposition 
21 mal zu belegen, von dagegen nur 2 mal. Man könnte ferner 
meinen, die Festigkeit der Präposition regle sich nach der 
sozialen Stellung der Träger. Auch damit ist es nichts ; Klein- 
handwerker und Ratsmitglieder stehen sich hierin ganz gleich. 
Von der uns geläufigen Vorstellung, dass das „von" vor dem 
Namen eine sozial höhere Stellung bezeichne, muss man sich 
für jene Zeit gänzlich frei machen; ist es doch selbst beim 
Adel, wenigstens beim niederen, damals noch durchaus nicht fest. 

^) Die Klammern geben die Zahlen der Belege. 



92 

Die Schlüsse a priori versagen also sämtlich bei der Probe 
auf das Experiment. Den richtigen Aufschluss erhält man erst, 
wenn man nach Möglichkeit beobachtet, wie sich Verwendung 
und Weglassung der Präposition auf die einzelnen Personen 
verteilt. Der Name von Kanth war einer der allerverbreitet- 
sten in Breslau ; die Häufigkeit seines Vorkommens in den Quellen 
dürfte in die Tausende gehen, immer hat er die Präposition^). 
Nur ein Träger dieses Namens, Peter mit Vornamen, ein 
Schreiber, hat ebenso regelmässig nie das von; er findet sich 
6 mal erwähnt, immer als Peter Kanth. Niclos vom heili- 
gen geiste der mwirer, immer von (6); Andres heylge- 
geist, immer ohne (4). 3 Personen vom Muchebor immer 
von (7); Heinke Muchebor der melczer immer ohne (8). 
von Thomaskirche, mehrere erwachsene Männer dieses 
Namens, die durcheinander von haben und nicht haben; Han- 
nos Thomaskirche immer ohne (6). Vgl. auch die oben er- 
wähnten präpositionslosen Namen. Das sind die bezeichnend- 
sten Fälle. Ihre Zahl mag klein erscheinen. Doch wird das 
nicht wunder nehmen, wenn man bedenkt, dass die Möglichkeit 
solcher Beobachtungen ganz von der zufälligen Gestaltung der 
Quelle abhängt: es ist notwendig, dass dieselben Leute an 
mehreren Stellen namhaft gemacht werden und dass man die 
verschiedenen Personen ähnlichen Namens genau voneinander 
abgrenzen kann. Ausserdem war Beschränkung auf einen 
kleinen Zeitraum ^) geboten, um nicht durch die Verschiebungen 
der zeitlichen Entwicklung getäuscht zu werden. Aber ich 
meine, die Belege sind so durchsichtig, dass ihre Beweiskraft 
durch die geringe Zahl nicht gemindert wird. Was lehren sie 
uns? Dass es PN. von Ortsnamen gegeben hat, die nicht den 
Umweg über die Präposition gemacht haben, sondern bei denen 
der Ortsname von vornherein direkt als FN. verwendet wurde ^). 
Diese Namen gehören streng genommen dann gar nicht hierher. 



*) Nur in den letzten Jahren des 14. Jhds. finden sich einige Formen 
ohne von ; sie erklären sich aus der späteren Zeit (s. u.). 

2) 1345—72 ist gewählt, einen früheren zu nehmen verbot die Be- 
schaffenheit der Quellen. 

*) Vgl. A. Hoefer, Zur Laut-, Wort- und Namenforschung, Germ. XXIII, 
13 ff.: FN. auf -ding, -ting, S. 14. 



93^ 

sondern zu den Übernamen. Wenn man den Abschnitt, der 
diese behandelt (s. unten), vergleicht, so sieht man, dass eigentlich 
jeglicher Begriff zur Personenbezeichnung verwendet werden 
konnte, und es wird dann nicht verwunderlich erscheinen, dass 
auch Ortsnamen in diesem Gebrauch auftreten konnten. Dort 
wird auch über die psychologischen Beziehungen des Namens 
zu dem zugrunde liegenden Begriffe gehandelt. Nur daran sei 
hier erinnert, dass auch das Umgekehrte stattfindet : Ortsnamen 
werden von Personennamen nicht bloss durch Anhängung von 
-dorf, -wicz, -ow usw. gebildet (Martinsdorf > Märzdorf, Peter- 
wicz, Heinrichau), sondern es kommen auch, wenngleich viel 
seltner, direkte Übertragungen des Personennamens auf den Ort 
vor. Zwei Beispiele bietet die nächste Umgebung von Breslau. 
Die beiden Dörfer Herdain und Hartlieb haben ihre Namen 
von ihren alten Besitzern, den Familien Herdegen und 
Hartlip erhalten. Ehe sie in deren Besitz übergingen, hiessen 
sie Goy und Patenicz. Man sieht also, dass die Grenze zwischen 
Orts- und Personennamen nicht so fest ist, als man gemeinhin 
annimmt, und dass Übertritte aus dem einen Gebiet ins andere 
erfolgen können auch ohne den Umweg über die Präposition 
oder das Ableitungssuffix ^). Die Behauptung Socins (Namenbuch 
S. 347): „Der blosse Ortsname, wenn er als FN. steht, ist aus 
,von' verkürzt", ist also uneingeschränkt nicht richtig. Zu un- 
serm Ausgangspunkte zurückkehrend verstehen wir nun, warum 
das „von" in einigen Fällen weggestrichen wurde : es sollte in 
diesen Namen gar nicht das Herkunftsverhältnis zum Ausdruck 
gebracht werden, sie waren prinzipiell von den andern von 
Ortsnamen abgeleiteten FN. verschieden. 

Wie stellen sich nun die aus dem Verlust der Präposition 
entstandenen FN. = Ortsnamen zu diesen? Es wäre zu weit ge- 
gangen, wollte man behaupten, dass der Schwund der Präposition 
bei ihnen nur in Analogie nach dieser andern Klasse vor sich 
gegangen sei. Der Hauptgrund wird wohl die unbewusste 
Neigung zur Konzentration, nach Übereinstimmung mit den 
übrigen einwortigen Namen gewesen sein. Aber die von jeher 
präpositionslosen Namen werden dabei ein gutes Stück mit- 
geholfen haben, und vor allen Dingen machen sie erst die 

1) Vgl. auch v.Unwerth, Flurnamen (Mitt.d.schl. Ges. f.Vkd. XVIII, 103 ff.). 



94^ 

psychologische Möglichkeit eines solchen Vorganges erklärlich. 
Vielleicht kam auch noch etwas anderes hinzu. Die mhd. Be- 
zeichnung eines Ortes, z. B. namens Freiburg ist: ze der vrien- 
burg oder vri(en)burg. Der Verlust der Präposition ist mög- 
licherweise unterstützt worden durch die Proportion ze der 
vrienstat : vri(en)stat = Peter (ze) von der vrienstat : Peter 
vri(en)stat. Schliesslich sei noch bemerkt, dass zur Erleich- 
terung besonders solche Namen drängen mussten, die mit der 
schweren Last zweier Präpositionen fuhren. Wenn nämlich 
ein Mann, der schon nach einem Orte benannt war, seinen 
Wohnsitz wechselte, konnte der Name des verlassenen Ortes 
auch noch dem Namen angegliedert werden. So entstehen Be- 
zeichnungen wie Hannos von Capellindorf von Erfort, 
Niclos von Glogow von der Stregom, Cuncze de Clettin- 
dorf de Rozental^). Doch sind bezeichnenderweise nur diese 
3 Namen in dieser Form zu belegen und auch nur je einmal. 
Wo sonst diese Bezeichnungsart auftritt — ich zähle 46 Fälle — , 
fehlt im ersten Gliede immer das von. Es sei übrigens darauf 
hingewiesen, dass man nicht in allen Fällen Wechsel des Wohn- 
sitzes anzunehmen braucht. Der zweite Name kann auch vom 
Schwiegervater übernommen sein : Hensil vryenstat = Hen- 
sil Nickils eydem von dem borne = Hensil vryenstat 
sator de borne. 

Manchmal lässt sich ein Stadium des Überganges von der 
einen Form zur andern beobachten. Es kommt vor, dass ein 
Name das „von" nicht mehr hat, aber noch den syntaktischen 
Einfluss der Präposition zeigt, also im Dativ steht. Es findet 
sich Hannos Aldiwhof neben H. vom Aldiwhofe, H. alde- 
hof, H. aldirhof ; Hensil vryenstat (12mal) neben Welczil 
von der vryenstat; Michil Nwendorf; Cuncze Nwenkirche; 
Heyne Nwenmarkt; Niclos schonenburn = Niclos vom 
schonenburn = N. schoneborn; Henricus Grimmig = 
Henricus de Grimmig = Henricus Grimme; Sylebelo 
(vgl. S.83); Stanginwalde; NickilElstro faber; ?Jeckil 



^) Eine ParaHele aus heutiger Zeit ist es, wenn adUge Bittergutsbesitzer 
ihrem Namen den Namen ihres Gutes mit auf anfügen: Karl von Gersdorf 
auf Kosenhain. Der Typus von . . czu . . findet sich im 14. Jhd. bei Geist- 
lichen, vgl. S. 89 Anm. 



95 

Birchin; ? Hannos Eychen; ? Nicze eschin; ? Marg. 
wyäyninne; Hannos staupin. Häufig ist diese Erscheinung 
nicht, der unmittelbare tibergang in die nominative Form 
herrscht vor. Aber man sieht an dem Beispiel Vryenstat, 
wie sich der Gebrauch bei einzelnen Personen festsetzen konnte, 
und das ist in der Periode der Konsolidierung des Namenwesens 
immerhin wichtig. Allerdings muss nach dem oben Gesagten 
auch die Möglichkeit zugegeben werden, dass die flektierten 
Formen nicht durch Ellipse eines „von", sondern eines „ze" 
entstanden und der Form nach also unmittelbar aus dem Orts- 
namen abzuleiten sind. 

Die folgenden Zahlen geben eine Übersicht über den fort- 
schreitenden Verfall der Präposition im Laufe der zeitlichen 
Entwicklung. Zugrunde gelegt sind die Aufzeichnungen des 
Ratskataloges ; die Schöffen-, Bürger- und Signaturbücher bieten 
ein zu ungleichmässiges und zeitlich zu beschränktes Material, 
um eine Entwicklung erkennen zu lassen. In der Zeit von 
1287 — 1325 finden sich unter rund 750 Namensaufzeichnungen 
340 Ortsnamen mit de, 1326—62 noch 320, 1363—1400 nur 
noch 115. Über 1400 hinaus kommen bis 1440 noch 42 vor, 
nach 1440 ist kein Fall mehr zu belegen. Man sieht daraus, 
dass der Verfall, sich langsam vorbereitend, in den letzten 
Jahrzehnten des 14. und den ersten des 15. Jhds. mit grosser 
Intensität vor sich geht. 

Namen auf -er. In thüringischen Namen des 13. — 15. 
Jhds. kommt nach Förstemann der Typus Steinhauser nicht 
vor, sondern nur Steinhausen und Steinhaus. Das trifft für 
Breslau nicht zu. Die ältesten Belege für diesen Typus geben : 
die Familie der Kolner, seit 1270, Reg. 1337 (falls nicht = 
Köhler); Wernherus libenteler 1307 Cod. 111,19; Konrat 
genant Pariser 1314 Reg. 3408. Später werden diese Namen 
häufiger, doch bleiben sie an Zahl immer hinter den Typen 
„von'* und „blosser Ortsname" zurück. Man könnte daran 
denken, dass die Form des Ortsnamens diese Art der Ableitung 
begünstige oder erschwere; doch ist von einem solchen Unter- 
schiede nichts zu bemerken. Sie kommt vor bei Ortsnamen 
auf -berg (bürg), -tal, -ow, -wicz; sie kommt aber eben- 
sogut auch vor bei Ortsnamen, denen die äussere Form eines 



96 

solchen abgeht; sie findet sich ebenso bei einfachen wie bei 
sammengesetzten Ortsnamen. Beachtung verdienen die Orts- 
namen auf die slav. Endung -ow. Dieser Ausgang unterliegt 
häufigen Schwankungen : er wird geschwächt zu -a und weiter 
zu -e. So liegen z. B. nebeneinander die Formen Czirnow;, 
Czirna und Czirne und — ein Beweis völliger Unsicherheit — 
Präge, Praga und Pragow;. (Ja es findet sich von dem 
Namen Fortuna = Gelucke einmal die Form Fortunow.) 
Es werden dabei Verwechslungen mit der deutschen Endung -a 
der thüringischen Ortsnamen mit hineingespielt haben, die dem- 
selben Schwächungsprozess unterlegen sind^). Wenn nun an 
solche Ortsnamen die Endung -er antritt, so geschieht das ent- 
weder an die volle Form — so entstehen die Bildungen auf 
-ower — oder an die geschwächte — dann fügt sich das -er 
unmittelbar dem Stamme an. Eine Regel, wann das eine ge- 
schieht und wann das andere, gibt es nicht. Es ist wie heute 
im Thüringischen, wo auch Langensälzer und Langensalzaer, 
Jener und Jenaer, Rüler und Rulaer, Laucher und Lauchaer 
und so fort willkürlich nebeneinander liegen. So erscheint hier 
zwar neben Czasslow der Name Czasslower, neben Milde- 
now Mildenower usw., aber neben Bresslow ein Bressler, 
neben Glogow ein Gloger, neben Czirlow ein Czirler, 
neben Pirnow (für Pirna s.o.) ein Pyrner usw. Weitere Be- 
lege ergeben sich aus dem allgemeinen Verzeichnis. Lehrreich 
ist Herman Czwickower 1348 = Herman Czwicker, so- 
wie das Nebeneinander von Steinow, Steine : Steinower, 
Steiner. 

Seinem Charakter gemäss kommt der er -Typus meist als 
Doublette zum von-Typus vor. er -Bildungen neben blossem 
Ortsnamen sind selten^); mit fortschreitender Zeit und stär- 
kerem Schwinden der Präposition werden solche Parallelen 
natürlich häufiger. Aber die oben angeführten ständig präpo- 
sitionslosen Bildungen haben sämtlich auch keine er-Doubletten 
zur Seite. Häufig ist das Schwanken aller drei Formen (der 
blosse Ortsname erklärt sich dann als Entwicklung aus dem 
daneben noch bestehenden von), oft bei derselben Person, zu 



*) K.Regel, Zur Endung -a in thüringischen Ortsnamen, ZfdPh. V, 324 ff. 
2) Auch Socin (S. 363) hat dafür nur ganz spärliche Belege. 



97 

beobachten: Pecze von der bele 1354, 57, 60 = Pecze 
beler 1364, 69; Welczil beler 1364, 67, 69, 70 = Welczil 
von der bele 1371; Heinrich vom brige der melczer 
1369 = Heinke briger der melczer 1370; Sophy von 
dem brige 1356 = Sophy brigerinne 1356,63; Stephan 
von (eingeflickt!) Eger 1355 = Stephan egerer 1356; 
Nicklos von Vryberg 1346,59 = Nickil vryberg (-borg) 
1354, 61, 64 = Nickil vryberger 1368; Niclos crucze- 
burger 1345 --= Niclos von Cruczeburg 1346 = Niclos 
Cruczeburg 1347; Herman Cruczeburg 1354, 58, 62 = 
Herman Cruczeburger 1368; Nicolaus landiscroner 1365, 
69 = Nycolaus landiscrone 1370; Hannos vom Lwban 
1345 u. ö. = Hannos Lwbaner 1359; Nickil Reusberger 
1369,70 = N. Reusberg (-bürg) 1370,71; Nicze smol- 
niczer 1361 = Nicze smolnicz 1363, 67; Hannos von der 
Stynow 1354 = Hannos Stynower 1369; Arnold von 
Stregun 1356 = Arnold Streguner 1356. Daneben kann 
der Typus -er auch schon früh eine ziemliche Festigkeit 
zeigen; Beispiele dafür geben ab die Familien der Kolner 
und Thoruner. 

Namen auf -man. Dieser Typus ist hier im Gegensatz 
zum ndd. Sprachgebiet, wo Carstens (S. 60 flf.) eine grosse Ver- 
breitung für ihn nachgewiesen hat, sehr wenig fruchtbar geworden. 
Es finden sich nur fünf Fälle, nämlich Triebt : Trichtman, 
Cracz : Craczman, Korber : Korberman, Wlok : Vloge- 
man; Kenneman stelle ich zu dem Orte Kenn in der Rhein- 
provinz. Identität dieses Typus mit einem der drei andern 
lässt sich nicht nachweisen. Ihrem Wesen nach stehen diese 
Namen den er -Bildungen am nächsten. (Vgl. auch im Kapitel 
Übernamen den Abschnitt „Namen auf -man".) 

C. Namen von Ländern und Stämmen. 

de Frankonia; vonFrislant; Hessin; (de) Hollant; 
Lwsicz; Polen; von Steyern; von Vngirn. — Ducz- 
lender; Beyer; Beme; Döring; Fläming; Franke, 
Frenkil, Frenkchin; Vrise; Hesse; Czech; Lwsiczer; 
Nedirlander; Ostirricher; Pole, Pol, Polac; Pomir, 

Wort und Brauch I. Reichert, Familiennamen. 7 



98 

Pomirlyn; Prwze, Prwssener (Bruthenus); Russe (Ru- 
thenus); Sachse; Schotte, Schotter (vgl. Lexer II, 775) ; 
Sebinburge, Sebinburger; Steyerer; Swop; Unger; 
Wende; Wöstual; Walch (Gallus), Walich (mit Spross- 
vokal). Für die Herkunft der Leute ergibt sich aus diesen 
Namen dasselbe wie aus den Namen von Orten. 

Es seien hier noch angefügt eine Anzahl von Namen, die 
eine Beziehung auf Ortsbezeichnungen allgemeiner Natur ent- 
halten: Allewerld; Alleland; Ummelant; Heydenland 
(vgl. die Notiz Sr IX, 48 v.J. 1396: Blankenberg der in 
heydenlande ist vorgangen.); Suderland; Suderman; 
Ostirman; Heimat; Stat; Grenicz (= Grenze); Clinkener 
(zu mhd. klinge ^ Giessbach, Talschlucht; nk für ng ist dem 
Schlesischen gemäss, vgl. Whld., Dialektforsch. 38; Klinke ist 
ein Bach im Eulengebirge, die Ufergegend heisst „auf der 
Klinke". Whld. 44a u. DWB. V, 1175); Telkener (Tilke 
schles. Bodensenkung, Schlucht. Whld. 98 a). 

5. Namen von Stand, Amt und Beruf. 

A. Verzeichnis und Einzelerklärungen. 

Burger; Gebwir, Gebwirlin; Bwman; Landman; 
Dorfman; Gospodersig (^ Gospoderzyk, Demin. zu gospo- 
darz Ackerwirt). — Schultheis; Voyt, Voytchin; Meyer, 
Megerlin; Kezemeier (Lexer I, 1526 Meier, der die Zins- 
käse einnimmt; oder hier Übername und zusammengesetzt mit 
dem Namen Meier; oder volksetymol. aus Kasimir?); Odir- 
bereiter (Lex. I, 194 beriter hiess in Frankfurt im 14. Jhd. 
der Beamte, der die Gefälle auf den Dörfern einzunehmen hatte). 
Burgermeister; Ratman; Vorspreche; Vorreder; Rot- 
gebe. Czirkeler (der mittelalterliche Polizeibeamte); Rinc- 
meister (Marktauf seh er, Markgr. 166)^ dazu auch Rinknecht?; 
Constebil (die Bedeutung unterliegt grossem Wechsel, es kann 
auch soviel sein wie Junker, fahrender Schüler, vgl. DWB. II, 
634 u. V, 1782); Phfender. Czolner; Mutener (vgl. Tröt- 
scher VI); Orberer (< urborer Zinseinnehmer); Kemmerer 
(Schatzmeister, Verwalter der Kammereinkünfte); Kamer- 
schryber; Kestener (Verwalter des Kornkastens, Aufseher 



99 

über Einkünfte, Rentmeister); Schaff er, Scheffer (Aufseher, 
Verwalter); Keiner (Kellermeister, Verwalter); Schune- 
meister; Marsteller (vgl. Markgraf 100); Honigmesser 
(in der Nürnberger Polizeiordnung 273 werden geschworene 
honigmesser erwähnt); Wog er (Wagemeister an der Stadtwage); 
Bley weger; Seygermeister, Seygener (Seiger ist die Wage 
zur Prüfung des Wertes der Münzsorten); Kormeistir (der 
Beamte, der die Kanalisation unter sich hat). 

Hanczwurcht, Hanczwurch, Hanczworchter; Mei- 
ster; Jungmeister (in einem Handwerk der zuletzt aufge- 
nommene Meister); Nwemeister. — Knappe; Husknappe 
(Lex. 1, 1404 Webergeselle, der in der eignen Wohnung arbeitet) ; 
Knappinmeistir. — Knecht; Altknecht (der älteste unter 
den Knechten) ; Lerknecht; Husknecht; Armknecht (Leib- 
eigner). Molknecht; Schifknecht; Waynknecht; Wer- 
knecht; Beckenknecht; Furknecht; Swin(s)knecht. 
Klostirknecht; Munchsknecht; Pfaffinknecht. 

Smit, Smeder (Nebenform zu smit, vgl. Nickil Malkewicz 
der smeder 1345 = Nickil Malkewicz der smit 1347); Grobsmit; 
Kleinsmet; Schonsmit. Kaltsmid; Rotsmit. Grellin- 
smit (grelle = Dorn, Gabel als Waffe) ; Helmsmit; Clingin- 
smit, Clingener; Messirsmit, Messerer, Messer (dasselbe 
wie messersmid, vgl. Fricze messirsmit 1362 = Fricze messirir 
1360 ; mit Haplologie messer, vgl. Johannes melczer der messer 
1370); Pfylsmit, Pfylensmit; Hufsmid; Rinkensmit, 
Rinkener; Schellensmit; Glyczinsmit (glicze =- Speer); 
Pfannensmit; Kripsmit (krip Nebenform zu krippe); ? Stor- 
smit; ? Pottersmit. Goldsmit; Kuppirsmit. — Gold- 
sieher; Messingsloer, Messinger; Beckensloer (an Musi- 
kanten ist nicht zu denken, vgl. Cod. XI, 90 b : Freyhayt dreyer 
beckensloer. Wir ratmanne tun kunt . . . das wir . . . dy er- 
birn mannen Meystern Tilon usw. . . . dy do beckin machin . . . 
czu uns haben geladen, i. J. 1377; ein Joh. beckensloer ist im 
15. Jhd. Domherr in Breslau). Croschewin (poln., abzuleiten 
von krusz = Erz, also Erzarbeiter?); Gysser, Gismeister; 
Smelczer; Czingyser, Czynneler; Kannengisser. Drot- 
cziher; Goldspinner. Nayler (Nagelschmied); ? Phfiner 
(DWB. VII, 1703 pfinne md. = Nagel). Slyfer; Scherin- 

7* 



100 

sleyfer. Spengeler; Glumperer (vgl. S IV, 7: Hayn der 
clumperer = Klempner); Slwsser. Sichilhouwer. Sar- 
wurcht, Sarwurchter; Platener, Pletener; Brinneger, 
Brinninger, Bringer, Brynner (Brünnenmacher, von brünne, 
brunige; als Gewerbebezeichnung in Hensil von Glacz der 
brynner ; Hensil brynner der goltsmid 1364 = Hensil brinneger 
d. g. 1369; Mathis brinneger 1370 = Mathis brunninger 1368); 
Schilder; Bogener; Sporer (Sporenmacher); Scheider 
(Scheidenmacher). Goldener (Goldwäscher, vgl. Whld. Z. G, 
108); Kreczwescher (DWB, V, 2073 Krätze = Abgang von 
bearbeitetem Metall ; kreczw. die Person, die das Waschen der 
Krätze verrichtet, vgl. u. den Namen Waschkracze). 

Kessiler; Schirmecher (Geschirrmacher); Schussiler; 
Karmecher; ? Korbuzer (? Geschirrausbesserer) ; Meczener 
(als Handwerksbezeichnung in Nicolaus Sander meczner 1397); 
Mestener; (Wanner wohl nicht = Wannenmacher, vgl. S. 56); 
Tegiler; Topper; Botener; Fassak (poln. der Fassbinder, 
Böttcher); Scheffiler; Muldener. Flaschener, Fleschner; 
Kruger; Kruckener; Lazir; Becherer. Leffiler. 

Boumhewer, Bonhewer; Bretsnider; Czeuner, Czu- 
ner (wohl Zaunmacher; aber Zeuner ist auch ein mittelalter- 
licher Tanz, vgl. Whld. Z. Z. 46); Tefiler; Tischer; Stuler; 
Dresiler; Sniczer; Wedelsniczer; Wayner; Rademecher; 
Stelmecher, ? Steler. Vlechtener (Korbflechter); Czeiner 
(oder Nebenform zu Czeuner?); ?Kurbener (? Korbmacher) ; 
Tekener (Verfertiger von Strohdecken, Matten, Lex. II, 1418; 
Take belegt für Schlesien bei Whld. 96 a). 

Weber; Schoneweber; Wullinweber; Lyninweber, 
Lynwoter; Poschewin (? = poln. Posz(e)win, von poszwa 
Bettüberzug, also wohl Leinweber; vgl. aber S. 54); Woll- 
sleger, Wollensieger, Wolner; ? Slaytucher (vgl. S. 67); 
Hantwalk; Welker (< walker); Stuckewurchter; Ge- 
wantscherer; Scherer (bezeichnet das^lbe Gewerbe wie das 
vorige: Tilke sachse der gewantscherer 1368 = Tilke sachse 
der scherer 1369); Garnczuger; Czwirner; Seyler; Snar- 
me eher (dasselbe); Ricmecher (mhd. ric, rickes Band, Fessel, 
Schleife); Bortinwirker; Verber; Bleycher. Bettemecher; 
Gabirseyl, Korbinseyl (= poln. Kobirzyt Teppichweber). 



101 

Snyder; Hofesnyder; Nether; ? Yopener; ?Kuttener; 
? Kogeler. Wescher; KJ^sinwescher (mhd. rise = Schleier). 

Gerwer; Wysgerwer; Rotgerber. Lostamp; Lo- 
stempir. Ledirsnyder. ? Veller (? Fellhändler). Kurse- 
ner. Gurteier; Rymer; Setiler. Schuworcht, Schuwurcht, 
Schuworch, Schubort; Czeffur (poln. geringschätzig für 
szewc Schuster?); Trippenmecher, Treppenmecher, Tryp- 
pener (mnd. trippe Pantoffel mit hölzernen Sohlen, vgl. Schill.- 
Lübb. IV, 613 a). Altbuser (Schuhflicker) ; Mentiler (Aus- 
besserer von alten Mänteln und Kleidungsstücken, Händler da- 
mit, vgl. Markgraf 115). 

Bwteler; Teschener. Hanczkenmecher. Hozen- 
mecher, Hozenstricker. — Vilczer; Huter (Hutmacher). 

Knoufeler (Knopfmacher); Nesteler; Hofter, Hefter, 
Heftiler; Noldener (Nadelmacher, von Nolde =-- Nadel). 
Spigeler. Einer (Ellenmacher). Cemmer (Kammacher, 
vgl. Markgr. 133); Borstinbinder. 

Brenner; Gleser; Koler; Pechman (vgl. Markgraf 
191/192); Lichtmecher. 

Greber; Borngreber; Schachtgreber; Schufeier, 
Schuf euer (zum Wechsel von 1 und n vgl. Whld.Gr. § 212); 
Grabisch (= Gräbisz von grabic harken = der Harkner). 
Brwckener, pontifex (im Kechnungsbuche Henricus pauper. 
Cod. III V. J. 1387 unter die Rubrik super pontes lapideos ein- 
gereiht ; es ist also Brücke = Strasse zu nehmen, vgl. Schmiede- 
und Schuhbrücke, und bruckener = Strassenpflasterer, vgl. Mark- 
graf 185/86). Steinmecz, Steinmolner, lapicida; Mwirir; 
Cleiber (Lex. I, 1612 der eine Lehmwand macht); Leym- 
greber; Czigeler; Czigilstricher; Czigilczeler, Czeler 
(Nickil czigilczeler 1358 u. 61 = Nickil czeler 1361). Bude- 
wan, Pudewayn (= poln. budowan Baumeister). Decker; 
Schindeler. 

Arczt, physicus; Wundarzt; Apotheker, Apteker; 
Bader, Beder; Scherer (s.o.). Scher; Trugscher (trucken- 
scherer = barbitonsor Lex. II, 1535); Kunigscher. 

Valkener, Velkener, Valkentriber; Vogiler, Vogil- 
meister; Clobener (klobe gespaltener Stock zum Vogelfangen). 
Weidman; Wildener (Jäger, auch Wildbrethändler); Wilt- 



102 

breter. — Schucze; Pechtir; Schirmer. — Vischer; Ribak 
(poln. Fischer); Vlosser (Flösser); Schifman(= Schiffer, welches 
erst eine jüngere Bildung ist); Segeler. — Hirten; Vitryber ; 
Pustucher (viell. für pastucher aus dem slav. pastuch Vieh- 
hüter; die Form -er ist deutsch); Kuhirte; ? Trenker (hier- 
her zu stellen?; dass es ursprünglich einen Beruf bezeichnet, 
ergibt sich aus der Bezeichnung kaldinburn der trenker 1391 
Sr IV, ?; Lexer hat es nur = Säufer); Schefer, opilio; 
Ezeler; Tubener; ? Genser (vgl. aber S. 84); ?? Czeger; 
Rosiler (der mit Pferden umzugehen hat; oder zu Rose zu 
stellen? vgl. Socin 388 domus que rosa vocatur = Reslerhus); 
Rostuscher. 

Schulmeister; Kirchindiner; Glockener; Turmer, 
Tyrmer; Thorwerter; Slewser; Wechtir; Fischwechter; 
Kamerwechter; Kornwechter; Kromwechtir; Sar- 
wechter; Turmwechter. 

Schriber; P er mint er (< pergamenter); Bucherer (vgl. 
Joh. Bucherer pater librorum 1382 B 20* und Maternus Bucherer 
venditor librorum 1400 B 46); Bucherbinder. — Moler. 

Vedeler; Gyger; Pfyfer; Pwker; Organista; Her- 
fer. Snurrer; Springer. 

L6ner (Lohnarbeiter); Robotke (Fronarbeiter). Treger; 
Schroter (s. u. Birtreger u. Birschroter) ; Abelader; Schaber; 
Clauber (DWB. V, 1024); Blywer (vgl. Hirsestemper, Lo- 
stempir, Weitklopper) ; Vicker; Treter; Leufer. 

Cromer, Cremer; Koufman; Keufeler (Händler); 
Vorkoufeler (Kleinhändler); Pfrayner (dass.); Hokener 
(dass.). Vurer (Kaufmann, der die Waren herumfährt) ; Ysin- 
furer; Melfurer; Czigilfurer; (nicht hierher gehört der 
Name Wassirfurer; was er bedeutet, zeigt seine lat. Über- 
setzung in der Gewerbebezeichnung Mathias spar aquaeductor 
1395 B 39. Das ist eine Neubildung zu aquaeductus > deutsch 
ayczucht = Wasserleitung. Wassirfurer ist also zu dem oben 
erwähnten Rormeister zu stellen); Furman; Jachors (= ja- 
chärz, gelesen jachorz = Fuhrmann); Rey sseler (Lex. II, 395 
der Reisende und ihr Gepäck befördert). 

Krenczeler; Greser (Anbauer von Küchenpflanzen, die 
späteren „Kräuter" ; die Bezeichnung crewtener findet sich erst 



103 

1490, vgl. Markgr. 63); ? Boumer (? Besorger eines Baum- 
gartens); Obisser (Obsthändler), Obescher (es konkurriert 
die er -Ableitung von dem Orte Obischau, vgl. S. 81). — Tri- 
tulator (dissimiliert aus triturator = Drescher); Molner, 
Mwlner; Korner, Kerner (oder dieses = Karrenftihrer?); 
Meier (Mehlverkäufer); Put er er (Futterverkäufer oder der 
das Vieh füttert); Becker (kommt ganz vereinzelt auch ohne 
Suffix vor, aber nur in der Femininbildung Beckinne); Semeier 
(Weissbrotbäcker) ; Kucheler (s.u. Kuchener); ? ünroter, 
Vnreter (unrat bezeichnet in der Lausitz dünne Kuchen; Klee- 
mann S. 127 unreter = Bäcker solcher Kuchen ; Trötscher VII 
fasst es = Gaukler, vgl. Lex. II, 1924). — Gruczener; Gru- 
pener; Hirsestempir. — Vleischewer, Vleischer (1365 
diese Form das erste Mal) ; Kotiler; Smersnider; Unsleder; 
Nonner. -^ Selczer, salif ex. — Kezer. — Olsloger, Olsler. 

Kreczemer, Krekschmer; Brwer, brasiator, braxa- 
tor (sie sind die Gesellen der Kretschmer, vgl. Markgraf 79); 
Melczer; Malczmeler; Hoppfener; Metsider; Bir- 
schroter; Birtreger; Wirt; Nwewirt; Schenke (in 
Rittergeschlechtern der Zeit auch als Vorname; es konkurriert 
ferner der slav. Taufname Czenko, vgl. S. 20). Winczorl; 
Winczer; Winczeppe. (Die deutschen Ansiedler pflanzten in 
Schlesien im 13. Jhd. Weingärten an, die ihre Nachkommen 
wieder eingehen Hessen; in der Gegend der wingasse (!) wird 
im 14. Jhd. ein hortus vinee erwähnt, vgl. Markgraf 234.) — 
Koch; Kuchinmeister; ? Kuchener (oder gleich kucheler 
s. 0., oder beides hierher?, vgl. Whld. 48 b schles. kuchel = 
kuche); Speisser (Lex. II, 1098 Speisemeister oder Speisen- 
empfänger). 

Schinder; Popke (== Schinder, vgl. Markgraf 39 u. 55); 
Pfertschinder; Stocmeister; Strecker (? Folterer, vgl.- 
Socin 497); Totengreber. 

B. Allgemeines zur Beurteilung. 

a) Die er - Bildungen. 
Die meisten dieser Namen sind Bildungen auf -er. Bei 
der schillernden Bedeutung dieses Suffixes kann man nicht 



104 



immer mit Sicherheit entscheiden, ob ein nomen agens vorliegt. 
Klar sieht man nur, wenn dasselbe Wort auch ausdrücklich als 
Handwerksbezeichnung vorkommt. Dass das Suffix in dieser 
Funktion recht fruchtbar gewesen sein muss, zeigt eine doch 
nicht ganz gewöhnliche Bildung wie noldinuessiler (Verfertiger 
von Nadelbüchschen : noldenvaz) in Nickil mundil noldin- 
uessiler 1362 B 4*. Danach wird man diese Bedeutung des 
Suffixes in vielen Fällen auch da annehmen können, wo zu- 
fälligerweise der Beweis nicht zu erbringen ist. Yop(p)ener 
wird also wohl auch „Verfertiger von Joppen" heissen, nicht 
„Träger" (obwohl daneben der Name mit der yopen steht), 
zumal 2 von den 3 Personen, die diesen Namen führen, sartor 
und mentiler sind (1364 B 13 u. 1368 B 27). So wird man 
wohl auch nicht fehl gehen, wenn man für Breslau k rüg er 
= Verfertiger von Krügen annimmt; denn in der ndd. Be- 
deutung „Wirt" kommt es hier nicht vor. Ebenso wird 
Lazir zu beurteilen sein. Läse (DWB. VI, 211), ein ostmd. 
Wort, ist ein Henkelgefäss für Flüssigkeiten mit einem Aus- 
guss am oberen Rande. Lazir ist also wohl der Verfertiger 
solcher Gefässe, obwohl es 1772 in Leipzig einen oberen 
Kellner bedeutet, der das Bier in Lasen aus dem Keller zum 
Verkauf überkommt und es weiter verschänken lässt. Ist 
Keppeler einer der Kappen macht, oder der sie trägt? (Lexer 
hat es so). Bei kuttener, kutter (kuttener der goltsmid 
= kutterg. 1368 S II, 419) entsteht dieselbe Frage. Im Renner 
15671 steht spottend her küttner = Mönch. Dagegen ist nach- 
weisbar Stelczer nicht gleich Stelzenverf ertiger : Pecze 
stelczer 1359 S 11,49* = Peter uf der stelczen 1361 
S II, 134*. Wenn neben stelczer auch stelczener vor- 
kommt, so wird hier ebenso Bedeutungsgleichheit vorliegen, 
wie bei Kutter und Kuttener. 

b) Name und Beruf. 
Die verzeichneten Namen kommen alle als zweite Bestand- 
teile des Typus Arnold (der) becker vor. Es ist dies die 
Benennungsart, die der Beurteilung die grössten Schwierigkeiten 
entgegensetzt. Sowohl der erste wie der zweite Bestandteil 
lässt verschiedene Deutung zu. Was ist der erste Bestandteil? 



105 

Durchaus nicht immer der Taufname; es kann auch der ohne 
Vornamen gebrauchte FN. sein. Beweisend sind die Gleichungen 
Johannes Albertus textor consul 1314 Cod. XI, 7 = 
Albertus textor cons. 1318, Korn 103; Albertus Hiltwinus 
carnifex consul 1314 Cod. XI, 7 = Hiltwinus camifex cons. 
1323 Cod. XI, 8; Fric^co hursner cons. 1362 Cod. XI, 15 u. ö. 
in S = Hanke Fricze 1356 S I, 316 u. ö.; Johan Wolf- 
hart der sporer 1371 S III, 108* = Wolfhart sporer 1367 S 
II, 371 u. ö. Gestützt werden diese Belege durch Bezeichnungen 
gleicher Natur, bei denen aber an erster Stelle nicht ein aus 
einem Taufnamen abgeleiteter FN. steht: Beyer bogener, 
Toppilwicz tischer, Vrolich sporer, Schremmil kurse- 
ner und viele andere. Bei allen diesen Fällen, wo der erste 
Bestandteil FN. ist, kann man sich über den Charakter des 
zweiten nicht im Unklaren sein: es kann sich da nur um die 
Berufsbezeichnung handeln. 

Anders ist es, wenn der erste Bestandteil als Taufname 
aufzufassen ist. Das ist das Normale; denn alleinstehende 
FN., die doch die eben besprochenen Fälle voraussetzen, werden 
im 14. Jhd. noch nicht gerade häufig gebraucht. Ein Beleg 
für zahllose andere: Paulus de goltberg campanator = 
Paulus glockener. Nehmen wir einen Namen von der gleichen 
Struktur, der aber kein Vergleichsmaterial darbietet, z.B. Fricze 
becker. Was ist becker? Blosse Berufsbezeichnung oder Name? 
Ein Kriterium scheint sich darzubieten in dem Stehen oder 
NichtStehen des Artikels (Fricze becker neben Fricze der 
becker); doch versagt es bei näherem Zusehen vollständig. 
Das Setzen und Weglassen des Artikels geschieht willkürlich. 
Er kann entgegen unserm Gefühl fehlen, wo es sich um Be- 
rufsangabe handelt; er kann stehen, wo Name vorliegt. Es 
heisst zwar in der Regel Pecze schuworcht (Name?), aber 
Hensil von Kanth der moler (Beruf); aber auch das andere 
ist (seltener) möglich: Hensil Danyel wysgerwer 1368 S 
II, 408 (Beruf) und Nickil der molner, sutor 1396 B 40 
(Name)^). Ein vollgültiger Beweis, dass man es wirklich mit 



*) Eine Nachwirkung dieser Artikelsetzung ist es, wenn wir jetzt über- 
haupt vor Personennamen den Artikel gebrauchen können: der Paul, der 



J06 

einein Namen zu tun hat, kann erst erbracht werden, wenn 
daneben noch die Berufsangabe steht. Um zu zeigen, welche 
FN. von Berufsbezeichnungen sicher schon dem 14. Jhd. ange- 
hören und welchen Umfang der Brauch damals hatte, setze ich 
die erreichbaren Fälle alle hierher. 

Niclos abelader der koler 1390; Heinrich arczt lanifex 1364; 
Martinas becherer lanifex 1382, Stephan b. textor 1387; Nicolaus 
hecker textor 1396; J^trscÄro^er kannyngiser 1387; Jocob hlywegeri^eWi- 
fex 1378; Niclos bogener der topper 1399; Hannos bothener permen- 
terer (sie!) 1398, Nicol. b. czichener 1397; Hensil brwger der botener 
1371, Hensil brwer sartor 1397, Nickil br. cultellifaber 1376, Nicze 
br. textor 1377, Nicol. br. doliator 1382, Ticze br. mactator 1381, 
Jacob braxator lanifex, Joh. braxatoris institor 1391; Joh. bucherer 
rotgerber 1382; Mertin Decker perator 1387; Hannos verber der 
kreschemer 1371, Hannos v. de Richinbach textor 1367, Hannos v. 
olim civitatis servitor 1367, Nicol. v. tabernator 1376, Petrus 
V. textor 1371; Hensil vilczer seteler 1364; Hannos Fischer textor 
1399, Michil f. vlosser 1395, Nicol. f. carnifex 1397, Nicol. f. kannen- 
gisser 1397, Ticze f. sutor 1373; Hannos vitryber garnczuger 1367, 
Woytko V. tabernator 1379; Nicolaus Flaschener serator 1393; 
Jacob Vleyscher textor in nova civitate 1384, Peter vi. textor in 
nov. civ. 1384, Nicol. vi. textor 1374, Nicol. vi. lanifex 1399, Peter 
vi. tabernator 1398; Michael Vogiler textor 1371, Michael v. sutor 
1385, Peter v. lanifex 1379, Peter v. pistor 1394; Nickil vogt vur- 
man 1367, Nicol. v. der melczer 1361, Hanke v. kirchinbeter ad St. 
Spiritum 1365, Hensil v. slosser 1364, Hannos v. lanifex 1386, 
Hannos v. faber 1398, Henczil v. tabernator 1395, Hannos v. tabern. 
1396; Maternus v. serator 1399, Nicze v. vector 1365, Nicol. v. 
institor 1397, Nitsche v. tabern. 1399, Petrus v. serator 1375, 
Petrus V. tabern. 1393, Heinrich Advokatus institor 1383, Nicolaus 
vogtchin tabernator 1389; Nicolaus Furer czichener 1390; Mathis 
Furman textor 1392; Ny. garnczuger der goltsmid 1364, Nicol. g. 
cultellifaber 1368, Michael g. textor 1371; Nicolaus gertener ciro- 
thecarius 1380; Joh. gleser der kursener 1370, Heinrich gl. der vur- 
man 1392, Peter gl. noldener 1397; Nickil greber pellifex 1385, 
Stephan gr. doliator 1395; Peter greser czichener 1389; Nicolaus 
gruczener lanifex 1364; Mathis gorteler textor 1394, Nicze g. textor 
1384; Hafter cingulator 1396; Martinus Husknappe czichener 1396 
Georgius HefUler cingulator 1383, Petrus h. tabernator 1381 
Heinrich Hozenmecher goltsloer 1375; Nicz yopener preemptor 1385 



Schönfeld. Der Artikel ist also von den Berufsnamen, wo er eigentlich 
allein berechtigt war, auf die andern Namenkategorien übertragen worden. 
Vgl. 0. Behaghel, Der Artikel bei Personennamen, PBB. XXIV, 547 f. 



107 



Stephan kannyngisser sartor 1387; Petrus keppeler tabern. 1393; 
Hensil keiner sartor 1367; Nicol. k. sartor 1390, Peter k. tabern. 
1394; Peter k. brasiator 1383, Peter k. sutor 1398; Hannos kessüer 
mactator 1381, Hannos k. kleynsmid 1384, Nicze k. ferinator 
(wildbreter) 1374, Nicze k. renovator 1378; Hensil kestener bra- 
seator 1387, Jocob k. carnifex 1380, Nicol. k. olsleger 1361, Nie. k. 
carnifex 1386, Nicol. k. brasiator 1388; Pecze kleinsmit der 
schuwurcht 1345; Johannes koch der wiltbreter 1365, Henlin k. 
scheffer czu St. Kath. 1369, Niclos k. der messerer 1371, Franczke 
k. tabern. 1399, Nicol. k. czingysser 1374, Nicze k. mactator 1381, 
Pecze k. mactator 1381, Reyncz k. lanifex 1372, Nicol. koler textor 
1378, Paul k textor 1375, Petrus k. carnifex 1375; Ticzco konstebil 
faber 1380; Peter kornwechter tabern. 1381; Nicze koufman textor 
1372; Hensil cremer der moler 1349, Nickil er. der beder 1359, 
Mathis cromer textor 1385, Petrus er. murator 1385, Nicol. er. 
tabern. 1390, Nicze er. sartor 1373, Nicze er. perator 1377, Nicze er. 
cultellifaber 1387, Peter er. cultellif. 1369, Peter er. tabern. 1374; 
Andres Äjrec^^emer pistor, Andres kr. cultellif. 1384, Andres kr. olim 
circularius, tabernator (!) 1391, Nicol. kr. braseator 1383; Niczco 
Ä;«cÄ6«cr perator 1368, Nicze k. carnifex 1392,Joh.A:MCÄc?er ins titor 1393; 
Hensil kursener piscator 1372, Hensil k. institor 1381, Hensil k. 
sutor 1395, Nicol. k. instit. 1378, Rychil k. pistor 1380, Peter 
korschner carnifex 1391; Frenczil lerknecht albicerdo 1385; Pauel 
Lostamp textor 1396, Nie. Lostempir textor 1385; Nie. Marsteller 
tabern. 1393, Nicol. m. lanifex 1395; Hensil meczener (der) melczer 
1367 u. ö., Heinco m. tabernator 1378, Mertin m. brasiator 1395, 
Peter m. tabern. 1398; Hensil melczer der mwerer 1362, Job. m. der 
messerer 1370, Job. m. wullenweber 1364, Job. m. braseator 1368; 
Petrus moler tabern. 1377; Albertus molner aurifaber 1400, Hannos 
m. tabern. 1371, Hannos ra. sutor 1382, Martin m. serator^ 1392, 
Michil der molner sutor 1396, Nie. m. textor 1394, Peter m. tabern. 
1375, Peter m. sartor 1379; Hannos Mwerer textor 1397, Niczco m. 
textor 1380, Pesoldus m. lathomus 1364; Nicolaus MwWmer tabern. 
1385, Tyle m. tabern. 1385, Peter m. noldener; Bartholomeus JVe^Äer 
pistor 1385, Hempe n. textor 1370; Nickil olsloger messirsmit 1366, 
Nicol. 0. braseator 1387; Nickil pechman textor 1363, Peter p. 
tabern. 1385; Nicol. Perminter tabern. 1376; Herman Ffannemmit der 
garnezuger 1352; Job. plathener tabern. 1365; Nickil pwker der 
stocmeister 1346; Peter ratman sutor 1388, Nie. rotman sutor 1399; 
Hensil ricmecher textor 1370; Petrus scÄo^er sartor 1365; Job. schefer 
(opilip) textor 1869; Nie. scÄ^rer institor 1373; Vridil scÄe/maww pellif. 
1385, Mertin seh. pellif. 1385; Jo st Schilder textor 1385; Heinr. 
Schinder tab. 1374; Hannos schirmer tabern. 1373, Mertin seh. cerdo 
1395, Nie. seh. albicerdo; Nickil schuliheis der messerer 1361, 
Kirstanus scultetus pistor 1386, Martinus sc. sutor 1397, Michael 



108 



sc. textor 1372, Georg sc. sutor 1387, Hannos sc. pellifex 1384, 
Job. sc. braseator 1385, Nicze scholth. cultellifaber 1373, Nicze 
scb. tabern. 1377, Nie. seh. tabern. 1386, Nie. seh. pellifex 1396, 
Peter seh. sartor 1379, Peter seh. sutor 1398, Peter seult. brasea- 
tor 1383, Stephan scult. serator 1383, Hannos seult. de Malaez 
tabern. 1371, Nicol. scult. de Papilwicz tabern. 1391, Nie. scult. de 
Swarezaw tabern. 1399, Petrus scult. de Stampin carnifex 1397, 
Jacob scult. de Stregonia lanifex 1375, Nicze scult. de Pfaschin- 
dorf tabern. (alles Breslauer Bürger!) *); Nickil schuhort vitryber 1369, 
Jocob schuwort maetator 1381, Hensil sutor preemptor 1372, 
Heinr. s. emptor 1374; Herman schuczcze mercator 1372, Nie. seh. 
faber 1364; Seczczer pellifex 1385; Sigmund segeler kleinsmid 1389; 
George SeUzer (Salczer) tabern. 1393, Johannes S. perator 1400, 
Nie. s. cultellifaber 1396, Peter s. sartor, Peter s. wullenweber 
1398, Stanislaus s. kannengisser 1397; Hannos smed ysincromer 
1396, Jesko smit institor 1387, Petrus sm. perator 1376, Petrus 
sm. maetator 1381, Nicze sm. der vitryber 1383, Peter sm. lanifex 
1386, Petrus sm. vector 1391; N ieo laus smec^Äm cyrothecarius 1374; 
Nicolaus Snarmecher textor 1393; Petrus Spygeler sellator 1361; 
Nicol. steinmolner carnifex 1380, Peter st. carnif. 1399; Mathias 
stelmecher menteler 1393; Jocob sttAckewurchter sutor 1381; Petrus 
gladiator (swertfeger) cerdo 1370; Heincze taschner pellifex 1366, 
Nicze teschner sutor et rufficerdo 1385, Petrus t. mercator 1390; 
Hannos tischer pietor 1386; Nickil topper perator 1368; Jocol trug- 
scherer sellator 1383; Hanke waynknecht der vorspreche 1371; Nie. 
Wayner sutor 1368; Nickil Wassirfurer tabern. 1375; Stephan czeiner 
tabern. 1399; Nicolaus Czigeler tabern. 1386, Nickil ez. der huter 
1361; Nico laus czigüstrictier pellif. 1388; Hannos carpentaritts (Zimmer- 
mann) cultellifaber 1377, Hannos asymerma« textor 1378, Hannos cz. 
brasiator 1396, Hannos ez. czichener 1400, Mathis cz. textor 1398, 
Nicze cz. sutor 1369, Nicze ez. sartor 1375, Nicze ez. tabern. 1385; 
Nicol. czuner sutor 1391, Stephan ez. pellifex 1385. 

Noch charakteristischer ist es, wenn Name und Berufs- 
bezeichnung identisch sind: 

Joh. hucherer pater librorum 1394, Maternus bucherer ven- 
ditor librorum 1400; Jacob Flaschner flaschner 1392; Michael garn- 
czuger lanifex 1382, Nicol. g. lanif. 1372, ein anderer Nie. g. lanif. 
1372, Rudil g. lanif. 1363; Symon gleser vitriator 1375; Lorencz 
pellifex der kursener 1399; Hermannus möler pietor 1363; Nicol. 
Fermynter pergamenista 1381, Nicol. Permynter perminter 1385; 



*) Diese Fülle weist schon auf die spätere Beliebtheit des Namens 
Scholz, Schulz hin; 1371 findet sieh (S III, 109*) das erste Mal die Form 
scholtys. 



109 

Georgias Bymer corrigiator l.%9; Hannos sateler sellator 1391, 
Otto S sellat. 1378, Stanislaus s. sellat. 1873; Mathias smed faber 
1364, Petrus sm. faber 1363; Nicol. smedchtn faber 1398; Pecze 
Snyder mentiler 1365, Vincentius sn. sartorl362; Johsmnes Spigeler 
speculator 1396; Peczoldus Swertueger gladiatoris 1364; Heinrich 
Sutor sutor 1372, Petrus Schuwort sutor 1364, Vincentius seh. sutor 
1374; Jacob taschener perator 1376, Paul t. perarius 1361; Wetche 
Weber textor 1399. 

Es ist selbstverständlich, dass Berufswechsel dem Über- 
gang zum Namen günstiger ist, als Beibehaltung des Berufs. 
Wenn ein Sohn einer Schmiedefamilie Schneider wird und man 
nennt ihn wie seine Verwandten weiter den Schmied, so ist 
diese Bezeichnung doch eben Name. Anders, wenn auch er 
Schmied geworden wäre; dann hätte die Unsicherheit weiter 
bestanden. Die Statistik ergibt die Bestätigung dafür: die 
Zahl der Belege mit Auseinanderfall von Name und Berufs- 
bezeichnung ist ungefähr 8 mal so gross als die mit Zusammen- 
fall. Auch über die allmähliche Ausbreitung dieser Namen- 
kategorie geben die Zusammenstellungen Auskunft. Von den 
Belegen fallen in die Zeit von 1361—70: 51, von 1371—80: 
67, von 1381—90: 76, von 1391—1400: 83. Die Hauptquelle 
für die Beurteilung dieser Namen bilden die Bürgerbücher ; nur 
sie geben fast bei jeder Person den Beruf an. Sie setzen aber 
erst 1361 ein. Will man weiter hinuntergehen, so ist man auf 
die Schöflfenbücher angewiesen, die aber leider nur sehr selten 
Vermerke über den Beruf geben. Prüft man sie auf diesen 
Typus (Taufname + Name vom Beruf -f- Berufsbezeichnung), 
so finden sich in den 15 Jahren von 1345—59 nur 4 Belege, 
in den 13 Jahren von 1360—72 aber 22. 

Die Zusammenstellungen zeigen auch, dass die auch schon 
anderwärts bezweifelte Behauptung Büchers (Bevölkerung 
Frankfurts im 14./15. Jhd., I S. 73/74), wirkliche FN., von 
Berufsnamen gebildet, seien höchst selten, durchaus unhalt- 
bar ist (vgl. dazu die Belege in dem Abschnitt „Festigkeit 
der FN."). 

Schliesslich sei noch bemerkt, dass Voranstellung der Be- 
ruf sbezeichnung, wie wir wohl sagen „der Bäcker Friedrich", 
nicht vorkommt; nur im Cod. III findet sich einige Male das 
lat. scriptor Conradus. 



110 



c) Anhang über „genant". 

Ein zu einer Personenbezeichnung hinzugesetztes genant, 
dictus ist ein Beweis, dass sie schon als Name gebraucht 
wird. Bei den Typen Heinrich von Legenicz und Hein- 
rich becker kann man in älterer Zeit ohne weiteres gar nicht 
entscheiden, inwieweit die Zusätze Herkunfts- und Berufs- 
bezeichnung und inwieweit sie Namen sind. Ein davor- 
stehendes genant aber beweist, dass sie schon als Namen ge- 
braucht werden konnten. Gleich beim Einsetzen unserer Quellen 
sehen wir Orts- und Berufsbezeichnungen in Namenfunktion 
auftreten. Die beiden ältesten Belege: Helwig genant de 
Boleslawicz 1266, Reg. 1192, und Heinrich genant der 
Müller 1267, Reg. 1268. Es wäre nun sehr schön, wenn in 
jedem Falle, wo der Übergang zum Namen eingetreten war, 
dieses genant stände und im andern nicht. Davon ist aber 
gar keine Rede. Ob das genant erscheint oder nicht, hängt 
vielmehr ganz äusserlich von der Quelle ab. Unsere Haupt- 
quelle für die älteste Zeit, der Ratskatalog, kennt es überhaupt 
nicht, die gleichzeitigen Regesten dagegen, die meist dieselben 
Personen erwähnen wie der Ratskatalog, haben diese Bezeich- 
nungsweise sehr häufig. Man muss sich also hüten, aus dem 
Fehlen des genant einen Schluss ziehen zu wollen; Bezeich- 
nungen, die ohne diesen Zusatz gebildet sind, stehen dem Über- 
gange zum Namen genau so nahe wie solche, die ihn haben. 
Das einzig Sichere, was der Typus „genant" ergibt, ist die 
ganz allgemeine Erkenntnis, dass um die Mitte des 13. Jhds. 
die Bezeichnungen nach dem Herkunftsorte oder nach dem 
Beruf schon als Namen verwendet werden konnten. Über die 
Festigkeit des Namens sagt der Zusatz gar nichts aus. Zwei 
Brüder Friderich und Heibold heissen „genant von Jauer", 
dabei sind sie Bürger von Jauer (Reg. 1567 u. 1634); das ist 
doch also kein einigermassen erstarrter Name gewesen, sondern 
nur eine Benennung, die ihnen ausserhalb ihrer Vaterstadt ge- 
geben wurde; trotzdem steht genant. Derselbe Mann heisst 
das eine Mal Henricus clypeator (Schilder), dictus de Cice 
und ein anderes Mal Henricus dictus schilder. Die Becken- 
macher Tilo, Jordan und Heinrich heissen einmal „genant 



111 

von Gandirsem", Tilo später aber immer beckensloer und 
ebenso auch ihre Nachkommen, die Geistliche sind. Der Zu- 
satz wird vereinzelt noch bis zum Ende unserer Periode ge- 
braucht; ein bestimmtes Herrschaftsgebiet hat er später, bei 
grösserer Befestigung der PN., natürlich noch viel weniger 
als früher. 

6. Übernamen/) 

A. Verzeichnis und Einzelerklftrangen. 

a) Körperliche, geistige, moralische, soziale Eigen- 
schaften und Zufälligkeiten. 
Heubt; Breythawpt; Bozeheubt (oder spätere Kom- 
position mit dem Namen heubt, vgl. den Abschnitt „Zusammen- 
gesetzte Namen"); Swarczhawpt; Swarczkop; Schedel 
Breytscheydil; Gelhor; Schonhor; Dunnehor; Breithar 
Sydinhor; Grolok; mit dem czoppe; mit der glaczin 
Ewgil; Libisawge; Fremdesauge = Fremdesewgel 
Monoculus; Langore; Nosak, Noske (slav. von nos 
^ Naschen); Breytnase; ? Warczhorn; Czetirwange 
(schitter = dünn, für Schlesien bezeugt durch Whld. 83 a); 
Maul (oder das Tier?); Clux (slav. kluks, kluka die Schnauze); 
mit dem Scharlachsmunde, Scharlachsmunt; Czan; 
Schertilczan (zur Bildung vgl. Wackernagel, Kl. Sehr. 111,109); 
Kscholle (slav. ksiol, schlesisch für ksiel, kiel ein mächtiger 
Zahn); Czungil; mit dem harte, hart; Gelbart (es kon- 
kurriert der alte Taufname, vgl. S. 52); Spiczbart; Koppir- 
bart; Bozebart (oder spätere Kompos. mit dem Namen hart); 
?Drosil (? Kehle); Schonhals; Crumphals; Schulter; mit 
der memmen (DWB. VI, 2004 Mutterbrust, memmchen Brust- 
warze des Mannes); Bawch; Dyckebein (der erste Bestand- 
teil mit Anlehnung an diech ?) ; hör im arze; brand im arze; 
Pus; Crumpfus; Tolinfus, Toluus (die Form tolinfus ist 
ein Beweis gegen die von Andresen, Konkurrenzen S. 53 vorge- 
tragene Erklärung aus A/dolfus); uf der Stelczen, Stelczer, 
Stelczener; mit der einen haut; Fawst, Fawstel; Vin- 
ger; Dume, pollex; Crowil (DWB. V, 2083 Klaue, Kralle), 

^) Über die Prinzipien der Einteilung s. u. 



112 

Crohel, Croulin (lin-Demin. dazu); Dickehout, Dickhut; 
Donefel (donen = spannen, strotzen, für Schlesien bezeugt durch 
Whld. 15 b); Schramme, Schremniil; Crost (DWB. V, 2479 
krust masc. = kruste Schorf auf dem Kopfe, daraus poln. krosta, 
Blatter); Gensebis; PWarczin; Strouche, Strouchin 
(eine Krankheit, Lex. II, 1252); Keiche (ebenso, Whld. 42 a); 
Kyla (slav. kila = Bruch als Krankheit). — Kegel (unehe- 
liches Kind?); Frueuff (vor der Hochzeit gezeugtes Kind, vgl. 
DWB. IV, 1,228); Frukegel (wohl dasselbe); Czwenling 
(Zwilling); Bufe (schles. Form für Bube, z.B. bei Eschenloer, 
Geschichten der Stadt Breslau 1440—1479); Pubak (vielleicht 
slav. bubak, bubek aus dem deutschen Bube = junger Mann); 
Knabe; Greis; Lyche. Muster; Schonherre; Schon- 
knecht; Cleinemeister; Cleineiunge, Clein(e)iungir; 
Cleinewicht; Rauchhart; Nanak (slav. Muttersöhnchen, 
nana bedeutet mundartlich „Mutter"); Paldra (= paldra mit 
Anlehnung an paldrykowac gierig essen = Vielfrass); Kudir- 
wal; Kaihart (Schwätzer, oder alter Taufname, vgl. S. 53); 
Pirdwschil (pirdusM Schwätzer); Kotowasch (kotowac 
mutwillig zanken); Anezele; mit der le . . . (nicht leserlich) 
zele; Anesorge; Anewandil; Hohercze; mit der Vuge; 
Fromknecht, Fromirknecht; Libirknecht; Libiskint; 
Erinfrunt; Sorginfint; mit der smaln hochvart; Ger- 
negros; Puschil, Pussil (= puszyl er brüstet sich, also 
Spitzname eines Stolzierers, oder von dem germ. Taufnamen, 
vgl. S. 54); Smerke (= smerek der Naseweis), Smerske 
(= smerski dass.); Czebol, Schebol (= szybai Schalk, ver- 
schmitzter Mann) ; Tummerwicht; ? Czunac (viell. zu mund- 
artl. ciun^jC sich setzen, ciuiitäk unbeholfener Mensch; oder es 
ist ciunac zu lesen und = Blödsinniger zu erklären). Vuller 
(Schwelger); Laur, Lwerlin (hinterlistiger Mensch). Vrowin- 
knecht; Vrowindiner; luncvrowendiner; Vrowinspigil. 
Vrunt; Gespan (Gefährte, Genosse); Libegeselle. Gebwir- 
fint; Judenfint. Clinghart (Mann von Vermögen, vgl. 
Renner 1600); Plausch (mit Anlehnung an piuiyc u. plaudo- 
wac wohltun, gut tun, vielleicht der Wohltäter); Slichting, 
Slechting, Slechtinger (einer der einen Streit schlichtet oder 
schlichten will), Slichtenik (wohl dasselbe mit slav. Einfluss). 



113 

Fremde; Haibirgast (gast hat in dieser Zeit noch den Sinn 
„Fremder"; speziell in Breslau „fremder Kaufmann": Cod. 111,96 
brengit ein gast cromerie, die shal her vorkoufin, und III, 154 
also das dem koufmanne, beide gaste und inwonern . . . Halbir- 
gast bezeichnet wohl einen, über dessen Heimatsberechtigung 
in Breslau man im Zweifel war, oder von dessen Eltern nur 
der eine Teil — die Mutter — hier zu Hause war). 

b) Tiere und tierische Merkmale, Pflanzen und ihre 
Bestandteile, Gesteine, Metalle, Himmelserscheinungen. 
Ber (es konkurriert bero als Namenstamm) ; Bock; Ebir 
(es konkurriert ebir als Namenstamm); Eychhorn; mit dem 
ezil; Ferkil; (Bozeferkel dürfte Komposition mit diesem 
Namen sein); Prasse (prassek = präsiek Ferkel); Vochs, 
Fuchsil; Lyske (slav. lisek junger Fuchs); Hase; Snelle- 
hase; Hirs, Hirsil; Hundis, Hundechin (es konkurriert 
der alte Taufname); Czucz (slav. mundartl. = Hund); Iltus; 
Jerling; Kalb, Kelbchin; Lewe, leo (es konkurriert stark 
der Taufname vgl. S. 15); Lemmechyn, Lemmyl; Lint- 
worm; Marder; ? Maul (vgl. S. 111); Ochse; Steinochsil; 
Olpent; Pferd, Pferdechin; Schrabke (zrabek Fohlen, 
ungewöhnliche Form); Losak (loszak kleines tatarisches Pf erd) ; 
Czelder (Zelter); Schoff, mit den schafen; Schopcz 
(Schöps); Ster (Widder, schles.); Stopp (skop Hammel), Sko- 
pack (für skopek Demin. dazu); Pedchora (piechora ist im 
Kaschubischen das Schaf, vielleicht hat auch piedchora dieselbe 
Bedeutung); Swinchin; Wolf (es konkurriert sehr stark der 
Namenstamm); Rorwolf; Odirwolf (vgl.Whld!66a). Frosch; 
Crotchin; Sneygel, Snegel (Schnecke, Blutegel); ?Vipper- 
lin (Natter?); Wurmchin, Wurmel; Fischil; Ribke, 
ßibeke (rybka Fischlein oder = ribak Fischer, mit undeutlich 
gesprochenem oder gehörtem Suffix; vgl. das Nebeneinander 
der deutschen Namen Fischer und Fischil); Grundil 
(ein Fisch, noch jetzt schles. = schnelles Mädchen, Whld. Z. 
g. 164); Slyzchawa (slizawa = Gründel); Gelofke (= gtawek 
der Fisch Blei oder = gtowka Köpflein); Glowacz (gtowacz 
hat verschiedene Bedeutungen: eine Art Fisch, eine Pflanze: 
scabiosa oder centaurea cyanus, eine Garbe, ein Mann der einen 

Wort und ßraucli I. lleicLert, Familiennamen. 8 



114 

klaren Kopf hat u.a.); Klibe (kliba eine Art Fisch), Clybe- 
chin, Klywichin (Demin. dazu); Slissmodel (= sliim^dia 
auch ein Fischname); Hecht; Hering (oder alter Taufname: 
ing-Bildung zu hari-), Heringer; Lachs; Persk; Wels, 
Welcz. Adelar; Ar; mit der entin, entchin; Falke, 
Falkil; Finke; Genzel; Gyer; Goldamer; Habich; 
? Han (kann auch KF. zu Johannes sein); Puthan = Putel; 
Heher; mit der hennen; Czapaler (wohl = czapal, capla 
der Reiher mit der deutschen Endung -er); Czisik (auch schles. 
Ortsname, vgl. S. 79); kokot (der Hahn); Kokucku(= kokutsko 
dass.); Kolmeuse; Kranch; Kreie; Kursige (= kurzyk 
junger Hahn, Demin. von kur Hahn); Czwiczuf (wohl kwiczöl, 
schles. kwiczul Krammetsvogel); Lirche; Pabyan (? == mhd. 
papegän Papagei, Lex. II, 202); Parducz (klingt an an slav. 
pardwa Seehuhn oder pard Panther) ; Sitich, Sitch; Slofege 
(= slowik Nachtigall), ^ Slofogil (volksetymol. Andeutschung- 
des vorigen?); ? Stegelicze (auch Ortsname); Storch; Strws, 
Straus (vgl. Socin 442); Swelbil; mit der Tuben, tube; 
Vogil; Waltfogil; Grunysfogillin. Royke (= rojek Dem. 
von roj Bienenschwarm). Bocuel (Bockfell, oder umgedeutscht 
aus Bogufal?); Varrenledir, Varleder; Kubein (md. „wessen 
Beine von den Knien an nach auswärts gehen hat Kuhbeine, 
heisst auch selbst ein Kuhbein" DWB. V, 2551); Entynfus 
(MüUer-Zarncke : antvuoz Mensch, der einen schleppenden Gang 
hat; vgl. aber u. „Zusammenges.Namen"); Hennenfus (vgl. ebda.); 
Refusyl; Fedir, Fedirlin; Vochsczayl; Lemirczayl; 
Kuczal; Phfobinczail (Pfauenschweif); Kalbsowge; Hörn; 
Bockshorn; Snabil; Honpurczil; Rehor; Czeginhor. 
Vogilhutte; Vogilhege (hege = Zaun, Hecke Lex. I, 1205, 
kann es nicht auch nomen agens sein?); Vochsloch. — Beumil; 
Blume, Blumil; Buchsboum; Dorn; Elehorn; Vigil; 
Hoppfe, Hoppfil; Hosczyn (viell. chwoszczyn von chwoszcz 
equisetum); .Kalinke (slav. Deminut. zu kalina Schneeball, 
Wasserahorn; schles. die Kalinkenbeere) ; Calmus; Czirmo 
(-a, -e) (slav. Natterwurz), = Kschirman (dasselbe ange- 
deutscht); Czitwar (Lex. III, 1141 Zitwer, eine Pflanze); 
Klee; Klette; Cleckenic (= klekieniec der Schusserbaum, 
oder klekieniec ein Holz am Harkenpflug); Knobelouch; 



115 



Crwtil; Nonser (= näsier, spr. nosier, ist wohl gekürzt für 
nasiezrzat ophioglossum vulgatum; vgl. den modernen FN. 
Nasierowski) ; Pasternak; Retich; Rutinstruch; Salwin 
(Salbei); Schirlink; Sledorn; Soczafky (viell. Genit. von 
Soczawka, Demin. zu socza pachydendron, Dickbaum). Lorbir; 
ßrambir (Brombeere); Pülcz; Kochmeile (ein Pilz, fungus 
pratensis, vgl. DWB. V, 1563 ; jetzt schles. Kochmännel, Whld. 
60a). Ast; Lindinast; Lindenblat; Grunlaub; Gryn- 
czwyg; Lylienczwyk; Meiczwig; Meyenris; Meyen- 
blut; Quittenblut; mit der Rozen; Rosinczwyk; Rosin- 
stengil; Rosinsterl (zu sterl vgl. Whld. 94b); Rozincrancz. 
Pigmete, Pickemit (< pigmentum, Gewürz); mit dem Saffa- 
ran, Saffaran; Pfeffir; Pfeffirkorn. Herteholcz; Torse 
(Kohlstrunk, Socin 444); Habirstuppil; Gorsantke (wohl 
korzantek = korzq,tek; korzq,t ist identisch mit korzen „die 
Wurzel"; korzq,tek oder korzq,tko ist das Deminut.); Aber; 
Vilgerste; Bosegrucze; ?? Appel (vgl. S. 50); Holczappel; 
Rotappel (kann auch sekundäre Komposition mit dem Namen 
Appel sein); Kern; Kornchin; Slekern; Kirsche; Pflume; 
Lynze; Czoczefsky (? = Soczewski von soczew Linse, oder 
von ciokac im Leibe brummen). — Aytstein (Bernstein und 
Magnetstein, Lex. I, 28); Flins; Goldchin; Goldkorn; 
Kuppirlin; Kezeling; Lot; Quarcz, Pechstein; mit dem 
Silbir, Silbir; Stal; ? Steinchin (oder alter Taufname); 
Swefil. — ?Hemil (vgl. aber S. 52); Goldinstern; Lich- 
tirstern; Morginstern, lucifer; Planeta, Planeter; 
Sonnenschin. 

c) Essen und Trinken. 
Prouant (mhd. = Proviant); Qwas (aus dem slav. = 
Gasterei, Schlemmerei DWB. VII, 2328; bei Eschenloer I, 80 
Quaserei); ? Gotberot (Lex. Anhang 216: der obrist pfleger 
sol in alle sundersiechenhüser zwßn gotberaet geben . . . und 
zuo ieglichem gotberaut sol man geben supp, flaisch ... Im 
Augsburger Stadtrecht); Vulleschussil; Kusschabir (wohl 
slav. = kuszapir < kuäati + pir = Essschmaus); Dzurl (wohl 
slav. dzur saure Suppe + demin. 1 ; übrigens wohl aus deutschem 
sür entlehnt). Aneuleysch; Vleysch yme hwse; Rint- 
vleysch; Granefleysch (grän mhd. Scharlachfarbe); Pfeffir- 

8* 



116 

vleysch; Crwt und vleysch; Kalpfros (vgl. zur Bildung 
bienenfrass = Specht, mhd. vräz = Fresser ; zur Bedeutung vgl. 
den Räuber Lemberslint aus dem Meier Helmbrecht) ; Weychey ; 
Vlec (vgl. Salczinflek bei den Imperativnamen); ? Gromus 
(vgl. aber S. 57); Kumpost (Sauerkraut); Twark; Drykese; 
Czerkese (oder Imperativ?); Grunekese. Grynekese, Krum- 
kese, Krymkese (eine besonders in Norddeutschland sehr be- 
liebte Sorte) ; Keze und brot; Keze in der taschen; Derp- 
brot; Lozebrot; Weychbrot; Drugebrot; Vesperbrot; 
Semilbrot (Brot von Weizenmehl); Bulacz (wohl von bula, 
bulka = Semmel; bula ist auch ein kleiner, dicker Mensch, 
auch bulacz); Pfankuchin; Krappil; Mosancz (ein Gebäck: 
zu Breslau auf dem Tume becket man gute mosanczen. Oster- 
spiel d.l4.Jhds., Fundgruben II, 320, 16); Trokscherre (Reste 
des Teiges, bes. Kuchen daraus, vgl. Whld. 100 a); Byga (hängt 
wohl zusammen mit bygielek, eine Art Gebäck); Swirteyg, 
Swirteg; Clunkirteik (wohl = Teig mit Knötchen oder Teig- 
reste); Semil (feines Weizenmehl); Czuckir; Honnich; Essik; 
Senff; Zwirsenf; Smalcz; Unslit. — Birsak (wohl nicht 
„Birnensack", wie Joachim, Landeshuter Geschlechtsnamen, will; 
sack ist als Schimpfwort in Zusammensetzungen sehr beliebt, 
Belege DWB. VIII, 1613 u. MüU.-Zarn. s.v.); Birente (ander- 
wärts kommen vor: Biergans, Bieramsel, Bierfink); Dunnebir; 
Medebir; PRaynebir (vgl. aber S. 55); Sechsbechir; Suse- 
milch; Zawirmilch. 

d) Kleidung, Schmuck, Ausrüstung, Werkzeug, 
Geräte, Besitz usw. 

Bendichin; Sydinbant; Butel; Gelermil; Rotermil; 
Biohose; Gelhose; Rage hose (straffe, gespannte); Vul- 
hose; Kleinehose; Hut; Anehut; Biohut; Hengilhut 
(herabhängender Hut; gebildet wie Hengilbirne: vgl. zur Bildung 
Wackernagel, Kl. Schriften 111,109); Schonhut; Czweihutel; 
Kessiliiut (Pickelhaube in Kesselform, vgl. Lex. I, 1566); 
VI inshut (Helm hart wie Stein); Fedir indem hüte; Jacke; 
mit der yopen, yope; yopil; Femilyope (Fimmel ist der 
männliche, Hanfhahn der weibliche Hanf; jener ergibt ver- 
arbeitet eine gute Leinwand, dieser eine geringe. Dieser Name 



117 

und der folgende bedeuten also urspr. zwei Joppen aus gutem 
und schlechtem Hanfgewebe); hanyope; Lyninyopil; Wes- 
talk a (wohl slav. Deminutiv zu Weste, Westalka = der in der 
Weste); Kappil; Kappelos: Kittil; Kogel; Rotkogil; 
Mantil; Schonmantil; Czabileg (wohl czapilek = czapicha 
eine Art Mantel); Grunrok; Rotrok; Grorok; Scheube, 
Schaubil; B uckinsc hu ch (Schuh von Bocksleder); ? Schor- 
schuch (? einer mit scharrendem Gange); Bagan (viell. hängt 
es zusammen mit mundartl. baganciärz der Arme mit schlechtem 
Schuhwerk: bagancie; bagan demnach etwa „der zerrissene 
Stiefel"); Anetasche; Veitaschen; Suswel (ist slav. szuszwäl 
aus dem deutschen „Schurzfell"); Czotil; Czippil; Breyt- 
czippil; Flogil (vgl. dazu Scriptores rerum Silesiacarum 
ni, 199: auch sol niemand gevlogelte ermel an den rocken 
tragen). Harras (Wollgewebe, nach Arras benannt); Kolcz 
(mhd. kölsch kölnisches Zeug, böhm. kolö); Kucze (ostmd. ein 
Kleidungsstück von grobem Wollzeug); Pelcz; Kosschuch 
(= kozuch der Pelz); Kurschin; Harm (wohl Inder Bedeutung 
„Hermelin" zu fassen; ein Kürschner führt diesen Namen!); 
Lameyn (= lamieii, wohl dasselbe, was mundartlich lamiec: 
der Filz); Zamit; Sydinfadim. — Armbrust; mit der ax, 
ax; Exchin; mit der Barten; Pfyl; Bittirpfyl; Snor- 
pfyl; Stral (Pfeil); Strelichin (Demin. dazu); Schild; 
Schiitchin; Tacze (Tartsche); Swertchin; Falcz (Klinge 
des Schwertes); Grell inort (Speerspitze); Speryseysen; 
Panczir; Hernislin (Demin. zu Harnisch); Platte (Brust- 
hamisch). — Anefal (Erbe); Erwe; Oneczense (zur Form 
zinse vgl. Whld. 109b); Hohus; Bachws (Backhaus); Czym- 
mer; Gutgemach; Küche; Treppe (Treppe oder wohl eher 
= mnd. trippe Pantoffel, vgl. die Namen Trippener und Trep- 
penmecher S. 101); Loubelin; Komorke (Kämmerchen, vgl. 
Whld. 46a); mit der durchuart; Nvkeler; Drybodem; 
Tenne; Schewer; Schacht; Volwasch (folusz ist die Walk- 
mühle, in der die Hausleinwand oder das Haustuch gewaschen 
wird, volwasch hat wohl dieselbe Bedeutung); Wirstube (wohl 
slavisiert Wirtsstube); Hawerhus; mit der humery, hum- 
mery (umgedeutscht wohl aus humularium, Hopfenlager; die 
heutige Breslauer Strasse „Hummerei" hiess früher undir den 



J18^ 

melczern! Markgr. 77 f.); Habirland; Gresery; Robacker 
(Rübenacker); Kolgarte; Krutgarthe; Wyngarte; mit 
der Wyse; Obilacker; Wustehube (auch Ortsname, vgl. 
v.Zeschau S. 206/7); Misthufen; Schober. Vielleicht drückt 
mancher von den letzten Namen weniger den Besitz als den 
Wohnort aus. 

Sonstiges (alphabetisch, eine weitere sachliche Einteilung 
ei'wies sich als unmöglich) : Abecracz („was abgekratzt wird", 
vgl. die Namen Kreczwescher und Waschkracze); Achse; 
Almerie (< armarium, Schrank); Anhoke („ohne Hocke", vgl. 
d. Namen Hokener = Kleinhändler); Badeschiit (Badewanne); 
Baroke (wahrscheinl. = barlog Kehricht); Bottil; Dreybote; 
Grosebote; Bredel; Buch, Buchil; Buchsil; Fenstirlin; 
Fischczein (zein = Rute, Stab; fischczein wohl ein Gerät 
zum Fischfang); Flasche; Fudirholcz; Vullisseckil; 
Funke; Funkele (< fum + kelle: Kelle zum Abschäumen; 
schles. heut fom = Schaum, Feim); Tischbirkele; Kelle; 
Galschs (wohl galcz, Knopf am Stock); Gamerote, Game- 
rad, -od (ein Trinkgefäss, Bresl. K. u. U. B. Ms. IV Q. 102, 
Voc. cath. fol. 4^^: artista Kotrolflf vel gamerate); ? Geldenap 
(?? Gelte + Napf); Glesil; Goldinczaum; Goldinrink; 
Goltschak (schak(e) bes. ndd. Glied einer Kette) ; Grosfeuyr; 
Grozewassir; Groskopf (köpf wohl noch in der Bedeutung 
„Becher"); Hellekop (vgl. Frauend. 331, 22: do nam ich her 
für den napf min, der künde heller nicht gesin, d6 klopft ich 
daz ez lüte erschal; hei könnte auch glänzend bedeuten); Hamir, 
Hemir (vgl. aber S. 52); Hoyysen (Eisen zum Hauen); Holcz; 
Ysingretil (Demin. zu Gerät aus Eisen); Yspfol (Eispfahl); 
mit der Kannyn; Kendil; Kennechin; Czappe (Zapfe 
zum Ausschenken); Kaste, Kestchin; Keule, Kule, Kulyn 
(vgl. aber S. 52); Czynsedil; Czinke; Czir(e)fas (Fass zum 
Schieren, Klären; vgl. Schierbütte, DWB. IX, 27); Clemme 
(s. u. Premys); Kleppil; Kloppfil; Cloppstein; Glos 
(oder KF. zu Nicolaus ?) ; Clocz, Cloczil; Knawf, Kneufil; 
Knebil = Kneber; Kokynyn (wohl kocinin. Gebauer für 
Hühner oder Lämmer); Conoplath (entweder konioplot Pferde- 
zaum oder konioplat Pferdedecke); Korb; Crwbke (wohl 
grubke, grubka Handvoll Erde); Crucke, Croken; Krump- 



119 

holcz; Leffen (md. für leflfel; ebenso kommt hier vor neben 
den Namen Drossil und Buchsil auch Drossi» und Buchsin, 
Schufener neben Schufeier u.a.; vgl.Whld.Gr. §212); Legel; 
Leschhorn; Leuchter; mit der Mesten; Nayl; Nebeger 
(Bohrer); Nolde; Noldinuessil, Noldinvesschin (Nadel- 
büchschen); Ofenloch; Ofenstein (vgl. Whld. 66b); Pflug; 
Phol; Pollot (polot slav. mundartl. die Schneeflocke); Pemke, 
Pymke (ist wohl Demin. zu p^k ~ 1. Garbe, 2. Buckel, 3. Knoten); 
Premys, Pryms (Bremse, Klemme, Lex. II, 291, vgl. oben 
Clemme); Queczebein (wohl Werkzeug aus Bein zum Zer- 
quetschen); Queste (bes. der Wedel, mit dem der Badende ge- 
strichen wurde); cum rota; Rastel (Drahtgitter, aus latein. 
rastellum); Rinke; Ruze (md. = Reuse); Sak, Seckil; 
Schaufil; Schawysen (Eisen zum Schaben, vgl. oben Hoy- 
ysen); Schacz, Scheczil; Schemel; Schindil; Slegil; 
mit den slossen; Slossil, Slussil; Smalcztasche (was 
bedeutet Schmalztasche?; vgl. im „Ring" des Albr. v. Wittenw. 
smirteschil) ; Snorrebeyn (Schnurrbein ist jetzt ein aus einem 
Knochen hergestelltes Kinderspielzeug, das zur Hervorbringung 
eines schnurrenden Tones dient); Sperheckil; Stange, Stengil; 
Stanthart (Standarte); Stap; Steinkop; Stockegemechte 
(wohl ein aus Stöcken hergestelltes Gerät); Stolle (Stütze, 
Gestell); Storcze; Stoser (Werkzeug zum Stossen; oder nom. 
agens?); Stricholcz; Sweller (bei den Gerbern heisst die 
Schwellfarbe bzw. das damit angefüllte Gefäss „der Schweller"); 
Tarus (viell. slav. parus Segel; tarus ist unverständlich); 
Tockil (Dem. zu tocke, Puppe; für Schles. bezeugt von Whld. 
98b); Toppil; Trögel; Truche; Waytminnicht (? = weit 
+ minium, 2 Färbemittel); Wachinsak (vgl. Lex. III, 624 
wachegetreide) ; Wullinsag; Wurf iL 

e) Auffallende Beschäftigung, vorübergehende 
Funktion u. ä. 

Soldener, Saldener; Fusknecht (Fusssoldat) ; Vende 
(dass.); W apen er (dass., auch Waffenträger); Kempfe; Kre- 
ger (Krieger); Hergeselle; Schildeschroter. Landferer 
(vgl. unser Seefahrer); Landreiter; Wedeler (Lex. III, 628 
wadelaere Umherschweifer, Flüchtiger); Bernsteche, Bern- 



120 

Stecher; Reuber; Morder; Pfadehwche (Strassenräuber, 
Lex. II, 231); der enpfhurer; Holwanger (Verräter); Hor- 
deier (der Schätze sammelt; oder in der Bedeutung des heutigen 
„ Hürdler " = Führer eines Hürdlerwagens ?) ; G r e i n e r ; G r e i - 
nynger (dass., zur Bildung vgl. Slichting S. 112, Kipping und 
Pewsing unten; zu -er vgl. S. 67); Czenker; Tewerer, 
Twerer (zu tiuren, verherrlichen, schätzen); Kr eher (einer 
mit krähender Stimme?); Harrer; Keckal, Kykeler (wohl 
cekat schles. für czekäl der Harrende) ; Pustirlin (? einer mit 
schnaufendem Atem); Schnyber (dass.); Vyster (vysten = 
pedere); Gn er sich (wohl gmerzych = der unbeholfen herum- 
krabbelt); Hennenfind; Kaczinschinder (verbreiteter Spott- 
name des Kürschners) ; Leymklecker; Steinczyer; Rockin- 
mader; Pirchinhouer; Kipping, Kippinger (? zu kippen 
Lex. I, 1579 stossen, schlagen, zur Bild. vgl. Slichting; s. aber 
S. 52); Goltkenner; Alchimista; Pewsing (zu biuzen Lex. I, 
291 hauen, behauen; vgl. u.d. Imperativnamen Peusinphenning); 
Czedirsik (= cedzirzyk von cedzic durchseihen = der Durch- 
seiher); Duczschriber; Rotgebe; Obsela (obsyla ungefähr: 
derjenige, der herumfragt); Harr er (vgl. u. den Imperativnamen 
Harrus); Horcher; Eynsedil; Kindilwirt (Kindtaufvater); 
Tanczer; Treter; Gempirlin(Springer); Renner; Kömeling 
(Ankömmling); Tilg euer (Pflanzer von tilgen, telgen = Baum- 
reisern; vgl. Whld., Verbr. u. Herk. d. Deutsch, in Schi. S. 212); 
Pfwter (dasselbe, pfwte = mnd. pote, Setzling, Spross; vgl. u. 
den Imperativnamen Seczebaum); Patriope (assimil. aus lat. 
patriota; so die lat. Form des Namens), Pateriote. 

f) Glaube und Religion, Kirche, Obrigkeit. 
Papa; Bischof; Apt; Priol; Probist; Techant 
Legate; Pfaffe, Phfefchyn; Prister; Pferrer; Prediger 
Ewangelier (= Diakonus); Mönch; Begehart (Laienbruder) 
Propheta; Petirsphfening; Paternoster; Creiczgen 
Weyroch. Tuuil; Hellefuger (verbreiteter Name des Teu- 
fels); Stempil (auch ein Name des Teufels, vgl. Grimm, Myth. ^ 
839); Hemirlin (dass., Myth. 151, vgl. unten den Namen 
Hamerschlag); Nichse; Schretil; ? Wassirman. — 
Keyzer; Kung, rex; Knesche (= cech. kne^e, Fürst); Cra- 



121 



liczko (= ßech. Kralicko Königlein); Herczog; Markgraf, 
Marchio; Burggrav; Lantherre; Junchir; Rittir; Hof- 
felinger (zum -er vgl. S. 67). 

g) Personen der Verwandtschaft und Umgebung. 

Altern; mitdermutir; Vaterer (nur einmal überliefert, 
wohl für Vater; gebwirer, permenterer u.a. findet sich in den 
Quellen); mit der husvrowe; mit dem wibe; Altwip; 
Schon wib; Man (oder KP. zum Namenstamme man?); mit 
dem kinde; Son, Sonchin; Meydechin; mit der swestir; 
Durrbruder; Lipsvogir; ?Vetirling; Vettir; Bozefettir; 
Om; Geuatter; Pate; mit der Nonnen; Bademuter 
(Hebamme). 

h) Münze, Mass, Gewicht. 

Heller (vgl. aber S. 68); Achczenheller; Dryheller; 
Eylfmark; Hundir(t)mark; Halbemark; Fumfgrosche; 
Nobel (oder alter Taufname? vgl. S. 54); Helling (alter Tauf- 
name? vgl. S. 53); Schilling; Schiloga (Genit. von schilog, 
szel^g Schilling); Schostak (szostak eine poln. Silbermünze) ; 
Czechino (ital. zecchino Goldmünze?); Scherf; Dryling; 
? Czener (vgl. S. 66 f.); Virdung; Virtil; Volmoss; Gros- 
mos; Hantvol; Halpscheffel; Nössil; Quart; Sebin- 
quart; Quentin; Sebinczog (sieben Schock); Mil; Nwn- 
rwtener. Intrate (vgl. Du Gange III, 877 c intrada : in- 
troitus; reditus; vectigal; Entschädigung des Kerkermeisters 
durch den Gefangenen). 

i) Zeitbestimmungen. 
Czeniar; Nwyor; Herbist; Vrowinther (Frühwinter); 
Somir; Winter (oder alter Taufname, vgl. S. 56); Meye; 
Vrytag; Montag; Vyirobant; Mitternacht. 

k) Abstrakta. 
Abes(ch)acz; Anevank; Bludenjogint; Buse (oder 
slav. Taufname? vgl. S. 57); Dynst; Ebintwr; Erinpriz; 
Vil erbeit; Vilstich; Wintschaft (orthogr. für vintschaft); 
? Vorrot; Vrawdinsprung; Vruntschaft; Fryeslebin; 
Kurczlebin; Senftelebin; Frischer mut; Gasthut (vgl. 



122 

u. den Imperativnamen Schyrmingast); Gelucke, Fortuna; 
Genode; Gereitschaft; Gutgeberde; Heylgezele; Hoch- 
mut; Hoffenunge; Huczery (vgl. unten den Imperativnamen 
Hucz uff de Kethe); Irreganc; Irremut; luncvro weczucht; 
Czernotto (wohl czernota, czarnota die Schwärze) ; Czirnatil 
(wohl Demin. zum vorigen, vom Namen nicht vom Worte); Czyk 
(Lex. III, 1100 leise Berührung, Neckerei usw.); Czinczirlincz 
(Schallnachahmung); Cleindinst; Kloppot (kloppot Unruhe, 
Kummer, Sorge) ; Koley (slav. die Bahn); Langerede; Lewin- 
trit; Blumentrit; Lylienschin; Nwedinst; ?Nwger; 
Obirmut, Ubirmut; Pselot (nach der sogenannten masuri- 
schen Aussprache, die auch in schles. Gegenden üblich ist = 
przelot Durchflug); Pws (Schlag, Stoss); Ropot(e) (roböta 
Fronarbeit); Rosbor (rozbör oder rozbiör Auseinandersetzung, 
Untersuchung); Sache; Schade; Schande; Schermwsil 
(= Scharmützel für Breslau bezeugt, Lex. 11,665); Schuche 
(md. Scheu, Abscheu); ? Sende; Smecht (Lex. II, 997 < smae- 
heSe Beschimpfung, Schmach); Snellmut (oder alter Taufname? 
vgl. S. 55); Strit (oder alter Tauf name?); Sweim (Schwanken, 
Schweben, Schwindel); Ummelouf; Wettelouf; Untogunt; 
Unkouf; Unrue; Wachsmut; Warmut; Wedirmut; Wil- 
dirmut; Weghut (vgl. oben Gasthut); Wonnenprys. 

1) Adjektiva^). 
Aide; Eideste; Scheidek, Schedke {== dziedek der 
Alte); Staras (von stary, wohl der Alte); Blanke (mhd. oft 
weiss, vom Alter); Bleiche, Bleicher (vgl. aber S. 100); 
Blynde; Bondeke (b^dek der Zukünftige; das auslautende e 
ist deutsch); Breyter (?); Dalusch, Dolusch (als Stamm 
liegt zugrunde dal, schles. Ausspr. dol „hat gegeben", somit = 
der Freigebige) ; Dyke (es konkurriert der alte Taufname, vgl. 
S. 51); Drogusch (= der Teuere); Eyslich; Erhaft; Fawle; 
Feiste; Vintlich; Flache; Volleklich; Vorlorn; Fremde; 
Fryer; Vrolich; Frome; Gel(e); Gelbfar; Glate; Glatke 
(von gladki glatt); Glich(e); Glu(w) er (klug, sorgsam); Grize, 
Grizer; Grobir; Gros e (vgl. aber S. 55); Grulich (= griu- 
welich); Grüne; Szcholky (ziolki der Grüne); Gute; Hoch; 

^) Zu den Namen auf -er vgl. S. 66. 



123 



Hochgemut; Houelich; Iserin; Junge; Kaier (oder alter 
Taufname? vgl. S. 53); Czely (ßech. cely ganz); Cz.ipperne 
(cipierny streitsüchtig); Klein; Mala, Maly (maly der Kleine, 
mala scheint der Genit. zu sein) ; Kluge; Kruse, lat. Crispus; 
Kurcze; Kusche (md. für kiusche); Kustramme (vielleicht 
kostromny buschig); Lange, Langer; Lankusch (wohl l^kusz, 
schles. lankusz der Furchtsame) ; Lynke; Lyse; Lose; Lubis 
(lubisz der Freundliche); Magir; Melos (= mielosz, mitosz 
der Liebliche); Moygil (slav. = mogil der Hügelartige?); 
Morrecht (mürrisch^ = More; Mrokot, Morokot (mrokot 
der Mürrische) ; Neczancz (= nieci^dz ohne Last, unbelastet); 
Ortik (schneidig, scharf); Quo de (quäde böse, schlimm); Rawe 
(roh), Ru(w)e(r); Riche (es konkurriert der Namenstamm rieh, 
vgl. S. 55); Rische (hurtig, schnell, frisch); Schel, Scheler; 
Schuczlich (sparsam; für Schlesien Whld. 88b); Selbwachsen 
(ungebildet, zuchtlos); Selig; Semfte; Sydin; Silberyn; 
Synewel; Slanke; Slawig (matt, kraftlos, träge); Sneller 
(oder alter Taufname? vgl. S. 55); Snewis; Steleyn (von 
Stahl); Strubil; Subit'lich; Zawer; Tapher; Trunken; 
Unbesche(i)den; Unvordrossen; Unvorczait; Ungelenk; 
Ungeraten; Wacker (es konkurriert der Namenstamm waccar, 
vgl. Weckerlin S.56); Weydenlich (jagdgemäss, keck); Weyse, 
albus; Wening, Weninger; Werdek; Wilde (oder aus 
altem Taufnamen, vgl. S. 56); Schyke (dziki der Wilde); 
Winczi(n)g; Wirsing; Wüste, Wyste; Wolbedocht; 
Wolgemut; Wolgeroten; Wundirlich; Wyssenim (wyze- 
nim verbannt). Ringewege; Baruus; Lylienfin; Trucht- 
lip (trucht Kriegerschar, kriegerischer Angriff); Vrowintrut; 
Dumelos; Kappelos; Stocklos; Hochczenschuch. ndd. 
Slappe; Vette. obd. der tenkke (= linke; der Träger 
dieses Namens wird in einer Streitsache mit Regensburgern 
erwähnt! S I, 269*). 

Suffixale Ableitungen: Klugel; Bloedel; Tobyl 
(vgl. aber S. 57); Kurczel; Czertil, Czertchin; Krwsechin; 
Weckerlin (vgl. aber S. 56). Vetting, Buntyng und Gris- 
sing gehören wohl auch hierher, vgl. Brüder Grimm, Deutsche 
Sagen ^ Nr. 245 : Er hatte einen Rock von vielfarbigem, bunten 
Tuch an, weshalb er Bundting soll geheissen haben. 



124 

m) Adverbiales^). 
Vil andirs; Hindenus; Hindinoch; Metesam; Mitten- 
drin; Mittinenczwey; Morneweck (= morgen hinweg, vgl. 
ZfdU. XVI, 303 u. Socin 464); Forrahere (= vor dem Heere?). 

B. Kichtlinien der Erklärung. 

In der gegebenen Übersicht über den Bestand sind die zwei 
Einteilungsprinzipien, das stoiFliche und das formale, nicht streng 
geschieden. Dieser Ausweg ist gewählt worden, um von einer 
doppelten Wiedergabe desselben Materials, nur verschieden ge- 
ordnet, absehen zu können. Es sind also die Namen, je nach- 
dem der Schwerpunkt des Interesses in der Bedeutung oder in 
der Form lag, dieser oder jener Gruppe zugewiesen worden. 
Die Abteilungen Abstrakta, Adjektiva, Adverbiales geben das 
vorhandene Material ganz; die nach der Bedeutung geordneten 
Abteilungen lassen sich daraus leicht zur Vollständigkeit er- 
gänzen. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass es bei der Zu- 
sammenordnung nach inhaltlicher Verwandtschaft öfters nicht 
ohne einigen Zwang abgegangen ist, und dass manchmal die 
Grenzen recht weit gesteckt werden mussten. Das Namensystem 
ist eben gerade so vielgestaltig wie das Leben selbst, dem es 
entsprossen ist. Man möge also einige Gewaltsamkeiten dem 
Bestreben zugute halten, durch Aussonderung grösserer Gruppen 
eine Vorstellung zu geben, welches die Hauptwege waren, die 
die Namengebung eingeschlagen hat. Auch manche Äusser- 
lichkeiten waren nicht zu vermeiden. Z. B. in der Gruppe 
„Tiere usw.": wäre vochs nicht besser zu der Gruppe „Körper- 
liche, geistige Eigenschaften" gestellt worden, weil es einen 
rothaarigen oder schlauen Menschen bezeichnet? honpurczil 
nicht besser zu „Essen und Trinken", da nach Fischart, Gar- 
gantua Cap. 4 (S. 69 Aisleben) Hennenpörtzel eine besondere 
Delikatesse waren? Und so in hundert andern Fällen. Aber 
es schien doch rätlicher, nach dem reinen Vt^ortsinn zu gehen. 
Denn man rührt hier an die Hauptschwierigkeit in der Be- 
urteilung der Übernamen, an die Frage: wie sind sie im ein- 
zelnen Falle entstanden? Die Antwort darauf fällt recht un- 



125 

befriedigend aus. Wenn nämlich die Entstehung nicht ohne 
weiteres einleuchtet (z. B. bei körperlichen und geistigen Eigen- 
schaften, Kleidung), ist es müssig, sich über die Entstehung, 
besonders über Gelegenheiten, die den Anlass zur Bildung ge- 
geben haben, den Kopf zu zerbrechen. Der Grund des Über- 
namens wird nie angegeben, und man kommt daher über vage 
Vermutungen nicht hinaus^). Wohl hingegen kann man tiefer 
eindringen, wenn man, vom einzelnen absehend, allgemeiner 
untersucht, welcher Natur das Verhältnis ist, das zwischen Be- 
nennung und Benanntem bestehen kann. Es lassen sich da 
einige Gesichtspunkte finden, unter die sich die meisten Namen 
einordnen. Sie seien im folgenden zusammengestellt. 

1. Die äusserlichste Art der Kennzeichnung ist die An- 
fügung einer kennzeichnenden Eigentümlichkeit durch die Prä- 
position „mit" an den Taufnamen ^j. Diese Namen können 
ebenso wie die FN. von Ortsnamen auch ohne die Präposition 
gebraucht werden. Es ist Cunot mit der ax 1354 S I, 259 
= Cunat ax 1360 S II, 80*; Peter mit der ax 1352 S I, 
205* = Peter ax 1362 811,158; Ticze mit der hummerye 
1364 811,241 u.ö. = Ticze humeri 1365 811, 314; Henlin 
mit der yopen 1360 S II, 93 = Henlin yope 1359 8 II, 51; 
Gotfrid schriber mit dem scharlachsmunde 1346 8 I, 29 
= by Gotfrede scharlachsmunde 1351 8 I, 146* = Got- 
frid scharlachsmund 1359 8 II, 58* = scharlachsmunt 
1355 8 1,301; Michil mit dem 8ilbir 1389 8 VI, 85 = 
Michil silbir 8 VI, 104 u. 114. Besonders begünstigt wurde 
das Hervortreten der präpositionslosen Form bei der Vererbung 
des Namens, durch die er dann nicht mehr zu den tatsächlichen 
Verhältnissen stimmte. Den Übergang dieser Art von Namen auf 



*) Nur ganz selten ist es einem einmal vergönnt, den sprachbildenden 
Geist bei der Arbeit zu beobachten. Im Breslau er Stadtarchiv befindet sich 
ein Blatt, aus dem 15. Jhd. stammend, auf dem ein Stockknecht sich ein 
Dirnenverzeichnis angelegt hat. Leider ist nicht mehr viel leserlich. Es 
heisst da: Eyn uff der messergassen eym weyssen hör; becken- 
sloers mayd dy spricht da habe . . .; eyne . . . dy scheelt, di tret 
geregene hemde mit letczen . . . 

') Will man eine Parallele aus unserer Zeit, so sei daran erinnert, 
dass man die verschiedenen Madonnenbildor zu unterscheiden pflegt als 
Madonna mit dem Zeisig, mit der Birne, mit der Bohnenblüte usw. 



126 

andere Personen beweist die Bezeichnung Katharina mit dem 
czoppe 1398 Sr VIII, 207*, die die Frau des Peter mit dem 
czoppe 1394 S Vn,141 ist; weiteres s. im Abschn. „Festigkeit 
d. FN.". Das Fehlen der Präposition vermindert natürlich sehr 
die Durchsichtigkeit solcher Bildungen. In der Tat sind sie 
auch früher nicht in ihrem Wesen erkannt worden. Andresen, 
Deutsche FN. aus Appellativbenennungen von Frauen (Die Grenz- 
boten 1883 S. 627 f.), will die FN. Braut und Wittib erklären 
und kommt dabei auf den etwas sonderbaren Gedanken, sie 
aus der Gewohnheit eines Mannes abzuleiten, der in auffallen- 
der Weise auf Brautschau ausgeht oder das Wort Braut im 
Munde führt, und eines anderen, dem die Sorge für Witwen 
vorzugsweise am Herzen liegt und der sich danach beträgt und 
äussert. Betrachtet man die obigen Gleichungen und daneben 
die Bezeichnungen mit der mutir, mit der swestir usw., 
so kann man nicht zweifelhaft sein, wie die genannten beiden 
Namen zu erklären sind. Ebenda sagt Andresen, es sei un- 
statthaft und verfehlt, den Namen Nonne mit dem weiblichen 
AppellativbegriflF in Verbindung zu bringen, er sei zu ahd. 
Nonno zu stellen, unser Name Pauel mit der Nonnen 1354 
S I, 271 (auch in Görlitz 1366 flf. ein Heinrich myt der normen, 
Jecht S. 24) zeigt das Gegenteil. Auch braucht man nicht 
mit Andresen Amme als KF. zu Adamar aufzufassen, wie sich 
aus Nickil mit der Ammen 1352 S I, 221* ergibt. Ebenso 
wird vieles seine Erklärung finden, was in der Abteilung 
„Personen der Verwandtschaft usw." auch ohne Präposition 
steht: Altern (Eltern), Altwip, Bademuter, Son u.a. Die 
Namen von diesem Typus, in denen Tierappellativa erscheinen, 
zeigen, dass Haustiernamen als FN. nicht immer nur aus dem 
Vergleich entstanden gedacht zu werden brauchen. Man muss 
auch bei ihnen das Besitzverhältnis in Betracht ziehen. Neben 
der Form mit dem ezil findet sich auch die Form Ezil, 
allerdings nicht bei derselben Person belegbar. 

Bei einigen dieser Namen erhebt sich dieselbe Frage wie 
bei denen von der Wohnstätte (vgl. S. 72f.). Wie konnte man 
Merkmale zur Bezeichnung einer Person wählen, die wegen 
ihrer Farblosigkeit oft recht wenig Bestimmungskraft hatten? 
Es handelt sich um Fälle wie Nicolaus mit der husvrowe 



127 



1395 S VIII, 37 und Peschke mit dem wibe 1392 Sr V, 20. 
Die Antwort ist hier dieselbe wie dort. Man darf diese Namen 
nicht in Beziehung zur Allgemeinheit setzen wollen. So haben 
sie gar keinen Sinn ; der Besitz einer Frau ist doch nichts be- 
sonders Kennzeichnendes. Solch ein Name ist vielmehr nur zu 
verstehen als das Gegenbild zu dem eines Gleichnamigen, der keine 
Frau hatte. Es ist genau dasselbe, wie wenn wir unterscheiden 
zwischen dem „verheirateten Müller" und dem „unverheirateten 
Müller". Ebenso erklärt sich ein Name wie Peter mit dem 
kinde 1385 S V, 117*. Auch Hannos mit der entin 1345 
S I, 90 und Hensil mit der hennen 1375 S IV, 79* scheinen 
auf eine solche Relation hinzuweisen.. Oder aber alle diese 
Namen sind zu beurteilen wie die Bezeichnung Frenczil mit 
dem harte 1369 S lEE, 44*; in solchen Verbindungen hat der 
Artikel eine hervorhebende Kraft : mit dem harte = mit dem 
grossen Barte, vgl. den Otte mit dem harte (bei Rudolf v. Ems). 

In zwei Fällen kann man vielleicht noch die Entstehung 
eines solchen Namens beobachten — Cunrot mit den slossen 
ist von Beruf serator (Schlosser), und Heinke mit der 
harten ist mactator (Schlächter) — vorausgesetzt, dass die 
Namen nicht schon vererbt sind. 

2. Eine andere Gruppe von Übernamen erklärt sich aus 
dem Vergleich. Hierher gehören — unsere Scheltworte Schaf, 
Esel, Gans beweisen das aufs deutlichste — die meisten 
FN. von Tiernamen. Besonders augenfällig tritt das zutage, 
wenn der Artikel noch erhalten ist. Es hat sich nur ein Bei- 
spiel gefunden: Her Johannes der hyrs 1368 S II, 422*^). 
Auch manches von den Pflanzenbezeichnungen hat hier seinen 
Platz. Zu dem Namen Meyczwig vgl. Leben der hl. Elisabeth, 
126 (Rieger): er wüs üf als ein meienzwig; zu dem Namen 
Meienris vgl. Konrad v. Würzburg, Der Werlte Ion, 134: du 
blüejest als ein meienris in mannicvalter tugende^). (Anderes 



^) Dasselbe Verhältnis, nur von der andern Seite gesehen, liegt vor, 
wenn man Hunde nach missliebigen Personen nennt: Nero, Pascha. 

^) Weiteres bei J.Grimm, Über Frauennamen aus Blumen, Kl. Sehr. 
II, 366 ff., wo S. 399 Anm. 2 auch Mannesnamen von Pflanzen aus mhd. 
Quellen zusammengestellt werden, teilweise noch mit dem Artikel: der 
krautstengel, der rosenstengil (vgl. S. 115), der rebestoc, die brüne nuz. 



128 

« 

davon erklärt sich aus ^mit" oder „bei", z.B. mit der rozen; 
by der wydin.) 

In diesem Zusammenhange sei die Frage berührt, in welcher 
Beziehung solche Tier- und Pflanzennamen zu den Häusernamen 
stehen. Man findet überall die Vermutung ausgesprochen, dass 
FN. wie Lamm, Hirsch u. ä. von Häusern „zum Lamm", „zum 
Hirsch" abgeleitet sind. Diese Annahme ist, so nahe sie liegt, 
zum mindesten für Breslau, gänzlich von der Hand zu weisen. 
Auf den vielen Tausend Seiten der Schöffenbücher, die nur von 
Verschiebung des Besitzes, besonders des Grundbesitzes, durch 
Aufreichung und Vererbung handeln und die, mitunter auf einer 
Seite ein paar Mal, Grundstücke, um die es sich gerade handelt, 
genau bestimmen müssen, findet sich im 14. Jhd. keine Spur 
einer Benennung des Hauses nach einem Tier oder einer Pflanze. 
Man darf nicht etwa denken, dass solche Häuserbezeichnungen 
in den Quellen sich nur deshalb nicht fänden, weil sie für den 
Gebrauch in der Urkunde zu niedrig wären. Davon kann 
keine Rede sein. Man braucht nur die derbsten und alier- 
derbsten der Übernamen und Satznamen anzusehen, um zu er- 
kennen, dass es für die damalige Zeit den uns geläufigen 
Unterschied des Stils der Benennung in der Sprache der Ur- 
kunde und des täglichen Umgangs noch nicht gab. Und wie 
hätte eine solche Bezeichnung, wenn sie vorhanden gewesen 
wäre, die Bestimmung erleichtert in einer Zeit, wo es keine 
festen Strassennamen und natürlich Hausnummern erst recht 
nicht gab. Aber sie waren eben nicht vorhanden, und die 
Schreiber müssen sich mit umständlicher Angabe des Nachbars, 
des Gegenübers oder sonst einer Eigentümlichkeit des Ortes zu 
helfen suchen. Es ist also festzustellen, dass in Breslau die 
FN. älter sind als die Häusernamen. Das Umgekehrte ist mög- 
lich, dass nämlich später, als hier Häusernamen aufkamen, die 
Marke von dem Besitzer, wenn er einen geeigneten Namen 
hatte, hergenommen wurde. Und ähnlich wird man auch über 
die Beziehung der FN. zu den Wappenbildern urteilen müssen. 
Wappenfähig sind bis ins 14. Jhd. nur die Ritter. Erst um 
die Mitte des 14. Jhds. erscheinen auch bei Leuten bürgerlichen 
Standes Wappen, und zwar auch da nur bei den angesehensten 
Familien, die mit dem niederen Adel sozial ungefähr auf einer 



129 

Stufe standen. In der Mitte des 14. Jhds. ist aber das Familien- 
namenwesen schon in einem so vorgerückten Stadium der Ent- 
wicklung, wie es unsere Untersuchung zeigt. Ein Einfluss der 
Wappen auf die Namen ist also sehr unwahrscheinlich. Höch- 
stens, dass in späterer Zeit vereinzelte Namenneubildungen so 
ihre Erklärung finden. Die eigentliche Ausbildung unseres 
Familiennamensystems aber ist unabhängig von den Wappen- 
zeichen vor sich gegangen. 

Eine ganz geläufige Anschauung setzt einen ungeschlachten, 
rohen Menschen einem Stück Holz oder sonst einer plumpen 
Masse gleich^). Dieser Vergleich muss sehr beliebt gewesen 
sein, denn es ergibt sich eine ganze Reihe von Namen, die so 
erklärt sein wollen. Zum Ausdruck gebracht wird der Vergleich 
in dem Namen Mannisclocz^). Nicht so augenfällig ist er 
in den folgenden Namen: Clocz, Cloczil; Dremel (Whld. 
16a dremmel = Knüttel, Prügel); Flegil; Knebil = Kne- 
ber (Peter knebil S V, 14 = Peter kneber S VI, 73; zum 
Wechsel von 1 und r vgl. Whld. Gr. § 212; bei Luther: Wie 
Junker Filz und Knebel auf dem Markt tut. DWB. V, 1377) 
Kloppfil; Kleppil; Knotthil; Knote; Knocze (DWB. V 
1499); Knewczil (DWB. V, 1415); Knorre (DWB. V, 1489) 
Knopil; Knospe (in seiner alten Bedeutung = Knorre; vgl 
Grobian, von Hellbach, 34 : kom her du dölpel, knosp und filz) 
Phol; Slegil; K e wie (DWB. V, 649 als Schimpfwort bezeugt) 
Kyl; Schrolchin (zu mhd. schroUe, vgl. Fastnsp. 88,13: du 
knebel, duschrol); Knawer (Fastnsp. 1263: er sei reich, arm 
oder ein paur / wie schon suptil, wie grober knaur; Fastnsp. 
525, 13 : so bin ich von den zwelf gesiechten der pauren, / die 
mit iren namen heiszen di Knauren); wohl auch Lot (vgl. Sige- 
not bei Caspar v. d. Rhön, 38 : daz ungefüege lot = der schwere 
Riese); Ast (nach Wander, Sprichw.-Lex. I, 156 heisst im 
Hildesheimischen ein Grobian „growe ast"). Auch Lynze fügt 
sich hier gut ein, wenn man es als Bezeichnung für einen 
kleinen Menschen fasst (vgl. das heut im Schlesischen übliche 



^) Vgl. unsere Schimpfnamen Flegel, Bengel, ungehobelter Kerl. 

*) Wie wir wohl sagen „ein Klotz von einem Manne" ; der Name 
zeugt übrigens gegen Andresen, der (Konkurrenzen 68) den Namen Klotz 
zu hlod stellt. 

Wort nnd Brauch I. iieichert, Familiennamen. 1^ 



130 

Griewe = schwächlicher Mensch, Whld. 30 b). Die Namen 
Hoppfinstok, Stange, Stengil können sich auf die Körper- 
länge beziehen. 

Schliesslich sind wohl noch hierher zu stellen die Namen 
der Klasse „Obrigkeit und Kirche". 

3. Ich kann in einem andern Individuum die Vorstellung 
eines Gegenstandes erwecken, indem ich nur einen charak- 
teristischen Teil des Gegenstandes nenne, Bogen = Arm- 
brust, Klinge = Schwert (vgl. Paul, Prinzipien ^ S. 81). Es ist 
das die Erscheinung, welche die alte Grammatik mit dem Ter- 
minus pars pro toto bezeichnete, einem einigermassen unglück- 
lichen Ausdrucke. Ich habe, wenn ich eine solche Ausdrucks- 
weise zur Anwendung bringe, augenblicklich eine deutliche 
Vorstellung eben nur von dem genannten charakteristischen 
Teile, die übrigen bleiben völlig im Hintergrunde des Bewusst- 
seins. Es ist ein logischer Doktrinarismus, zu sagen, der Teil 
stehe hier für das Ganze. Von den Namen fallen unter diese 
Erscheinung besonders die Gruppen „Körperliche und geistige 
Eigenschaften" und „Kleidung". Die Anwendung ist noch heut 
so gebräuchlich (der Blondkopf, das Grossmaul, der Stelzfuss; 
die gute Seele ; das Rotkäppchen, der Schwarzrock, die Maske, 
die Schürze = Mädchen und vieles andere, jeden Augenblick 
neu Bildbare), dass es sich von selbst ergibt, was von dem ge- 
gebenen Material hier heranzuziehen ist. 

4. Nur eine Erweiterung des vorigen stellt es dar, wenn 
zur Bezeichnung einer Person steht, was durch irgendeine 
Beziehung mit ihr verbunden ist. Nächst der Kleidung stehen 
in der engsten Beziehung zum Menschen und sind charakteristisch 
für ihn die Dinge seines Berufs, d. h. Dinge, die er verfertigt, 
oder Dinge, mit denen er verfertigt, also Werkzeuge. Sie 
erscheinen also als Namen ^). Beispiele, die die Entstehung 
zeigen: Michil slossil, serator (Schlosser) 1368 B 26; 
Mathias paternoster paternosterer (Paternostermacher) 
1392 B 35; Sigmund paternoster paternosterer 1397 B 
41; Hannos vohsczal (Fuchsschwanz) pellifex (Kürschner) 
1367 S II, 368; Ortlip härm (Hermelin) der kursener 1360 



Vgl. unser „Meister Pfriem" =^ Schuster, „Zwirnbock'' ~ Schneider. 



131 



S n, 100*; Petir glesil 1350 S 1, 141* = Peter gleser 1357 
S II, 20* (es kann aber hier auch lautlicher Wechsel von 1 und r 
vorliegen, vgl. S. 129 knebil = kneber); Meyster hemer der 
smit 1363 S II, 264; Spicznayl faber 1375 B 61*; Nico- 
laus sawirteig reicht 1389 eine Brotbank auf S VI, 152*; 
Derpbrot pistor (Bäcker) 1362 B 6*; Grosbote doliator 
(Böttcher) 1393 Sr VI, 53 ; sehr charakteristisch nach dem Ge- 
räusch bei der Arbeit: Hensil czinczirlincz faber 1376 B 66; 
Nickil hinkepink (auch raynpink genannt) 1367 S II, 385 
u. ö. wohnt nach S II, 427 (1368) auf der smedebrucke, war 
also wohl Schmied. Solche Namen von Werkzeugen, Gewerbe- 
erzeugnissen u. ä. sind sehr häufig. Es wird nicht unnütz sein, 
einmal die Fälle zusammenzustellen, wo neben einem solchen 
Namen auch die entsprechende Berufsbezeichnung vorkommt, 
auch ohne dass man eine persönliche Verbindung zwischen beiden 
herstellen kann. Ich nehme die „mit" -Bildungen hinzu. Es 
ergibt sich da folgendes Nebeneinander: 

Bottil : Botener; Buch, Buchil : Bucherer; Butel : Buteler *); 
(mit dem) Esil : Ezeler; Falke : Falkener; Vischil : Vischer^); 
Vogil : Vogeler; Giskuche : Gisser; Glesil : Gleser; Gresery : 
Greser; böse grucze : gruczener; Hoppfe, Hoppfil : Hoppfener; 
Hut : Hvter; mit der yopen, yope, yopil : Yopener; Czain : 
Czeiner; mit der kannen : kannengisser ; Kappil : Keppeler; 
Kaste, Kestchin : Kestener; Czymir : Czymmirman; Knawff, 
Kneufil : Knoufeler; Kogil : Kogeler; Korb : Kurbener; Krug: 
Kruger; Krücke : Kruckener; Küche : Kuchener, Kuchenmeister; 
Kurschin, Pelcz : kursener; Leffen : Leffiler; Legil : Legeier; 
(Lot : Lötir); Mantil : Mentiler; mit der mesten : Mestener; 
Mwl : Mulner; Nayl : Nayler; Nolde : Noldener; Noldinuessil, 
Noldinuesschin : noldinuessiler; Platte : Platener; cum Eota : 
Rademecher; Rinke : Einkener, Rinkensmid; Schacht : Schacht- 
greber; mit den schafen : Schefer; Schawfil : Schwfeler; 
Scheide : Scheider; Schild, Schiitchin : Schilder; Schindil : 
Schindeler; mit den slossen : serator; Treppe : Treppinmecher, 
Tryppener; Toppil : Topper; (Wurfil : Wurfeier); (Weitcloppil : 
Weitclopper). 



*) Wie weit es sich in diesen Fällen, wo das nomen agens sich nur 
durch angefügtes -er von dem Appellativum unterscheidet, um patronymische 
er -Ableitungen handelt, muss dahingestellt bleiben, vgl. S. 66; gleichfalls 
nicht zu entscheiden ist, ob in Fällen wie vischer : vischil nur lautlicher 
Überganj^^ vorliegt, vgl. oben u. S. 55. 

9* 



132 

Hält man dazu die oben gegebenen sicheren Belege, so 
wird man nicht umhin können, für die meisten Appellativa 
dieser Art diesen Weg des Übergangs zum Namen anzunehmen. 
Die Beurteilung dieses Benennungsprinzips ist deshalb schwierig, 
weil, sobald ein Nachkomme einen andern Beruf ergreift, sich 
ein Auseinanderfall ergibt, der den Einblick in die Entstehung 
des Namens verschleiert. Niczco cum rota 1376 B 3 ist 
tabernator; den Namen mit dem rade muss aber zuerst 
ein Rademacher getragen haben (vgl. oben Cunrot mit den 
slossen, serator). Jetzt eröffnet sich auch ein besseres Ver- 
ständnis der unter 1 behandelten Namen, die den Wechsel der 
Form mit Präposition und ohne Präposition zeigen. Die prä- 
positionslose Form ist nicht aus der andern durch Ausfall der 
Präposition hervorgegangen, sondern besteht, zu der hier 
besprochenen Gruppe gehörig, von Anfang an neben ihr, 
wesensverschieden und grundsätzlich von ihr zu trennen. 

Namen von Lieblingsspeisen gehören hierher. All- 
bekannt ist, dass auf diese Weise die Namen der komischen 
Figuren vieler Völker entstanden sind. Dadurch findet das 
meiste seine Erklärung, was in der Gruppe „Essen und Trinken" 
steht. Bei manchem allerdings konkurrieren die Berufe, die 
sich mit der Herstellung von Lebensmitteln beschäftigen, vgl. 
oben Derpbrot pistor. 

Die nahe Beziehung, in der der Mensch zu Wohnstätte 
oder Herkunftsort steht, veranlasst es, dass diese ebenfalls die 
Person, zu der sie gehören, unmittelbar bezeichnen können (vgl. 
S. 91 ff.). Die Namen, die hier in Betracht kommen, sind ihrer Ähn- 
lichkeit mit den entsprechenden präpositionalen Bildungen wegen 
mit zu diesen gestellt worden. Genetisch betrachtet haben sie 
nichts dort zu suchen, sondern sind in Zusammenhang mit den 
Übernamen zu stellen. Aber nicht bloss die Übereinstimmung 
des Wortsinns lässt es rätlich erscheinen, sie jener Gruppe zu- 
zuweisen, sondern auch ein bedeutungsvoller Einfluss, den sie, 
wenn nicht direkt, so doch zum mindesten durch ihre Existenz- 
möglichkeit auf jene ausgeübt haben. Ich meine den Verlust 
der Präposition. Es wird immer gesagt, der gesteigerte 
Verkehr und der dadurch bedingte häufigere Gebrauch hätten 
zur Abschüttelung der umständlichen Präposition geführt. 



133 

Wie hätte das aber so ohne weiteres möglich sein sollen? So 
äusserlich verfährt doch die Sprache nicht bei der Erleichterung 
eines syntaktischen Verhältnisses. Es muss immer ein innerer 
Beweggrund da sein, und dieser war eben die Möglichkeit und 
das Danebenbestehen der präpositionslosen Bildung. Dass dann 
Rücksichten der Bequemlichkeit sehr zur Ausbreitung dieses 
Gebrauches beigetragen haben, versteht sich von selbst. Neben 
der lokalen kann auch eine temporale Beziehung zum Ausdruck 
gebracht werden. Einige Namen der Gruppe „Zeitbestimmungen" 
mögen so entstanden sein. 

Schliesslich gehören hierher auch noch alle Namen, die 
von Lieblingsredensarten hergenommen sind. Es ist das- 
selbe Prinzip, dem das Wauwau = Hund der Kindersprache 
entsprossen ist. Ihrer besonderen Form wegen sind sie aber 
zu den Imperativnamen gestellt und mit ihnen zu der Klasse 
„Satznamen" vereinigt worden. 

5. Abstrakta werden als Personenbezeichnungen ge- 
braucht gemäss dem Bedeutungswandel, den sie überhaupt oft 
durchzumachen haben. Schönheit bedeutet nicht nur das Schön- 
sein, sondern weiterhin auch das Ding, von dem das Schönsein 
ausgesagt wird, ebenso Kleinigkeit, Süssigkeit, Säure, Wüste 
und viele andere, speziell bei Personen, z. B. Hoheit, Majestät. 
(Vgl. Paul a. a. 0.) Dies, auf das Namenwesen übertragen, 
ergibt sofort den Sinn und die Möglichkeit der Abstrakt- 
namen^). 

6. Wenn sich nun mancher der Namen keinem dieser Er- 
klärungsversuche fügen will, so muss daran erinnert werden, 
welche Sonderbarkeiten unser heutiges Spitznamen wesen, das 
im Prinzip von der Gewohnheit der älteren Zeit nicht ver- 
schieden ist, mitunter zeitigt, Namen, die für jeden, der ihren 
Ursprung nicht kennt, schlechthin unverständlich sind. Einige 
solcher modernen Spitznamen bespricht 0. Behaghel, Zur Namen- 
gebung, ZfdW. I Heft 2/3. Eins seiner Beispiele sei hier an- 



*) Zu vergleichen aus unserm Sprachgebrauch z. B. Übermut = über- 
mütiger Mensch, Bedienung. = bedienende Person, Unschuld vom Lande, 
Verhältnis. Zum Alter dieses Bedeutungsüberganges vgl. J. Grimm, Kl. Sehr. 
III, 349 ff. Was der altgerm. Namenschatz davon bietet, stellt Socin S. 221 f. 
zusammen. 



134 



geführt. Es wagte ein Ehrenmitglied der Suevia die Behauptung, 
das Schwabenkorps sei der Grundpfeiler des badischen Staates 
— von da an erhielt er den Beinamen „der Staat". 

Um eine Vorstellung von dem Alter der Übernamen und 
der Beschaffenheit der ersten Zeugnisse zu geben, folgen hier 
die ersten belegbaren Übernamen (einschliesslich Imperativ- und 
zusammengesetzter Namen), nach den Jahren ihres ersten Auf- 
tretens geordnet. 

1263 Symon Papa Reg. 1170; 1266 Godefridus albus Cod. XI, 2; 
1266 Conradus Schertilczan Rei?. 1227; 1272 Dürre Enderlin Reg. 
1386; 1284 Nicolaus Stillevoyt Reg. 1779; 1285 Nie. Rufus Cod. IX. 
21; 1287 Conradus Truche Cod. XI, 3; 1289 Conradus Grasfinger 
Cod. XI, 3; 1291 Dieterich genant Pfeffirkorn Reg. 2180; 1292 Her- 
man Schacht Cod. XI,3; 1291 Guntherus parvus Cod. XI, 101 ; 1301 
Johannes Marchio (Markgraf) Cod. III, 6; 1302 Nicolaus Holder- 
man Cod.III,8; 1307 Albertus Leshornus Cod.III,18; 1307 Nicolaus 
Stille Cod. III, 18; 1309 Henricus Septemhospes Cod. III, 25; 1309 
Anehut Cod. III, 24; Losac ebenda; Mordebir ebenda; Pollex (Dume) 
Cod. 111,23; 1314 Heinrich der Mönch Reg. 3408; 1315 Johannes 
genant Clinchart Reg. 3465; 1316 Sifridus Schonehals Cod. XI, 7; 
1316 Johannes Crohel Cod.III,40; 1318 Lodwicus Kolgart Cod.XI,8; 
1319 Geschlecht der Habedank Reg.3927; 1320 Tilo Niger Cod. XI,8. 

C. Adjektlvnameii. 
Sie gehen aus dem Typus der gute Nickil, gute Nickil, 
guter Nickil, gut Nickil — alle diese Formen finden 
sich — hervor. Zu belegen sind als Einzelnamen folgende Be- 
zeichnungen: Aldirnicze; Brwnehannos, Brwnenicze; 
Blinde Hensil; Buckinde Cunczil; Dürre Endirlin; 
Fulhannos; Gel Michil; Hinkendinge Hannos; Hoche 
Nicze; junge Andris, junge Menczil (solche Namen stellen 
geradezu eine Art Patronymika dar); Cluge Andres, Cluge- 
hensil, Clugenickil, Cluge Domos; Krwse Heinrich, 
Cruspehannos; Langejane, lange Hensil, Langenicze, 
Lange Franczke usw. sehr viele mit lang; Polensche 
Hensil, Polensche Mathis; Rieh Jeckil; Rysche Jeckil; 
Rawehensil; Schonenickil usw.; Silberyn Heinrich; 
Swarcze Hensil; Su(w)irempel (zu Hempil, vgl. Tauf- 
namen S. 8); Quassne Jona (poln. kwasny Jona = saurer 
Johannes); Thobenickil (tob = tobend, toll, vgl. Whld. 98 b); 



135 

torechte Adam; weninge Mertin. (Mit Berufsbezeichnung: 
der (ge)schendige schuworcht, der schelnde snarmecher). 
Es gibt zwei Wege, auf denen solche Bildungen zu FN. werden 
können. 1. Das Adjektivum tritt nach Analogie der übrigen 
Namenkategorien hinter den Taufnamen. Der Übergang aus 
einer Form in die andere lässt sich manchmal beobachten 
wyse Pecze 1368 Sil, 403* = Pecze wise 1370 S III, 81* 
blinde Hannos 1370 S III, 90 = Hannos blinde S III, 183* 
Silberin Heinrich 1379 S IV, 242 = Heinrich Silbirin 
1385 Sr I, 1; Junge Hannos 1362 S II, 162* = Junker 
Hannos 1365 S II, 309 = Hannos Junchir 1367 S II, 375*; 
Morrehannos 1393 Sr VI, 1 u. 12 = Hannos Morrecht 1393 
SrVI, 9; grüne Nickil 1389 S VI, 151* = Niclos grüne 
1397 Sr X, 46. In der Mehrzahl der Fälle aber ist zu dieser Zeit 
die normale Namensform schon fest und ein Schwanken nicht 
mehr zu bemerken. Es erscheint meist die schwache Form des 
Adjektivums gemäss der individualisierenden Tendenz, die ihr 
innewohnt. 2. Andrerseits ist es möglich, dass das Adjektivum 
mit dem folgenden Taufnamen zu einer Einheit zusammen- 
schmilzt. Es ist im einzelnen Falle schwer zu beurteilen, 
wann das eingetreten ist, da auf das Getrennt- oder Zusammen- 
schreiben der Handschriften gar nichts zu geben ist. Sicher anzu- 
nehmen ist die Verschmelzung, wenn sich ein solcher Name als 
vererbt feststellen lässt, d. h. wenn er einen neuen Taufnamen vor 
sich hat. Beispiele: Heinke grospeter; Nickil Grunehannos ] 
Nickil GrtUerheinc^e; Hannos Groshan] Nickil Durrewolf] 
Peter groshenlin und Hannos Groshenlin, Brüder, sind Söhne des 
gros Henlin (immer nur so) ; Nickil Gidtyle\ Pawel Hochan 
(< hoch Han); Her man C^ynnenjeckil; Nickil Jungemmc£iil\ 
Jeckil c/wnjfeAan; Nickil Langeditherich und Lorencz Lange- 
düerich sind Brüder, und Neffen des Langeditherich (immer 
nur so; vgl. S. 65); Jeckil Bych Paml; Bartke Schone- 
heincjse; Nicze Trunkenheinc^e] Nickil Tummer OUe. Die Be- 
lege stammen alle aus der zweiten Hälfte des 14. Jhds. Be- 
sondere Beachtung verdienen die Namen, die mit -jan, der KF. 
von Johannes zusammengesetzt sind. Ein Teil dieser Bildungen 
(Grobian, Schlendrian usw.) hat appellativen Sinn angenommen ^). 



') Vgl. W. Wackernagel, Kl. Sehr. lü, 139 ff. 



136 

Die Ausbildung dieser Namen mag unterstützt worden sein 
durch das Vorbild der lat. Namen auf -ian (Julian, Octavian, 
Maximilian u. a.) sowie der slavischen auf -an ^). Dass aber 
das -Jan in diesen Namen ursprünglich wirklich als Johannes 
gefühlt wurde, zeigt sein Wechsel mit der KF. han: Tobian 
= Thobehan 1393 S VII, 137* und 138; es finden sich die 
Bildungen Hannos Thobian 1391 S VII, 49* u. ö., Jacob 
tobehan 1356 S I, 305, Nicolaus Tobehan 1364 Sil, 234*; 
Petir grymmean 1389 Sr II, 5 u.ö. (auch grymians); Peter 
grouian (Grobian!) 1373 8111,262. Es ist zu bemerken, dass 
der älteste Beleg für appellative Verwendung einer solchen 
ian-Bildung aus einem lateinisch-deutschen vocabularius rerum 
stammt, der etwa 1340 in Schlesien, im Kloster Heinrichau, 
geschrieben wurde (vgl. Wackernagel a. a. 0.). 

D. Familiennamen auf -man. 

Vgl. K. G. Andresen, Die heutigen Familiennamen auf 
-mann, Herrigs Archiv XLII, 409—432. 

1. man ist zweiter Bestandteil eines Taufnamens. 
Es sind zwei Fälle zu unterscheiden. Entweder die Kompo- 
sition mit man ist alt, gehört dem altgerm. Namenschatze an. 
Das ist der Fall bei den Namen Volman; Gotisman; ?? Hart- 
man (vgl. S. 24 u. 52); Herman; ? Ysenman; Leuthman; 
Syndeman; Wedeman; Wigman. Oder die Komposition mit 
man ist jung, dient zur Bildung einer KF. (vgl. S. 24). Hier- 
her gehören die Namen Ertman; ? Fredeman (vgl. S. 52); 
Hayneman; ? Lenman, Leman (vgl. S. 54); Ulman; Sidil- 
man. Bolluchenman (vgl. S.57); Han(ne)man; Peterman; 
Tuman, ? Dauman (vgl. S. 57). 

2. man dient zur Bezeichnung des Standes oder 
Berufes: Hofeman; Hwsman; Landman; ? Lenman, 
Leman; Koufman; Vurman; Wayman (< waynman < wa- 
genman = Kutscher, Lex. 111,638); Schifman (die Bildung 
„Schiffer" gibt es in dieser Zeit noch nicht); Weitman; Pech- 
man (Besitzer einer Pechhütte, vgl. Markgr. 192); Sacman 

^) Ein beliebtes slav. Ableitungssuffix ; bei geeigneter Lautgestalt des 
Stammes können auch im Slavischen Bildungen auf -ian entstehen, s. unter 
Schyban S. 20. 



137 



(Plünderer, Räuber, vgl. Cod. XI, 183, wo es in einer Urkunde, 
die den Breslauer Aufstand von 1418 betrifft, heisst: Creucz- 
berg der bottner bot den rotthurm aufgehowen . . . und 
etwas vorher: Gotschalk, wold sackman machn). 

3. Prinzipiell von den vorigen nicht zu trennen, nur nicht 
in der Bildung so fest und als Berufsbezeichnungen nicht 
nachweisbar sind folgende Namen: Schobirman; Schune- 
man; Schrogilman (wohl zu schrägen; zum Wechsel von 1 
und n vgl. Whld.Gr. § 212); Goldman; ? Ysenman (s. o.); 
Gerstman (daneben der Name Gerstener); Hawerman; 
Hwnerman; Sewman (vgl. d. Namen Swin(s)knecht); Tyr- 
man. Kindilraan (vgl. d. Namen Kindilwirt). 

4. Fast zum Ableitungssuffix — es kommen daneben 
gleichberechtigt die Bildungen auf er vor — ist das man in 
Zusammensetzung mit Ortsbezeichnungen geworden: Korbir- 
man; Trichtman; Craczman; Vlogeman; Kenneman 
(vgl. zu diesen Formen S. 97); Ryman. Ostirman; Sudir- 
man. Dorfman; Bruchman (daneben Bruchener); Burn- 
man, Bornman, Borman (vgl. S. 70); ? Poschman; Birk- 
man (daneben Birkener, vgl. S. 70); Eychilman (daneben 
Eychen, vgl. S. 70); Endeman (daneben an dem Ende, vgl. 
S. 71); Lochman (daneben in dem loche, vgl. S. 68); Odir- 
man (daneben Oderer, vgl. S. 68); ? Santman (daneben uf 
dem Sande, vgl. S. 68); ? Twman (daneben uf dem Twme, 
vgl. S. 69); Winkilman (daneben Winkiler, vgl. S. 69); 
? Wassirman (vgl. S. 120). 

5. Gänzlich bedeutungslos ist es in der Komposition 
mit Adjektiven; es können daneben ebensogut Formen ohne 
man vorkommen: Altman; Bederman; Duczman; Groman; 
Gutman; Holderman; Homan; Czeyseman; Kurczman; 
Losman; ?? Rotman; Starkman. Dazu noch Hinkilman 
(vom Verbalstamm; zu dem 1 vgl. Wackern., Kl. Sehr. HI, 109). 

E. Zusammengesetzte Namen. 

Vgl. dazu A.Hoefer, Zur Laut-, Wort- und Namenforschung, 
Germ. XXIII, 17 ff., und K. G. Andresen, Mit einem Attribut 
zusammengesetzte Personennamen, ZfdA. XXXI, 338 ff. 

Man hat zu unterscheiden zwischen Bildungen, die schon 



138 

zusammengesetzt waren, als sie Namen wurden (primäre Kom- 
position), und solchen, die erst zusammengesetzt wurden, als 
sie — wenigstens ihr zweiter Bestandteil — schon Namen 
waren (sekundäre Komposition). Der ersten Klasse gehören 
Namen an wie Lyninyope, Goldinrink, Kuppirsmit, 
Landferer, Fichsser (nur einmal überliefert, wohl = Fick- 
scher „ein Scherer, der die Schere hin und her bewegt"), 
Rockinmader und viele andere. Erwähnt seien in diesem 
Zusammenhange einige Namen, die aus Substantivum mit nach- 
gestelltem flexionslosem Adjektivum bestehen : Burnkald; 
Medzewcze; Methekorcz (die Miete < lat. meta ist ein 
regelmässig geschichteter Haufen von Stroh, Getreide u. ä.) ; 
Wollenbla (das n ist eingeschoben nach Analogie der Impe- 
rativnamen, wo es den reduzierten Artikel darstellt, vgl. S. 143 ; 
ebenso wird Hinkepink an manchen Stellen zu hinkenpink; 
statt Fickscher findet sich anderwärts die Form Fickenscher). 
Die beiden ersten könnte man auch als vergleichend appositionell 
zusammengesetzte Adjektiva (Whld.Gr. § 285) ansehen: kalt 
wie ein Born, süss wie Met; bei den beiden andern ist das 
aber nicht möglich. In der Nachstellung des unflektierten Ad- 
jektivums ist vielleicht eine schlesische Dialekteigentümlichkeit 
zu sehen, vgl. Tscherning, ünvorgreiff'liches Bedenken (1659), 
106: „Bruder mein apud Silesios est vulgaris sermonis formula". 

Die zusammengesetzten Bildungen dieser Klasse beanspruchen 
im übrigen kein besonderes Interesse für sich, da sie sich, was 
den Übergang zum Namen betrifft, nicht von den entsprechen- 
den unkomponierten Worten unterscheiden. Die andere Klasse 
dagegen zeigt ein neues Prinzip der Namenbildung. 

1. Der erste Bestandteil ist ein Adjektivum. a) Die 
Urform dieser Bildungen zeigt sich in den Namen auf man. 
„Mann" ist eine Bezeichnung, die auf alle erwachsenen Per- 
sonen männlichen Geschlechts passt, hat also innerhalb eines 
grösseren Kreises von Menschen gar keine Bestimmungskraft. 
Es sind deshalb Unterscheidungen notwendig ; so ergibt sich der 
Typus Kurczman (vgl. Namen auf man 5, S. 137). b) Auch 
die gebräuchlichen Taufnamen werden durch ihr häufiges 
Vorkommen zur sicheren Bestimmung oft ungeeignet. Man 
hilft sich auf dieselbe Weise. So kommt es zu Namen wie 



139 

Swarcznickil (vgl. Adjektivnaraen 2, S. 135). c) Bei Zu- 
namen, die öfters vorkommen, wird dasselbe Unterscheidungs- 
mittel angewendet. Die Familie der hering ist sehr verbreitet; 
vier Mitglieder derselben werden unterschieden als Heinrich 
der wysse Hering, der blinde Hering, der kale Hering, 
der geslayne Hering. So entstehen folgende Namen: Alt- 
oderer (daneben Oderer); Breytsnyder; Grosnider; Gru- 
nesnider; Durresnabel; Junge Owros; Jungebeme; 
Jungebriger; Jungekaldinburn; Jungeknesche; Junge- 
landow; Jungerittir; Jungefilsbas (Filsbas vgl. Impe- 
rativnamen S. 143); Czartscheider (daneben Scheider); 
Czartisgertil (daneben Gertil); Guldinkny, das goldynne 
kny (daneben Meysinkny s. u.); Korczschuczcze; Kurcz- 
knappe; Kurczschoneweber; Kurczmeissener; Lange- 
meissener; Swarcznayl (daneben Nayl); Bozeferkil (da- 
neben Ferkil); ? Schonevogil (daneben Vogil); Magir-^ 
wirt; Nwewirt; Iserin Strit (daneben Strit); Rotmoler; 
Kleinemeister; Grunebecker; Mittilbecke; Nwebeck(e); 
Schonbecker; Trutbecke; Heylgebecker (ist entstanden 
aus der heiligen becker: Nicolaus der heyligen becker 
1364 S II, 234 u.ö. - Niczko heylgebecker 1366 S II, 342* 
u. ö. ; er muss Bäcker an einem Kloster gewesen sein ; vgl. u. 
Cruczebecker und Hymilbecker); ? Cleindinst; ? Nwe- 
dinst (daneben Dinst); ?Fawlseite; ? Gutewyle. 

2. Der erste Bestandteil ein Substantivum. Es wird 
durch diese Namen ausgedrückt, dass der Träger (= 2. Bestand- 
teil) in irgendeiner Beziehung zu dem im ersten Bestandteil 
ausgesprochenen Begriffe steht, a) Das zweite Wort ist man, 
z.B. Hawerman, Dorf man (vgl. Namen auf man 3u.4, S. 137). 

b) Zweites Glied ein Taufname: Dorfhenne (Henne KF. 
zu Johannes); Hedehannos, = Heydehan (1387 Cod. III, 
122 u. 127 und 1389 S VI, 166*) ; Heu Nickil; Ybejeckil 
(= J. von der Eibe, vgl. S. 70); Angirwit (wit = Veit, vgl. 
S. 69); Hefinheincze (H. der mit Häfen zu tun hat, vgl. 
den Namen Hafner); Verkilreyn (-rein KF. zum Stamme 
ragin); Czennicze; ?? Kessilger (ger KF. zu Gerlach?). 

c) Zweites Glied ist ein Zuname. Diese Bildungen sind noch 
heut ausserordentlich lebenskräftig. An hiesiger Universität 



140 

wirkten lange nebeneinander zwei Gelelirte namens Cohn; der 
eine war Botaniker, der andere Augenhygieniker ; sie wurden 
allgemein als Pflanzencohn und Augencohn unterschieden. So 
unterscheiden die Quellen verschiedene Leute, welche Vogil. 
Wessen, als Blutvogil; Tantvogil (Tendeler kommt als 
Gewerbebezeichnung in den Quellen vor; ein Teil des Ringes 
hiess der Tendilmarkt, Markgraf S. 211); Wanne vogil; 
Meydevogil; (s. auch oben Schonefogil). Sie entsprechen 
in der Bedeutung ungefähr dem Typus „mif oder „von"; 
Nickil wannefogil ist also zu verstehen als Nicil vogil 
mit der wannen, Angirwit als Veit vom Anger. Neben 
Nayl steht Vinayl (vgl. oben Swarcznayl); neben Finger 
steht Grasfinger (vgl. Rudil im grase S. 69 und Heu 
Nickil oben); ist auch Bog : Slebok so zu verstehen?; neben 
Tritulator (Drescher) steht Eyerdrescher und Maryen- 
drescher (zu verstehen als „drescher bei St. Marien", vgl. oben 
Heylgebecker); die vielen Teschener haben einen Fuer- 
teschener neben sich. Der Name Becker wird nicht bloss 
mit Adjektiven komponiert (s. o.), sondern auch mit Substan- 
tiven: Hymilbecker; Cruczebecker; Korbbecker; Glis- 
becker; Placzbecker; Pillirbecker (Bedeutung?). Hol- 
becker dürfte als primäre Komposition aufzufassen sein und 
einen Bäcker von Hohlhippen bedeuten (vgl. Whld. 36 a). Als 
sekundäre Bildungen sind noch anzusprechen: Meysinkny 
(meise = Tragkorb, vgl. daneben Guldinkny oben); Czadil- 
mait (Zadel = Gebrechen, Mangel; vgl. daneben den Namen 
Meydechin); ? Quartschriber. 

3. Der erste Bestandteil ein Verbalstamm. Nur 
weniges gehört hierher, a) Auf -man: Hinkilman (vgl. S. 137). 
b) Zweiter Bestandteil ein Taufname: Tretehan (vgl. den 
Namen Treter = Tänzer); auch Gehan?. c) Zweiter Bestand- 
teil ein Zuname: Hinkepink (vgl. S. 131); ? Betkule (vgl. 
den Namen Kule; also K. der viel betet, bittet?); ?? Nyse- 
wempil. 

Wie man sieht, ist es manchmal nicht zu entscheiden, ob 
primäre oder sekundäre Komposition vorliegt. Beide beruhen 
ja auf demselben Prinzip der Einengung des im zweiten Be- 
standteil gegebenen Begriffs durch den ersten. Nur dass für den 



141 

Wortsinn des zweiten Bestandteils, der in den primären Bildungen 
lebendig bleibt, in den sekundären die durch ihn bezeichnete 
Person eintritt. Man ist daher nur dann sicher, dass sekundäre 
Komposition vorliegt, wenn sich keine inneren Beziehungen 
zwischen den Kompositionsgliedern herstellen lassen. Sind solche 
vorhanden, so kann man sowohl primäre wie sekundäre Zu- 
sammensetzung aiftiehmen. Dieser Zweifel tritt um so öfter 
auf, als auch primäre Kompositionen, eben weil auch sie eine 
auswahlbeschränkende Kraft hatten, gern als Namen verwendet 
werden ; rotrok charakterisiert besser als roc, messersmid besser 
als smit usw. Ein typisches Beispiel für diese Unsicherheit 
liefern die Namen auf -heubt. Neben dem einfachen Namen 
Heubt kommen folgende Zusammensetzungen vor : Boseheubt, 
Breythawpt, Guldinheupt, Grwnehewbt, Clugishewbt, 
Tummisheubt, Mildinheubt; Hoppenheubt, Erlynheubt, 
Fogilheubt. Davon sind Clugisheubt und Tummisheupt 
wohl sicher als primäre Bildungen anzusehen; auch mildin- 
hewbt, denn es erweist sich durch die Flexion des ersten Be- 
standteils als entstanden aus der Bezeichnung mit dem mildin 
hewbt. Bei Breythawpt muss man zweifelhaft sein, ob es 
einen Mann mit breitem Kopfe oder einen Mann namens Hewpt 
von breiter Gestalt (vgl. oben Breytsnider) bezeichnet; ebenso 
bei Boseheubt (vgl. für die beiden Möglichkeiten die Namen 
Böse grucze S. 115 und Bozeferkil S. 113). Gruneheubt 
(vgl. oben Grunesnider) kann nur sekundär sein und ebenso 
Guldinheupt (vgl. oben Guldinkny, Silberyn Michil, 
Iserin Strit). Sollen Hoppenhewbt und Erlynhewbt die 
Früchte dieser Pflanzen bezeichnen, die ja allerdings eine zapfen- 
oder kopfähnliche Gestalt haben? Wohl nicht. Man wird sie 
lieber als sekundär gebildet ansehen (Hewbt mit dem Hopfen, 
Hewbt bei der Erle) und dazu die Namen Ticze mit der 
hummery (S. 117) und Ybejeckil (S. 70) vergleichen. Für 
Vogilhewpt sei an die Namen Tyrman, Hwnerman, Fer- 
kilreyn erinnert. Auch die Namen Entinfus und Hennen- 
fus (S. 114) verlieren in dieser Beleuchtung von ihrer Ein- 
deutigkeit, wenn man nämlich überlegt, dass daneben der ein- 
fache Name Fus, sowie die Bezeichnungen mit der entin 
und mit der hennen vorkommen (S. 127). Sind Morhoze 



142 

und Moreysen (mor = mürbe, morsch) primär oder sekundär? 
Schwierigkeiten bereiten ferner auch die Zusammensetzungen 
mit czegin. Es kommen, vor: Czeginhor, Czeginstirne, 
Czeginsmit, Czeginscheubichin, dazu von Ortsnamen 
Czeginberg und Czeginhals. Was bedeutet das erste Glied? 
Als „Ziege" kann man es nicht gut überall fassen; an das 
Slavische lässt es sich auch nicht anknüpfen. Beliebt sind 
ferner Zusammensetzungen mit sieben (über die Bedeutung des 
sieben in der Komposition vgl. DWB. X, 799); es finden sich 
die Namen: Sebinuel (Siebenfell); Sebinyope; Sebinwirt; 
Sebinczege. (Sebinczog und Sebinquart s. S. 121.) 

Anhangsweise sei hier noch auf eine Tendenz in der 
Namengebung aufmerksam gemacht, die wesentlich in den kom- 
ponierten Namen zum Ausdruck kommt. Ich möchte sie ein 
Streben nach Pendantbildung nennen^). Es kann nicht 
Zufall sein, dass sich gegenüberstehen Tummisheubt:Clugis- 
heubt; Grosnyder : Grunesnyder; Grorok : Grunrok : 
Rotrok; Gelhose : Biohose; Gelermil : Rotermil; Pemil- 
yope : Hanyope : Lynenyope; Kurczmeissener : Lang- 
missener; Derpbrot : Lozebrot : Drugebrot : Weych- 
brot; Zawirmilch : Susemilch; Fremdesouge : Libis- 
awge; Grosfeuyr : Grozewassir; Kolgarte : Krutgarte; 
Altych : Nwtych; von den Imperativnamen Legschit : Rek- 
schit. Das alles bei der Zufälligkeit des überlieferten Materials. 

7. Satznamen. 

A. Imperatiynamen. 

Vgl. C. Schulze, Imperativisch gebildete Substantiva, Herrigs 
Archiv XLIII, 13 — 40 (mit Beispielen aus allen europäischen 
Sprachen); K. G. Andresen, Imperativnamen, Herrigs Archiv 
XLIII, 395—404; Th. Keiper, Imperativische Namen, Zfdü. 
XVI, 149 tf., 292 ff., 478 ff.; das Programm von Becker. Prin- 
zipiell sind die Satznamen nicht von den Übernamen zu trennen; 
nur ihre besondere Form liess es geraten erscheinen, sie für 
sich zu behandeln. 



^) Etwas Ähnliches ist am Schluss des Abschnittes über die Namen von 
der Wohnstätte für diese nachgewiesen worden. Vgl. S. 72f., auch S. 126 f. 



143 

Einfache Imperative: Spar; Hawe. 

Mit Akkusativobjekt: Ballysyn; Deckinslag (decken 
= abwehren, Lex. 1,414); Deckintisch; Denehals; Dre- 
bart; Weygesnest, Vegenest; Vorlus ax, Vorleusax 
(von Verliesen, md. Form); Vorsumis; Habedank; Haldin- 
rot; Hawisblumel; Howenschilt; Hebekanne; Heben- 
torm (ist mit tonn vielleicht eine der. grossen Zunftkannen ge- 
meint?); Hebenstrit, Hebstrit; Hengintuuil (vgl. Andresen, 
Der Teufel in deutschen Geschlechtsnamen, ZfdPh. XX, 227 flf.); 
Hengswib; Holebir; ?Czerkese; Kylynhammer; Kip- 
spon; Knullemel; Czukkesbretel; Lecschit, Legschit 
(leg = lege hin, vgl. unten Rekschit = erhebe das Scheit); 
Leckintwirl; Leschinbrant; Lobinprys; Lobintancz; 
Lobiswort; Mordebir; Musenbutil; Neyginbechir; 
Neygintrunk; Peusinphenning; Rawbyntisch; Rekschit; 
Renkenbechir; Ryberocken; Salczinvlec; ?Schickefus; 
Schyrmingast; Schorynbrant; Schuenpflug; ? Sengin- 
korp; Senkenayl; Seczebaum; Seczinslag; Sleppin- 
trunk; Snydenwint; ? Spaldysen; Sporysin; Spar- 
uleysch; Stancznayl; Stillenkrig; Storefrede; Storcze- 
wayn; Lawdewayn (md. lüden == plündern); Trage\v^ayn; 
Stozinbart; Swenkinflegil; Tribintag; Trink(is)ws; 
Tuchinschild (diuhen = drücken, schieben); Waschkracze; 
Werrinfrede; Worginhengist. 

Mit Dativobjekt: Tus der mayt. 

Mit Adverbium: Vile is basser, Filisbas (in Görlitz 
kommt ein Bakisbas vor, Jechtlö); Geratewol; Slofflang, 
Langsloff; Schirme Wyslich; ? Leydesynicht. 

Mit Präposition: Binduf; Volgemete; Volgenach; 
Greifczu; Harremete; Harrus; Heban; Knipczu; 
Knuppeczu; Lugus; Lydemete; Rafsuf; dy Rybabinne; 
Rybisdran; Rybisdrin; Schotuff; Schottuss; Spanns; 
Strechws; Zwsemite; Schibeczu; Torkus (torken = kel- 
tern, pressen, Lex. II, 1467); Trink(is)us. 

Mit Ortsbestimmung: Faczcze in der haut; Greif- 
irdran; Luge in das lant; Rutsche uff di Kethe, Hucz 
(hutschen = rutschen, Lex. I, 1409) uff dy Kethe; Spring- 



144 



inslant; Styg in hemil; Tryt in dy schussil; Clebe- 
zattil (vgl. Andresen, Konk. 88, Becker 11, Vilmar 37). 

Mit Negation: ? Backenicht (? volksetymol. aus dem 
slav. Bachenik, vgl. S. 57); Borgenicht; Leybenicht; 
Touknicht. 

B. Aussprüche und Redensarten. 

Got beschere (uns) czwir alsouil; (ich) achczin- 
nicht; Mich dorst; Habelust; Habenicht; Lebegerne. 
Hamyrslag ist wohl das Abstraktum ; es kann aber auch aus 
dem Fluch „dass dich der Hammer schlage" entstanden sein 
(vgl. Grimm, Myth. I, 151) ; die Gebräuchlichkeit dieses Fluches 
bezeugt Whld. 32b für Schlesien. In imperativischer Form: 
Schademirnicht; Wolmichwart. 

Der Beleg Niclos ich achczinnicht 1393 S VII, 114 
(nur hier) = Niclos achczinnicht (öfters) zeigt, dass man in 
der Ansetzung von Imperativnamen vorsichtiger sein muss, als 
man bisher gemeinhin gewesen ist. Es werden manche solcher 
Formen, die äusserlich das Aussehen eines Imperativs haben, 
als Indikativformen der ersten Person mit Ellipse des Pronomens 
zu beurteilen sein. Wer will bei Volgenach, Tws der mayt, 
Borgenicht und vielen andern entscheiden, ob sie als Impe- 
rative oder Indikative aufzufassen sind? Eine weitere Kon- 
kurrenz erleiden die Imperativnamen durch die primären Kom- 
posita, die im ersten Gliede einen Verbalstamm zeigen. Ist 
z.B. spaldysen eine Aufforderung, oder bedeutet es ein Eisen- 
w^erkzeug zum Spalten? Bei schawysen (Schabeisen) und 
Hoyysen (Haueisen) ist wohl sicher die zweite Erklärung an- 
zunehmen. Czerkese wird zu den Imperativen zu stellen sein. 
Mit dem Verbalstamm dagegen zusammengesetzt sind Clopp- 
stein; Snorpfeil; Snorrebein; Queczebein; Donefel; 
Vichsser (über die Bedeutung vgl. an ihrer Stelle). Auch 
Vickelvn wird dazu gehören, obwohl seine Bedeutung nicht 
ganz klar ist^). 



^) lun ist Achsnagel, Pflock; hat der Name vielleicht obszöne Be- 
deutung? 



145 

8. Namen aus Sage und Dichtung. 

Nicht berücksichtigt werden hier so ausserordentlich häufige 
Namen wie Günther, Syffrid, Rudger. Auch sie stehen in 
altem Zusammenhange mit der Sage, und ihre Beliebtheit und 
Verbreitung lässt sich daraus erklären. Aber gerade ihre 
Häufigkeit zeigt auch, dass man bei der Wahl eines solchen 
Namens für das Kind nicht oder nicht mehr an die Gestalt der 
Sage dachte, sondern einer herrschenden Mode folgte^). Eine 
direkte Beziehung zur Sage kann man nur bei ganz selten — 
meist nur einmal — vorkommenden Namen annehmen. Und 
auch dann nur, wenn es sich um Personen handelt, die eine 
einigermassen bedeutende Rolle in der Sage spielen. Fernzu- 
halten ist also wohl ein Name wie Blodil (Nibelungenlied), der 
sich besser als Deminutivbildung von einem zum Namen erhobenen 
Adjektivum bloede erklärt (vgl. Klugil, Krwsechin, Czertil, 
S. 123). Als Material sind Vornamen und Zunamen berück- 
sichtigt. Es finden sich: Hagun; Ute. Amelung; Vasolt; 
(Runze ist wohl nicht die Unholdin des Eckenliedes, sondern 
z-KF., vgl. S. 55); Sinderam; Schruthan, Schruntan (im 
Rosengarten kommt ein Riese Strütan vor); Lauryn, Lau- 
reyn. Alberich; Härtung. Rosenlecher (vgl. Grimm, Myth. 
II, 922 u. III, 318), Elgast (vgl. J. Grimm, Kl. Sehr. VI, 34 ff. 
und 11,359). Aus dem Spielmannsepos: Salman; ?? Rother. 
Aus dem höfischen Epos: Tristram (ein Heinrich Ysoldis 
ist 1284 Schöffe in Reichenbach in Schlesien, Reg. 1773); Wiga- 
lous; Enede (2mal: Bogusch sebinwirt, Enede s. Frau 
1367 und Eneyde Seybke gelhors tochtir 1396); Walwan 
(auch im Erec, vorher schon bei Eilhart v. Oberge).; Barlam. 
Aus der antiken Sage: Castor; Alkyt (vgl. S. 19). Dichter- 
namen: Vrowinlop; Fridank; Tanhuser, Taneser; Mar- 
ner (die letzten beiden können sehr leicht auch direkt zu ver- 
stehen sein; marner < marinarius, Seemann). Weiteres aus 
anderen schlesischen Quellen der Zeit findet man zusammen- 
gestellt bei E. Wernicke, Vor- und Zunamen aus mittelalter- 
lichen Dichtungen in schlesischen Urkunden, Anz. f. Kunde d. 
Vorz. XXVIII (1881), 78 f., und bei Jecht S. 16. Vgl. auch 

') Vgl. .T. Grimm, Kl. Sehr. II, 353. 
Wort und Brauch I. Reichert, Familiennamen. 10 



146 

Kegel, Die Verbreitung der rahd. erzählenden Literatur in Mittel- 
und Niederdeutschland nachgewiesen auf Grund von Personen- 
namen, Halle 1905, Hermaea III. 



III. Festigkeit der Familiennamen. 
I. Gleiche Namen bei Verwandten. 

Ich gebe zunächst Belege, die den gleichen Zunamen bei 
mehreren Mitgliedern derselben Familie zeigen und die Ver- 
erbung des Namens erkennen lassen. 

Johannes Engilgeri 1318*), Johannes Engilgeri s. Sohn. -— 
Konrat Plessel 



Nicolaus Plessel 1318 f 



Johannes und Konrat Gebrüder genannt Plessel. 

Dominicus pellifex 1322 

I 



Dominicus Hanke Dominic(i) Niclos Dominik. 

Heynusch brendil 1354, Hannos brendil s. Sohn. — Margarethe 
vredemaninne 1348, Oonczke Fredeman filius. — Henlin Fricze 
und Nicze Fricze(n) Brüder 1360. — Heynusch gwlke 1345 f, Hen- 
lin gwlke s. Sohn. — Nyckil ytke 1345, Henlin ytke s. Sohn. — 
Hanke ketirlin 1345, Her Johannes ketirlin s. Sohn. — Nickil 
Constantin von Wolow 1368 und Paske Constantin Brüder. — 
Pecze Iwtke und Hannos Iwtke Brüder 1352. — 

(x Diterich) 

. \ 



Hanke Diterich 1354 Nickil Diterich 

\ 



Jacob Diterich Peter Diterich. 



Hanke Hartlib(i) 1332 
Hannos Hartlib(i) Hartlip. 

Walther prike(r) 1360 
Hensil prike(r) Pecze Pryke(r). 



*) Die Zahlen bezeichnen das erste Auftreten des Namens. 



147 



Hanke Reinhart 1345 

\ 



Peter Reinhart Pauel Reinhart. 



(x Rempil) 



1B47 Conradus Rempil Maternus Rempil 

\ 



Nickil Rempil. 



(x Tilchin) 

I 



Stephan Tilchin Hannos Tilchin 1400. 



Arnold vusil 1347 

I 



Arnold vusil Nickil vusil Hensil vusil. 

Wernher von Gorlicz 1254, Heinrich von Gorlicz s. Sohn. — Nickil 
gorlicz u. Hannos gorlicz Brüder 1360. — Cunot Frankinsteyn 1349, 
Nicze Frankinstein s. Sohn. — Conradus de Graywicz und Hannos 
vonGaywicz Brüder 1346. — Meyster Niclos von Glacz der golt- 
smid 1348, Hensil von glacz der goltsmit s. Sohn. — Hanke golt- 
perg, Hanke goldberg s. Sohn 1352. — Nickil goldinstein, Jeckil 
goldinstein s. Sohn 1360. — Hannos (von) Gothow, Frenczil von 
Gothow s. Sohn 1347. — Heinrich hirsperg, Franczke Hirsberg 
s. Sohn 1345. — Niclos Jeroslandorf und Hanke Jeroslandorf 
Brüder 1360. — Hannos von Conradiswalde, Heinke von Con- 
radiswalde s. Sohn 1359. — Heinrich kusfelt und Andres kusfelt 
Brüder 1360. — Hannos Schellindorf der melczer und Cuncze 
schellindorf der melczer Brüder 1356. 

Michael Briger 1364 

\ 



Johannes briger Michael Briger 



Hannos Briger 



Peter Hulkschin 1352 

\ 



Peter Hulkschin Niclos Hannos Hulkschin. 

Kirstanus de Eanth 1828 

! 

Bruno von Kanth Gerhart v. K. Maczke von Kanth. 

Nicolaus de Kanth 1343 

I 

Pawil von Kant Jacob von Kanth. 

10* 



148 



(x Cracz) 

I 



Rudger Cracz 1357 Johannes Cracz 



Hannos der junge Cracz. 



Heineman Smarsow 1346 

.1 



Heincze Smarsow Hanke Smar$ow Niclos Smarsow. 

Wernherus dictus de Waczinrode 1291 

\ 

Nicolaus de Waczinr. Conrat de W. Henricus de W. 

\ 

Her Tamme Nickil Pecze Pauel 
V.W. V.W. V.W. V.W. 

Cunot eckestein 1350, Nicolaus eckestein s. Sohn. — Peczco Beyer 
1344, Petrus Bavari und Johannes Beyer s. Söhne. — Nickil Unger 
und Franczke Unger Brüder 1355. 

(x apotheker) 

\ 

Hannos apotheker 1349 f Franczke apteker 

_J 



(Meyster) Franczke Hanke Pecze 
(der) apotheker apoth. apteker 



Jutte aptekerinne 
(Jutten aptekerinnen crom!). 

1348 Heinke der heiligen becker, sein Sohn heisst Nickil der hey- 
ligen becker son = Nicze der heyligen becker = Nickil heylge- 
becker. — Nickil buteler, Peter buteler s. Sohn 1369. — Hanke 
einer, Nickil einer s. Sohn 1350. — Nickil und Pauel verbere 1346, 
Pauel verber Sohn des Hanke. — Stanke vlechtener 1352, Jan- 
dirke vlechtener und Niclos vlechtener s. Söhne. — Hille gle- 
serinne, Heinke gleser ihr Sohn 1346. — Gotke goltsmid und 
Pawil goltsmid Brüder 1355. — Peter kestener und Jost kestener 
Brüder 1360. — Henlin koch, Diterich koch und Niclos koch 
Brüder 1345. — Conrat cruckener 1345, Diterick kruckener s.Sohn. 
— Godin kursener, Hannos kursener s.Sohn 1H52. — Nickil lotir 
und Mertin lotir Brüder 1360. — Jocob pfylsmid und Nicze pfyl- 
smit Brüder 1363. — Heyneman scherer 1346, Nickil scherer (erbt 
den schergadem) und Thomas scher er (besitzt auch einen schergadem) 
s. Söhne, t- . Tile schriber 1338, sein Sohn Franczke schriber, 
dessen Sohn wieder Tile schriber. — Wenczlow tekener und 
Peter tekener s. Vetter 1345. — Nicze kuttener und Heinrich 
kuttener Brüder 1359. — Herisil bachws und Nickil bachws 
Brüder 1348. — Hannos Reuber, Johannes Rewber s. Stiefsohn 
1394. — Elze buchsbouminne. Pauel buchsboum ihr Sohn 1846. 



149 



— Heincze bwch, Hannos bwch s. Sohn 1345. — Hensil virdung 
und Cuncze virdung Brüder 1357. — Herman korp und Hannos 
korp Brüder 1359. — Lodwig crymkese und Peter grunkese 
Brüder 1360. — Nickil cumpost, Nicki! kumpost s. Sohn 1345. — 
Peter stricholcz, Cunczke stricholcz und Peter stricholcz seine 
Söhne 1349. — Hanke vogil, Franczke vogil s. Sohn 1352. — Nickil 
vogil, Niclos vogil und Mertin vogil s. Söhne 1350. — Lusche mit 
der yopen, Hensil mit der yopen = Hensil yope ihr Sohn 1359. — 
Peter Cunen mit der mutir son = Peter mit der mutir 1378. — 
Nickil veyste, Mertin veyste s. Sohn 1346. — Jeckil rote und 
Tilke rote Brüder; Hannos rote und Mertin rote Brüder 1350. — 
Mertin gele und Nicze Gele Brüder 1346. — Tile swarcze, Peter 
swarcze s. Sohn 1316. -- Mertin wyste und Nicze wyste Brüder 
1363. — Wernher schertilczan 1281; Theodericus schertilczan, 
Conrad schertilczan und Jocob schertilczan Söhne des Wernher 
schertilczan. — Heinrich tolinuus, Tile tolinfus und Nickil 
Tol(in)fus Brüder 1345. — Cunczil hohercze, Nickil hohercze s. 
Sohn 1345. — Groshenlin (nur so), Henlin (Hannos) Groshenlin 
und Petir groshenlin s. Söhne 1345. — Lorencz czadilmait, Nickil 
czadilmait s. Sohn 1351. — Niclos brax, Hensil brax und Peczco 
brax Brüder 1346. — Johannes Czebol; Heinrich Czebol, Nickil 
schebol und Pecze Czebol sind die Söhne des Johannes Cz. 1330. — 
Hanke crob(i)sch und Nickil crobisch Brüder 1347. 

Ottilie bocuelinne 



Henlin bocvel Cunat b. Jeckil bocuel 

l_ \ 



Hannos bocuel Nickil bocfel. 

(x Dumelose) 

Peczco Dumelosi Paulus Dumelosi 1335 

I \ 



Hanke Nicze Dytwinus Franczke 

Dumelose Dumelose Dumelose Dumelose. 



(x Crowil) 
Nicolaus Crowil 1344 Pecze Crowil 



Nicze Crowil. 



Mathias Rosenstengil 1328 

I 



Mathis Frenczil Hanke Niclos Peter(man) 
rosenst. rosenst. rosenst. rosenst. rosenstengil 

I 



Hannos rosinstengil. 



150 _ 

(x Scherf) 



Hannos scherf 1350 Cuncze scherf 

! L 

Jacob scherf Nicze scherf Nicze scherf 



Hannos Scherf. 
Geschlecht der Habedank 1309. — Elze howinschildinne, Nickil 
howinschild ihr Sohn 1348. — Concze clebezatil und Hcinke clebe- 
zatil Brüder 1363. — Heyncze und Nickil knullemel 1360. 

Die Beispiele zeigen die Zunamen aller Klassen bereits 
als erblich. Sie spiegeln im wesentlichen den Stand in der 
Mitte des 14. Jhds. wider. Aber auch das wenige, was man 
weiter hinauf, z. T. bis ins 13. Jhd., verfolgen kann, lässt 
schon für diese Zeit bei manchen Familien eine ziemliche 
Konstanz der Namen erschliessen. Wie stark im 14. Jhd. der 
Trieb zur Erhaltung des Namens bei der Nachkommenschaft 
gewesen sein muss, zeigt sich an der Vererbung von Namen 
wie mit der yopen, mit der mutir, die doch eigentlich 
der Typus einer Individualbezeichnung sind. Doch muss man 
sich hüten, mit dem Schluss auf Festigkeit der Namen zu weit 
zu gehen. 

2. Ungleicher Name bei Verwandten. 

Es ist nachgewiesen worden, dass Namen von der Frau und 
vom Schwiegervater übernommen werden können (vgl. S.60ff.); es 
ist ferner bei einigen Übernamen, teilweise aus späten Jahrzehnten 
des 14. Jhds., ihre Entstehung beobachtet worden (vgl. S. 130 f.). 
Das setzt die Möglichkeit des Ersatzes eines vorhandenen 
Namens durch einen neuen voraus. Ausserdem gehen gewöhn- 
lich neben dem Hauptnamen noch sekundäre Bezeichnungen 
nach Wohnort, Herkunftsort und Gewerbe her^). Solange 
solche Schwankungen möglich sind, kann man natürlich nicht 
von Festigkeit der FN. in unserm Sinne reden. Ich belege 
das Gesagte durch Beispiele und gebe zunächst Fälle von 
Wechsel des Namens bei derselben Person. 



^) Wenn z.B. ein Mann Hensil beme heisst, Schmied ist und auf 
dem Sande wohnt, kann er auch als Hensil smit oder Hensil uf dem 
Sande bezeichnet werden. 



151 



Peczco de Burg alias de Wyden 1350 (hat Besitzungen in Wyden!). 
— Stanislaus Vix alias Stene deCracovia 1375. — Cunrat Glaser 
alias Moler de Legnicz 1375. — Jobannes Pezeler alias Ken- 
thener 1369. — Michil Uspiter alias Cloczer, carnifex 1397. — 
Stephan Wolfhard alias Sponsbruck 1398. — Nickil raynpink 
adir hinkenpink 1369. — Heinrich Plawener adir Heinrich mit 
der rozen genant 1396. — Konrat von Richinbach genant Kaczin- 
schinder 1332. — Oune Döring = Cane mit der kannyn 1356. — 
Gotfridus Plessil = Gotfridus scriptor 1330. — Tilo de Lege- 
iiicz = Tilo scriptor 1342. — Hanke Gotke 1351 = Hanke Gotke 
von Gobin = Hanke von Gobin. — Pecze Eckehart =- Eckehart 
gelhor 1351. • — 1348 Conrat hohercze, Hannos vrowinstat s. 
Eidam, 1352 Cunczil an der ecke, Hensil vrowinstat s. Eidam, 
folglich Conrat hohercze = Cunczil an der ecke. — Lorencz 
czadilmait, Anne s. Frau, Nickil s. Sohn 1354 = Lorencz von 
Strelicz, Anne s. Frau, Nickil s. Sohn. — David pfwter ist 1356 
Eidam des Niclos von Strelicz, 1358 des Niclos czadilmait, also 
Niclos von Strelicz = Niclos czadilmait (s. d. vorige). — Nickil 
von Crocow 1345 = Nickil von Crocow der ouch bozeheupt ge- 
nant ist = bozeheupt = Niclos wirsing von Crocow = Niclos 
wirsing = Nicolaus wirsungus. 

Arnoldus Goblonis (in nova civitate) 1328ff. (I) 

! 

Gobil (II) Walther Goblonis cv:) Anna (Sybotinne) 

in d. Nwenstat (= Walther Syhothen) 1 

\ ^ \ 

Nicze Pecze Walther Peter Franczke Hannos Augustin 
Gobil{8) Gohil Sybothe{n) St/bot Syhoih 

1363 als~VetTe r n~ 
erwähnt. 

Dieser letzte Stammbaum ist besonders lehrreich. Für Walt her 
Goblonis finden sich folgende Bezeichnungen: Walther der 
sybothinne (seil. Eidam, vgl.S.64) = Walther Sybothen (seil. 
Eidam) i. d. N. = Walther Gobils (seil. Sohn) = Walther 
Gobil ■-= Waltherus in nova civitate. Es ist dies ein Muster- 
beispiel dafür, welchen Einfluss die Familie der Frau auf die 
Benennung ausüben konnte. Gobil 11 mag eine wenig bekannte 
Frau geheiratet haben, denn seine Deszendenz weist nur seinen 
Namen auf. Umgekehrt muss die Familie der Syboth, der 
Walthers Frau Anna entstammt, recht bekannt gewesen sein. 
Walthers alter Zuname Gobil wird dadurch in den Hinter- 
grund gedrängt, und bei seinen Nachkommen ist er ganz ver- 



152 

schwanden. Ja noch mehr. Dieser Walther stirbt zeitig 
(das hat sicher auch noch dazu beigetragen, seine Kinder nicht 
Gobil zu nennen), denn 1350 findet sich S I, 147 der Vermerk: 
Anne di Walther Sybothen eliche husvrowe gewest ist 
(das ist die übliche Bezeichnung für Witwen); dazu stimmt, 
dass Walther nach 1348 nicht mehr im Ratskatalog erwähnt 
wird. Anna verheiratet sich nun zum zweitenmal und zwar mit 
einem gewissen Johannes: Anne Sybothinne, Johannes ihr 
Mann 1361 811,127 und Anne Sybothinne, Her Franczke, 
Peter und Augustin ihre Kinder 1363 S II, 265 (s. o., da- 
durch wird die Identität bewiesen; zum Überfluss noch Augustin 
Syboth, Johannes sein Stiefvater S III, 167). Und nun 
empfängt auch ihr zweiter Mann von ihrer Familie den Namen : 
1368 findet sich S II, 426 eingetragen Johannes Syboth, 
Anne seine Frau. 

Ich stelle weitere Fälle zusammen, die verschiedene 
Zunamen bei Mitgliedern derselben Familie zeigen. 

Heinke der heyligen becker, Hannos libiskint s. Bruder 
1348. — Petir von dem berge, Henlin von Grlogow s. Bruder 1349. 

— Peter Berusch, Johannes pflwg s.Bruder 1367. — Tilusch bog- 
dan, Heinrich czücz s. Bruder 1349. — Bartusch vleyschewer, 
Hanke steinkelr s. Bruder 1350. — Arnold vusil, Niclos von der 
Nysse s. Bruder 1347. — Nickil Mertin (der gerwer), Helwig 
gerwer s, Sohn 1348. — Rudil in dem grase, Peter treuschin s. 
Sohn 1347. — Petrus Grotkow, Cuncze vuchsil s. Bruder 1368. — 
Nicze Hartman, Steffan von Richinbach s. Bruder 1362. — der 
gute Heyne ist Sohn des Nickil ryman 1354. — schone ^eincze 
Bruder des Peter Platener 1363. — Hannos Walch, Jone vom 
Czacherys s. Sohn 1364.— Peter von der Nysse, Jeckil Kenthener 
s. Sohn 1369. — Peter von Crocow, Cuncze beder s. Bruder 1363. 

— Johannes Crohel ist Sohn des Johannes carnifex 1316. — 
Nicolaus conschatke und Pauel losak Brüder 1369. — Albrecht 
loer ist Vater des Nickil Schultheis 1356. — Heinrich lengefeld 
von der Olsin, Hannos von der Olsin s. Sohn 1361. — Lasslow, 
Hensil pantenow s. Bruder 1359. — Herman Iwban der smit, 
Peter schonsmit s. Bruder 1349. — Hensil moler ist Heynk yelis 
Sohn 1350. — Hannos morder meyster Johannes von Rotenburg 
des arcztes son 1364. — Ponycz ist Bruder des Heinke muchebor 
1370. — Pasco Constantinus, sein Sohn Johannes Pasco und 
Johannes Constantini 1400. — Pauel rymer Sohn des Kirstan 
melczer 1358. — Heinrich der schilnde schroter, Hannos golt- 
smid s. Sohn 1360. — Oerlach von Swegorn, Nickil üncristen s. 



153 



Sohn 1355. — Mclos von Wunschilburg, Hensil Adolf s. Bruder 
1350. — Merbot Peschen und Hannos grosebote Brüder 1380. — 
Richart von Gobin, Lenhart Richart s. Sohn 1382. — Andris 
teschener und Jurge Goler Brüder 1399. — Hannos Butum von 
Lemberg, Niclos von Tyche s, Bruder 1390. — Paulus molner 
filius Cunlini Birkmans 1394. 

3. Verschiebungen. 

Die folgende Tabelle soll eine Vorstellung geben, wie sich 
die einzelnen Klassen der FN. in bezug auf ihre Häufigkeit zu- 
einander verhalten. Zugrunde gelegt sind die Eintragungen 
des Ratskataloges, da er allein das gleichmässige Material 
bietet, das man zu solchen Statistiken braucht. Um eine Ein- 
sicht in die Verschiebungen zu ermöglichen, die die einzelnen 
Klassen, was die Zahl der zu ihnen gehörigen Namen betrifft, 
durchgemacht haben, stelle ich zwei Perioden aus dem Anfang 
und dem Ende der hier behandelten Zeit nebeneinander. 







In den Jahren 
1287— 1325 j 1364-1400 


1. 

2. 
3. 
4. 


Alte Taufnamen 
Ortsnamen . . 
Berufsnamen 
Übernamen . . 


123 

406 

53 

82 


121 

264 

27 

205 




Zusammen 


664 


617 Zunamen. 



Das Ergebnis dieser Zusammenstellung ist ausserordent- 
lich charakteristisch. Die Namen der Klassen 2 bis 4, die 
einer jungen Bewegung entstammen, sind stark im Flusse. 
2 und 3 haben in der ersten Zeit ihres Bestehens weniger den 
Charakter von Namen als von „Bezeichnungen" gehabt und 
konnten leicht, z. T. auch wohl wegen ihrer geringen Bezeich- 
nungskraft, wieder schwinden, um durch die üppig ins Kraut 
schiessenden Übernamen ersetzt zu werden. Diese mussten ihrem 
Wesen nach den entgegengesetzten Entwicklungsgang durch- 
machen. Sie waren etwas so Zufälliges und Flüchtiges, dass 
die immer stärker werdende Neigung zur Doppelnamigkeit dazu 
nötig war, ihnen eine grössere Festigkeit zu verleihen. Gegen- 
über diesen 3 Klassen stellen die Zunamen aus alten Tauf- 



154 

namen etwas völlig Ausgereiftes, zur Ruhe Gekommenes dar; 
daher die grosse Stetigkeit in der Häufigkeit ihres Vorkommens. 

Überblickt man das Ganze, so kommt man zu folgendem 
Ergebnis. Es hat im 14. Jhd. in Breslau schon FN. in grosser 
Zahl gegeben; es ist sogar das Gewöhnliche, dass die Mit- 
glieder derselben Familie denselben Namen führen und dass er 
auf die folgenden Generationen vererbt wird. Daneben finden 
aber auch recht häufig Ausweichungen statt, die zur Kon- 
stituierung eines neuen Namens in der Abfolge der Geschlechter 
führen können. Eine Entwicklung zu grösserer Festigkeit der 
FN. ist im Laufe des 14. Jhds. nicht zu spüren. Überhaupt 
vergeht noch eine ganz beträchtliche Zeit, ehe ein Zustand der 
Festigkeit erreicht wird, der dem unsrigen einigermassen ent- 
spricht. Die Hauptblüte der Imperativischen Namen fällt in 
das 15. Jhd., und so tauchen auch in Breslau in dieser Zeit 
neue Imperativische Bildungen auf, von denen sich im 14. Jhd. 
noch keine Spur findet (zusammengestellt bei Keiper a. a. 0.) ; 
vorhandene FN. müssen also durch sie .verdrängt worden sein. 
Noch im 16. Jhd. ist es, wie mir Herr Professor G. Bauch mitzu- 
teilen die Güte hatte, nichts Aussergewöhnliches, dass ein Mann 
mit verschiedenen FN. bezeichnet wird. Ja, bis in die neuste 
Zeit hat sich das Schwanken fortgesetzt. Das älteste Breslauer 
Adressbuch vom Jahre 1832 zeigt eine ganze Reihe Fälle von 
unsicheren FN. ^). Und im Vorwort beklagt sich der Verfasser, 
der das Buch auf Grund persönlicher Umfragen zusammen- 
gestellt hat, darüber, wie schwer oder unmöglich es ihm sehr 
oft gewesen sei, die richtige Schreibart eines Namens zu ermitteln, 
zumal sogar die Schilder sehr häufig falsch geschrieben seien. 

Zieht man diese mit abnehmender Kraft durch Jahrhunderte 
wirkenden Verschiebungen in Betracht und berücksichtigt man, 
dass viele Namen durch Aussterben oder Auswandern der Familien 
verschwinden, so wird es nicht wunder nehmen, wenn von den 
Namen des 14. Jhds. im Jahre 1832 — Breslau hatte damals 
90000 Einwohner — nur noch etwa ein Fünftel nachweisbar 
sind. Ich habe die FN. des 14. Jhds., bei denen das zutrifft, 
im Gesamtregister am Schluss mit einem Stern bezeichnet. Es 



*) Besonders bemerkenswert ist es, wenn einmal als Name eines Gold- 
scheiders von Beruf j,Goldscheider alias Schay" genannt wird. 



155 

sind meist die wenig charakteristischen. Eine Sicherheit, dass 
es wirklich die vererbten alten hiesigen Namen sind, hat man 
natürlich nicht. Es muss ja immer mit der Möglichkeit einer 
späteren Neueinführung gleichlautender, aber an einem anderen 
Orte gewachsener Namen durch Zuwanderung gerechnet werden. 
Man braucht zur Bestätigung dessen nur den heutigen Bestand 
Breslauer Namen — Breslau hat jetzt 470000 Einwohner — 
mit dem des 14. Jhds. zu vergleichen; es finden sich da viel 
mehr alte Bekannte wieder als im Jahre 1832. Andrerseits ist 
aber auch die Zahl der 1832 noch erhaltenen Namen des 
14. Jhds. um ungefähr 60 weitere zusammengeschrumpft. 

4. Pleonasmus im Familiennamen. 

Es braucht nun bei einer Person, die verschieden benannt 
zu werden pflegte, nicht immer nur der eine oder der andere 
Name gebraucht zu werden ; es können auch beide stehen. Ein 
beliebiges Beispiel: Pawil glockener = Pauil von Bu- 
dissin = Pawil glockener von Budissin; oder mit um- 
gekehrter Stellung: Paulus de Goltperg campanator ^ 
Pauel vom goldberge ^ Pauel glockener. Solche Doppel- 
bezeichnungen treten gerade bei Gewerbe- und Ortsnamen ganz 
ausserordentlich häufig auf; der Ortsname steht dabei immer 
mit „von", Ortsname oder Gewerbename können aber auch an 
einen Übernamen oder FN. aus Taufnamen antreten. Es ergeben 
sich so die Typen: Hanke Alusch (der) becker (sehr häufig) 
und Conrat budan de Trebenicz (etwas seltener). Es kann 
auch Ortsname + Gewerbename an den FN. herantreten ; so er- 
gibt sich der Typus Hensii beme der smit uf dem sande 
= Hensii beme der smit = Hensii beme uf dem Sande 
= Hensii beme (= Hensii uf dem Sande = Hensii [der] smit). 
Das Umgekehrte, dass Übername oder alter Taufname an zweiter 
Stelle steht, findet nur ganz vereinzelt statt, allermeist durch 
Vermittlung! von „genant", z.B. Ticzco de Porsnicz dictus 
WoUinsag^). Ein Fehlen ist nur zweimal zu bemerken ge- 
wesen; es entstehen so die eigenartigen Namen Petrus Tincz 



*) Ausgenommen ist der Typus „mit", er hat gewöhnlich das genant 
nicht: Gotfrid schriber mit dem scharlachsmunde. 



156 

wyngasse 1385 Sri, 72 und Hannois/ stein smedchin 1392 
Sr V, 16, die einen Übergang zu den zusammengesetzten Namen, 
Klasse 2 c, anbahnen. 

Werden solche Doppelnamen mit Auslassung des Tauf- 
namens gebraucht, so entsteht der Typus Frolich sporer, 
Sarow tischer. Ist nun in diesem Falle der erste Zuname 
einem gebräuchlichen Taufnamen gleich, so kommt es zu dem 
zweideutigen Typus Albertus textor =- Johannes Albertus 
(textor), oder mit Ortsnamen Constantin de Wolow = 
Pasco Constantinus de Wolow, oder mit Übernamen Ecke- 
hart gelhor ^ Pecze eckehart, bei dem also Albertus, 
Constantin, Eckehard Zu- und nicht Vornamenfunktion 
haben. Eine solche Feststellung glückt natürlich nur in den 
seltensten Fällen (vgl. S. 50). 

Als Grund für den Pleonasmus im FN. wird man meist 
das Streben nach genauerer Bestimmung annehmen dürfen. Das 
sieht man aus dem Nebeneinander von Conrat vurman von 
Richinbach und Oonrat vurman von Glogow. 



IV. Frauennamen. 



Frauen haben keine selbständigen Zunamen. Sie tragen 
nur einen Taufnamen ^). Darüber hinaus können sie nur durch 
die Zugehörigkeit zu ihrem Vater oder Manne bezeichnet werden. 
Das geschieht durch Anhängung von -inne (lat. -issa) an den 
Vor- oder Zunamen der ihr zunächst stehenden männlichen 
Person. Margarethe, die Frau oder Tochter — das lässt 
sich ohne weiteres gar nicht entscheiden, da dabei ein Unter- 
schied der Benennung nicht vorhanden ist — des Ticze bege- 
hart, erscheint als Margarete Ticze begehartinne = Mar- 
garethe begehartinne = Ticze begehartinne = Marga- 
rethe Ticzinne. Das sind die möglichen Typen. Diese 
Bildungsweise gilt für alle Klassen der FN. Die Frau des 



*) Ganz vereinzelt wird zu diesen einmal ein Adjektivum hinzugesetzt : 
eine Frau heisst di böse Kethe und ein Mädchen wird öfters als dy 
Rynische iuncvrowe bezeichnet; das ist alles. 



_ 157 

weningen becker heisst Kirstyne di weninge becker- 
inne; Kirstin der nunuen kochynne czu Ste. Ciaren ist 
die Frau des Kochs am Klarenkloster ; di Jeschke aneze- 
linne ist die Frau des Jeschke anezele; die Frau des 
knuppeczu heisst dy knuppeczuinne. Eine Ausnahme 
machen nur die mit den Präpositionen „von" und „mit" gebildeten 
Namen; sie können ohne weiteres auf Frauen übergehen. 
Cläre Peczin bernwaldis Frau = Cläre bernwaldinne 
= Cläre vom bernwalde; Margrit brunswyginne = 
Grite von Brunswic; Sophy di Hannos bederinne von 
Glacz = Sophy von Glacz dy bederinne; Katharine 
greczerinne = luncvrowe Kethe von grecz; Elze 
Peczen swarczen Schwester verheiratet sich mit Pecze von 
Paczkow und heisst dann Elze von Paczkow^). Anne 
Cunen mit der kannyn Frau = Kunynne mit der kan- 
nen = Anne mit der kannen. 

Es ist nicht immer notwendig, dass die verheiratete 
Frau nach dem Manne und die unverheiratete nach dem Vater 
genannt wird; auch die verheiratete kann den Vatersnamen 
behalten. Jutte durrindorfinne (verheiratet), Gunczil 
durrindorf ihr Bruder; Katharina Eckils tochtir 
(verheiratet) = Katharina Eckilinne; Katharina die 
Schwester des Petir von dem Czeginhalse und Frau 
des Hanke voyt in der Nwenstat heisst Katharina voy- 
tinne in der Nwenstat, Nickil und Wynant ihre Söhne 
= Katharina Czeginhalsinne, Nickil und Wynant ihre 
Söhne; Heinrich Felleberg, Anne Thomaskirchinne 
seine Frau; Hannos goldinstein, Dorothye trenkerinne 
s. Frau (die beiden letzten Fälle erinnern an unser „geborene"). 
Es kommt auch vor, dass eine Frau, die sich zum zweiten Male 
verheiratet, weiter nach ihrem ersten Manne heisst: Mathis 
gurtelers Frau Jutte wird nach seinem Tode als Frau des 
Heinrich de Hawilswerde noch Jutte gurtelerinne ge- 
nannt; die Frau des Heynke clugil heisst Katharina 
gysmeisterinne, weil ihr erster Mann gysmeister hiess 

*) Solche Namenübergänge zeigen, wie sehr bei den FN. von Orts- 
namen das Gefühl einer tatsächlichen Beziehung der Person zu dem Orte 
schon geschwunden war. 



158 

(vgl. unser „verwitwet gewesene**). Auf solche Willkürlichkeiten 
ist es zurückzuführen, wenn öfters bei Mutter und Sohn ver- 
schiedene Namen auftreten^). Die Mutter der Kinder des 
Hanke apthekers wird dy vintlichinne genannt; Peter 
Fricze ist Sohn der Katharina Frysinne, Hanke Fricze 
der der Katharina von Troppow (Kath. Frys. = K.v.Tr.?); 
Cläre hwsdorferinne vom Lwban, Nicze Lwban ihr 
Sohn (hwsdorfer war der Name ihres Vaters, vom Lwban 
der ihres Mannes) ; Heske von Crocow, Hanke wartinberg 
ihr Sohn; Alke Kirstan melczerinne, Heinke Runge 
ihr Sohn; Katharina pragerinne, Mathis swertueger 
ihr Sohn; Hannos Rulant Tilen schriberinnen son. 



V. Unerklärte Namen/) 

Amolowg; Dodindot, Dowdyndit; Dorshast; Do- 
rnten; Vindysen; Ginczweber; Glawdir; Gosta- 
bola; Hochindej, Hokundey; Niczendey; Horlewayn; 
Hudisuek; Ibinsch; Ymptus; Karuth; Kaczhart; Spicz- 
hart; Cebestel; Keris; ?Kincdirbys; Klelyn; Czobgarte; 
Czobtewecke; Czorn, Czornchin = Kschornchin = Schor- 
lichin; Kverink; Kummener; Kuregil; Linkschiner; 
Monmilch; Muchener; Mulacz; Narmuksky; Newnmatt; 
PNyabegerad; Orbinger; Polkasto; Quippe; Reschka; 
Ruly; Sczharrinsczheyde; Schegadel; Scheyteler; 
Schnynker; Serdan; Synnengebil, Sinnydebil; Sirfeyer; 
Slackener; Slewpener; Sloput; Sorgil; Stichemo; 
Straymode; Tolner; Treffeling; Trochtil; Trünke, 
Trunkil; Tvnneder. 



*) Natürlich ist auch die Möglichkeit nicht auszuschliessen, dass manch- 
mal auch der Sohn den Namen gewechselt hat ; vgl. das Kapitel : Festigkeit 
der FN., S. 146. 

2) Ein Fragezeichen bedeutet Zweifel an der Richtigkeit der Lesung. 



Namenregister 



Für die alphabetische Anordnung der Namen ergaben sich aus der wechselnden 
Schreibung in den Quellen manche Schwierigkeiten. Man beachte u. a., dass 
cz = z , th = t, z = s , vokal, w = u , i (in d. Nebensilben il, in, ir, is) — e 

gerechnet ist. 

Ein Stern vor dem Namen bedeutet, dass er 1832, zwei Sterne, dass er 1832 und heute 
in Breslau vorkommt (vgl. S. 155). 



A 

(vgl. auch 0). 
Aaron 75 Anm. 
Abecracz 118 
Abelader 102, 106. 
Abirlin 12. 
Ab(e)s(ch)acz 121. 
Abraham 75 Anm. 
Abrosch 75 Anm. 
Acbe 83. 
Achse 118. 
Achczenheller 121. 
in acie 71. 
Ackicz 86. 

**Adam 9, 16, 29, 56. 
♦♦Adelar 114, 63 
Adelheid 30, 32. 
Adelungisbach 77. 
** Adolf 50, 153. 
Advokatus 106. 
Aengeluz s. Engelusch 
Agathe 31,34. [12,52. 
Agnes 31, 34. 
Agnet(e)(Agnite) 31,34, 
Aber 115. [36. 

Ayte 31, 34, 37. 
Aytstein 115. 
Albindorf 80. 
Alber 50. 

Alberich 6, 12, 145. 
** Albrecht (Albertus) 6, 
12,27,28,50,105,156. 
Albus 123, 134. 
Alchimjsta 120. 
Aid- 8. Alt- 



Aleid(e) 30, 32, 37. 
Alexander 9, 16, 28, 42. 
Algart 58. 
Alke 30, 32, 37, 58. 
Alkyt 11,19,29,145. 
Alleland 98. 
Allewerld 98. 
Allexius 9, 16. 
Almerie 118. 
Altbuser 101. 
**Alde 122. 
Aldenburg 85. 
Alde(r)hof 74, 94, 61. 
Altern 121, 126. 
Aldirnicze 134. 
**Althus 69,91. 
Altknecht 99. 
♦♦Altman 137. 
Altmansdorf 81. 
Altoderer 139. 
Altzesse 61. 
Aldstein 80. 
Altwip 121, 126. 
Altych 71, 142. 
Alusch 30,32,37,58, 155. 
Alwin 6, 12. 
Amalie 30, 32. 
**Ambrosius9,16,29,46, 
Ameleys 58. [56. 

Amelung 50, 145. 
Amilius 6, 12, 28, 42. 
m. d. Ammen 126. 
Amolowg 158. 
Anderlin 9, 16. 
Andirke 9, 16, 23. 



** Andreas (Andres) 9, 
16, 21, 28, 44, 75 Anm. 

Ane- s. auch One- 

Anefal 117. 

Anevank 121. 

Anevleysch 115. 

Anehut 116, 134. 

Anezele 112, 157. 

♦♦Anesorge 112. 

Anetasche 117. 

Anewandil 112. 

Ane czunamen 43. 

♦♦von anger 69. 

Angerwit 69, 139. 

Anhoke 118. 

Anne(n) 31, 34, 59. 

Anselm 46, 50. 

Apecz 6, 12, 22, 44, 50. 

Ap(o)theker 47,63, 101, 
148, 158. 

♦♦Appel 50, 115. 

Appolonia 31, 34. 

♦♦Apt 120. 

Apteker 101. 

Ar 114. 

in arena 68. 

Armbrust 117. 

Armknecht 99. 

♦♦Arndt 6,12,22. 

♦♦Arnold 6, 12, 27, 28, 
49, 50, 75 Anm. 

Arnstein 85. 

Aaron 75 Anm. 

Artwicus s. Hartwig. 

Arwil 50. 



160 



♦Arczt 101, 106. 
Asser 75 Anm. 
**Ast 115, 129. 
Atirzeer 85. 
Augustinus 9, 16, 28. 
Austein 9, 16. 
Ax 117, 125. 

B 

(vgl. aucli P). 

Bache 57. 
♦*Bachnik 57, 144. 
Backenicht 144. 
Bademuter 121, 126. 
** Bader 101. 
Badeschiit 118. 
Bagan 117. 
**Bachus 117, 148. 
Baldekinus 6,12,23,27, 

28, 48. 
Bälde winus 6, 12, 46. 
Ballysyn 143 
Balthasar 9, 16, 29. 
Baltilmis 9, 16. 
Banad 51. 

**Bankow (-e) 80, 61. 
Banowicz 76. 
**Bancz 85. 
Baran 73. 
**Baracz (-icz) 68, 
Barbara (-ira) 31, 34. 
Barbaran 59. 
Barvus 123. 
Barke 9, 23. 
Barlam 145. 
Barnis 77. 
Baroke 118. 
**Bart 111, 127. 
**Bartil 9, 17, 22, 56. 
Bartilmeus 9, 16, 21. 
Bartilmis 21. 
m.d. harten 117, 127. 
Bartke 9, 16, 23. 
Bartholdus 12. [28. 

Bartbolomeus 9, 16. 21, 



** Bartusch 9,16,24,56. 
Barthuschow 78. 
Baruth 76. 
Baruczer 76. 
**Basche 57, 77. 
*Ba8il 85. 
Basniez 84. 
**Bawch 111. 
Bawgindorf 76. 
Bawmhower s. Bonhewer 
Bavari 148 
Beate 31, 34. 
Beatke (Beatica) 31, 34. 
♦♦Bebirstein 85. 
Beclierer 100, 106. 
Beckenknecht 99. 
Beckensloer 99,111,(125 

Anm. 1). 
** Becker 103, 106, 105, 
Beckern 80. [140. 

Beda 9, 17, 47. 
Beder 101, 152, 62. 
**Bederman 137. 
Begehart 120. 
** Beyer (Bavarus) 97, 

148, 105. 
Belchin 6, 12. 
Beide 6, 12. 
**Bele(r) 81, 97. 
Belewicz 78. 
Belle 50, 85. 
Beilegart 84. 
**Beme 97, 155. 
Bemischdorf 74. 
Bendichin 116. 
Benedicta 31,34. 
Benedictus 9, 17, 21. 
Bener 51. 
Benewicz 78. 
Benigna 31, 34. 
**ßenysch 56. 
Benkewicz 73. 
**Benco (lat.) 9,17,23, 

29, 56. [34, 56. 

Benusch 9. 17,24, 29,31, 



**ßer 51, 113. 
Berchte(n) 30, 32, 58. 
**vom (of dem) berge 

69, 85, 152. 
** Berger 69,85. 
**Berkman 69. 
Beringer 51. 
Bercowicz 79. 
Berlewin 61. 
Berlin 51. 
♦♦Berman 51. 
Berncheyn 61. 
Bernhart 6, 28, 44. 
Bernko 51. 
Bern(s)dorf 81. 
Bernstadt 80. 
Bernsteche(r) 119/20. 
Bernwald 85, 157. 
Berold 6, 12, 48 Anm. 
Beroldistat 80. 
Berow 76. 
Berske 30, 32, 37. 
** Bertolt 6, 12, 27, 29, 

42, 43, 51. 
** Bertram 6,12,29,47, 
Bertrod 30, 32. [51. 
Berusch 51, 152. 
Beruschke 6, 12, 24. 
Berwig 50. 
Betke 31, 34, 37. 
Betkule 140. 
Bethlern 91. 
Bettemecher 100. 
Beumil 114. 
♦Beutin 80. 
Beczco 6, 12. 
Byga 116. 
Binduf 143. 
Birente 116. 
Bir(h)olcz 50. 
**Birken(er) 70,85, 95, 
Birk(in)hain 85. [137. 
Birkman 137, 152. 
Byrlach 12. 
Birner 82. 



161 



Birsak 116. 
Birschroter 103, 106. 
Birsicz 86. 
Birtreger 103. 
By(cz)schin 76. 
Bischkowicz 80. 
** Bischof 120. 
Bischofs werde 85. 
Bythom s. Beutin 80,44. 
Bittirpfyl 117. 
Blanke 122. 
Blankinberg 85. 
Blankinstein 85. 
**Blasius 9, 17, 28, 29, 

42, 47, 56. 
Blecker 51. 
Bleiche 122. 
Bleycher 100, 122. 
Bleske 56. 
Bliderstet 83. 
♦Blynde 122, 135. 
Blinde Hensil 134. 
*Blysch 73. 
Blyweger 99, 106. 
Blywer 102. 
Blo(e)del 123, 145. 
Biohose 116, 142. 
Biohut 116. 
Bludenjogint 121. 
Blume 114. 
**Blumil 114. 
Blumenrode 75. 
Blumenstein 85. 
** Blumental 75. 
Blumentrit 122. 
Blutvogil 140. 
Bobinberg 85. 
Bobener 71. 
Bochczicz 73. 
Bodeschwicz 75. 
Boederow 86. 
Bog 57, 140. 
** Bogdan 57, 152, 155. 
Bogehud 57. 
Bogil 48, 57. 
Bogener 100, 106. 



Bogenow 74. 
Bogusch 11, 19, 24, 29, 
Boguslaw 57. [57. 

Boguslawa 32, 35. 
Bohud 57. 
Bohuslaw 57. 
Boydan s. Bogdan. 
Boygindorf 76. 
**Bock 113. 
♦♦Bockil 51. 
Bocker 51. 
Bocvel 114, 149. 
Bockshorn 114. 
Bolatky 71. 
Boleslaw(icz) 78. 
♦♦Bolluchenman 57,136. 
Bolczchin 57. 
♦♦Bolcze 57. 
Bondeke 122. 
Bonechin 51. 
**Bonhewer 100. 
Borat (-od) 84. 
♦♦Borch 81. 
Borchart 12. 
Borer 81. 
Boreczke 71. 
Borgene 75. 
Borgenicht 144. 
**Borman 70, 137. 
Bornbach 86. 
bey dem borne 70. 
♦♦vom borne 75, 62. 
Borngreber 101. 
Boro 81. 
Borod 84. 

Bors(ch)nicz 77, 155. 
Borstinbinder 101. 
Bortinwirker 100. 
Bozebart 111. 
Bozeferkel 113,139,141. 
Bozefettir 121. 
Bosegrucze 115, 131, 141. 
Bozeheubt 111,141,151. 
♦♦Botener 100, 106. 
Bottil 118, 131. 
Boumer 10*^. 



Wort und ßraußh I. Keichert, Familiennamen. 



Boumgarten 82. 
♦♦Boumhewer 100. 
Brambir 115. 
Bramis 51. 
Brand 51. 
Brand im arze 111. 
Brandis 51, 85. 
Brasiator 103. 
Bratke 9, 17, 23. 
Bratusch 56. 
Brax 57, 149. 
Braxator 103, 106. 
Brechil 51. 
♦♦Bredel 118. 
de Brega 75. 
**Breissleir (Bressler) 73, 
♦♦Breyter 122. [96. 

Breithar 111. 
Breythawpt 141. 
Breytnase 111. 
Breytscheydil 111. 
Breytsnider 139, 141. 
Breytczippil 117. 
♦♦Brendil 51, 146. 
♦♦Brenner 101. 
Bresemer 76. 
Bresin 80. 
Bresicz 73. 
♦♦Bressler 73, 96. 
Breslow 73. 
Bresnik 80. 
♦Bretsnider 100. 
♦♦Brige(r) 75, 97, 147. 
Brigida 30, 32. 
Bringer 100. 
Brinneger 100. 
♦♦Brynner 84, 100. 
Brinninger 100. 
Brocke 74. 
Brodecke 80. 
Brosicz 73, 80. 
Broske 56. 
Brosse 51. 
Brostaw 79. 
♦♦Bruchener 137. 
Bruchgasse 69. 
11 



162 



Brnchman 137. 
♦♦Brwckener 101. 
**Brw(g)er 108, 106. 
**Brun 84. 

Brwnchin 51. [51. 

♦♦Brune 7,12,22,28,29, 
Brwnehannos 134, 51. 
Brwnenicze 134. 
Bruniczlaw 11,19,29. 
Brunna 84. 
Brunow 81. 
Brunswic 84, 157. 
Bruthenus 98. 
Buch 118, 131, 149. 
Buchil 118, 131. 
** Buchener 70. 
Bucherbinder 102. 
Bucherer 102, 106, 108. 
Buchfeit 85. 
Buchnicz 86. 
Buchsboum 70,114,148. 
Buchsil 118, 119. 
Buchsin 118. 
** Buchwald 81. 
Buchczicz 73. 
Buckinde Cunczil 134. 
Buckinschuch 117. 
Buckewin 80. 
Buckow 79. 
Budan s. Bogdan 155. 
Budaschowicz 75. 
Bude 84. [80. 

Budeschow (Budissow) 
Bwdessin 82, 155, 44: 
Budewan 101.' 
Budewicz 84. 
Budow 84. 
**Bufe 112. 
Bulacz 116. 
Bulle 51. 
Bwman 98. 
Bundaw 86. 
Buntyng 123. 
Bunczlow 78. 
*Burg 81,151. 
** Burger 98. 



Burgermeister 98, 44. 
♦♦Burggraf 121. 
Burgolt 7, 12, 48 Anm. 
♦♦Burkhart 7,12,28,29, 
Burnkald 138. [51. 

Bumman 70, 137. 
♦♦Buse 57,121. 
Bwtel 116, 131. 
Bwteler 101, 148. 
♦Butum s. Beutin 153. 

C 
(s. K und Z). 
Chajim 75 Anm. 

D 

(vgl. auch T). 
Dachsbach 85. 
♦♦David 9,17,28,50,56. 
Dalusch 122. 
Damerow 81. 
♦♦Daniel 28, 56, 75 Anm., 

63, 105. 
Dankewicz 80. 
♦♦Danczk 84. 
♦♦Dauman 57, 136. 
Deckinslag 143. 
♦Deckintisch 143. 
Decker 101, 106. 
♦♦Degin 51. 
Dein 51. 

♦♦Deinhard 7,12,47,51. 
Delemberg 84. 
Demut 30, 33. 
Denehals 143.. 
Denke 51. 

Derpbrot 116, 131, 132, 
♦♦Dessow 83. [142. 

Dewen 79. 
Dickebein 111. 
♦♦Dick(e)h(o)ut 112. 
Dickismude 86. 
Diet- s. Dit- 
Dyke 51, 122. 
Dynst 121, 139. 
♦Dypolt 51. 



Dirschkowicz 80. 
Ditil 7, 12, 22, 51. 
Dieter 7, 12, 43, 51. 
♦♦Diterich 7,12,27,28, 

49,51,146. 
Ditmar 7, 12, 28, 42, 46, 
Ditmarsdorf 80. [51. 
Ditusch 7, 12, 24. 
Ditwin7,12,48Anm.,51. 
Diczke 7, 12, 24. 
Dobelin 76. 
Dobirke 32, 35, 37. 
Dobirschow 78. 
Dobke 11, 19. 
Dobra 85. 
Dobrin 81. 
Dodindot 158. 
Dog 51. 
Dolen 86. 
Dolusch 122. 
Domancz 76. 
Dom assin 57. 
Domeskirche 75. 
♦♦Dom(i)nic 9,17,21,29, 

44, 45, 56, 63, 146. 
Domke 19. 
Domlyn 56. 
Domslow 73. 
Donat 46, 56. 
Donefel 112, 144. 
Donyn 78. 
Dorfhenne 139. 
Dorfman 98, 137,.139. 
♦♦Döring 97, 15l! 
♦♦Dorn 70, 114. 
Dorndorf 85. 
♦♦Dorner 70. 
Dornheim 85. 
Dorothea (Dorothye) 31, 

34, 36. 
Dorr- s. auch Durr- 
Dorreholcz 84. 
Dorrepusch 85. 
Dorshast 158. 
Dornten 158. 
Dowdyndit 158. 



163 



Drebart 143. 
Dreybote 118. 
Dremel 129. 
Dremelik 11, 19. 
Dremeling 75. 
Dresden 82. 
♦♦Dresiler 100. 
Drybodem 117. 
Dryheller 121. 
Drykese 116. 
♦Dryling 121. 
♦Drogusch 122. 
Drosil 111, 119. 
Drossen 85, 119. 
Drossendorf 85. 
Drotcziher 99. 
Drügebrot 116, 142. 
♦♦Drwschke 81. 
Dzurl 115. 
Dwbkewicz 73. 
Duchawa 75 Anm. 
Dume 111, 134. 
Dumelos(e) 123,149,44. 
Dune 83. 
Dunnebir 116. 
Dunnehor 111. 
Dupin 75. 

m. d. durchvart 117. 
Dürr- s. auch Dorr- 
Durrbruder 121. 
Dürre Enderlin 134. 
Durresnabel 139. 
Durrewolf 135. 
**Duczlender 97. 
♦♦Duczman 137. 
Duczschriber 120. 

Ebintwr 121. 
Ebir 51, 113. 
Eberhart 7,12,27,29,51. 
Eberlin 7, 12, 24, 51. 
♦Ebirspach 78. 
Ebirusch 51. 
a. d. ecke 71, 151. 
Eckebrecht 51. 



** Eckehart (Eccard) 7, 
12,28,46,51,151,156. 
Eckil 7, 12, 22, 51. 
** Eckestein 148. 
Eva 31, 34. 
Eflfraim 75 Anm. 
Efke 31, 34, 37. 
Eger(er) 84, 97. 
Eyber 51. 
Eybke 51. 
Eychilburn 83. 
Eichilman 70, 137. 
Eichen 70, 85, 95, 137. 
Eychhorn 113. 
♦♦Eycke 51,85. 
Eyerdrescher 140. 
Eyger 84. 
Eilenburg 83. 
Eiler 51,81. 
Eylfmark 121. 
m. d. einen haut 111. 
♦Eynsedil 120. 
Eypir 83. 
Eyrzeyn 83. 
Eyzenstat 85. 
Eyslich 122. 
Eystrawt 33. 
El 51. 

EMI 6, 12, 22. 
♦♦Elbing s. Olwing. 
Eideste 122. 
Elehorn 114. 
Elena s. Helene. 
Elgast 145. 
Elisabeth 31,34,36. 
** Elleger (Elger) 7, 12, 
EUegot 80. [47,51. 

Einer 101, 148. 
Einstein 86. 
Elzchin 31, 34, 37. 
Elze 31,34,37,49. 
Elzebet 37. 
Elske 31,34,37. 
Elster(er) (Elstro)85,94. 
Emerich 51. 
Emmener 85. 



Emusch 51. 
**a.d. Ende 71,137. 
Endeman 71, 137. 
Enderlin 9, 16, 24. 
Ene(y)de 145. 
**Engil 52. 

Engilbrecht 7,12,29,51. 
Engilger 7, 12, 28, 42, 

46, 52, 146. 
Engilher 52. 
Engilmar 52. 
Engelusch 7, 12, 24. 
Enkeler 52. 
Enneleyn 31, 34, 37. 
der enpfhurer 120. 
Entchin 114. 
m.d. entin 114,127,141. 
Entynfus 114, 141. 
Entinstal 70. 
Eppeler 50, 66. 
Erasmus 9, 17, 29. 
Erenberg 85. 
Erinbyr 50. 
Erinfrunt 112. 
Erinpriz 121. 
Erinstein 85. 
Erinwirt 50. 
**Erfort 85. 
Erhaft 122. 
Erhardus 7, 12, 29. 
♦Erich 7, 12, 28, 52. 
Erlecht 76. 
Erlynheubt 141. 
Ermbrecht 7, 12. 
Ermegart 31, 33. 
Ermil 33. 
Ermelaus 10, 17, 
Ermelrich 47. 
Ernke 7, 12, 23, 48 Anm., 
*♦ Ernst 52. [52,62. 
Ertman 47, 52, 136. 
Ertmansdorf 81. 
**Erwe 52, 117. 
Erwin 52. 

Eschen(er) 70, 85, 95. 
(m.d.)ezil 113,126,131. 
u 



164 



Ezeler 102. 
Esilsdorf 80. 
Esyndal (Eisen-) 85. 
♦*Eser 62. 
Esecz 86. 
Essin 85. 
Essik 116. 

Ester 31, 34, 75 Anm. 
Eafemia 31, 34. 
Ewgil 111. 
Ewangelier 120. 
Exchin 117. 
Exo 77. 

F. V. 

»♦Fabian 10, 17, 46, 57. 
Valdener 83. 
Falke 114, 131. 
Falkil 114. 
Falkinberg 81. 
Valkener 101. 
Falkenhayn 75. 
Falkinstein 85. 
Valkentriber 101. 
Falcz 117. 
Farila (Farola) 83. 
Var(ren)leder 114. 
Vasolt 145. 
Fassak 100. 

Faczcze in der hant 143. 
**Yaterer 121. 
Faul- s. Ful- 
♦♦Fawst 111. 
Fawstel 111. 
Fechtir 102. 
♦♦Vedeler 102. 
**Fedir 114. 
Fedir i. d. hüte 116. 
Fedirlin 114. 
Vege(s)nest 143. 
**Feiste 122, 149. 
Feysteling 69. 
**VeitfWyt,Vitus)7,13, 
vom Felde 69. [52. 

Felix 10, 17. 
Velkil 7, 13, 22. 



**Velkener 101. 
Felleberg 85, 157. 
♦♦Veller 101. 
Felsberg 85. 
Veitaschen s. Vilt- 
Feme 31, 34, 37. 
Femeke 31, 34. 
Femilyope 116, 142. 
Fende 119. 
Venstirlin 118. 
** Verber 100, 106, 148. 
Vere 71. 
Ferhusen 84. 
Ferkil 113, 139. 
Verkilreyn 139, 141. 
Verona 85. 
Veronica 32, 35. 
Vesperbrot 116. 
Vetirling 121. 
**Vette 123. 
♦*Vettir 121. 
*Vetting 123. 
Feczencz 11, 19. 
Vickelun 144. 
♦♦Vicker 102. 
Fichsser 138, 144. 
Phye 32, 35, 37. 
Vyirobant 121. 
Vigil 114. 
Vil andirs 124. 
Vile is basser 143. 
Vil erbeit 121. 
Vilgerste 115. 
Fil(le)fort 83. 
Filsbas 143, 139. 
*ViIstich 121. 
Viltaschen 117. 
Vilczer 101; 106. 
Vinayl 140. 
Vindysen 158. 
♦♦Vinger 111, 140. 
Vingirsberg 86. 
♦*Finke 114. 
Vintlich 122, 158. 
Wintschaft 121. 
**Vinczencz 11, 19, 28. 



Vyow 75. 
Vipperlin 113. 
Virdung 121, 149. 
♦♦Virtil 121. 
**Fischil 113, 131. 
♦*Vischer 102,106,113. 
Fischwechter 102. 
Fischczein 118. 
♦♦Vyster 120. 
Vitryber 102, 106. 
Vitus s. Veit 13, 52. 
**Fywag 69. 
Vix 52, 151. 
Flache 122. 
** Fläming 97. 
Flasche 118. 
Flaschener 100,106,108. 
Vlechtener 100, 148. 
♦*Flegil 129. 
♦Vleischer 103,106. 
Vleischewer ( carnif ex ) 

103, 152. 
Vleysch yme hwse 115. 
**Vlec 116. 
Fleschner 100. 
Flins 115. 
Vlinshut 116. 
Flodir 71. 
Flodiczke 58. 
**Flogil 117. 
Florian 10, 17. 
Floriansdorf 76. 
Vlosser 102. 
**Vochs 113, 124. 
Fuchsil 113, 152. 
Vochsloch 71, 114. 
Vochswinkil 69, 72. 
Vochsczayl 114, 130. 
**Vogil 114, 131, 139, 

140, 149. 
Vogiler 101, 106. 
Vogilhege 114. 
Fogilheubt 141. 
Vogilhütte 114. 
Vogilingesang 85. 
Vogilmeister 101. 



165 



**Vogt s. Voyt. 
Vogtchin 106. 
Voysteling 69. 
Voyt 98, 106, 157. 
Voytchin 98. 
Volde(n) 83. 
Volgil 52. 
Volgemete 143. 
Volgenach 143, 144. 
**Volkil 52. 
♦♦Volcmer 52. 
Volleklich 122. 
Volman 52, 136. 
Volmer 52. 
Volmoss 121. 
Pholpertus 47, 52. 
♦♦Volrot 52. 
Volwasch 117. 
Vonow 85. 
de fönte 70, 75. 
Vorchheym 85. 
Vorkoufeler 102. 
♦Verlorn 122. 
Vorl(e)usax 143. 
Formhere 124. 
Formosa 31, 34. 
Vorreder 98. 
Vorrot 121. 
Vorspreche 98. 
** Forster 85. 
Vorsumis 143. 
Fortuna (-ow) 122, 96. 
** Franke 97. 
♦♦Frankinberg 77. 
♦♦Frankinstein 77, 147. 
de Frankonia 97. 
Francz 10, 17, 22. 
Francziscus 10, 17, 28. 
**FranczkelO,17,73,49, 
♦♦Frawdinberg 85. [57. 
Frawdinsprung 121. 
Frax 57. 
Fred- s. Frid- 
Fremde 112,122. 
Fremdesauge 111, 142. 
Fremdesewgel 111. 



Frenkchin 97. 
**Frenkil 97. 
Frenczil 10, 17, 22. 
Frenczlin 10, 17, 24. 
**Vryberg(er) 76, 97. 
Vrlcker 52. 
Fridank 145. 
*Vrydil 7, 13, 22, 52. 
♦♦Frideman 7, 13, 24. 
Vredelant 85. 
**Vredeman52,136,146. 
Vriderich 7, 13, 28. 
Frederichsdorf 81. 
♦Vryenstat 81,94,95,62. 
Vryenwalde 81. 
**Fryer 122. 
Fryeslebin 121. 
Frischer mut 121. 
**Vrise 97, 158. 
Frysenicz 86. 
Vrisco 7, 12, 23, 28. 
Frislant 97. 
**Vrytag 121. 
♦*Fricz(e) 7, 13, 22, 23, 
50, 52, 105, 146, 158. 
Friczke 7, 50, 52. 
Frobil 52. 
Vrobilwicz 75. 
Vroburg 58, 82. 
**Vrolich 122, 105, 156. 
Frome 122. 
From(ir)knecht 112. 
Vron 86. 
Frosch 113. 
Froze 83. 
Vrowin 52. 
Vrowindiner 112. 
Vrowinhayn 81. 
Vrowinknecht 112. 
Vrowinlop 145. 
Vrowinspigil 112. 
Vrowinstat 85. 
Vrouwinstein 85. 
Vrowinther 121. 
Vrowintrut 123. 
Frueuff 112. 



Frukegel 112. 
Vrunf 52. 
**Vrunt 112. 
Vruntschaft 121. 
Fuchs- s. Vochs- 
Fudirholcz 118. 
Fuerteschener 140. 
m. d. Vuge 112. 
Fulde 83. 
Fawle 122. 
Vulejope 79. 
Vul(en)brücke 77. 
Fulhannos 134. 
Vulhose 116. 
Vuller 112. 
Vulleschussil 115. 
Vulisseckll 118. 
Fawlseite 139. 
Fumfgrosche 121. 
** Funke 84, 118. 
Funkele 118. 
Vurer 102, 106. 
Furknecht 99. 
♦♦Furman 102,106,136, 
Furste 85. [156. 

Furstenow 81. 
Furster 85. 
**Fus 111, 141. 
Fusil s. Wuschil. 
Fusknecht 119. 
Futerer 103. 

(vgl. auch J). 
Gabirseyl 100. 
** Gabriel 10,17,47. 
Gay 75. 

Gaywicz 73, 147. 
Gallus 98. 
Galow 75. 
Galschs 118. 
Gamerad 118. 
Gandelow 86. 
Gandirsem (-desin) 84, 
Gandow 73. [111. 

Gancz 85. 



166 



Ganczka 57, 74. 
Garnczuger 100,106,108. 
♦♦Gartener 71, 106. 
♦♦b. d. gassen 69. 
Gasthut 121, 122. 
Gatke 52. 
Gaulcz (Golcz) 85. 
Gawske 52. 
Gaczco 7, 13, 52. 
Gebacz 86. 
♦♦Geb(be)hart 7, 13, 28, 

46, 52. 
Gebehardisdorf 81. 
♦♦Gebeier 52, 66. 
♦♦Gebwir 98. 
Gebwirfint 112. 
Gebwirlin 98. 
Gedco 11, 19. 
Geuatter 121. 
Geveller 85. 
Gehan 140. 
♦♦Geiser 83. 
Gelbart 52, 111. 
Geldenap 118. 
Geldolffi 52. 
Gel(e) 122, 149. 
Gelbfar 122. 
Gele 30, 33, 37, 122. 
Gelermil 116, 142. 
♦♦Gelhor 111,151,156. 
Gelhose 116, 142. 
Gel Michil 134. 
Gelofke 113. 
♦♦Gelucke 122. 
Gelcz (Gelis) 75. 
Gempirlin 120. 
Geneb 83. 
Gener 83. 
Qenode 122. 
Gensebis 112. 
Genzel 114. 
Genser 84, 102. 
Gentes 57. 

Georgias 10,17,21,28. 
Georius 10, 17. 
Geratewol 143. 



Geracz 7, 13, 24, 29. 
Gerber s. Gerwer. 
Gereitschaft 122. 
Gerhart 7, 13, 28. 
Gerhardisdorf 80. 
♦♦Gerke 7,13,30,33,37, 
♦♦Gerlach 7,13,52. [52. 
Gerlachsheim 78. 
Gernegros 112. 
Gerner 85. 
Gerstener 137. 
♦♦Gerstman 137. 
Gertil 58, 139. 
Gertholdus 12. 
Gertrud(e) 30, .33, 36. 
Gerung 28, 42. 
Gerusch 31, 33, 37. 
Geruscher 58. 
♦♦Gerwer 101, 152, 62. 
i.d. gerwer gassen 69,72. 
d. gesehen dige schu- 

worcht 134. 
Geschkewicz 73. 
Gese 31, 33, 37. 
Gespan 112. 
Gesseler 69. 
Geubil 13. 
Gewantscherer 100. 
♦♦Gyer 114. 
Gyger 102. 
Gint 83. 
♦♦Ginczil 52. 
Ginczweber 158. 
Girding 30, 33. 
Girharczdorf 80. 
♦♦Girke 7,13,23,30,33, 
Girlach 7,13,29. [52. 
Girlacze 7, 13, 25. 
Gyrlin 30, 33, 37. 
Girnot 52. 
♦♦Gysil 7,13,52. 
Gisilbert 7, 13, 28. 
♦♦Gyzeler 7,42,52. 
Gisilher 7,13,27,29,52. 
Gishobil 81. 
Gyske 7, 13, 23, 28, 52. 



Giskuche 70, 131. 
Gismeister 99, 157. 
Gysser 99. 
Gladiator 108. 
Glamker 86. 
Glankau 86. 
Glase 85. 
Glaser s. Gleser. 
Glate 122. 
Glatke 122. 
Glawdir 158. 
♦♦Glacz 77, 147, 157, 75 

Anm. 
m. d. glaczin 111. 
♦♦Glesil 118, 131. 
Glesin 80. 
♦♦Gleser 101, 106, 108, 

131, 148, 151. 
Gleczer 77. 
Glich(e) 122. 
Glymin 84. 
Glynicz 80. 
Glisbecker 140. 
♦♦Glisberg 82. 
Glywicz 80. 
Glyczinsmit 99. 
Glockener (campanator) 

102, 155, 61, 105. 
♦♦Gloger 79, 96. [44. 
Glogow 79, 96, 152, 156, 
vom grossen Glogow 79. 
Glowacz 113. 
Glubos 82. 
♦♦Glwchow(-e) 76. 
Glumperer 100. 
Gluricz 86. 
Glu(w)er 122. 
♦♦Gnechwicz 73. 
Gnersich 120. 
♦♦Gobil(Goblo) 7,13,22, 

28, 29, 42, 46, 52, 63, 

151. 
♦♦Gobeler 52,66. 
Gobin 84, 151, 153. 
Godinus 7, 13, 28, 29, 

42, 46, 52. 



167 



Godinberg s. Jodinb. 
Godysman 28, 52 (s. auch 

Gotisman). 
♦♦Gogelow 76. 
Gold 79 (s. auch Guld-). 
Goldamer 114. 
Goldchin 115. 
** Goldener 100. 
d. goldynne kny 139. 
Goldinrink 118, 138. 
**Goldinsteln 84, 147, 
Goldinstern 115. [157. 
Goldinczaum 118. 
Goltkenner 120. 
Goldkorn 115. 
Goldman 137. 
♦♦Goltperg 79,147,155, 

105, 61. 
Goltschak 118. 
Goldsieher 99. 
♦♦Goldsmit 99,148,152, 
Goldspinner 99. [62. 
G61er 52, 66, 153. 
Gaulcz (Golcz) 85. 
Gor(a) 81. 
Gorcho 11, 23, 28. 
Goricz 73. 

♦♦Gorlicz 80, 147, 75 
Gorsantke 115. [Anm. 
Gorzicze 80. 
Gorteler s. Gurteier. 
Gosil 52. 
Gospodersig 98. 
Gostabola 158. 
Goswin 52. 
Gotberot 115. 
Got beschere (uns) czwir 

alsouil 144. 
Gotebold 46, 52. 
Gotisman 136 (s. auch 

Godisman). 
Gotfrid 7, 13, 28, 52. 
Gothardus 7, 13, 29. 
Gotke (Godeco) 7, 13, 23, 

27, 28, 52, 151. 
Gothow 83, 147. 



**Gotschalc 28,52. 
Gotterot 52. 
**Göcz(e)7,13,22,50,52. 
Goczil 7, 13, 24, 29. 
uf d. graben 69, 72. 
Grabisch 101. 
Gramschicz 80. 
Granefleysch 115. 
i. d. graze 69, 140, 152. 
Gras(e)finger 69,134,140. 
Grasse 52,85. 
Gracz 85, 157. 
♦♦Greber 101, 106 
Grebeschin 73. 
**Gregor 10, 17, 28, 49, 
Gregordorf 77. [57. 
♦♦Greiffe 52. 
Greifirdran 143. 
Greifczu 143. 
Greiner 120. 
Greyninger 67, 120. 
Greis 112. 
Grekow 86. 
Grellinort 117. 
Grellinsmit 99. 
Grenicz 98. 
**Greser 102, 106. 
Gresery 117, 131. 
Grybian 78, 62. 
Gryfinstein 78. 
Griffinus (Griffe) 7, 13, 

22, 27, 28, 42, 52. 
♦Grille 52. 
Grymians 136. 
GrimU 7, 13, 22. 
Grymke 52. 
Grymme 82, 94. 
Grymmean 136. 
Gryn- s. Grun- 
**Grize(r) 122. 
Grissing 123. 
Grissow (-e) 78. 
Grite 32, 35, 37. 
♦Grobir 122. 
Grobsmit 99. 
Grodis 80. 



Grefe 55. 
♦♦Groling 55. 
Grolok 111. 
♦♦Groman 137. 
Gromus 57, 116. 
Grorok 117, 142. 
**Gro8e 122. 
Gros(e)botell9,131,lö2. 
Grozewassir. 118, 142. 
Grosfeuyr 118, 142. 
Groshan 135. 
Groshenlin 135, 149. 
Grosko 55. 
Groskopf 118. 
in Groskos hws 71, 72. 
Grosmos 121. 
Grosnider 139, 142. 
Grozo 55. 
Grospeter 135. 
Grossner 55, 66. 
**Grotkow 79, 152. 
Growian 136. 
Grsebkowicz 75. 
Grudencz 84. 
Grulich 122. 
*♦ Grund 86. 
Grundil 113. 
Grüne 122, 135. 
Grunebecker 139. 
Gruneberg 79. 
Grunehannos 135. 
Grwnehewbt 141. 
Grun(e)kese 116, 149. 
grüne Michil 135. 
Grunysfogillin 114. 
Grunesnider 139,141,142 
**Grunyng(en) 76. 
Grunynger 76. 
Grunlaub 116. 
Qrunow(er) 80. 
Grunrok 117, 142. 
Grynczwyg 115. 
Grupener 103. 
**Gruczener 103, 106. 
Guldinheupt 141. 
Guldinkny 139,140,141. 



168 



Gülich 83. 

Gwlke 7, 13, 24, 52, 146. 
Gulle 52. 
Gulow 80. 

**Gumprech(t) 52,51. 
Gundolff 52. 
Gundram 7, 13, 46, 52. 
** Günther 7,13,27,28, 

42, 46, 52, 145. 
der Guntherinne 64. 
♦♦Gunczil 7,13,24,52. 
Gurne 86. 

**Gurteler 101,106,157. 
Gutchin 58. 
♦♦Gute 122. 
Gute Heyne 152. 
Gutil 31,33,37. 
** Guteier 58,66. 
Guterheincze 135. 
Gutewyle 139. 
Gutgeberde 122. 
Gutgemach 117. 
♦♦Gutman 137. 
Guttyle 135. 
Gutrad 31, 33. 

H. 

♦Habedank 143, 134, 150. 
Habelust 144. 
Habenicht 144. 
♦♦Habich 114. 
Habich(in)stein 84. 
Habirdorff 80. 
Hawerhus 117. 
Habirland 118. 
Hawerman 137, 139. 
Habirstuppil 115. 
Hachinberg 86. 
Hackintufil 61, 62. 
Hafter s. Hefter. 
Ha(ge)lstraze 86. 
♦♦Hagun 145. 
♦♦Hayn(er) 81, 75 Anm. 
Hayneman s. Heineman. 
♦♦Haynow 78. 
♦♦Hak 86. 



Halbemark 121. 
Halbindorff 80. 
Haibirgast 113. 
Halpscheffel 121. 
Haldinrot 143. 
Halle as. 
Halmirdorf 86. 
♦♦Hamer 52, 118. 
Hamerschlag 144, 120. 
Hamerstein 86. 
Hammen 86. 
♦♦Han 114. 
Hanchin 57. 
♦♦Hanel 57. 
Hanyope 117, 142. 
♦♦Hanke 10,17,23,24, 

30,57. 
Hannyl 57. 
♦♦ Han(ne)man 10, 17, 24, 

57, 136. 
Hannos 10,17,24,30,49, 

75 Anm. 
Hansil 10, 17. 
Hantchin 57. 
Hantvol 121. 
Hantwalk 100. 
Hancz 10, 17, 23, 24 
Hanczkenmecher 101. 
Hanczworch(t(er) 99. 
♦♦Haring 53. 
Harm 117, 130. 
Harras 86, 117. 
Harremete 143. 
flarrer 120. 
Harrus 143, 120. 
♦Hart 86. 
Hartha 81. 

Grozeharta 78. [146. 
Hartlib 7, 13, 45, 52, 93, 
♦♦Hartman 7,13,24,52, 

136, 152. 
Hartmansdorf 81. 
♦♦Härtung 48, 53, 145. 
Hartusch 7, 13, 24, 53. 
Hartwig 28, 42. 
♦♦Hase 113. 



♦♦Hasse 52. 
Hasseler 52. 
Hawe 143. 

♦♦Hawenschilt 143, 150. 
Hawisblumel 143. 
Hawfe 53. 

Hauwilswerd 77, 157. 
Hawer- s. Haber- 
Haczco 52. 
Heban 143. 
Hebekanne 143. 
♦Heb(en)strit 143. 
Hebentorm 143. 
Hebirhardus 12. 
Hebirlin s. Ebirlin. 
♦♦Hecht 114. 
Hedehannos 139. 
Hedwig 31, 33, 36, 49. 
Hefinheincze 139. 
Heftiler 101, 106, 44. 
Hefter 101, 106. 
♦Heher 114. 
Heyde (-a) 81. 
Heydehan 139. 
Heydenland 98. [53. 
♦♦Heidenreich 7, 13, 28, 
Heydenrichsdorf 81. 
Heyle 53. 
Heiler 53, 67. 
Heylgebecker 139, 140, 

148, 152. 
Heylgegeist 70, 91, 92. 
Heylgecrucze 70. 
Heylgezele 122. 
Heilman 7, 13, 24. 
Heyistrose 86. 
Heilwig 31, 33. 
Heimat 98. 
Heinasch 1, 14, 24. 
Heinndorf 86. 
Heine 7, 13, 14. 
Heinechin 53, 78. 
♦♦Hein(e)man 7, 13, 24, 

53, 136. 
Heyning 7, 14, 23. 
Heinisch 7, 13, 24. 



169 



♦*Heinke 7,14,23,49,44, 
Heinlin 7, 24. [53. 

** Heinrich 7, 13, 14, 27, 

28, 30, 42, 44, 53. 
Heinricze 7, 13, 25. 
Heinsch 7, 14, 22. 
Heinusch 7, 13, 24, 53. 
**Heincz(e) 7,13,14,22, 

23, 53. 
Heinczil 8, 14, 24. 
Heynczindorf 81. 
Heinczke 8, 14, 24, 53. 
**Heyso 8,14,22,23,28, 
♦*Heckil 52. [53. 

♦*Hecker 52. 
Heibert s. Hellenbrecht 

14, 42, 53. 
**Held 53. 
Helene 31, 34. 
Helfinstein 86. 
Hellas 57. 
Helle 68. 
Hellefuger 120. 
Hellekop 118. 
Hellenbold 8, 14, 28, 42, 

46, 53. 
Hellenbrecht 8, 14, 28,42, 

46, 53. 
** Heller 68, 121. 
** Helling 53, 121. 
Helmsmit 99. 
**Helwig8,14,27,29,53. 
Hemil 52, 115. 
Hemer 52, 118, 131. 
Hemirlin 120. 
Hempe 8, 14, 22, 29. 
Hempil 8, 14, 22, 134. 
Hene 7, 13, 14. 
Hengilhut 116. 
Hengintuuil 143. 
Hengswib 143. 
Henger 53. 
Henke 7, 14, 49. 
Henkeler 53, 66. 
Henkschil 8, 14. 
Henlin 10, 17, 24. 



Henman 7, 13,43.. 
Henneke 7, 14. 
Henneman 7, 13. 
m.d.hennen 114,127,141 
♦♦Hennenberg 80. 
Hennenfind 120. 
Hennenfus 114, 141. 
♦♦Hen(n)ing 7,14,23,28, 

53, 66. 
Henrich 7, 13. 
Hensil 10, 17, 22, 24, 44. 
Hencze 7, 14. 
Henczil 8, 10, 14, 17, 24. 
Henczke 8, 14. 
♦♦Herbist 121. 
Herbord 8, 14, 29, 53. 
Herburg 31, 33. 
Herdan 8, 14, 43. 
Herd(eg)en ( Herdenus ) 

8,14,28,42,46,53,93. 
Herfer 102. 
Hergeselle 119. 
Herich 12. 
♦♦Hering(er) 53,62,66, 

67, 114. 
d. blinde Hering 139. 
d. geslayne Hering 139. 
d. kale Hering 139. 
d. wysse Hering 139. 
♦♦Herman 8, 14,24,27, 

28, 30, 42, 46, 49, 53, 
Hermansdorf 81. [136. 
Hermanstat 85. 
Hermelaus 10, 17. 
Hermenchin 8, 14, 25, 48. 
Hermenczil 8, 14, 25, 48. 
Hermon 14. 
Hernislin 117. 
Hernstein 83. 
♦♦Herold 53. 
Heroldisse 64. 
Herrechin 53. 
Herrindorf 81. 
Herteholcz 115. 
♦♦Hertil 7,13,22,29,53. 
Herterich 52. 



Herusch 53. 
Herwyg 8, 14. 
♦♦Herczog 121. 
Herczog(in)wald 81. 
Heze(n) 31,33,37,49,58. 
Heselecht 77. 
♦♦Hezeler 83. 
Hezer 58, 66. 
Heske 31, 33, 37. 
♦♦Hesse 97. 
Hessin 97. 
Hester s. Ester. 
♦♦Heubt 111,141. 
Heu Nickil 69, 139, 140. 
♦♦Hildebrant8,14,28,29, 
Hildeburg 58. [53. 

Hildeger 53. 
Hildegunde 31, 33. 
♦♦Hilger 53. [63. 

♦♦Hille(n) 31,33,37,58, 
♦♦Hyller 53, 58, 66. 
Hiltwinus 50, 53, 105. 
Hymilbecker 139, 140. 
Hindinoch 123. 
Hindenus 123. 
Hinkilman 137, 140. 
Hinkendinge Hannos 134 
Hinke(n)pink 131, 137, 

140, 151. 
Hinko 7, 14. 
Hirchin 53. 
♦♦Hirs 113, 127. 
♦♦Hirsberg 78, 147. 
♦♦Hirsil 113. 
Hirsestempir 103. 
flirsvelt 79. 
♦♦Hirten 102. 
Hytvelt 84. 
♦♦Hoberg 79. 
Hoch 122. 
Hochan 135. 
Hoche Nicze 134. 
Hochindej 158. 
Hochgemut 123. 
♦♦Hochmut 122. 
Hochczenschuch 123. 



170 



Hodil 53. 
♦Hofechin 74. 
♦imme hofe 70. 
**Hovelich 123. 
♦♦Hofeman 70, 136. 
Hofer 70. 
Hofesnyder 101. 
Hoffelinger 121,67. 
Hoffenunge 122. 
Hofter 101. 
Hohercze 112, 149, 151. 
Hohus 117. 
♦*Hoyer 53. 
Hoyysen 118, 119, 144. 
Hokener 102, 118, 
Hokundey 158. 
Holbecker 140. 
Holderman 137, 134. 
Holebir 143. 
Hol(e)me 77. 
**Holyn 86. 
♦*Hollant 97. 
Holwanger 120. 
**Holcz 118. 
♦♦Holczappel 115. 
Homan 137. 
Homilberg 83. 
*Hone(r) 86. 
Honigmesser 98. 
Honnich 116. 
Honpurczil 114, 124. 
**Hopffe 114, 131. 
Hoppfil 114, 131. 
♦♦Hoppfener 103. 
Hoppenheubt 141. 
Hoppfinstok 130. 
Horcher 120. 
Hordeier 120. 
Hör im arze 111. 
Horler 83. 
Horlewayn 158. 
♦♦Hörn 114. 
in Horns hws 71, 72. 
Hornslus 77. 
Hornsperg 77. 
Hosinueldii' 83. 



Hüzenmecher 101, 106. 
Hozens tricker 101. 
Hostirhilt s. Ostirh. 
Hosczyn 114. 
Hou- s. Hau- 
♦♦Hougsdorf 78. 
Howalt 8, 14, 48 Anm., 
Howelt 53. [53. 

Howydin 83. 
Hoczinplocz 85. 
♦♦Hubener 71. 
Hwchel 53. 
Hudisuek 158. 
Hwf 53. 
Hufsmid 99. 
Hugdorf 78. 
Hügel 53. 
♦♦Hugewicz 86. 
♦♦Hug(o) 28, 53. 
Hulczin(-kschin) 80, 147. 
Humery 117, 125, 141. 
**Hund 53. 
Hundechin 53, 113. 
Hundegasse 69, 72, 91. 
Hundern 80. 
Hundir(t)mark 121. 
Hundis 53, 113. 
Hundisfeld 76, 90 Anm. 
Hunechin 53. 
Hwnerman 137, 141. 
Hunolt 53. 
von den bürden 71. 
in dem hws 70. 
**Hwsdorfer 81, 158. 
**Husela 83. 
Huseler 83. 
Hwsvelt 86. 
m.d. husvrowe 121,126. 
flusknappe 99, 106. 
Husknecht 99. 
♦♦Husman 70, 136. 
Hut 116, 131. 
Huter 101. 
fluczery 122. 
Hucz uff de Kethe 143, 
122. 



1. Y. 

Ybejeckil 70, 139, 141. 
Ibinsch 158. 
(Ich) achczinnicht 144. 
Ygelow 84. 
Yleburg 83. 
Ylian 57. 
Ylower 81. 
Iltus 113. 
Ymptus 158. 
Ynger 53, 83. 
Intrate 121. 
Irmil 7, 12, 22, 33, 37. 
♦♦Irmeler 59, 66. 
Irmetrut 31, 33. 
Irmusch 31, 33, 37. 
Yppir s. Eypir. 
Irreganc 122. 
Irremut 122. 
Irrenberg 85. 
Ysaac 75 Anm. 
Ysenache 86. 
Yzenbart 53. 
Ysinberg 81. 
Ysener 53. 
Ysinfurer 102. 
Ysingretil 118. 
Ysenman 53, 136, 137. 
Ysinrode (Ysyroth) 86. 
Isintrud 31, 33. 
Ysirdorf 77. 
Iserin 122. 
Iserin Strit 139, 141. 
Ysyroth 86. 
Yspfol 118. 
Yte 53. 
Ytil 8, 14. 

Ytke 8, 14, 23, 53, 146. 
Ittlo 14, 22, 53. 
Iwan 11, 19, 42. 
Iczke 53. 

J 

(vgl. auch G). 
Jacha 57. 
Jachors 102. 



171 



Jacke 116. 
Jadwiga 31, 33. 
Jagmyn 11, 19, 29. 
** Jacob 10, 17, 28, 43, 

57, 75 Anm. 
* Jakusch 10, 17, 24, 57. 
Jan 10, 17, 22. 
Janchin 10, 17, 24. 
Jandirke 9, 16, 23. 
Janewicz 81. 
Janke 10, 17, 23. 
Janusch 10, 17, 24. 
Jarusch IJ, 19,24. 
Jawir(er) 78. 
Jechier75 Anm. 
**Jeckil 10,17,22,57. 
Jegirdorf 76. 
Jehuda 75 Anm. 
Jelcz (Jelis) 75, 152. 
Jen(er) 83. 
♦♦Jenkaw 78. 
Jenke 10. 
Jenkewicz 81, 91. 
Jenscho 10, 17, 28. 
Gentes 57. 
Jenucha 58. 
Jenusch 10, 17. 
Jencz 91. 
Jeraschow 80. 
Jerling 113. 
Jermer 84. 

Jeronymus 10, 17, 29. 
Jeroslandorf 75, 147. 
Jeroslawicz 73. 
Jeschin 76. 
Jeschke 10, 17, 23. 
Geschkewicz 73. 
Yezir 86. 
Jesko 10, 29. 
Jexonowicz 80. 
Jobs 10, 18. 
Jodinberg 85. 
Johan 10, 17. 
Johannes 10, 17, 27, 28, 

30, 42, 47, 57. 



♦♦Jo(h)n(e) 10,17,22,49, 
** Jonas 57. [59. 

Jonsdorf 81,91. 
**Yope 116, 104, 126, 

131, 149. 
Yopil 116,131. 
Yopener 101, 104, 106. 
♦♦Jordan 8, 14, 53, 75 

Anm. 
Jordansmol 77. 
Jorg(e) 10, 21, 22. 
Jörgl 10, 17, 22, 25. 
Yoris 57. 
Joseph 75 Anm. 
♦♦Jost 10,18,22,29,57. 
Jostil 57. 
Judinfint 112. 
Gülich 83. 
♦♦Junchir 121. 
♦♦Junge 9, 16, 123. 
Junge Andris 134. 
Jungebeme 139. 
Jungebriger 139. 
Jungefilsbas 139. 
♦♦Jungehan 135. 
Junge Hannos 135. 
Jungekaldinburn 139. 
Jungeknesche 139. 
Jungelandow 139. 
Junge Menczil 134,135. 
Junge Owros 139. 
Jungerittir 139. 
Juncvrowendiner 112. 
Juncvroweczucht 122. 
Jungmeister 99. 
♦♦Junchir 135. 
Junker Hannos 135. 
Jürge 10, 17, 21. 
Jutte(n) 31, 33, 59, 60. 

K 

Kachcze 53, 58. 
Kadan 84. 
Kadener 84. 
♦♦Kalb 113. 
Kalben 86. 



Kalbsowge 114. 
Kaldeherberge(r) 70. 
Kaldinburn 76. 
Kaldinhws 77. 
Kale(r) 122, 44. 
♦♦Kaihart 53, 112. 
♦♦Kalinke 114. 
♦"KalisCer) 84. 
Kalmer 84. 
♦♦Calmus 87, 114. 
Kalnow 75. 
Kalow 86. 
Kalpfros 116. 
Kaltsmid 99. 
Kaltwasser 81. 
Kalczke 53. 
Kamel 53. 
Kamencz 77. 
Kamerow 76. 
Kamerschryber 98. 
Kamersteyn 86. 
Kamer wechter 102. 
Kamyn 86. 
Kampin 76. 
Kanan 75 Anm. 
mitderkannyn 118,131, 

151, 157. 
♦♦Kannengisser 99,107. 
Kanth 45, 92, 105, 147, 
Capelen 86. [44. 

Capellindorf 83. 
♦♦Kappil 117, 131. 
Kappelos 117, 122. 
Karbeschow 79. 
♦♦Karl 53. 
Karmecher 100. 
Carpentarius 108. 
♦♦Karschin (Karschna) 
Karschow 77. [79. 

Karthenicz 79. 
♦♦Karuth 158. 
Kazarie 31, 34. 
♦♦Casemir 80. 
Kazirod 86. 
Kaspar 10, 18, 29. 
Kassil 83. 



172 



* Kaste 118, 131. 
Castor 145. 

Katharine 31,34,36,44. 
Ste. Katharin 73. 
Katusch 31,34,37. 
Kawcht 86. 
Kauder 78. 
Ka(w)row 81. 
Kausiez 86. 
Kawicz 78. 

Kaczinschinder 120,151, 
Kaczhart 158. [44. 

Katzinus 8, 14, 22. 
Kaczow 84. 
Keckal 67, 120. 
♦♦Kegel 112. 
Keiche 112. 
♦*Keyzer 120. 
Keiserslwtirn 85. 
Keisser 71. 
Kelbchin 113. 
♦♦us dem keler 70. 
Kelle 118. 
♦♦Keiner 99, 107. 
♦♦Kelcz 80. 
Kemenicz 78, 62. 
Cemmer 101. 
♦♦Kemmerer 98. 
Cemererdorf 75. 
♦♦Kempe 53. 
Kempfe 119. 
Kendil 118. 
Kennechin 118. 
Kenneman 97, 137. 
Kentener 83, 151. 
Kenczow 73. 
Keppeler 104, 107. 
Kerls 158. 
Kerling 53. 
♦♦Kern 114. 
Kerner 103. 
Kerczicz 75. 
Kezeburg 83. 
♦♦Kezeling 115. 
Kesilsdorf 81. 
Kezelwicz 84. 



Kezemeier 98. 
♦♦Kezer 103. 
Keze in der laschen 116. 
Keze und brot 116. 
♦♦Kessiler 100, 107. 
Kcssilger 139. 
Kessilhut 116. 
Kestchin 118, 131. 
♦♦Kestener 98,107,148. 
Kete 31, 34, 37. 
Kethelicz 80. 
Ketherin 31, 34, 37. 
Keterlin 31, 34, 37, 59, 

146. 
Kethewicz 86. 
Keufeler 102. 
Keule 118, 129. 
Kykeler 120, 67. 
♦♦Kyl 129. 
Kyla 112. 
Kylynhammer 143. 
Kilian 10, 18, 48, 57. 
♦♦Kinast 78. 
mit dem kinde 121, 127. 
Kindilman 137. 
Kindilwirt 120, 137. 
Kyner 53. 
Kincdirbys 158 
Kynne 31, 33, 37. 
Kynsberg 77. 
♦Kypping(er) 52,120,67. 
Kipspon 143. 
Kirchberg 86. 
Kirchindiner 102. 
Kyricz 84. 
Kirsberg 86. 
♦♦Kirsche 115. 
Kirstan 10, 18, 57. 
Kirstyn(e) 32, 34. 
♦♦Kirstin 57. 
Kittil 117. 
Kitzold(i) 53. 
Clapicz 86. 
Cläre 32, 34, 59. 
Ciaren 63. 
Clauber 102. 



♦♦(Maus 10, 18, 22, 24, 

28 Anm., 57. 
Clausdorf 75. 
Clebezattil 144, 150. 
Cleckenic 114. 
Klee 114. 
Cleiber 101. 
♦♦Klein 122, 134. 
♦♦Cleindinst 122, 139. 
Kleinehose 116. 
Clein(e)iunge(r) 112. 
Cleinemeister 112, 139. 
Cleinewicht 112. 
♦♦Kleinsmet 99, 107. 
Klelyn 158. 

♦♦Clemens 10,18,28,57. 
Clement 10, 18. 
♦♦Klemme 118, 
Kleppil 118, 129. 
Klette 114. 
Clettindorf 81, 91. 
Kleczkow (-e) 76. 
Klibe 114. 
Clybechin 114. 
♦♦Climke 10, 18,29,58. 
Clinginberg 86. 
Clingener 99. 
Clinginsmit 99. 
♦♦Clinghart 112, 134. 
Clinkener 98. 
Clipeator 110. 
Klywichin 114. 
Klobener 86, 101. 
Klodener 77. 
Kloppfil 118, 129. 
Kloppot 122. 
Cloppstein 118, 144. 
Kloptow 79. 
♦♦Clos 118. 

Close 10, 18, 22, 24, 57. 
Closil 57. 
Klostirknecht 99. 
♦♦Clocz(er)li8,129,151, 
♦♦Cloczil 118,129. [67. 
♦♦Kluge 123. 
Cluge Andres 134. 



173 



Clnge Domos 134. 
angehensil 134. 
♦Klügel 123, 157. 
Clngenickil 134. 
Clügishewbt 141. 142. 
Clttmping(er) 66. 67. 
Clunkirteik 116. 
Clnx 111. 
*♦ Knabe 112. 
** Knappe 99. 
Knappinmeistir 99. 
♦♦Knawer 129. 
Knawf 118, 131. 
♦*Knebil 118, 129, 131. 
Kneber 118, 129, 131. 
Knecht 99. 
Knegenicz 80. 
Knesche 120. 
**Kneufil 118, 131. 
Knewczil 129. 
Knipczn 143. 
Knysicz 87. 
♦♦Knobelouch 114. 
Knopil 129. 

in knophet molendino 70. 
**Knorre 129. 
Knospe 129. 
Knote 129. 
♦Knotthil 129. 
Knouf s. Knawf. 
Knoufeler 101. 
Knocze 129. 
Knullemel 143, 150. 
Knuppeczu 143, 157. 
Kobal (-el) 80. 
Kobelle (Kobola) 77. 
**Kobin 77. 
Kobirstein 87. 
Kobirwicz 73. 
Kobos (-US, -is) 58. 
♦♦Koch 103, 107, 148. 
Kochirdorf 75. 
Kochmelle 115. 
♦♦Kogel 117, 131. 
Kogeler 101. 
Cojau 80. 



I Kokelicz 73. 
' Koker 52. 
1 Kokynyn 118. 

Kokot 114. 

Kockucku 114. 

Oolberg 86 

♦♦Kolbo 8, 14. 22, 53. 

Koldicz 82. 

Koley 122. 

** Koler 101, 107. 

Kolgart(e) 118,134.142. 

Kolkamer 70. 

Kolle 52. 

Kolmeuse 114. 

Kolmus (-as) 87. 

Köln 83. 

**Colner 83, 95, 97. 

Kolpen 79. 

**Kolcz 117. 

Komel 53. 

Kömeling 120. 

Komorke 117. 

Konern 87. 

Konlgisberg 86. 

Konigisbruck 86. 

Konigisstetil 83. 

Conoplath 118. [53. 

**Konrat8,14,27,28,42, 

Conradiswalde 81, 147. 

Cohschatke s. Schatko 
58, 152. 

Constantin 57,146,152, 
156. 

Constebil 98, 107. 

Konusch 31, 33, 37, 59. 

Conuscher 59, 66. 

Concze 8. 

Konczke 8, 15. 

Kopirnik 79. 

Kopicz 79. 

**Koppil 52. 

Koppirbart 111. 

**Korb 118, 131, 149. 

Korbbecker 140. 

Korbinseyl 100. 

**Korbir 85,97. 



Korbirman 85, 97. 137. 
Korbuzer 100. 
Kornchin 115. 
♦♦Körner 102. 
Kornofsky 87. 
Komwechter 102, 107. 
Korthenicz 79. 
Korczschuczcze 139. 
Kosschaw 78. 
♦♦Koschwicz 78. 
Kosdow 78. 
♦♦Kosil 81. 
Kosschuch 117. 
Kosse 78. 
Kossinplocz 85. 
Kotebus 84. 
♦♦Kotiler 103. 
Kolilhof 70, 91. 
Kottheboldus 52. 
Koto wasch 112. 
♦♦Koufmanl02,107,136. 
Koufung(er) 78. 
♦♦Kraft 53. 
Craycow 73. 
Cracow 86, 151,158. 
Craliczko 120/1. 
Cramplcz 75. 
♦♦Kranch 114. 
Krapicz 79. 
Krappil 116. 
Crasberger 86. 
♦♦Cracz 83, 97, 148. 
Craczman 83, 97, 137. 
Krebel 53. 
Krebilwicz 73/74. 
Creckewicz 79. 
♦♦Kreger 119. 
Kreher 120. 
Kreie 114. 
Creizewicz 81. 
Creiczgen 120. 
Krekschmer 103. 
♦♦Oremer 102, 107. 
Krerais 86. 
Kremser 86. 
Crenewicz 78. 



174 



Krencz (Crenys) 76. 
Krenczeler 102. 
**Kreczemer 103, 107. 
Kreczwescher 100, 118. 
Crichow 77. 
Crydeler 77. 
Krymkese 116, 149. 
Kryncz 75. 
Krippindorf 83. 
Crippusch 71. 
Kripsmit 99. 
Criptow 74. 
Krizanowicz 76, 81. 
Krischewicz 81. 
Krischow 78. 
Criso 76. 
Crispine 57. 
Crispus 123. 
Kristanus 10, 18, 28. 
Kristil 10, 18, 22. 
Cristoph 10, 18. 
Crob(i)sch 80, 149. 
Crodyn 83. 
Croen 87. 

Crohel 112, 134, 152. 
Croken 118. 
Cromer 102, 107. 
Kromwechtir 102. 
Croschewin 99. 
Kroschwicz 81. 
Krossen 86. 
Crost 112. 
Crotchin 113. 
Crotinpful 77. 
Croulin 112. 
Crowil 111, 149. 
Krsipke s. Przibak. 
Crwbke 55, 118. 
Krücke 118, 131. 
Kruckener 100, 148. 
Krüdin 83. 
**Krug 131. 
** Krüger 100, 104. 
Krumkese 116. 
Crummendorf 76. 
Crumpfus 111. 



Orumphals 111. 
♦Krumpholcz 118/9. 
Crwschin 79. 
** Kruse 123. 
Krwsechin 123 
Krwse Heinrich 134. 
Crwsenow 75. 
Cruspehannos 134. 
Crwtil 115. 
Krutgarthe 118, 142. 
('rwt und vleysch 116. 
Cruczebecker 139, 140. 
Cruczeburg(er) 80, 97. 
Kschechonicz 74. 
♦♦Kschirman 114. 
Kscholle 111. 
Kschornchin 158. 
**Kuba (-e) 58,85. 
Kubein 114. 
Kuburg 83. 
Kuchberg 78. 
Küche 117, 131. 
**Kucheler 103, 107. 
Kuchener 103, 107. 
Kuchinmeister 103. 
Kuder 78. 
Kudirwal 112. 
Kudewicz 78. 
Kuer 79. 
Kugasse 69. 
Kuhirte 102. 
Kük 52. 

Kule 52, 118, 140. 
Kvleborn 70. 
Kulyn 118. 
Kuler 52, 66. 
Kwlpen 79. 
Kumeise 81. 
Kummener 158. 
Kumpost 116, 149. 
Cunat 8, 14. 
**Cune 8, 15, 22, 53. 
Kunegund(e) 31, 83, 36. 
Cuneke 31, 33, 37. 
Kuner 53. 
Cunetil 8, 15, 25. 



Kung 120. 
Kunigscher 101. 
Kun(i)8chdorf 77. 
Kunne 31, 33, 37. 
Cunot 8, 14, 44. 
Kunstil 48, 57. 
('unczatke s. Schatko 58. 
♦*Kuncz(e) 8,14,15,22, 

23, 44, 53. 
Cunczil 8, 15, 24. 
Cunczindorf 81. 
Cunczicz 74. 
Cunczke 8, 15, 24. 
Kunczlinus 15. 
Kuppirlin 115. 
Kuppirsmit 99, 138. 
Kurbener 100. 
Kuregil 158. 
de curia 70. 
Kurschin 117, 131. 
**Kursenerl01,107,148. 
Kursige 114. 
Kurczaw 76. 
**Kurcze 123. 
Kurczel 123. 
Kurczknappe 139. 
Kurczlebin 121. 
Kurczman 137, 138. 
Kurczmeissner 139,142. 
Kurczschoneweber 139. 
Kurczschuczcze 139. 
Kuschburg 87. 
** Kusche 123. 
Kusch(ew)icz 77. 
Kusfelt 84, 147. 
Kusmalcz 79. 
Kusschabir 115. 
Cussow 86. 
Kustin 86. 
Kustramme 123. 
**Kuttener 101, 104,148. 
Kutter 104. 
de Kuttonis monte 78. 
Kuczal 114. 
Kucze 117. 
Kverink 158. 



175 



La 74. 

♦♦Laband 80. 
Lachs 114. 
Lameyn 117. 
Lamke 53. 
♦♦Lamprecht 53. 
** Landecke 77. 
♦♦Landishut 78. 
Landiscrone(r) 78, 97. 
Landferer 119, 138. 
Lantherre 12 J. 
Landman 53, 98, 136. 
Landreiter 119. 
Landsberg 80. 
♦♦Lange 123. 
Langebrucke 82. 
Langediterich 135. 
Lange Franczke 134. 
Lange Hensil 134. 
Langejane 134. 
Lang(e)meissener 139, 
♦♦Langenberg86. [142. 
Langenicze 134. 
♦♦Langer 123. 
Langerede 122. 
Langewesin 76. 
Langore 111. 
Langsloff 143. 
Lankusch 53, 123. 
♦♦Lantow 75. 
Lapicida 101. 
Lazan 77. 

Lazir 100, 104, 75 Anm. 
Laske 11, 20, 28. 
Laskewicz 81. 
Lasla 11, 20. 
Lasslow s. Loslow. 
Lawdewayn 143. 
Lawenrad 84. 
♦♦Laur (s. Lwerlin) 112. 
Laur(e)yn 145. 
Laurentii 57. 
Lazarus 75 Anm. 
Lazer 75 Anm. 
Lebegerne 144. 



Lebil 8, 15, 22. 
♦Lebener 76. 
Lebenstein 77. 
Leckintwirl 143. 
Ledirsnyder 101. 
Le(e)n(e) 78. 
Leffel(-en) 119.131,66. 
♦♦Leffiler 100,66. 
Legate 120. 
Legel 119, 131. 
♦Legenicz 78, 151,62. 
Legschit 143, 142. 
Leybenicht 144. 
Leider 53. 
Leydesynicht 143. 
Leymgreber 101. 
♦♦Leymgruben 74. 
Leymklecker 120. 
Lelow 87. 
♦♦Leman 54. 
♦♦Lemberg 78. 
Lemirczayl 114. 
♦♦Lemmechyn 113. 
Lemmyl 113. 
Lendichin 53. 
Lene 31, 34. 
Lener 78. 
Lengeveit 86, 152. 
Le(n)man 54, 136. 
Leo 113. 

♦♦Le(o)nhard 8, 15, 29, 
Lerbudil 74. [54. 

Leris 87. 

Lerknecht 99, 107. 
Leschinbrant 143. 
Leschhorn 119, 134. 
Lesin(er) 79. 
Leslow 80. 
Lesnicz 80. 
Lessot 79. 
Lette 53/54, 84. 
Lewbil 54. 
Lewbeiich 54. 
Leuchter 119. 
Leufer 102. 
Lewtir 54. 



Leuthman 136. 
♦♦Lewe 8, 15, 75 Anm., 
Lewenberg 78. [113. 
Lewintrit 122. 
Libegeselle 112. 
Libeke 59. 
Libeler 59, 66. 
♦♦Libenow 81. 
Lybenstein 86. 
Lybenthal(er) 81, 95. 
Libenwerde 83. 
Libirknecht 112. 
Libisawge 111, 142. 
Libiskint 112, 152. 
Libeste 31,33,59. 
Lybing 54. 
Lybolt 54. 
Libusch 31, 33, 37. 
♦♦Lyche 112. 
Lychte 83. 
Lychtenau 78. 
Lichtinberg 81. 
Lichtirstern 115. 
Lichtmecher 101. 
Lydemete 143. 
Lylienfin 123. 
Lylienschin 122. 
Lylienczwyk 115. 
Linda 82. 
Lindinast 115. 
Lindenblat 115. 
♦♦Lindener 81. 
♦♦Lindenow 81. 
Lyninyopilll7,138,142. 
Lyninweber 100. 
♦♦Lynke 123. 
Linkschiner 158. 
Lynze 115, 129. 
Lintworm 113. 
Lynwoter 100. 
Lyncz 86. 
♦♦Lype(ner) 81. 
Lypniczer 77. 
Lyppenik 86. 
Lippen r ad 87. 
♦♦Lypczker 82. 



176 



Lipswogir 121. 
Lirche 114. 
Lyse 123. 
Lysener 82. 
♦♦Lyske 113. 
Löbaw 86. 
♦Lobchyn 83. 
Lobdaw 81. 
Lobelyn 84. 
Loben 83. 
Lobinprys 143. 
Lobintancz 143. 
Lobiswort 143. 
Lobicher 82. 
♦♦Loch 68, 72, 137. 
Lochman 68, 137. 
♦♦Lodewig 8,15,28,29, 
Lod- s. auch Lud- [54. 
Loer 74, 152. 
♦♦Logow 78. 
Löner 102. 
Lorbir 115. 

Lorencz 10,18,21,28,49. 
Losak 113, 134, 152. 
Lose 123. 
Lozebrot 116, 142. 
Losman 137. 
Lossin 78. 
Losslow 80, 152. 
♦♦Lozsow 76. 
Lostamp 101, 107. 
Lostempir 101, 107. 
Lot 115, 129, 131. 
♦♦Lotir 148. 
Loubelin 117. 
Loubros(t) 78. 
Lwban(er) 78, 97, 152, 
Lubavia 82. [158. 

Lubec 84. 
Lwbin 79. 
Lubis 123. 
Lwbote 54. 
Lubschicz 80. 
Lucas 10, 18, 48. 
Luchtendorf 87. 
Luchtenow 87. 



Luchtewold 87. 
Lucifer 115. 
Luckau 86. 
Luden 54. 
Ludinscheid 84. 
Ludow 76. 

Lwerlin (s. Laur) 1 12. 
Luge in das lant 143. 
Lugus 143. 
Lukewicz 76. 
Lulksch 84. 

Lupertus 8, 15, 48 Anm. 
Lupolt 8, 15, 54. 
Luppultowicz 87. 
Luscbe 31, 33, 37. 
Lwsicz 97. 
Lwsiczer 97. 
Lwtelouf 54. 
Lwtemericz 85. 
♦♦Lwten(er) 82. 
Lwtinrad 86. 
♦♦Lwtir 54. 
Lwthold 8, 15. 
Lwtke 8, 15, 23, 28, 29, 
♦♦Luczcze 54. [146. 
Luczinrod 86. 
Lucie 32, 34. 
Luczk 54. 



Machna 59. 
Machut 59. 
Magdalene 32, 34. 
♦♦Magir 123. 
Magirwirt 139. 
Mala 123. 
Malemberg 83. 
Maly 123. 
Malyn 76. 
♦♦Malkewicz 74. 
Malczmeler 103. 
♦♦Man 121. 
Manith 32, 35. 
Manke 32, 35, 37. 
Mannisclocz 129. 
Manow 79. 



parva Manow 76. 
Mantil 117, 131. 
Mancz(sch)e 32, 35, 37. 
Mara 32, 35. 
Marchlo 121, 134. 
Marder 113. 
Mardochai 75 Anm. 
Margarethe (Margryt(e)) 

32,34,30,36,37,44,49. 
Margeritchyn 32,34,37. 
Ste. Maria 70. 
Marie 32, 34. 
Maryendrescher 140. 
♦♦Markgraf 121, 134. 
♦♦Marcus 10,18,29,48. 
Marner 145. 
Maroczke 59. 
Marquard 75 Anm. 
Matschewicz 82. 
Marske 11, 20, 23. 
Marsteller 99, 107. 
Marthe 32, 35. 
Martini villa 82. [44. 
Martjinus 10, 18, 21, 28, 
Marusch 32, 34, 37, 59. 
Marczinko 10, 18,48 An- 

merk., 58, 
Massow 86. 
Maternus 10, 18, 28. 
Mathias 10, 18,21,28,44. 
Mathye 32, 35. 
Mathis 10, 18, 21, 49. 
Matke 31, 33. 
♦♦Maul 111, 113. 
Mauricius 10,18,29,48. 
Maczke 10, 18, 24, 49. 
Mechewicz 75. 
Mechthild(e) 31, 33. 
Medebir 116. 
Medzewcze 138. 
Meffrid 54. 
Megerlin 98. 
Meydeburg 83. 
Meydechin 121, 140. 
Meydevogil 140. 
Meye 121. 



177 



Meyenblut 115. 
Meyenris 115, 127. 
liteyenwald 79. 
** Meyer 98. 
Meil 54. 

♦♦Meinhard 8, 15, 54. 
Meineke 8, 15, 23. 
Meysindorf 75. 
Meysinkny 139, 140. 
"* Meister 99. 
Meiczwig 115, 127. 
Melding 54. 
Meier 103. 
Meleschicz 74. 
Melfurer 102. 
**Meling 54, 77. 
**Melicz 81. 
Melos 123. 
Melowicz 74. 
**Melczer 103,107,152, 
158. 

* Mem(me)ler 84. 

in Memlers tws 71. 
mit der memmen 111. 
Meneler 54, 66. 
MeaMn 54. 
Mentiler 101, 62. 
**Menczil 8, 14, 24, 29, 

49, 54. 
Menczwicz 87. 
Meracz 54. 

_Merbot 8,15,28,29,54. 
Mergat 59. 
Meryen- s. Marien- 
Mericz 54. 
♦♦Merkil 8,15,22,28,54, 

75 Anm. 

* Merlin 32, 35, 37, 59. 
Mersche 86. 
Merseburg 83. 
Mertin 10,18,21,28,152. 
Mertins 57. 

Merusch 8,15,24,48,54. 
Mercziger 83. 
Merczicz 78. 
Mezenow 79. 



Mesericz(er) 84. 
Mesericzkow 85. 
Messer 99. 
Messerer 99. 
♦* Messirsmit 99. 
Messinger 99. 
Messingsloer 99. 
mit der mesten 119,131. 
Mestener 100. 
Methekorcz 138. 
♦Metesam 124. 
Metke 31,32,33,35,37. 
Metsider 103. 
Mewel 54. 
Mewlyn 54. 
Mecze 31, 33, 37. 
♦♦Meczener 100, 107. 
**Meczkow 77. 
** Michael 10,18.21,28, 
Mich dorst 144. [57. 
**Michil 10, 18, 21, 44, 

57, 75 Anm 
Michilchin 48. 
der Michilinne 64. 
Michilsdorf 82. 
Mickno(Migno)10,18,29 
Mikusch 10, 18, 24, 58. 
Mil 121. 

Mildinheubt 141. 
Mildenow(er) 86, 96. 
Mylnow 75. 
Milstrich 82. 
Mynkenow 75. 
♦♦Mynczinberg 83. 
My8sen(er) 82. 
Mysnerchin 82. 
Misthufen 118. 
Mittelow 78. 
Mittendrin 124. 
Mittinenczwey 124. 
Mitternacht 121. 
Mitteweide 86. 
Miczke 10, 18, 24. 
Mockinberg 86. 
Modelicus 58. 
Mo(e)gelin 84. 



Wort und Brau eil I. Keichort, Familiennamen. 



Moy(e)s 78. 
Moygil 123. 
♦♦Moyses 57. 
Moywin 82. 
Mokewicz 80. 
MSkirlin 54. 
Mol 70, 131. 
Molberg 86. 

** Moler 102, 107, 108, 
Molewicz 76. [152. 

Molheim 86. 
Molknecht 99. 
Molner 102,107,105, 153. 
Molstroze 69. 
**Monch 120, 134. 
Mönch- s. auch Munch- 
Monmilch 158. 
Monoculus 111. 
** Montag 121. 
de monte 69. 
Mordebir 143, 134. 
Morder 120, 152. 
More 123. 
Moreysen 142. 
Morginstern 115. 
Morhoze 141. 
♦Morneweck 124. 
Morokot 123. 
Morrecht 123, 135. 
Morrehannos 135. 
Morsbach 86. 
Morung(er) 54, 66. 
**Mosancz 116. 
Mrokot 123. 
Muchebor 74,91,92,152. 
wenigin Muchebor 74. 
Muchener 158. 
Mwir 81. 
Mwirir 101, 107. 
Mulacz 158. 
Muldener 100, 107. 
Mulhusin 86. 
Mulich 9, 16, 54. 
Mwlner 102. 
Munchsdorf 74. 
Munchsknecht 99. 
12 



178 



Mundil 54. 
♦♦Munstir 86. 
♦Munstirberg 77. 
♦♦us der muncze 70. 
Murow 79. 
Musche 75 Anm., 84. 
Musenbutil 143. 
** Muster 112. 
Mutener 98. 
mit der mutir 121, 126. 
[149. 

Nachod 85. 
Nadelicz 74. 
**Nayl 118,131,139,140. 
Nayler 99. 
♦Namslow 77. 
Nanak 112. 
Nanker (Nenker) 8, 15. 
Narmuksky 158. 
Nazilwicz 77. 
Nazenicz 83. 
Nassow 86. 
Nathanie (-lie) 32, 35. 
N auter 54. 
Nebeger 118. 
Nedirhof 74. 
Nedirlandir 97. 
Nedirlin 71. 
Neyginbechir 143. 
Neygintrunk 143. 
Neyssel 59. 
Neytharte 54. 
Nele 32, 35, 37. 
Nel(e)ke 32, 35, 37. 
Nemyn 75. 
**Nemcz(er) 77. 
Nenker 15, 48 Anm. 
Neppe 54. 
Nepperich 54. 
Nesteler 101. 
Nete (Nite) 31, 34, 37. 
Nether 101, 107. 
New- s. Nu- 
Newnmatt 158. 
Neczancz 123. 



Nyabegerad 158 
Nichse 120. 

**Nickil 10,18,22,49,57. 
Nydecke 86. 
Niger (Swarcze) 134. 
Niclos 10, 18, 21. 
Niclosdorf 81. 
Nicolaus 10, 18, 21, 27, 

28, 44. 
Nikusch 10, 18, 24. 
Nymandis 85. 
Nymkinne 75. 
Nimpcz(er) 77, 75 Anm. 
Nyse 32, 36. 
Nysewempil 140. 
Nysse 79, 152, 44,75 Anm. 
**Nyssen 59. 
**Nysser 79. 
Nite 54. 
Nithart 54. 
Nicze 10, 18, 23. 
Niczendey 158. 
Niczke 10, 18, 24. 
Nobil 54, 121. 
Noycz 83. 
♦♦Nolde 119, 131. 
Noldil 6,12,22,24,50. 
Noldener 101. 
Noldinvessil (-cliin) 119, 

131. 
mit der Nonnen 121,126. 
Nonner 103 
Nonser 115. 
Northwsen 86. 
Nosak 111. 
Nosdorf 84. 
Nosen 77. 
Noske 111. 
**Nössel 121. 
Nuchterwicz 87. 
Nwebeck(e) 139. 
Nwedinst 122, 139. 
Nwegut 79. 
**Nwemeister 99. 
**Nwenburg 82. 
**Nwendorf 82, 94. 



Nwenliof 82. 
**Nwe(n)kirche(n) 82, 94. 
♦♦Nw(en)markt 75, 94, 
Nwenrode 77, 82. [44. 
in der Nw(en)stat (in no- 

va civitate) 69, 151. 
N(e)wtich 71, 142. 
byme Nwen tore 68. 
*Nwewirt 103, 139. 
Nwger 122. 
Nwyor 121. 
Nwkeler 117. 
Nwnrwtener 121. 
Nuremberg 85. 
Nws 83. 
Nusboum 70. 

O. 

Obilacker 118. 
Obirhof 82. 
Obirlin 71. 
Obirmut 122. 
Obescher 81, 103. 
Obisser 103. 
Obsela 120. 
** Ochse 113. 
Ocker 54. 

♦*Odir(er) 68, 137, 139. 
Odirbereiter 98. 
Odirman 68, 137. 
Odirwicz 74. 
Odirwolf 113. 
Ovin 85. 
Ofenloch 119. 
Ofenstein 119. 
Ohorn 86. 
Oyas 78. • 
Olbrich 6, 12. 
Olderow 74. 
♦Olesnicz 81. 
01mu(n)cz 84. 
von der Oloschin 69. 
Olow (Ole) 75. 
**01sin 81,152. 
Cleyn Olsin (parva Öles- 
na) 81. 



179 



Olpent 113. 
Olsler 103. 
Olsloger 103, 107. 
Oltaczin 74. 
Olwing 74. 
Om 121. 
Oneczense 117. 
Opatewicz 80. 
Operisky 87. 
**Opecz 6, 12,62. 
Opilio 102. 
Oppavia 85. 
Opperow 74. 
Opul(ler) 7a 
Orberer 98. 
Orbinger 158. 
Organista 102. 
**Ortel 8, 15, 54. 
Ortik 123. 
Ortlip 8, 15. 
Ortlouf 8. 
Ortolf 9, 15, 28, 54. 
Osanke 32, 35, 37. 
Osanne 32, 35, 59 
**Oschacz (-icz) 82. 
Oschke 32, 35, 37. 
Ozeler 59, 66. 
Ossek 81. 
Ossewicz 74. 
Ostirhilt 31, 34, 59. 
♦♦Ostirman 98, 137. 
Osterow 86. 
Ostirricher 97. 
Oswald 8, 15, 21, 29, 48, 

54. 
Otmar 8, 15. 
Othmuchow 80. 
Otte 8, 15, 22, 28, 54. 
Ottil 8, 15, 22, 54. 
Ottindorf 82. 
Ottilie 32, 35. 
**Owe 85. 
Ouenwege 69. 
**Owras 44. 
Oczke 54. 



P 

(vgl. auch B). 
Pabyan 114. 
Pacheler 58. 
Packe 54. 
Pagrella 76. 
Pak 82. 

Pakusch 11,20,24. 
Paldra 112. 
Palokowicz 84. 
Paltink 54. 
Palczicz 81. 
Pampicz 76. 
Panewicz 74. 
Pantenow 78, 152. 
Panczir 117. 
Panczkow (-e) 77. 
Papa 120, 134. 
Pappelbaum 70. 
Paradis 86. 
Parchewicz 78. 
Parducz 114. 
♦♦Pariser 85, 95. 
Parvus 134. 
♦♦Pascbke(Pasco)10,18, 

23,29,58,152. 
Pazeler 85. 
Paskorowicz 76. 
Passow 85 

Pastericz 90 Anm., 91. 
Pasternak 115. 
Pastucher 67. 
♦♦Pate 121,44. 
Patbenik 74. 
Pateriote 120. 
Paternoster 120, 130. 
Patricius 10. 
Patriope 120. 
Patricze 10, 18, 47. 
Pauline 32,35. 
Paulus 10, 21. 
Paulwicz 81. 
Pawel 10, 18,21,28,44, 
Paxil 58. [57. 

Paczke(r) 79. 
Paczkow 79, 157. 



Pecba 58. 

Pechman 101, 107, 136. 

Pechstein 115. 

Pechwinkil 69, 72. 

Pedchora 113. 

Pelewicz 78 

Pcllifex 108. 

♦♦Pelcz 117, 131. 

Pemke 119. 

de Peramonte 68. 

Perminter 102, 107, 108. 

Persk 114. 

Peschil (-en) 10, 18, 22, 

29, 58, 153. 
♦♦Peschke 58. 
Pe(sch)czan 87. 
Pezeler 85,151. 
♦♦Peter 10, 18, 27, 28, 

30, 49, 57. 
Petirkow 74. 
Peterlin 11, 19, 25. 
Peterman 11, 19,24,57, 

136. 
Petirsdorf 82. 
Petirsphfening 120. 
Petirstat 68. 
Petirwicz 82. 
Petra(y)n 11, 19, 48. 
Petranowicz 77. 
Petronella 32, 35. 
Pctrusch 11,19,25,48. 
Petruscha 32, 35, 37. 
Pewsing 120. 
Peusinphenning 120,143. 
♦♦Pecz(e) 11,18,19,23, 

30, 44, 57. 
Peczil 11,18,24. 
♦♦Peczolt 11,19,25,28, 

44, 57. 
Pfadehwche 120. 
♦♦Pfaffe 120. 
Pfaffinknecht 99. 
Pfankuchin 116. 
Pfannensmit 99, 107. 
Phfefchin 120. 
♦«'Pfeffir 115. 

12^ 



180 



Pfeffirvleysch 115/6. 
Pfeffirkorn 115, 134. 
**Phf ender 98. 
Pferd 113. 
Pferdechin 113. 
Pfertschinder 103. 
Pferrer 120. 
**Pfyfer 102. 
**Pfyl 117. 
Pfyl(en)smit 99, 148. 
Philippus 11, 19, 28. 
Phfiner 99. 
Physicus 101. 
** Pflug 119, 152. 
Pflume 115. 
Phfobinczail 114. 
Phol 119, 129. 
Pfrayner 102. 
Pfwter 120. 
in der pfüczen 71. 
**Pig 54. 

Pickemit (Pigmete) 115. 
Pilgrim 11,19,29,46,57. 
Pillirbecker 140. 
Pylow 81. 
Pilsil 85. 
Pilsener 85. 
Pymke 118. 
Pynchas 75 Anm. 
Pynner 86. 
Pirbischayynne 76. 
Pirchinhouer 120. 
Pirdwschil 112. 
Pirna (-ow) 82, 96. 
Pyrner 82, 96. 
Pyrsibicz 87. 
Pischin 76. 
Pysinkircbin 87. 
Pysinkreczim 80. 
**Pyzer(er) 84. 
Pisig 85. 
♦♦Pysker 85. 
Piskerow 75. 
Pyskirsdorf 77. 
Piskopicz 80. 
Piczin 76. 



Planeta (-er) 115, 67. 
Piaskot 77. 

**Platener 100,107, 152. 
Platte 117, 131. 
Plausch 112. 
Plaw (Plo) 76. 
Placzbecker 140. 
Plener 71. 
Ples 58. 
Pleskusch 58. 
**Plesner 80. 
Plessil 58, 146, 151. 
Pletener 100. 
Plo 76. 
Plobener 86. 
Plouwener 86, 151. 
Plsnicz 74. 
Podogow 77. 
Pogelow 77. 
♦*Pogrella 76. 
**Polac 97. 
**Pol(e) 97. 
Polen 97. 

Polensche Hensil 184. 
Polensche Mathis 134. 
Policz 85. 
Polkasto 158. 
♦*Polke 78. 
Polkindorff 75. 
Polkinstein 86. 
Polkewicz 81. 
Pollendorf 83. 
Pollex 111, 134. 
Pollot 119. 
Polsnicz 81. 
♦*Pomir 97. 
de Pomerio 82. 
Pomirlyn 98. 
Pomzin 78. 
Ponatowicz 87. 
Ponicz 82, 152. 
Pontifex 101. 
Popel(w)icz 74. 
**Popke 103. 
** Poppe 8, 15, 22. 
Porsnicz 77. 



Posak 58. 
Pöschel 54. 
Poschewin 54, 100. 
Poschewicz 78. 
Poschman 137. 
Posenow 87. 
Posericz 81. 
Poserne 83. 
Posse 54. 
**Possek 58. 
Possolt 54 
Postelicz 78. 
Pothorn 83. 
Pottersmit 99. 
Pottyng(in) 86. 
Praga (-e, -ow) 85, 96. 
** Prager 85,158,63. 
Pramsil 81. 
Pranczin 75. 
** Prasse 113. 
Pratusch 56. 
Pracz 74. 
Prebor(n) 76. 
**Predil 83. 
♦Prediger 120. 
Premys 119, 118. 
Premunt 84. 
Presburg 86. 
Prewsse (s. auch Prwze) 
Precz 83. [63. 

Preczow 87. 
Pryke(r) 54, 67, 146. 
Prymkenow 79. 
Pryms 119, 
Priol 120. 
Pryolsdorf 77. 
Prysinstebir 83. 
Prister 120. 
Prittiez 83. 
Priczil 58 

Priczlaus 11,20,29,48. 
Priczlawicz 74. 
Probist 120. 
Probisthau 78. 
Prodeke 54, 58. 
Provant 115. 



181 



Provin 78. 
Proger s. Prager. 
Procop 11, 20,29. 
Propheta 120. 
Protke 54, 58. 
**Procz 74. 
Proczkinhayn(er) 76. 
Przibak 58. 
Prsibke 32, 35, 37. 
Przibola 58. 
Prws 77. 
♦♦Prwze 98. 
Prusnicz 81. 
Prwssener 98. 
Pselot 122. 
Ptaschkow 87. 
Pubak 112. 
Pudewayn 101. 
**Pwker 102, 107. 
**Pülcz 115. 
Punczil 57. 
Pws 122. 
**Puschir54, 112. 
Pussil 54, 112. 
Pustirlin 120. 
Pustucher 102. 
Putel 114. 
Puthan 114. 
Puczkow 81. 

<«. 

Quart 121. 
Quartschriber 140. 
Quarcz 115. 
**Qwas 115. 
Quasnicz (-nik) 82. 
Quassne Jona 134. 
Qweiss 79. 
Quelicz 79. 
Quentin 121. 
Queste 119. 
Queczebein 118, 144. 
Quippe 158. 
♦♦Qwyser 79. 
Quittenberg 87. 
Quittenblut 115. 



Quittendorf 77. 
Quode 123. 

R. 

♦*Rabe 8, 15, 22. 
Rabenow 82. 
Rabinsteyn 71. 
Rabke 54. 
** Rachner 78. 
Rackewicz 78. 
Radeberg 82. 
Radilwicz 81. 
Rademecher 100. 
Rademnicz 87. 
Rademol 70. 
♦♦Rader 54. 
Radonisk 84. 
Raduk 55. 
Radusch(er) 55, 66. 
Rafsuf 143, 44. 
Rage hose 116. 
Rayn 55. 
Raynebir 55, 116. 
Raynpink 131, 151. 
Raynprech s. Reiprech. 
Ramke 54. 
Ram(n)oldus 8, 15, 48 

Anm., 54. 
Ramschdorf 86. 
Ranfolt 54. 
Ranke 54, 77. 
Rankow 77. 
Ranczko 54. 
Raphael 11, 19, 48 Anm. 
Rapke 54. 
Rassilburg 86. 
Rasslowicz 81. 
Rastel 119. 
Rastinberg 86. 
Rathei 76. 
Rathen 82. 
Rather 54. 

undir dem rathwze 70. 
Ratibor 80. 
♦♦Ratman 98, 107. 
Rawbyntisch 143. 



Rauchhart 112. 

Rawe 123. 

Rawehensil 134. 

Raxicz 75. 

Racze 55. 

Rebber 55. 

Rebeckin 59. 

Rebil 54. 

Rebener 54, 66. 

♦♦Recke 55. 

Reckewicz 82. 

Redil 54. 

Redin 84. 

Redischer vgl. Radusch- 

(er) 66. 
Refusyl 114. 
Reginsburg(er) 85. 
Rehor 114. 
Rehorn 85. 
Reych- s. auch Rich- 
♦♦Reychard 55. 
Reydeburg 83. 
Reymerstat 87. 
Rein- s. auch Rain- 
Reynfrid 55. 
♦♦Reinhard 28, 55, 147. 
Reinher (vgl. Reynner) 8, 

15, 46. 
Reininc 55. 
Reynischdorf 81. 
♦♦Re(y)nner 55. 
♦♦Reinoldus 8, 15, 28. 
Reinunc 55. 

♦♦Reincz(k) 8,15,23,24, 
Reiprech 8, 15, 51. [55. 
♦♦Reisseier 102. 
Rekschit 143, 142. 
Remigius 57. 
Rempil 54^ 147. 
Remzer 86. 
Rengir(s)dorf 81. 
Renkel (vgl. Renker) 55. 
Renkenbechir 143. 
Renker (vgl. Renkel) 55. 
♦♦Renner 120, 62. 
Rennus 8. 15, 22. 



182 



Rencz 8, 15, 23. 
Repeticz 84. 
ßeschicz 86. 
Reschka 158. 
Reste 74. 
♦♦Retich 115. 
Reuber 120, 148. 
Reusberg(er) 97. 
Rex 120. 
Rybabinne 143. 
Ribak 102. 
Rib(e)ke 113. 
♦Rybenicz 78. 
Ryberocken 143. 
Rybisdran 143. 
Rybisdrin 143. 
Richart 8, 15, 29, 46, 55, 

153. 
♦♦Ryche 55, 123. 
♦♦Rychil 8,15,22,46,55. 
♦♦Richinbach 82, 151, 

152, 156, 44. 
Ry ebener 82. 
Rychenow 82. 
Richinstein 77. 
Rieh Jeekil 134. 
Richmut 55. 
Ryeh Pauel 135. 
Riffe 55. 

Riemeeher 100, 107. 
♦♦Rymberg 81. 
♦♦Rymer 101, 109, 152. 
Rymischdorf 79. 
vom Ryne 83. 
Ringe wege 123. 
♦♦Rinke 119, 131. 
Rinkener 99. 
Rinkensmit 99. 
Rincmeister 98. 
Rinknecht 98. 
♦♦Ryman 83, 137, 152. 
♦♦Rintvleyseh 115. 
Ryppelin 74. 
Rippink 55. 
Rische 123. 
Rysche Jeekil 134. 



Ryzecht 78. 
Rysenberg 86. 
Rysinweseher 101. 
Rysweke 84. 
♦♦Rittir 120. 
Robaeker 118. 
Robotke 102. 
♦Rochliez 79. 
Rockinmader 120, 138. 
Rockus 76. 
♦♦Roder 55. 
♦♦Rodestok 78. 
Rogesow 87. 
Rogofsky 84. 
Rogow 81. 
Royke 114. 
Royn 78. 
Rolle(r) 55, 66. 
♦♦Romenicz 78. 
♦♦Romer 55, 85. 
Romung 55. 
Ronechin 77. 
Ropot(e) 122. 
Roraw 75. 
Rorecht 8, 15. 
Rorieh 55. 
Rormeistir 99. 
Rorwolf 113. 
Rosbor 122. 
Rose 31, 34. 
Rosiler 102. 
♦♦mitderRozenll5,128, 

151. 
in der Rosingasse 69, 72. 
♦♦Rozinheim (-hein) 75. 
Rozenik 78. 
♦♦Rozincranez 115. 
Rosenlecher 145. 
Rozenow 82. 
Rosinstengil 115, 149. 
Rosinsterl 115. 
♦♦Rozental 82. 
Rosinczwyk 115. 
Rosicz 86. 
Rosmel 84. 
♦♦Rostuscher 102. 



cum rota 119, 131, 132. 
Rotappel 115. 
Rötchin 55. 
♦♦Rote(r) 55, 66, 134, 

149, 44. 
Rotinberg(-burg)82,l52. 
Rother 145. 
Rotermil 116, 142. 
Rotgebe 98, 120. 
Rotgerber 101. 
Rothewicz 79. 
Rotkogel 117. 
Rotlach 78. 
Rotman 55, 107, 137. 
Rotmoler 139. 
Rotrok 117, 142. 
Rotsmit 99. 
Rotwasser 78. 
Roufegasse 69, 91. 
Rubinus 11, 20. 
Rwbruch 84. 
Ruehus 76. 
Rückerswalde 79. 
Ruekus 76. 
♦♦Rudil 8, 15, 22, 55. 
♦♦Rudger 8, 15, 28,55, 

145. 
♦♦Rudolf 8, 15, 48, 55. 
Rudusch 8, 15, 24, 55. 
Rufus (Rote) 134. 
Rwynczun 75. 
♦♦Rulant 55, 79, 158. 
Rul(e)ke 55. 
Ruly 158. 
Rulle(r) 55, 66. 
Rume 55. 
Rumpil 55. 
Rumpeier 55, 66. 
Rumpuld 55. 
♦♦Runge 55, 158. 
Runcze 55, 145. 
Ruprecht 8, 48 Anm. 
Rwsk 81. 
Ruze 119. 
Russe 98. 
Rwssindorf 80. 



183 



Eussewin 82. 
Russischtor 68. 
ßussityn 84. 
Eustil 55. 
Rutinstruch 115. 
Ruthenus 98. 
Ruther 55. 

Rutsche uflf di Kethe 143. 
Ru(w)e(r) 123. 
Ruze 55. 
Ruczil 55. 

S. 

Sabekost 84. 

Sabin 84. 

Sabor 81. 

Sache 122. 

Sachinkirche 74. 

♦♦Sachewicz 75. 

Sachse 98. 

Sachsynfeld 86. 

Sackerow 81. 

Saflfaran 115. 

Sagan 79. 

Sagicz 74. 

Sa(y)ry 79. 

**Sak 119. 

Sacman 136/7. 

♦♦Saldener 119. 

Salvelt 86. 

sub salice 70. 

Salifex 103. 

Salle 55. 

Salman 145. 

Salome 32, 35. 

**Salomon 11,19,28,42, 

57, 75 Anm. 
Salwin 115. 
Salczinflek 143, 116. 
undir den salcz leubin 70. 
uf dem Salczmarkte 69. 
Zamit 117. 
Samptfur 74. 
de Sancto Spiritu 70. 
**uf demsande 68,137. 
** Sander 9, 16,24,68. 



Sandolowicz 87. 
Sandow 82. 
Sänne 32, 35, 37. 
Santgrube 71. 
♦♦Santman 68, 137. 
Sarbrecht 55. 
Zarow 76, 156. 
Sarwechter 102. 
Sarwurcht(er) 100. 
Sateler 109. 
**Zawer 123. 
Zawirmilch 116, 142. 
Sawirteig 116, 131. 
Saxonisse 64. 
Seh- s. auch Cz- 
Schaber 102. 
Schacht 117, 131, 134. 
Schachtgreber 101. 
♦♦Schade 122. 
Schademirnicht 144. 
mit den Schafen 113,131. 
♦♦Schaff er 99, 107. 
Schalke w 74. 
Schallow 85. 
Schalun 75 Anm. 
Schamburger 80. 
Schande 122. 
Schandlowicz 87. 
Sczapil 80. 
Schar eys 87. 
♦♦ Scharf enberg 86. 
♦ Scharf finort 79. 
mit dem Scharlachsmun- 
de 111, 125. 
Sczharrinsczheyde 158. 
Schatko (s. Conschatke) 
Schaubil 117. [58. 

Schaufel 119, 131. 
Schawysen 119, 144. 
Schacz 119. 
Schaczowe 87. 
♦♦Schebicz 76. 
Schebol 112, 149. 
♦♦Schedel 111. 
Schedke 122. 
♦♦Schefer 102, 107. 



♦♦Scheffiler 100. 
♦♦Scheffer 99. 
Schegadel 158. 
Scheide 131. 
♦♦Scheidek 122. 
♦♦Scheider 100, 139. 
♦♦Scheyteler 153. 
Schel(er) 123. 
Schelese(l) 58. 
Scheleske 58. 
Schellindorf 147. 
Schellensmit 99. 
Schellinczeter 84. 
d. schelnde snarmecher 

135. 
Schemel 119. 
Schemilwicz 81. 
d. schendige schuworcht 

135. 
Schenewicz 79. 
♦♦Schenke 103. 
Scher 101. 

Scherinsleyfer 99, 100. 
Scherer 100,101,107,148. 
Scherf 121, 150. 
Schermwsil 123. 
Schertilozan 111, 134, 

149. 
Czetirwange 111. 
Scheube 117. 
Schewer 117. 
Schewneman 70. 
♦♦Scheczil 119. 
Scheczeler 85. 
Schybanusll,20,29,58, 
Schibeczu 143.8 
Schickefus 143. 
Schidilwicz 76. 
Schifknecht 99. 
Schifmann 102, 107, 136. 
♦♦Schike 123. 
Schild 117, 131. 
Schiitchin 117, 131. 
Schilder 100, 107, 110. 
Schildeschroter 119. 
Schildow 79. 



184 



** Schilling 121. 
d. schilnde schroter 152. 
Schiloga 121. 
Schiltberg 77. 
Schimke 11, 19, 23, 29. 
Schindil 119, 131, 62. 
♦♦Schindeler 101. 
Schinder 103, 107. 
Czir(e)fas 118. 
Schirlink 115. 
Schirmecher 100. 
Schyrmingast 143, 122. 
♦* Schirmer 102, 107. 
Schirme wyslich 143. 
Schirow 79. 
Schirwicz 83. 
Schnyber 120. 
Schnynker 158. 
Schober 118. 
Schobirman 137. 
Schobicz 87. 
Schof('es)burger 86. 
Schoff 113. 
Scholastica 32, 35. 
Scolasticus li, 19. 
Szcholky 122. 
♦♦Scholtys 108 Anm. 
Schonaw(e) 79. 
Schonbecker 139. 
** Schon(en)berg(e) 

(-bürg) 82. 
Schone(n)burn(e) 82, 94. 
♦♦Schoneyche 82. 
** Schonefeld 82. 
Schonefogil 139. 
Schonhals 111, 134, 63. 
Schoneheincze 135, 152. 
Schonherre 112. 
Schonhor 111. 
♦* Schonhut 116. 
Schenke 75 Anm. 
♦♦Schonknecht 112. 
Schonmantil 117. 
Schonenickil 134. 
Schonze 86. 
Schonsmit 99, 152. 



Schonstein 86. 
♦♦Schonewalt 82. 
Schonweber 66, 100. 
Schonweib(ir) 66. 
Schonwib 121. 
Schoppe 55. 
♦♦Schopcz 113. 
Schoreys 87. 
Schorynbrant 143. 
Schorlichin 148. 
Schorschuch 117. 
Schostak 121. 
Schotkow 74. 
♦♦Schotte(r) 98. 
Schotuff 143. 
Schottus 143. 
Schrabke 113. 
♦♦Schramme 112. 
S(ch)ranzmyn 58. 
Schrey 87. 
Schremmil 112, 105. 
Schretil 120. 
♦♦Schriberl02,148,158. 
Schryberdorf 81. 
Schrogilman 137. 
Schrolchin 129. 
Schropolt 55. 
♦♦Schroter 102. 
Schru(n)than 145. 
♦♦Schubort 101, 108. 
Schuche 122. 
Scbwchtow 87. 
Schuenpflug 143. 
♦♦Schwfeler 101,119. 
Schwfener 101, 119. 
Schulmeister 102. 
Schulter 111. 
♦♦Schultheis (scultetus) 

98, 107/8, 152. 
WS der schunen 70. 
Schuneman 139. 
Schunemeister 99. 
Schurgast 79. 
Schussiler 100. 
Schwtelow 77. 
Schuworch(t) 101, 105. 



Schuwurcht 101,108,109. 
♦♦Schucze 102, 108. 
Schuczlich 123. 
Scriptor (s. Schriber) 151. 
Sebinburge(r) 98. 
Sebineyche 78. 
Sebinvel 142. 
Seb(en)icz 79. 
Sebinyope 142. 
Sebinquart 121, 142. 
Sebinczog 121, 142. 
Sebinczege 142. 
♦♦ Sebinwirt (Septemhos- 

pes) 142, 134, 47. 
♦♦Zeber 55. 
Zeblath 75. 
Sechsbechir 116. 
Seckil 119. 
Seewein 86. 
Segeland 55. 
Segeler 102, 107. 
Segenand 55. 
Seibke 8, 15, 23. 
Seibot s. Sybot. 
♦♦Seydel (s. Sydel) 55. 
Seydeler 55, 66. 
♦♦Seydelicz 79. 
♦♦Seidelman (s. Sydel - 

man) 55. 
Seygener 99. 
Seygermeister 99. 
Se(y)gersdort 79. 
Seygicz 74. 
♦♦Seyler 100. 
♦♦Seicz 45, 77. 
Selbwachsen 123. 
m. d. le . . . zele 112. 
♦♦Selig 123. 
Seileberg 87. 
Selow 86. 
♦♦Selczer 103, 108. 
Seman 11, 19, 21. 
Semansdorf 81. 
Semil 116. 
Semilbrot 116. 
♦♦Semeier 103. 



185 



Semilwicz 78. 
Semfte 123. 
Sende 122. 
Sender 55. 
**Senff 116. 
♦♦Senftelebin 121. 
Senginkorp 148. 
Senicz(er) 77. 
Senkenayl 143. 
Senkewicz 79. 
Seppinrod (-rade) 84. 
Semptemhospes (Sebin- 

wirt) 134). 
Serdan 158. 
Serusch 58. 
♦* Setiler 101. 
Sewmann 137. 
der Sexinne 64. 
Seczebaum 143, 120. 
Seczinslag 143. 
Seczczer 108. 
Syberg 87. 
**Sybot 8, 15, 27, 55, 

63, 151. 
Sybrecht (Sybert) 8, 15, 

28, 43, 48, 55. 
Sichilhouwer 100. 
**Sydil8, 15, 22,28,44. 
♦*Sydilmaii 8, 15, 24, 

28, 136. 
Sydin 128. 
Sydinbant 116. 
Sydinberg 78. 
Sydinfadim 117. 
Sydinhor 111. 
Sydinlebin 87. 
**Siffrid 8, 15, 27, 29, 

42, 46, 55, 145. 
Syfredisdorf 82. 
Sig(is)mund 8, 15, 28. 
**Silbir 115, 125. 
Silberyn 123, 135. 
Silberin Heinrich 134. 
Silberyn Michil 141. 
Sylebelo 83, 94. 
Silmenow 74. 



Siluester 11, 19, 48. 
Syman 19. 
Simansdorf 81. 
Simke 11, 19, 23. 
Symon 11, 19, 21, 28. 
Syndeman 28, 55, 136. 
Sinderam 55, 145. 
Synewel 123. 
Sinilo 55. 

Synnendebil (-gebil) 158. 
Sir(a)win 74. 
Sirdenic 74. 
Sirfeyer 158. 
Sirschicz 74. 
Sit(i)ch 114. 
Sittin 82. 
Sittow 82. 
Skal 78. 
*Skopp 113. 
Skopack 113. 
Scorbus 74. 
Slackener 158. 
Slakinwerde 85. 
Slaytucher 66, 67, 100. 
Slanke 123. 
Slancz 81. 
♦♦Slappe 123. 
Slavena 75. 
Slawig 123. 
Slebok 140. 
Slechting(er) (s. Slich- 

ting) 66, 67, 112. 
Sledorn 115. 
**Slegil 119, 129. 
Slegilsdorf 77. 
Slekern 115. 
Sleppintrunk 143. 
Sleschow 74. 
Slewpener 158. 
Slewser 102. 
Slewicz 81. 
Slichtenik 112. 
**Slichting67, 112,120. 
**Slyfer 99. 
Slyzchawa 113. 
Slissmodel 114. 



Slywicz 81. 
Slofege 114. 
Slofflang 143. 
Slofogil 114. 
Sloput 158. 
♦♦Slossil 119, 130. 
mit den Blossen 119, 127, 

131, 132. 
Slotenik 78. 
Slunczig 82. 
Slup 81. 
Slupicz 81. 
Slusche(r) 77. 
Sluschow 77. 
Slussil 119. 
Slwsser 100. 
mit der smaln hochvart 

112. 
Smalcz 116. 
Smalcztasche 119. 
Smarsow 82, 91, 148. 
Smecht 122. 
Smed(er) 99, 108, 109. 
**Smedchin 108, 109, 

156. 
Smedvelt 74. 
Smelewicz 82. 
Smelczer 99. 
Smer(s)ke 112. 
Smersnider 103. 
Smecz 80. 
**Smit 99, 108. 
Smoygil 75 Anm. 
Smoln(er) 76. 
Smolnicz(er) 80, 97. 
♦Smolcz 74. 
Smotinzyfe 78. 
**Snabil 114. 
Snarmecher 100, 108. 
Snawiner 84. 
Sneberger 86. 
Sne(y)gel 113. 
Snellehase 113. 
**Sneller 55, 122. 
**Snelmut55, 122. 
Sneschwicz 87. 



186 



Snewys 123. 
Snydenwint 143. 
♦*Snyder 101, 109. 
♦♦Sniczer 100. 
Snorrebeyn 119, 144. 
**Snorpfyl 117,144. 
Snurrer 102. 
Sobepan 58. 
Zobeslaus 11,20,28. 
Soflfe(i) 32, 35, 37. 
Soffil 32, 35, 37. 
♦♦Soldener 119. 
Solcz 80. 
**Somir 121. 
Somirfelt 86, 63. 
Son 121, 126. 
öonchin 121. 
Sonnenschin 115. 
Sophie 32, 35, 36. 
*Sor 87. 
Sorgil 158. 
Sorginfint 112. 
Sorow 82. 
Soschicz 87. 
Sost 84. 
Socz 85. 
Soczafky 115. 
Spaldysen 143, 144. 
Spandow 84. 
Spanfelder 87. 
Spanns 143. 
♦Spar 143. 
Sparvleysch 143. 
Sporysin 143. 
Speisser 103. 
Spengeler 100. 
Sperheckil 119. 
Speryseysen 117. 
Speteler 70. 
♦♦Spigil 9,16. 
Spigeler 101, 108, 109, 
Spiczbart 111 [44. 

Spiczinberg 85. 
Spiczbart 158. 
Spicznayl 131. 
Sponsbrucke 76, 151. 



Sporer 100. 
Sporysin 143. 
♦♦Springer 102. 
Springer Schune 72. 
Springinslant 143/4. 
Sprottow 79. 
Stabilwicz 74. 
♦♦Stach 11, 20. 
Stafke 11, 19,23. 
♦♦Stal 115. 
Stampin 76. 
Stanak 20. 
Stanek 11, 20, 23. 
Stanewicz 77. 
♦♦Stange 119, 130. 
Stanginwald(e) 86, 94. 
Stanike 11, 20. 
Stanislaw 11, 20, 28 
♦♦Stanke 11,20,23,32, 

36, 37, 58. 
Stanthart 119. 
Stancznayl 143. 
Stap 119, 63. 
Staras 122. 
Starkman 137. 
Starnow 84. 
Staschke(Stasko)ll,20, 

23, 29, 58. 
Stat 98. 
Staupin 71, 95. 
Stebindorf 87. 
Steife 19. 
Stefke 11, 19, 23. 
♦♦Stegelicze 86, 114. 
Steger 71. 
Steierer 98. 
Steyern 97. 
♦♦an dem steyge 71. 
Steygilberg 87. 
Steiginberg(er) 87. 
♦♦Steinbach 82. 
Steinchin 55, 115. 
♦♦Steine(r) 82,96. 
Steinkelr 70, 91, 152. 
Steinkirche 82. 
Steinkop 119. 



♦♦Steinmecz 101. 
Steinmolner 101, 108. 
Steinochsil 113. 
♦♦Steinow(er) 96. 
Stein smedchin 156. 
Steinczyer 120. 
Stele(y)n 86, 123. 
Steler 100. 

♦♦Stelmecher 100, 108. 
uf der stelczen 111, 104. 
Stelczener 111, 104. 
Stelczer 111, 104. 
♦♦Stempil 120. 
Stene 11,20. 
♦♦Stengil 130. 
♦♦Stenicz 79. 
Stenczel 11,20,22. 
Stenczlaw 11, 20. 
Stephan 11, 19, 28. 
Stephanshayn 81. 
Stepfe 11, 19. 
Stepke 57. 
♦♦Ster 113. 
Sterczow 87. 
Stetow 85. 
Stichemo 158. 
Styger 71. 
Styg in hemil 144. 
Stille 56, 134. 
Stillevoyt 134. 
Stillenkrig 143. 
Stillo 56. 

Stynow(er)82,96,97,44. 
Stinczberg 87. 
Stit 85. 
Stobehin 76. 
Stoberow 76. 
Stobner 71. 
Stobra 83. 
Stoia(n) 58. 
♦♦Stok 70. 
Stockegemechte 119. 
Stocklos 123. 
Stocmeister 103. 
Stolle 119. 
Stolpen(er) 82. 



187 



Stopp 113. 
** Storch 114. 
Storefrede 143. 
Storsmit 99. 
**Storcze 119. 
Storcssewayn 143. 
Stozinbart 143. 
Stoske 58. 
Stoser 119. 
Strach 81. 
Straymode 158. 
Stral 117. 
**Strasberg 78. 
Straschewicz 74. 
**Straus 114. 
**Streckinbach 78. 
Streckinwald 86. 
** Strecker 103. 
Strechus 143. 
♦Stregun(er) 76, 97. 
Strelichin 117. 
Strelin 76. 
Strelicz 82, 151. 
Stresow 82. 
Stricholcz 119, 149. 
**Strit 122, 139. 
Strone 76. 
Stroze 75. 
**Strouche(n) 112. 
**Strubil 123. 
Strupicz 82. 
♦♦Strws 114. 
Stuchs 56. 

StuckewurchterlOO, 108. 
Studenicz 79. 
Stuler 100. 
Suderlant 98. 
Suderman 98, 137. 
Subirlich 123. 
Zawirmilch 116. 
Su(w)irempel 134. 
Zwirsenf 116. 
*Swirte(y)gll6,131,63. 
Suffy 32, 35. 
Sulin 83. 
Sulca 32, 36. 



Swlke 77. 
Sulkin 59. 
Sulczer 86. 
Sunnenberg 79. 
♦Susemilch 116, 142. 
Zwsemite 143. 
Süsse winkil 76. 
Suswel 117. 
Sutor 109. 
Swanke 11, 20, 23. 
Swanticzlaw 58. 
**Swantke (s. Swanke) 
Swantnik 81. [58. 

Swarat(zin) 74. 
Swarczbach 82. 
**Swarcze (Niger) 134, 

149, 157, 44. 
Swarczhaupt 111. 
Swarcze Hensil 134. 
Swarczhorn 74. 
Swarczko 56. 
Swarczkop 111. 
Swarcznayl 139, 140. 
Swarczmichil 139. 
Schwebschin 84. 
Swefil 115. 
Swegorn 85, 152. 
Sweim 122. 
Swelbil 114. 
♦Sweller 119. 
Schwenkinfelt 76. 
Swenkinflegil 143. 
Swentnik 81. 
Swencze 58. 
Swerse 76. 
Swertchin 117. 
♦♦Swertfeger 108, 109, 

158. 
mit der swestir 121 , 126. 
Sweczka 32, 35, 37. 
♦Swidenicz 76. 
uf der Swidniczischen 

gassen 69, 72. 
Swydnicztor 68. 
Swinchin 113. 
Swynern 74. 



Swinsberg 86. 
Swin(s)knecht 99, 137. 
Swyrsow 76. 
Swobisdorf 83. 
Swobusin 84. 
Swoycz 74. 
♦♦Swop 98. 
Sczoppe 83. 

T 

(vgl. auch D). 
Tachow 85. 
Thadeus 11, 19. 
Talbirsdorf 79. 
Thamendorf 79. 
Tamke 56. 

♦♦Tamme 8, 15, 22, 29, 
Tampadel 76. [56. 

Taneser 145. 
Tanheim 86. 
Tanhuser 145. 
Tankewicz 77. 
Tantvogil 140. 
♦♦Tanczer 120. 
Tapher 123. 
Thara 75 Anm. 
Tharaser 71. 
Targewischcz 77. 
Tarnow 82. 
Tarus 119. 
*Taschinberg 68.- 
Taschner 108, 109. 
Tau(d)row 82. 
Tacze 117. 
Taczow 87. 
Techant 120. 
Tefiler 100. 
Tegiler 100. 
Tekener 100, 148. 
Telkener 78. 
Temericz 87. 
Temichyn 56. 
Temyl 9, 15, 22. 
Tempilfelt 75. 
Tenkke 123. 
Tenne 117. 



188 



Tenczil (Tenkchil) 78. 
Teschen 85. 
**Teschener 101, 108, 

140, 153. 
Tetow 79. 
Tewerer 120. 
Teczil 51. 
Teczin 85. 
Th- s. T- 
Thia 32, 35, 37. 
**Tyche 82, 153. 
Tyfynse 82. 
Tilchin 51, 147. 
**Tile 9, 15,22,27, 28, 

43, 51. 
**Tilgener 120. 
Tilke9, 15. 22,23,24,51. 
Tilman 9, 15, 24. 
**TiIusch 9, 15, 22, 24, 

51. 
Time 9, 16, 22, 29. 
Tyniendorf 82. 
Thymon 9, 16. 
Tincz 81. 
von dem grossen Tincze 

77. 
Tincz Wyngasse 155/6. 
Tirberg 86. 
Tyrgarten 77. 
Tyrman 137, 141. 
Tyrmer 102. 
♦♦Tyrpicz 76. 
Tischbirkele 118. 
** Tischer 100,108. 
♦*Ticz(e) 9, 16, 23, 28, 

51. 
Ticzil 9, 24, 51. 
Ticzke 9, 16, 24, 28. 
Thobehan 136. 
Tobyl 57, 123. 
Thobenickil 134. 
Tobian 136. 
Tobias 11, 19, 48. 
Tockil 119. 
Tökelicz 83. 
Tol(in)fus 111, 149. 



Tolner 158. 
♦♦Thomas 11, 19, 28, 

46, 57. 
Thomaskirche 75, 92, 157. 
Thome 57. 
Thomil 11, 19,22. 
Thomkell, 19,23,57. 
Thonerow 77. 
Tonis 11, 19, 22, 24. 
Toppil 119, 131. 
Toppelicz 86, 105. 
** Topper 100, 108. 
bey dem thore 68. 
Torechte Adam 135. 
Thoren 84. 
Torgow(-e) 83. 
Torhus 70. 
Torkus 143. 
Torse 115. 
♦*Thorun(er) 84, 97. 
Thorwerter 102. 
**Tost 80. 
Totengreber 103. 
♦♦Toucher 86. 
Touknicht 144. 
Tragewayn 143. 
Trasse 71. 
Trebilwicz 78. 
Treben 86. 
Trebnik minor 77. 
Trebnicz 76, 155. 
Treffeling 158. 
Treger 102. 
Trenewicz 83. 
Trenker 102, 157. 
Trencz 85. 
Treppe 117, 131. 
Treppenmecher 101. 
Treschin 74. 
Tretehan 140. 
Treter 102, 120, 140. 
Trewsche 87, 152. 
**Trewteler 56, 66. 
Tribintag 143. 
Triebt 84, 97. 
Trichtman 84, 97, 137. 



Trink(i§)us 143. 
♦♦Tryppener 101. 
Trippenmecher 101. 
Trirow 87. 
Tristram 145. 
Tryt in dy schussU 144. 
Tritulator 103, 140. 
Trochtil 158. 
Trögel 119. 
Trokscherre 116. 
Troppow 85, 158. 
Truche 119, 134. 
Truchtlip 123. 
Trade 31,33,37. 
Trugscher(er) 101, 108. 
Trünke 158. 
Trunkil 158. 
Trunken 122. 
Trunkenheincze 135. 
Trutbecke 139. 
Trutil 9, 16, 22, 48, 56. 
Trutwin 56. 
Tsch- s. Cz- 
**Tube 114. 
mit der tuben 114. 
Tubener 102. 
Tubenheim (-heyn) 82. 
Tuchinschild 143. 
Tuchow 86. 
Twerer 120. 
Tuvil 120. 
Tulner 85. 

Tuman 57, 69, 136, 137. 
ufdemTwme68,72,137. 
Tumke 57. 
Tummer Otte 135. 
Tummerwicht 112. 
Tummisheubt 141, 142. 
Tumpil 71. 
Thunkendorf 76. 
Tunneder 158. 
Thurer 82. 
Turmer 102. 
Turmwechter 102. 
Turow 82. 
Tus der mayt 143, 144. 



189 



Twardaw 79. 


Vspicz(er) 84, 151. 


Waczenrode 76, 148. 


Twark 116. 


Ust 85. 


♦♦Weber 100, 109. 




Ute 31, 34, 57, 145. 


Webirske 20. 


IJ. 


Uczco 9, 16, 24. 


Wechtir 102. 


Ubirmut 122. 




**Weckerlin 56,123. 


Udalricus s. Ulrich. 


V 


Wede 74. 


Ujast 81. 


(siehe F). 


Wedeler 119. 


Ulbrechtsdorf 82. 




Wedelsniczer 100. 


Ulinbruch 84. 


IV. 


Wedeman 56, 136. 


Ull(e) 9, 16, 22, 23. 


Wabirske 11, 20. 


Wedirmut 122. 


Ullin 24. 


Wachinsak 119. 


Wederow 78. 


**Ulman 9, 16, 24, 54, 


Wachsmut 122. 


Weghut 122. 


136. 


Wacker 123. 


Weychbrot 116, 142. 


Wlogeman 87, 97, 137. 


Wayman 136. 


Weychey 116. 


**Wlok 87,97. 


♦*Wayner 100, 108. 


Weydenlich 123. 


** Ulrich 9, 16, 27, 28, 


Waynknecht 99, 108. 


Weidman 101, 136. 


42, 48, 54. 


Waytminnicht 119. 


**Weyerich 56. 


Ulrichsdorf 82. 


Weitkloppil 131. 


Weygesnest 143. 


Ulusch 9, 16, 24. 


Wal(i)ch 98, 152. 


**Weynolt 56. 


Ummelant 98. 


Waldaw 82. 


Weyroch 120. 


Ummelouf 122. 


Waldicz 81. 


**Weyse 123. 


Unbesche(i)den 123. 


Walgasse 69, 91. 


Weiskewicz 75. 


Unvordrossen 123. 


Wal(i)ch 98, 152. 


Weyssinrode 76. 


Unvorczait 123. 


Walpurg(er) 31, 34, 59, 


Weitcloppil 131. 


Ungelenk 123. 


Walrabe 56. [66. 


Weitman 136. 


**Unger 98, 148. 


♦Waltfogil 114. 


Welyn 86. 


Ungeraten 123. 


** Walther 9, 16, 27, 29, 


Welic 77. 


Vngirn 97. 


49, 56. 


Welker 100. 


Unkouf 122. 


Walwanus 28, 145. 


**Wels 114. 


Vncristen 74, 152. 


Walwerow 87. 


Weltir 9, 16. 


Vnreter 103. 


Walczil 9, 16. 


Welusch 9, 16, 56. 


ünroter 103. 


Wandris (-ros) 78. 


**Welcz 114. 


Unrue 122. 


Wanger 74. 


Welczil 9, 16, 26, 56. 


von unsir vrowin 70. 


Wannevogil 140. 


Wemmeler (-ner) 56, 66, 


ünsleder 103. 


Wanner 56, 86, 100. 


** Wende 98. [84. 


Unslit 116. 


Wansow 75. 


Wendeler 56. 


Untogunt 122. 


**Wapener 119. 


Wengeler 56. 


Wpa 84. 


Warmut 56, 122. 


**Wening(er) 123. 


**Urban 11, 19, 29, 46, 


Warnsdorf 86. 


d. weninge becker 157. 


Urburk 83. [57. 


Wartinberg 82, 158. 


hindir der weningeu 


Vrlechtinne 70. 


Warczin 112. 


kirchen 72. 


Ursil 56. 


Warczhorn 111. 


Weninge Mertin 135. 


Ursule 32, 35. 


Waschkracze 100, 118, 


**Wenken 56. 


Usbach 83. 


143. 


Wenczil 11, 20, 22,58. 


Usburg 84. 


Wassirfurer 102, 108. 


Wenczeslaus 11, 20, 28. 


Ws(i)k 85. 


Wassirman 120, 137. 


Wenczco 11, 20, 24. 



190 



Wenczlawa 32, 3H. 
**Wenczlow 11, 20,58. 
Wenczusch 11,20,24. 
Werdek 77, 123. 
Werdyr 56, 68. 
Werinbolt 56. 
Werknecht 99. 
Werner 9, 27, 42. 
Wernersdorf 82. 
**Wernber 9, 16, 27, 

28, 56. 
Wernherchin 56. 
Wernco 9, 16, 23, 56. 
Wernusch 9, 16, 24. 
Werrinfrede 143. 
Wersdorf 82. 
♦*Wescher 101. 
Wesin 82. 

** Wesinberg (-bürg) 78. 
Wesintal 78. 
♦Wesnich 71. 
Westalka 117. 
**Westval 98. 
Wetcbe 9, 16. 
Wetil 56. 
Wetkewicz 74. 
Wettelouf 122. 
Weczil 56. 

mit dem wibe 121, 127. 
♦*Wicherow 80. 
Wycbewicz 75. 
Wichman 9, 16, 56. 
Wychna 32, 36. 
Wycbo 28. 
Wycker 56. 
Widebor 58. 
Wydin 86, 70, 95, 128, 

151. 
Wydinbach 76. 
Wydinburn 70. 
in der Wydingasse 69, 
Wydenow 86. [72. 

Wydow 83. 
**Wiede 83. 
Wyen 85. 
Wigalous 145. 



Wigansdorf 82. 

Wygil 9, 16, 22, 29, 56. 

Wigener 56, 66. 

Wyg(?r 56. 

Wie 56. 

Wikman 9, 16, 24, 28, 

42, 56, 136. 
** Wyland 28, 56. 
Wylandisdorf 87. 
Wiltbreter 101/2. 
** Wilde 56, 123. 
Wildenberg 86. 
**Wildener 86, 101. 
Wildirmut 122. 
Wyle 56. 

*♦ Wilhelm 9, 27, 29, 56. 
♦♦VVilher 9, 16, 28, 42, 

56. 
Wilkow 82. 
Wilkschow 81. 
Wilkusseyn 84 
Wille 86. 

Willusch 9, 16, 24, 56. 
Wilpetsch 84. 
Wilrich 9, 16, 29, 56. 
Wilxin 75. 
Wilczke 9, 16, 24, 75 

Anm. 
Wilczkowicz 77, 63. 
Wyman 9, 16, 24, 29. 
Wyn 85. 
Wynant 9 , 16, 28, 46, 

56, 44. 
der Wynandinne 64 
Winandisse 64. 
Winberg 82. 
Wyngarte 117. 
Wingasse 69, 91, 156. 
Winginberger 87. 
Wingirsberg 86. 
**Win(h)er 56,85. 
** Winkeler 69, 137. 
Winkilman 69, 137. 
Wynlin 9, 16, 24. 
Winrich 9, 16, 46. 
**Winter 56, 121. 



Wintschaft 121. 
Winczel 58. 
Winczeppe 103, 63. 
♦♦Winczer 103. 
Winczi(n)g 123. 
Winczk 77. 
Winczorl 103. 
Wyprecht 56. 
Wirbin 81. 
Wirbicz 74. 
Wirow 76. 
Wirsing 123, 151. 
Wirstube 117. 
Wirsungns 151, 158. 
Wirt 103. 
Wirczburg 85. 
Wyschcz 77. 
♦*Wise (albus) 135, 134. 
♦♦mit der Wyse 118. 
Wysgerwer 101. 
Wysla 58. 
Wislow 11, 20. 
Wyssenim 123. 
Vyssoc 74. 
Wyste 123, 149. 
Wistericz 81. 
Witche 9, 16, 29. 
Witchin 56. 
♦♦Witke 9,16,23,56. 
Witkel 9, 16, 24. 
Witte 9, 16, 22. 
Wittel 9, 16, 22, 28, 56. 
Viczinhwser 83. 
Wiczke 56. 
Wockil 56. 
Wockindorf 85. 
Woger 99. 
Woyke (s. Woytke) 11, 

20, 23, 58. 
Woy(n)schicz 80. • 
Woyscha 32, 36. 
Woyslaw 11, 20, 58. 
Woytek 11, 20, 23, 28. 
Woytke 11,20,23. 
Woyczech 11,20,58. 
Woyczecha 32, 36. 



191 



Woyczechsdorf 78. 


Zacherys 10, 18, 21, 73, 


Ozennicze 139. 


Wolbedocht 123. 


Zacherus 10, 18. [152. 


Czepan 11, 19, 58. 


**Wolf 56, 113. 


Zachman 10, 18, 24, 43, 


Czepankewicz 73. 


** Wolfart 56. 


57. 


Czepilwicz 76. 


Wolfil 9, 16, 22, 56. 


Czadilmait 140, 149,151. 


Czepler 79. 


** Wolfhart 9, 16, 29, 


Czagilbeim 86. 


Czerkese 116, 143, 144. 


46, 56, 105, 151. 


Czain (vgl. Fischczein) 


Czernotto 122. 


Wolf mar 9, 16. 


131. 


Czertchin 123. 


** Wolfram 9, 16, 28, 


**Czan 111, 66. 


Ozertil 123. 


29, 56. 


Czanc 53. 


Czeschdorf 80. 


♦♦Wolgemut 123. 


Czanss(er) 74. 


Czeschen 80. 


Wolgeroten 123. 


Czapaler 114, 67. 


Cetow 82. 


Wollenbla 137. 


('zappe 118. 


Czetirwange 111. 


Wollinsag s. Wullinsag. 


Zarr 86. 


Czeuner 100. 


Woll(en)sleger 100. 


(^zartisgertil 139. 


Czicher 84. 


Wolmichwart 144. 


Ozartscheider 139. 


**Czigeler 101, 108. 


Wolner 100. 


Czasslow(er) 96. 


Ozigilfurer 102. 


Wolow 82, 156. 


Czawchlawicz 86. 


Czigilstricher 101, 108. 


Wonnenprys 122. 


Cebestel 158. 


Ozigilczeler 101. 


Worfel(er) s. Wurfil. 


Czebol 112, 149. 


Czyk 122. 


Worginhengist 143. 


♦*Czech 97. 


Cille 32, 34, 37. 


Worczücz 80. 


Czechino 121. 


**Czymmer 117, 131. 


Woschel 56. 


Cecilie(n) 31, 34, 59. 


♦♦Czymerman 108. 


Wullinsag 119, 155. 


Czedelatowicz 76. 


*Cindal (de Cindato) 80, 


Wullinweber 100. 


**Cedelicz 81. 


90 Anm. 


Wundarczt 101. 


Czedersik 85, 120. 


Czyne 32, 36, 37, 59. 


Wundil 56. 


Czeflfur 101. 


Czingyser 99, 


**Wundirlich 123. 


Czeginberg 86, 142. 


♦*Czinke 118. 


Wunschilburg 77, 153. 


Czeginhals 79, 142, 157. 


Czynneler 99. 


Wurfil 119,131,66. 


Czeginhor 114, 142. 


Czynnenjeckil 135. 


Wurmchin 113. 


Czeginscheubichin 142. 


Czynsedil 118. 


Wurmel 113. 


Czeginsmit 142. 


Czinczirlincz 122, 131. 


Wuschil 56, 147, 152. 


Czeginstirne 142. 


**Czippil 117. 


Wüste 123. 


Czeger 102. 


Czipperne 123. 


Wustehube 118. 


Czeiner 100, 108. 


*Czipps(er) 86. 


Wustindorf 74. 


Czeyseman 137. 


Cziraz 79. 




♦*Czeicz 83. 


Czirasky 79, 84. 


Y 


Czelder 113. 


Czir(e)fas 118. 


(siehe J). 


**Czeler 101. 


Czirkeler 98. 




Czely 122. 


Czirkewicz 80. 


Z. 


Celye 31, 34, 37. • 


Czirler 76, 96. 


Czabileg 117. 


Czenaymer 84. 


Czirlow 76, 96. 


Zacharias (-ius) 10, 21, 


Czener 66, 121. 


Czirmo (-a, -e) 114. 


28, 29, 42, 57, 60. 


Czeniar 121. 


Czirnatil 122. 


♦♦Czacher 57. 


Czenko 11,20,23, 103. 


**Czirne(r) 76,80. 


Zacherie 31, 34, 60. 


Czenker 120. 


Czirngow 80. 



192 



OzirTiow(-a,-e)76,80,96. 
Czirwyst 83. 
Czis(ch)k 79. 
♦♦Czisik 114. 
Czysla 58. 
Czislawicz 80. 
Czitwar 114. 
Czobelow 78. 
Czobeczicz 75. 
Czobgarte 158. 
Czobota 76. 
Czobtewecke 158. 
Czolke 80. 
Czolner 98. 
Czolcz 80. 



Czoppa 83. 

mit dem czoppe 111, 126. 
Czorbow 83. 
Czorka 80. 
♦♦Czorn(chin) 158. 
Czotil 53, 117. 
Ozoczil 79. 
Czoczefsky 115. 
weningen Ozuche 76. 
♦*Czuckir 116. 
Czudil 87. 
Czudemar 58. 
Czukkesbretil 143. 
Czulech(ow) 84. 
(•zulczicz 87. 



Czunac 112. 
Czuner 100, 108. 
Czungil 111. 
Czusche 32, 36, 37. 
Czucz 83, 113, 152. 
Czweibrot 74. 
Czweihutel 116. 
Czwenling 112. 
Czwicker 82, 96. 
♦*Czwickow(er) 82,96. 
♦♦Czwirner 100. 
Czwirus 71. 
Czwiczuf 114. 



Buehdruckerci Maret/ke & Martin, Trebnitz i. Snhles. 



tcmewlie Gesellscbaft fürYoMoDde, Breslau 

Toriilsendftr: UntversItäUjirofessor Dr. Theo der 81eb«, Breslau, 

HuUtitiZülleni FtS. 

Der Eintritt In die GeBfillflcbaft (Jahr . .; 3 llark) erfolgt durch Au* 

meldiiug bei dem Srlmtzmuater KgL HofkunftMndler Brmo Riohtif, Rrcslitu» 

Hchweidnitaerslriisae 8, s^diT bti dtm 8ülirirttü!trtT StadtbibtlothekBLr Or, M. Hippe, 

Brestlall, lirtuitlenbtu^gürfitfai&^a 4H. 



ft 



Die Oesellfichaft bat hUhet folgende Sdiriften verfiteiitUcbt ; 

l Mitteilungen der Schlesischen Gesellschaft für Volkskunde. 

Büiid 1 {-^ ]UH lU] WM^m {veTiiv\nm), Band 11 (= Uelt lll IV\ 
1890—9? (h MA Band 111 i— IMi V. VI) 1898— mt (5 M.) Band iV 
iJeft VII. VIU) iyiK)-Ot (h M,} Bani V f-- HtilX Dt. X) 1002-03) 
M) Bund VI (-= Heft XL XU) 1904 (4 üf.) Band VU (^ Heft 
Sm. iUV) 1905 (4 M/) Blind Vül (= Ikft XV, XVI) 1W6 (4 M.) 
' Band IX (^ Heft XVTL XVni) 1907 (4 itf.) 

Die Hitglieder erbult^ti die während thrar Ztigctbürigkeit artir G^ftellacbaft 
ersciic'iiiandi)» UmU'a ävs ^Hitteilungim^ unttnigdUidi. 

t Biiifti ZI tfin iltleiltiDgBQ icr Schlitiichii GBiBlItchift für Vallthiili 

I. Beiheft. Pautich, OawaM, (irumm.^tik der (gliitTiscben) Mundart voD 
Kieslingswiilde. L It^Ol (1,S0 M-,} 

H fieibefL Goes^gefi, Waldem^r^ Dk Mondart vm Dabratiok« (Lausitz)* 
ISHJl (1,30 ML) 

3. Scholz, Oskarj Der HpfuHitbi^nd äu Herzogswaldtm, i90l. 

(0,80 3i:} 
Alle Torgeiafuiteti Schilfton sind ich be^Eiehen darcb Mtz Wo^WQds 
Yerlftg, Bi^Blm VITI. 

4* Schlesiens volkstümliche Überliefeningen. Sammiimgen 

imd Studitiii der Schlesisclien (iesellschaft für Vulkskunde. 

Leipzig, B. G. Teubner, 

Band L IHt Hchleslsfliftn Wcihnaelitspide» Von Friedrich Vogt 

Mit Bucbscluauijk von M. Wislicenna. 1001 . (Preis jfür Mitglieder 
'Ä,m M., geb. 4,60 M) 

BaodiL Sitte, Brauüh und Tolk^glaaUe in Selile^ieu. Von 
Paul Druübaler, 
f. Teil. Mit BuchifcbTiiiick v. M. WisUcemi». IBOI^. f?rels wie bei Bd, I) 

11, Teil Mit Bii T ^ r, Ic von Ellen Siebs, t^" "• oi« wie bei Bd, I) 
Pieae Bünde von , ns vülkatümlichfen r üigen" erbaltcn 

die Mitglieder der Ge^dlBehaft auf Bestellung b«^i dem Verlage rou 
B. O. T e ü b n r, Leipzig. 

5. Wort und Brauch. VolkskwndHcIie Arbeiten, naraea^^ 

der Sclilesisclieii Geisellscljaft für Volkskniide in zwaBglosen 
Heften lierausgegeben, Breslau, M. & H. Marcus. 
Da« Verzeidinia der blsbör erschiönenen Hefte skbe auf S, 2 dea Um* 
achlogB. Mitglieder der OesellEcbaft erbalten die Hefte mf direkte 
BestcUuttg bei der Verlagsbiiclibaiidlimg m '/• des Ladenpreises. 



^r>n M. & H. Marcus iu Breslau. KaiMi-Witheii 



Germanistische Abhandlungen 

l#fij{riiiit)et v&n l£«r) Wrlittinlit 

Friedrich Vogt 

12. Heft: BdHiUre mr Volk.sktjTule — Pesüichrift -^ Karl Wein 



liold zum fjOjiitiri^^en P ^ 


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HiUütiraiiilt, Alfrt'd; !■ 






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Indische Forschungen 

in iKytunilmm Heften bemusgegebcu 

Alfred Hillebrandt 

t Heft: Die Apokryphen des Bgveda, herausg^egrelx^n urid 
bearbeitet von Di*- J. Scheffcelowitz 10,00 M, 



IL Heft: Die Jaiminiy4L'Sai|ihitä mit einer Einleitung über 
die SäiDavedaliteratur von Prot Dr. W Caland . 6^40 31 



m* Heft: Beitrage zur Kenatnis der iaflisclieu Nanion 
Bildung ym Oberlehi'er Dr. Hilka . , [in ForbereitiingJ 

IV. H«.^ft: Mudrärälisasa by Visäklradatta^ lif^rausgegBben 
voü Alfred Hillebrandt . [in Vorbereitung] 



ltui4ilidriici(6rol MtreUske (k MiLtthtf Trotiults LBetü. 




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